Kategorie: Windows

Thumbnail Cache unter Windows 7 / 8 deaktivieren

Windows-XP-Benutzer kennen sicher die Datei “Thumbs.db”. Doch wozu ist die Datei überhaupt gut bzw. weshalb wird sie erstellt? Wenn Bilder und Fotos im Windows Explorer als Miniatur- oder Symbol-Ansicht angezeigt werden, erzeugt Windows zu jedem Bild ein kleines Vorschaubild (Thumbnail). Damit diese nicht immer neu erstellt werden müssen, werden die Vorschaubilder beim erstmaligen Betrachten eines Ordners im Thumbnail Cache abgespeichert. Betrachtet man den Ordner erneut, werden die Vorschaubilder aus dem Cache geladen und können so schneller angezeigt werden, als wenn sie erneut erstellt werden müssten. Zumindest in der Theorie. Ich habe die Erstellung der Vorschaubilder abgeschaltet und konnte keine Geschwindigkeitseinbußen feststellen.

Unter Windows XP wurde noch in jedem Bilder-Ordner eine Datei mit dem Namen “Thumbs.db” erzeugt. Bei Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 existiert eine zentraler Speicherort. Einzelne “Thumbs.db”-Dateien in jedem Ordner werden nicht mehr angelegt. Der zentrale Speicherort ab Windows Vista befindet sich unter “%userprofile%\AppData\Local\Microsoft\Windows\Explorer\“. Dort werden die Vorschaubilder in Dateien mit dem Namen “thumbcache_*.db” gespeichert.

Thumbnail Cache deaktivieren

Das Anlegen der Vorschaubilder kann sowohl über den Editor für lokale Gruppenrichtlinien als auch über die Registry unterbunden werden. Da der zweite Weg einfacher ist, beschreibe ich lediglich diesen. Alle Änderungen in der Registry habe ich in einer .reg-Datei zusammengefasst, die ihr herunterladen könnt und nur noch ausführen müsst. Ebenso ist eine Datei enthalten, mit der ihr alle Änderungen auch wieder rückgängig machen könnt. Die Änderungen werden dann nach einem Neustart wirksam.

Beim Deaktivieren des Thumbnail Cache wird nur die Erzeugung von neuen Vorschaubildern verhindert. Bereits vorhandene Cache- und “Thumbs.db”-Dateien werden dadurch nicht gelöscht.

Download Registrierungsdatei zum Deaktivieren des Thumbnail Caches

ADBA (Active Directory Based Activation) zur Volumenaktivierung von Windows 8

Aktuell haben Firmen mit KMS (Key Management Service) und MAK (Multiple Activation Key) genau zwei Möglichkeiten, um eine Volumenaktivierung durchzuführen. In meinem Artikel “Microsoft Produktaktivierung – MAK vs. KMS” habe ich beide Methoden vorgestellt und jeweils die Vor- und Nachteile aufgezeigt.

Mit ADBA (Active Directory Based Activation) hat Microsoft nun eine dritte Aktivierungsmöglichkeit eingeführt. Dabei werden Computer mit Windows 8 oder Server 2012 Betriebssystem automatisch aktiviert, wenn sie eine Verbindung zur Domäne des Unternehmens herstellen können. Wie bei der KMS-Aktivierung werden Clients für 180 Tage aktiviert. Eine Reaktivierung erfolgt automatisch, sofern der Client mit einem Domain Controller (DC) kommunizieren kann.

Zur Benutzung von ADBA ist kein Windows Server 2012 Domain Controller notwendig. Es reicht aus, wenn Active Directory (AD) auf das Windows Server 2012 Schema aktualisiert wird. Für ältere Clients, beispielsweise Windows 7 oder Windows Server 2008 R2, ist der KMS-Dienst aber weiterhin erforderlich. Aus diesem Grund wird ADBA in den Firmen höchstwahrscheinlich parallel zu KMS verwendet werden.

Kategorien: Windows

VHDX zu VHD konvertieren und umgekehrt

Mit Windows 8 und Server 2012 hat Microsoft das VHDX-Format für virtuelle Festplatten eingeführt. Die Verbesserungen des VHDX-Formats habe ich bereits in einem anderen Artikel aufgezeigt.

Da VHDX-Dateien unter Windows 7 nicht mehr verwendet werden können, müssen diese in VHD-Dateien konvertiert werden. Umgekehrt können VHD-Dateien auch in VHDX-Dateien konvertiert werden, um die Vorteile des neuen Formats nutzen zu können. Die Umwandlung in beide Richtungen kann mit der Powershell unter Windows Server 2012 und Windows 8 durchgeführt werden. Als Voraussetzung wird ein installiertes Hyper-V und das Hyper-V-Modul für Windows PowerShell benötigt.

Folgender Befehl wandelt eine VHD-Datei in eine VHDX-Datei um:

Convert-VHD -Path C:\pfad\source.vhd -DestinationPath
C:\pfad\destination.vhdx

Eine VHDX-Datei kann auch in eine VHD-Datei konvertiert werden. Die VHDX-Datei darf dabei aber nicht größer als 2.040 GByte sein.

Convert-VHD -Path C:\pfad\source.vhdx -DestinationPath
C:\pfad\destination.vhd

Neuerungen von VHDX im Vergleich zu VHD

Mit Windows 8 und Server 2012 hat Microsoft sein Format für virtuelle Festplatten deutlich aufgemotzt. Das neue VHDX-Format bringt einige Verbesserungen mit sich, wird jedoch nicht unter älteren Windows-Versionen unterstützt.

VHD können lediglich 2 TByte groß sein. Im VHDX-Format wurde diese Beschränkung deutlich angehoben, es werden bis zu 64 TByte unterstützt. Außerdem werden Sektorgrößen von 4 KByte unterstützt, was vor allem den neuen Festplatten mit “Advanced Format” entgegenkommt. Diese Festplatten arbeiten mit physikalischen 4 KByte großen Sektoren, anstatt wie früher mit 512 Byte. Bei VHD-Dateien müssen die 512-Byte-Sektoren erst in 4-KByte-Sektoren umgerechnet werden, wordurch Alignment-Probleme auftreten können und die Geschwindigkeit beeinträchtigt wird. Des Weiteren kann die Blockgröße bei VHDX-Dateien zwischen 1 und 256 MByte liegen und somit optimal auf bestimmte Szenarios abgestimmt werden. Ein weiterer Punkt ist, dass VHDX-Dateien robuster gegenüber Stromausfällen oder anderen Fehlern sind. Alle Änderungen an VHDX-Metadaten werden in einer Protokolldatei gespeichert, wodurch defekte VHDX-Dateien in vielen Fällen wiederhergestellt werden können.

Kategorien: Windows Windows 8

VHD-Dateien mit 7-Zip öffnen

7-Zip Logo

VHD-Dateien können unter Windows 7 und Windows 8 entweder über die Datenträgerverwaltung oder mit Hilfe des Kommandozeilenprogramms DiskPart als Laufwerk gemounted werden. Im Explorer kann die Datei nicht direkt geöffnet werden.

Eine Alternative ist 7-Zip. Ab Version 9.04 können VHD-Dateien mit dem beliebten Packprogramm geöffnet werden. Sehr praktisch, wenn man nur schnell eine Datei herauskopieren möchte, ohne die VHD-Datei vorher zu Mounten.

Download 7-Zip

VHD_7zip

 

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AIMP 3.20 wurde veröffentlicht

Der beliebte Audioplayer AIMP wurde letzte Woche in Version 3.20 veröffentlicht. Die russischen Entwickler haben einige Verbesserungen an der Sound-Engine vorgenommen und den Audio Converter zur Umwandlung von Audio-Formaten aufgebohrt. Außerdem wurde die Suchfunktion in der Audio-Bibliothek erweitert. Wie immer hat AIMP auch einige Performanceoptimierungen erhalten und es wurden zahlreiche Fehler behoben.

Meiner Meinung nach ist AIMP deutlich besser als Winamp und bietet einige Vorteile. AIMP ist nicht so überladen, startet flotter, bietet eine bessere allgemeine Geschwindigkeit und agiert ressourcenschonender. Zudem werden viele Features out of the box geboten, die bei Winamp erst durch diverse Plugins nachgerüstet werden müssen. Nicht zu vergessen die hervorragende portable Installation. Alle Winamp-Nutzer die nicht zufrieden sind sollten sich AIMP auf jeden Fall genauer anschauen.

Download AIMP 3.20 Build 1155

AIMP 3.2

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Firefox 17 veröffentlicht – Neuerungen im Überblick

Firefox Logo

Genau sechs Wochen nach Firefox 16 hat Mozilla gestern offiziell Version 17 veröffentlicht. Firefox 17 ist die letzte Version für dieses Jahr, denn Firefox 18 kommt erst im Jahr 2013. Nachfolgend ein kurzer Überblick aller Neuerungen.

Augenfälligste Neuerung ist die Integration der Social-API. Damit kann Firefox eine Sidebar mit den neuesten Infos und Feeds aus sozialen Netzwerken darstellen. Die Programmierschnittstelle wurde in enger Zusammenarbeit mit Facebook erstellt, weshalb Facebook auch als erstes soziales Netzwerk integriert wurde. Unter anderem erhält man die komplette Facebook-Sidebar mit Chat sowie Zugriff auf Benachrichtigungen und Nachrichten. Die Aktivierung erfolgt direkt bei Facebook. In Zukunft sollen weitere soziale Netzwerke folgen.

Firefox Facebook Integration

Außerdem ist Firefox 17 die neue Basis für den ESR-Zweig (Extended Support Release) mit Langzeitsupport und Mac OS X 10.5 wird nicht mehr unterstützt. Voraussetzung für die neue Version ist Mac OS X 10.6 oder höher. Gleichzeitig wurde die Integration mit Mac OS X 10.8 verbessert. Für Benachrichtigungen wird ab sofort das Notification Center verwendet und auch die Benutzeroberfläche hat einige Designänderungen bekommen (Tableiste, Doorhanger-Panels).

Eine Kleinigkeit aber dennoch schön ist das animierte Verschieben von Tabs. Des Weiteren wurde eine Click-to-Play-Blockierung von Plugins integriert. Durch dieses Feature werden veraltete Plugins mit hohem Sicherheitsrisiko standardmäßig blockiert und müssen vom Benutzer zuerst aktiviert werden. Dadurch soll die Sicherheit steigen.

Wie in fast jeder Version gibt es diverse Verbesserungen für Webentwickler und bei der Unterstützung aktueller Webstandards. Ebenso wurde auch wieder an der Performance gearbeitet. Demnach sollen vor allem SVG-Grafiken und CSS-Animationen schneller gerendert werden.

Die nächste Version wird erst im kommenden Jahr erscheinen. Die geplante Veröffentlichung für Firefox 18 ist der 08. Januar 2013.

Download Firefox 17
Portable Firefox 17 @ Caschy

Microsoft Office 2013 kostenlos downloaden und 60 Tage testen

Office 2013 Logo

Microsoft stellt die finale Version von Office 2013 zum kostenlosen Download bereit. Office 2013 Professional Plus ist 60 Tage uneingeschränkt und völlig kostenlos nutzbar. Die Version ist in deutscher Sprache und wahlweise als 32- oder 64-Bit-Version erhältlich. Enthalten sind Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Access, Publisher und Lync. Der Download erfordert zwnagsweise einen Live-Account.

Für Technet-Kunden steht die finale Version von Office 2013 bereits seit dem 25. Oktober 2012 zum Download bereit.

Download Microsoft Office 2013 Professional Plus

Word 2013 Preview Screenshot

Word 2013 Preview Screenshot

Samsung Channel List Editor in Version 1.09

Samsungs offizieller Kanaleditor für Windows ist mittlerweile in Version 1.09 verfügbar. Version 1.08 gibt es nach wie vor in meinem Artikel zum Download.

Neu im Samsung Channel List Editor 1.09 ist die Unterstützung für TVs der E-Serie. Die Samsung LED-TVs der C- und D-Serie werden aber weiterhin unterstützt. Ebenso neu ist die mitgelieferte Kurzanleitung, welche die Bedienung des Programm erklärt.

Download Samsung Channel List Editor 1.09

Stapelverarbeitung in Paint.NET nachrüsten

Letztes Jahr habe ich bereits einige Plugins für Paint.NET vorgestellt. Ein weiteres ist “Paint.NET Bulk Image Processor”. Mit diesem Plugin kann eine Stapelverarbeitungsfunktion für das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm nachgerüstet werden. Allerdings können die Bilder dabei nur im Dateiformat und in der Größe geändert werden. Bilder drehen oder bestimmte Filter anwenden ist nicht möglich. Wenn man solche Funktionen benötigt oder öfter mit der Stapelverarbeitung arbeiten möchte, empfehle ich IrfanView.

Zur Installation muss die Datei “PDNBulkUpdaterCmd.exe” in den Hauptordner von Paint.NET und die Datei “PDNBulkUpdater.dll” in den Effects-Unterordner kopiert werden. Die Stapelverarbeitung ist danach in Paint.NET über das Menü (“Datei”, “Bulk Processing…”) erreichbar.

Download Paint.NET Bulk Image Processor

Stapelverarbeitung mit Paint.NET

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Infos zu BKA-, GEMA-, GVU-, Ukash- und sonstigen Trojanern

Noch immer ist der sogenannte BKA-Trojaner weit verbreitet. Der Trojaner sperrt den Zugriff auf Windows und zeigt eine Meldung an, dass der Computer aus irgendwelchen dubiosen Gründen gesperrt worden sei. Durch eine Zahlung in Höhe von 100 Euro soll der Computer wieder benutzbar werden. Mittlerweile gibt es etliche Abwandlungen des Trojaners, die immer nach demselben Schema arbeiten. Es werden lediglich unterschiedliche Sperrgründe genannt. Unter anderem sind folgende Varianten im Umlauf: BKA, Bundespolizei, GEMA, GVU, SUISA oder Microsoft.

Unter www.bka-trojaner.de existiert eine Seite, die alle möglichen Varianten auflistet und sogar Screenshots bereitstellt. Darunter befindet sich ein Link zum Support-Forum, in dem weitere Informationen zu den jeweiligen Trojanern genannt werden. Auch für die Entfernung des Trojaners erhält man dort Anleitungen und Unterstützung. Auch auf www.bundespolizei-virus.de gibt es weitere Informationen.

GPO Registry Editor – Registry.pol bearbeiten

Die Registryeinstellungen von Gruppenrichtlinien werden in der Datei “Registry.pol” gespeichert. Pro Gruppenrichtlinie können zwei solcher Dateien existieren, einmal für die Benutzer- und einmal für die Computerkonfiguration. Bei lokalen Gruppenrichtlinien befinden sich die Dateien unter “%windir%\system32\grouppolicy”. Domänen-Gruppenrichtlinien können im SYSVOL-Verzeichnis des Servers gefunden werden.

Für die Bearbeitung von “Registry.pol“-Dateien existieren nur sehr wenig Tools. Das beste Tool in diesem Bereich ist meiner Meinung nach der “GPO Registry Editor“, welcher mit der Skriptsprache AutoIt realisiert wurde.Das Tool kann .pol-Dateien öffnen, bearbeiten und auch wieder speichern. Außerdem kann das Tool auch über die Kommandozeile genutzt werden. Weitere Informationen zum “GPO Registry Editor” gibts im AutoIt-Forum.

GPO Registry Editor

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Linksammlung – Startmenü für Windows 8

Windows 8 Logo

Nachdem Windows 8 ohne Startmenü daherkommt, existieren mittlerweile zahlreiche Tools, die das fehlende Startmenü unter Windows 8 zurückbringen. Mit Start8, Classic Shell und ViStart habe ich bereits drei Tools näher vorgestellt. Nach wie vor ist Start8 mein Favorit, obwohl es mit einem Preis von 4,99 US-Dollar nicht kostenlos ist.

Mit der offiziellen Veröffentlichung von Windows 8 letzten Freitag (26. Oktober 2012), ist die Popularität solcher Tools noch einmal gestiegen. Fast täglich erscheinen neue Möglichkeiten zum Zurückholen des Startmenüs. In welcher Form und wie gut sie funktionieren sei mal dahingestellt.

Nachfolgend eine Sammlung aller mir bekannter Tools. Falls ihr weitere Möglichkeiten kennt, dürft ihr diese gerne in den Kommentaren posten.

Linksammlung – GUIs für Robocopy

Robocopy ist ein Kommandozeilen-Tool für Windows zum Kopieren von Dateien bzw. Verzeichnissen. Robocopy ist seit Windows Vista standardmäßig dabei und kann direkt aus der Kommandozeile heraus verwendet werden. Das mächtige Tool bietet sehr viele Möglichkeiten und lässt sich durch diverse Optionen gut anpassen. Es existieren zahlreiche GUIs, die den Umgang mit Robocopy erleichtertn sollen.