Kategorie: Windows

Ping-Angriff BlackNurse kann Firewalls, Router und Server lahmlegen

Fast wöchentlich wird in den Medien über neue DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) berichtet. Ziel der Angreifer ist es, eine mutwillige Überlastung von Diensten oder Webseiten herbeizuführen. Dies geschieht mit einer sehr großen Anzahl von Anfragen, wobei die Infrastruktur überlastet wird und reguläre Anfragen nur noch extrem langsam oder gar nicht mehr beantwortet werden können. Heutzutage kommt für diesen Zweck in der Regel ein Botnetz zum Einsatz, welches aus einer Vielzahl von ferngesteuerten PCs und bzw. oder aus IoT-Geräten (Internet of Things) besteht.

Eine weitaus effizientere Methode für DDoS-Angriffe besteht darin, Programmfehler auszunutzen und eine Fehlfunktion des Systems auszulösen. Im Falle von BlackNurse kann schon ein einziger PC ausreichen, um Firewalls, Router oder Server lahmzulegen. Sicherheitsforscher des dänischen Netzbetreibers TDC haben den sogenannten BlackNurse-Angriff entdeckt. Am 10. November 2016 wurde der Angriff veröffentlicht und die Webseite http://blacknurse.dk mit weiteren Informationen online gestellt.

Bei BlackNurse handelt es sich um eine ICMP-Attacke. Herkömmliche Ping-Flood-Angriffe basieren auf ICMP Type 8 Code 0 Paketen. Black Nurse hingegen setzt auf ICMP Type 3 Code 3 Pakete. Einzige Voraussetzung für einen Angriff ist, dass das Zielsystem ICMP-Type3-Code3 erlaubt. Schon ein einzelner Angreifer mit einer Bandbreite von 15-18 Mbit/s kann die notwendigen 40.000 – 50.000 Pakete pro Sekunde erzeugen, um Zielsysteme stark zu beeinträchtigen. Genauer gesagt steigt die CPU-Last auf dem Zielsystem so stark an, dass normale Anfragen nicht mehr bearbeitet werden.

Von BlackNurse sind einige Systeme betroffen, darunter auch Firewalls von namenhaften Herstellern wie Palo Alto Networks, Cisco, Dell oder Fortinet. Nicht betroffen sind hingegen Systeme von Check Point, WatchGuard, Juniper oder die in Deutschland weit verbreiteten FRITZ!Box-Router von AVM.

Prinzipiell kann jeder eine solche Attacke fahren, da zur Durchführung nur wenig technische Kenntnisse notwendig sind. Benötigt wird lediglich das Tool „Hping3„, welches z.B. schnell und einfach unter Ubuntu installiert und genutzt werden kann. Die entsprechenden ICMP-Type3-Code3-Pakete können folgendermaßen erstellt und an das Zielsystem gesendet werden:

hping3 -1 -C 3 -K 3 -i u20 TARGET-IP
hping3 -1 -C 3 -K 3 --flood TARGET-IP

Kategorien: Internet Linux Windows

Infos zum Microsoft-Patchday November 2016

Microsoft Logo

Morgen (zweiter Dienstag im Monat) findet Microsofts November-Patchday statt. Insgesamt veröffentlicht der Softwareriese 14 Security-Bulletins, von denen sechs als „kritisch“ und acht als „hoch“ eingestuft werden. Wie fast jeden Monat sind auch dieses Mal wieder kritische Sicherheitslücken bei den beiden Browsern Internet Explorer 11 und im neuen Edge-Browser vorhanden.

Nachfolgend ein kurzer Überblick über die erscheinenden Bulletins und die betroffenen Produkte. Weitere Details stellt Microsoft wie immer im Security TechCenter zur Verfügung. Üblicherweise funktioniert der Link erst ab Diens­tag­abend deutscher Zeit.

Bulletin ID Bulletin Title Maximum Severity Rating and Vulnerability Impact Restart Requirement Affected Software
MS16-129 Kumulatives Sicherheitsupdate für Microsoft Edge (3199057) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Microsoft Edge on all supported releases of Windows 10 and Windows Server 2016.
MS16-130 Microsoft Security Bulletin MS16-130: Sicherheitsupdate für Microsoft Windows (3199172) Critical
Remote Code Execution
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-131 Sicherheitsupdate für Microsoft-Videosteuerung (3199151) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Microsoft Windows Vista, Windows 7, Windows 8.1, Windows RT 8.1, Windows 10, and Windows Server 2016.
MS16-132 Sicherheitsupdate für Microsoft-Grafikkomponente (3192884) Critical
Remote Code Execution
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-133 Sicherheitsupdate für Microsoft Office (3199168) Important
Remote Code Execution
May require restart Microsoft Office 2007, Office 2010, Office 2013, Office 2013 RT, Office 2016, Office for Mac 2011, Office 2016 for Mac, Office Compatibility Pack, Excel Viewer, PowerPoint Viewer, Word Viewer, SharePoint Server 2010, SharePoint Server 2013, Office Web Apps 2010, and Office Web Apps 2013.
MS16-134 Sicherheitsupdate für den Treiber des gemeinsamen Protokolldateisystems (3193706) Important
Elevation of Privilege
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-135 Sicherheitsupdate für Windows-Kernelmodustreiber (3199135) Important
Elevation of Privilege
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-136 Sicherheitsupdate für SQL Server (3199641) Important
Elevation of Privilege
May require restart Microsoft SQL Server 2012, SQL Server 2014, and SQL Server 2016.
MS16-137 Sicherheitsupdate für Windows-Authentifizierungsmethoden (3199173) Important
Elevation of Privilege
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-138 Sicherheitsupdate für virtuelle Festplatte von Microsoft (3199647) Important
Elevation of Privilege
Requires restart Microsoft Windows 8.1, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows RT 8.1, Windows 10, and Windows Server 2016.
MS16-139 Sicherheitsupdate für Windows Kernel (3193227) Important
Elevation of Privilege
Requires restart Microsoft Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 7, and Windows Server 2008 R2.
MS16-140 Sicherheitsupdate für Boot Manager (3193479) Important
Security Feature Bypass
Requires restart Microsoft Windows 8.1, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows RT 8.1, Windows 10, and Windows Server 2016.
MS16-141 Sicherheitsupdate für Adobe Flash Player (3202790) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Adobe Flash Player on all supported editions of Microsoft Windows 8.1, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows RT 8.1, Windows 10, and Windows Server 2016.
MS16-142 Kumulatives Sicherheitsupdate für Internet Explorer (3198467) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Internet Explorer on all supported releases of Microsoft Windows.

Kategorien: Windows

Einfaches Logging für PowerShell-Skripte

PowerShell 5 Icon

Lange und komplexe PowerShell-Skripte werden schnell unübersichtlich und man verliert den Überblick, wo das Skript gerade steht und was aktuell abgearbeitet wird. Aus diesem Grund solltet ihr in jedem Skript bereits von Anfang an eine einfache Log-Funktionalität einbauen. Dies ist in vielen Fällen schneller und einfacher zu realisieren, als das Logging später aufwändig nachzurüsten. Vor allem bei Skripten, welche kritische Daten schreiben, ist das Logging im Nachhinein oftmals ein Segen. Beispielsweise wenn euer PowerShell-Skript Daten im AD ändert und im Nachgang einige Änderungen rückgängig gemacht werden müssen.

Daher habe ich eine kleine Funktion geschrieben, welche ich nahezu am Anfang jedes PowerShell-Skripts einbinde. Die Ausgabe erfolgt sowohl in der Konsole als auch in einer Log-Datei. Neben dem aktuellen Datum und der Uhrzeit ermöglicht die Log-Funktion zudem die Definition von verschiedenen Log-Leveln.

Das Skript steht auch als Download zur Verfügung.

$path = "C:\Temp"
$date = get-date -format "yyyy-MM-dd-HH-mm"
$file = ("Log_" + $date + ".log")
$logfile = $path + "\" + $file

function Write-Log([string]$logtext, [int]$level=0)
{
	$logdate = get-date -format "yyyy-MM-dd HH:mm:ss"
	if($level -eq 0)
	{
		$logtext = "[INFO] " + $logtext
		$text = "["+$logdate+"] - " + $logtext
		Write-Host $text
	}
	if($level -eq 1)
	{
		$logtext = "[WARNING] " + $logtext
		$text = "["+$logdate+"] - " + $logtext
		Write-Host $text -ForegroundColor Yellow
	}
	if($level -eq 2)
	{
		$logtext = "[ERROR] " + $logtext
		$text = "["+$logdate+"] - " + $logtext
		Write-Host $text -ForegroundColor Red
	}
	$text >> $logfile
}

# log something
Write-Log "this is a simple log test"

# create warning log entry
Write-Log "this is a simple log test" 2

# use more than simple variables in a string
$cmds = get-command
Write-Log "there are $($cmds.count) commands available"

Kategorien: Tutorials Windows

Windows Server 2016 via KMS aktivieren

Windows Server 2016 Logo

Auch wenn der Einsatz von Windows Server 2016 noch nicht geplant ist, sollten Unternehmen ihre Infrastruktur dahingehend aktualisieren, dass eine Aktivierung von Windows Server 2016 grundlegend möglich ist. Da das neue Server-Betriebssystem nun offiziell erhältlich ist, lässt der erste Test-Server sicherlich nicht lange auf sich warten und der produktive Einsatz kommt meist auch schneller als gedacht.

Active Directory-Based Activation (ADBA) ist die einfachste Variante, lässt sich schnell einrichten und wird von Microsoft empfohlen. Wer dennoch weiterhin auf die KMS-Aktivierung setzt, hat es schwieriger und muss einige Vorarbeiten leisten.

Windows Server 2016 und Vorbereitung des KMS-Servers

Zunächst muss der KMS-Server die benötigten Voraussetzungen erfüllen. Normalerweise sollte dies automatisch der Fall sein, sofern alle aktuellen Updates installiert sind. Falls nicht hier eine kleine Übersicht:

Anschließend muss der neue Windows Server 2016 KMS-Host-Key (CSVLK) eingespielt werden. Den Key erhaltet ihr im Volume Licensing Service Center (VLSC).

  • Im Volume Licensing Service Center (VLSC) anmelden.
  • Im Menü auf „Lizenzen“ und „Beziehungszusammenfassung“ klicken.
  • Auf die Lizenze-ID der aktuell aktiven Lizenz klicken.
  • Jetzt auf den Reiter „Product Keys“ klicken.
  • Hier nach dem Key mit dem Namen „Windows Srv 2016 DataCtr/Std KMS“ suchen.
  • Den Key auf dem KMS-Host installieren. Dazu wird eine administrative Eingabeaufforderung benötigt:
    Cscript.exe %windir%\system32\slmgr.vbs /ipk xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

    Wenn es bei diesem Schritt Probleme geben sollte hilft oft ein Neustart des KMS-Services.

  • Anschließend muss der neue KMS-Host-Key noch aktiviert werden:
    Cscript.exe %windir%\system32\slmgr.vbs /ato
  • Zum Schluss könnt ihr die hoffentlich erfolgreiche Aktivierung mit folgendem Befehl überprüfen:
    Cscript.exe %windir%\system32\slmgr.vbs /dlv

Windows Server 2016 KMS-Client-Aktivierung

Nachdem der KMS-Server soweit fertig ist, könnt ihr ab sofort eure Windows Server 2016 Clients via KMS aktivieren. Nachfolgend die benötigten KMS-Client-Keys (GVLK) (Quelle):

Betriebssystem KMS-Client-Key
Windows Server 2016 Datacenter CB7KF-BWN84-R7R2Y-793K2-8XDDG
Windows Server 2016 Standard WC2BQ-8NRM3-FDDYY-2BFGV-KHKQY
Windows Server 2016 Essentials JCKRF-N37P4-C2D82-9YXRT-4M63B

Entweder installiert ihr die neuen Windows Server 2016 direkt mit den richtigen Keys oder ihr installiert die Keys später und aktiviert das Betriebssyystem manuell:

Cscript.exe %windir%\system32\slmgr.vbs /ipk xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx
Cscript.exe %windir%\system32\slmgr.vbs /ato

Fertig!

Kategorien: Windows

VeraCrypt ist sicherer als TrueCrypt

VeraCrypt Logo

Der Truecrypt-Fork VeraCrypt wurde in Version 1.18 einem Security-Audit unterzogen. Die meisten sicherheitskritischen Probleme wurden jedoch bereits in der aktuell erhältlichen Version 1.19 behoben. Außerdem wurden in VeraCrypt viele der bekannten Sicherheitslücken von TrueCrypt geschlossen. Insgesamt kann man VeraCrypt daher als sicherer wie TrueCrypt ansehen.

Die Entwicklung von TrueCrypt wurde im Mai 2014 unter teilweise mysteriösen Umständen eingestellt. VeraCrypt entstand im Jahr 2013 als Abspaltung von TrueCrypt und erlangte durch das unerwartete Ende von TrueCrypt schnelle eine große Bekanntheit.

Der VeraCrypt-Audit wurde von der OSTIF-Initiative beauftragt und von der Sicherheitsfirma QuarksLab durchgeführt. Der komplette Bericht ist als PDF-Datei verfügbar. Der Report betrachtet zunächst die früheren Analysen des Truecrypt-Codes, welche durch das Open Crypto Audit Project (OCAP) und durch Googles Project Zero erfolgten. Demnach wurden die gravierendsten Sicherheitslücken in VeryCrypt behoben, allerdings sind einige kleinere Probleme nach wie vor existent. Beispielsweise hatte das OCAP-Audit festgestellt, dass der AES-Code von TrueCrypt Timing-Sidechannels besitzt und evtl. durch Cachetiming-Angriffe verwundbar ist. QuarksLab sieht es aber als sehr unwahrscheinlich an, dass Angreifer diese Lücke ausnutzen könnten.

Anschließend untersuchte QuarksLab den neuen Code von VeraCrypt, welcher unter anderem den UEFI-Bootloader und neue Verschlüsselungsalgorithmen betreffen. Insgesamt wurden acht kritische, drei mittlere und 15 kleinere Probleme gefunden. Die verwendeten Kompressionsbibliotheken wiesen zahlreiche Probleme auf, wurden aber mittlerweile durch die Bibliothek libzip ersetzt. Außerdem war der russische Verschlüsselungsalgorithmus GOST 28147-89 fehlerhaft implementiert, welcher aber bereits entfernt wurde. Fünf von den acht kritischen Lücken wurden in der neuen Version 1.19 behoben.

OSTIF und QuarksLabs sind der Meinung, dass VeraCrypt nach dem Audit wesentlich sicherer als davor ist.

Download VeraCrypt

Infos zum Microsoft-Patchday Oktober 2016 und zu den kumulativen Updates für Windows 7 und 8.1

Microsoft Logo

Morgen (zweiter Dienstag im Monat) startet Microsofts Oktober-Patchday. Insgesamt veröffentlichen die Redmonder zehn Security-Bulletins, von denen fünf als „kritisch“, vier  als „hoch“ und eines als „mittel“  eingestuft werden.

Spannend dürfte dieser Patchday allemal werden, da Microsoft bekanntlich ab Oktober kumulative Updates (Rollups) für Windows 7 und Windows 8.1 einführt. In einem Blogbeitrag hat Microsoft jetzt weitere Informationen zu der geplanten Vorgehensweise veröffentlicht: More on Windows 7 and Windows 8.1 servicing changes. Günter Born hat die Informationen analyisiert und in einem Artikel zusammengefasst.

Nachfolgend ein grober Überblick über die erscheinenden Bulletins und die betroffenen Produkte. Weitere Details stellt Microsoft wie immer im Security TechCenter zur Verfügung. Üblicherweise funktioniert der Link erst ab Diens­tag­abend deutscher Zeit.

Bulletin ID Bulletin Title Maximum Severity Rating and Vulnerability Impact Restart Requirement Affected Software
MS16-118 Kumulatives Sicherheitsupdate für Internet Explorer (3192887) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Internet Explorer on all supported releases of Microsoft Windows.
MS16-119 Kumulatives Sicherheitsupdate für Microsoft Edge (3192890) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Microsoft Edge on all supported releases of Windows 10.
MS16-120 Sicherheitsupdate für Microsoft-Grafikkomponente (3192884) Critical
Remote Code Execution
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows, Office 2007, Office 2010, Word Viewer, Skype for Business 2016, Lync 2010, Lync 2013, Live Meeting 2007 Console, Silverlight 5 and Silverlight 5 Developer Runtime, and .NET Framework 3.0, 3.5, 3.5.1, 4.5.2, and 4.6.
MS16-121 Sicherheitsupdate für Microsoft Office (3194063) Important
Remote Code Execution
May require restart Microsoft Office 2007, Office 2010, Office 2013, Office 2013 RT, Office 2016, Office for Mac 2011, Office 2016 for Mac, Office Compatibility Pack, Word Viewer, SharePoint Server 2010, SharePoint Server 2013, Office Web Apps 2010, Office Web Apps 2013, and Office Online Server.
MS16-122 Sicherheitsupdate für Microsoft-Videosteuerung (3195360) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Microsoft Windows Vista, Windows 7, Windows 8.1, Windows RT 8.1, and Windows 10.
MS16-123 Sicherheitsupdate für Windows-Kernelmodustreiber (3192892) Important
Elevation of Privilege
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-124 Sicherheitsupdate für Windows-Registrierung (3193227) Important
Elevation of Privilege
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-125 Sicherheitsupdate für Diagnosehub (3193229) Important
Elevation of Privilege
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows 10.
MS16-126 Sicherheitsupdate für Microsoft Internet Messaging API (3196067) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Adobe Flash Player on all supported editions of Microsoft Windows 8.1, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows RT 8.1, and Windows 10.
MS16-127 Sicherheitsupdate für Adobe Flash Player (3194343) Moderate
Information Disclosure
Requires restart Microsoft Windows Vista, Windows Server 2008, Windows 7 and Windows Sever 2008 R2.

Kategorien: Windows

Microsoft veröffentlicht Windows Server 2016

Windows Server 2016 Logo

Zum Auftakt der Ignite 2016 in Atlanta hat Microsoft die neue Windows Server Version offiziell veröffentlicht. Microsoft hatte dies bereits im Juli angekündigt und das Versprechen wurde erfüllt. Zurzeit steht von Windows Server 2016 lediglich eine 180 Tage gültige Evaluierungsversionen zum Download bereit. Der Download über MSDN oder das Volume Licensing Service Center (VLSC) sollten aber demnächst folgen. Ab Oktober wird es Windows Server 2016 dann auch zu kaufen geben.

Die Evaluationsversion steht in mehreren Sprachen zur Verfügung und bringt ziemlich genau 5 GByte auf die Waage. Diese Version ist nur zum Testen geeignet und sollte nicht für den Produktivbetrieb verwendet werden.

Download Windows Server 2016 Evaluierungsversion 180 Tage

Details zu Windows Server 2016

Windows Server 2016 wird es in drei Versionen geben:

  • Datacenter (unlimitierte Virtualisierung und neue Features wie Shielded Virtual Machines, Software-defined Storage (SDS) und Software-defined Networking (SDN))
  • Standard (universelles Server-Betriebssystem mit limitierter Virtualisierung)
  • Essentials (für kleinere Unternehmen mit bis zu 25 Usern und bis zu 50 Geräten)

Nachfolgend die wichtigsten Unterschiede zwischen der Datacenter- und Standard-Edition:

Feature Datacenter Edition Standard Edition
Core functionality of Windows Server yes yes
OSEs / Hyper-V Containers Unlimited 2
Windows Server containers Unlimited Unlimited
Host Guardian Service yes yes
Nano Server* yes yes
Storage features including Storage Spaces Direct and Storage Replica yes no
Shielded Virtual Machines yes no
Networking stack yes no
Core-based pricing** 6.155 US-Dollar 882 US-Dollar

* Software Assurance is required to deploy and operate Nano Server in production.
** Pricing for Open (NL) ERP license for 16 core licenses. Actual customer prices may vary.

Eine detaillierte Übersicht aller neuen Features in Windows Server 2016 stellt Microsoft als PDF-Datei bereit.

Bei der Lizenzierung geht Microsoft neue Wege und stellt auf ein Core-basiertes Lizenzmodell um:

Auch hier stellt Microsoft weitere Informationen in einer PDF-Datei bereit.

Kategorien: Windows Windows 10

mRemoteNG wird weiterentwickelt, neue Version veröffentlicht

mRemoteNG Logo

Zum Management von Remoteverbindungen habe ich bis vor ca. einem Jahr auf die Software mRemoteNG vertraut. Zu diesem Zeitpunkt war die Weiterentwicklung bereits seit rund zwei Jahren eingestellt. Unter Windows 8.1 hatte ich mit mRemoteNG einige Probleme, weshalb ich mich nach einer Alternative umgeschaut habe und letztendlich bei Royal TS gelandet bin.

Heute habe ich zufällig gesehen, dass mRemoteNG Ende Juni 2016 eine neue finale Version (1.74) erhalten hat. Dem Projekt wurde wieder Leben eingehaucht und ein neues Entwicklerteam, geführt von David Sparer, kümmert sich um die Weiterentwicklung. Mittlerweile wird bereits fest an Version 1.75 gearbeitet. Die Entwicklung erfolgt bei Github, wo sich auch das ausführliche Changelog zu Version 1.74 einsehen lässt.

Ich persönlich bleibe vorerst bei Royal TS, da mir die Software richtig gut gefällt und tolle Features zu bieten hat. Dennoch werde ich die Entwicklung von mRemoteNG weiter im Auge behalten.

Download mRemoteNG

Kategorien: Software & Apps Windows

Infos zum Microsoft-Patchday September 2016

Microsoft Logo

Morgen (zweiter Dienstag im Monat) steht der September-Patchday von Microsoft an. Der Softwareriese veröffentlicht 14 Security-Bulletins, von denen sieben als „kritisch“ und sieben als „hoch“ eingestuft werden.

Nachfolgend ein grober Überblick über die erscheinenden Bulletins und die betroffenen Produkte. Weitere Details stellt Microsoft wie immer im Security TechCenter zur Verfügung. Üblicherweise funktioniert der Link erst ab Diens­tag­abend deutscher Zeit.

Bulletin ID Bulletin Title Maximum Severity Rating and Vulnerability Impact Restart Requirement Affected Software
MS16-104 Kumulatives Sicherheitsupdate für Internet Explorer (3183038) Critical
Remote Code Execution
Requires restart  Internet Explorer on all supported releases of Microsoft Windows.
MS16-105 Kumulatives Sicherheitsupdate für Microsoft Edge (3183043) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Microsoft Edge on all supported releases of Windows 10.
MS16-106 Sicherheitsupdate für Microsoft-Grafikkomponente (3185848) Critical
Remote Code Execution
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-107 Sicherheitsupdate für Microsoft Office (3185852) Critical
Remote Code Execution
May require restart Microsoft Office 2007, Office 2010, Office 2013, Office 2013 RT, Office 2016, Office for Mac 2011, Office 2016 for Mac, Office Compatibility Pack, Excel Viewer, PowerPoint Viewer, Word Viewer, SharePoint Server 2007, SharePoint Server 2010, SharePoint Server 2013, Office Web Apps 2010, Office Web Apps 2013, and Office Online Server.
MS16-108 Sicherheitsupdate für Microsoft Exchange Server (3185883) Critical
Remote Code Execution
May require restart  Microsoft Exchange Server 2007, Exchange Server 2010, Exchange Server 2013, and Exchange Server 2016.
MS16-109 Sicherheitsupdate für Silverlight (3182373) Important
Remote Code Execution
Does not require restart  Microsoft Silverlight 5 and Silverlight 5 Developer Runtime.
MS16-110 Sicherheitsupdate für Windows (3178467) Important
Remote Code Execution
Requires restart  All supported releases of Microsoft Windows, excluding Itanium servers.
MS16-111 Sicherheitsupdate für Windows Kernel (3186973) Important
Elevation of Privilege
Requires restart  All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-112 Sicherheitsupdate für Windows-Sperrbildschirm (3178469) Important
Elevation of Privilege
Requires restart  Microsoft Windows 8.1, Windows RT 8.1, Windows Server 2012 R2, and Windows 10.
MS16-113 Sicherheitsupdate für den sicheren Windows-Kernelmodus (3185876) Important
Information Disclosure
Requires restart  Microsoft Windows 10 and Windows 10 Version 1511.
MS16-114 Sicherheitsupdate für SMBv1-Server (3185879) Important
Remote Code Execution
Requires restart  All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-115 Sicherheitsupdate für Microsoft Windows-PDF-Bibliothek (3188733) Important
Information Disclosure
May require restart  Microsoft Windows 8.1, Windows Server 2012, Windows RT 8.1, Windows Server 2012 R2, and Windows 10.
MS16-116 Sicherheitsupdate in OLE-Automatisierung für VBScript-Skriptmodul (3188724) Critical
Remote Code Execution
Requires restart  All supported releases of Microsoft Windows.
MS16-117 Sicherheitsupdate für Adobe Flash Player (3188128) Critical
Remote Code Execution
Requires restart  Adobe Flash Player on all supported editions of Microsoft Windows 8.1, Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2, Windows RT 8.1, and Windows 10.

Kategorien: Windows

Lösung: Windows ignoriert Gruppenrichtlinieneinstellung Point-and-Print-Einschränkungen

In größeren Firmennetzwerken mit vielen Clients wird oftmals von der Gruppenrichtlinieneinstellung Point-and-Print-Einschränkungen (Point and Print Restrictions) Gebrauch gemacht, um den Administrationsaufwand gering zu halten. Mit dieser Einstellung lässt sich steuern, wie Benutzer Druckertreiber von Druckerservern installieren können.

Seit einigen Wochen kommt es allerdings teilweise zu Problemen. Einige User berichten von einer Sicherheitsmeldung, wenn sie bestimmte Drucker verknüpfen bzw. installieren wollen. Die Meldung lautet „Vertrauen Sie diesem Drucker?“.

Vertrauen Sie diesem Drucker?

Ursache des Problems ist das Security-Bulletin MS16-087 aus dem Juli-Patchday. Genauer gesagt KB3170455 unter Windows 7 bzw. 8.1 und KB3163912 unter Windows 10 bzw. KB3172985 bei Windows 10 v1511. Nach der Deinstallation des entsprechenden Updates ist das Problem verschwunden und die Benutzer können ohne Warnmeldung Drucker installieren. Allerdings ist dieser Workaround nicht empfehlenswert und in vielen Netzwerken auch gar nicht möglich.

Auf der Suche nach einer sinnvollen Lösung bin ich auf den Thread „KB3163912 breaks Point and Print Restrictions GPO settings“ im TechNet gestoßen. Hier berichten viele User von ähnlichen Problemen. Nach weiterer Fehlersuche war schnell klar, dass dieses Problem lediglich bei Druckern auftritt, die keine „packaged“-Treiber verwenden.

Einige haben sogar einen Case via Microsoft-Premiumsupport eröffnet. Die offizielle Antwort von Microsoft lautet, den Druckerhersteller zu kontaktieren und „packaged“ Treiber zu verwenden. Leider existiert in einigen Fällen aber kein „packaged“-Treiber, was vor allem (aber nicht ausschließlich) ältere Drucker betrifft.

Lösung

Schlussendlich hat ein findiger User doch noch eine brauchbare Lösungsmöglichkeit vorgeschlagen. Mit Hilfe der Registry lässt sich ein „un-packaged“-Treiber in einen „packaged“-Treiber verwandeln. Dazu öffnet man den Registrierungseditor und navigiert zu folgendem Pfad:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Print\Enviroments\Windowsx64\Drivers\...\

Dort angekommen wählt man links den betroffenen Druckertreiber aus, in meinem Beispiel den „Brother PCL5e Driver“.

Rechts muss der Wert „PrinterDriverAttributes“ angepasst werden. Das niedrigste Bit des Wertes ist für die Eigenschaft „Package Aware“ zuständig und muss entsprechend auf „1“ gesetzt werden. Der vorhandene Wert muss dabei ungerade gemacht werden, d.h. ein Wert von „0“ wird auf „1“ gesetzt, ein Wert von „2“ auf „3“ usw. Wenn der Wert beispielsweise „5“ ist dann passt er bereits und es muss nichts geändert werden. Danach muss noch der Druckdienst (Spooler, deutsch: Druckerwarteschlange) neugestartet werden. Ab diesem Zeitpunkt meldet sich der Treiber als „packaged“ und kann ohne weiteren Benutzereingriff installiert werden.

Alternativ kann der betroffene Druckertreiber auch von Hand in einen „packaged“-Treiber umgewandelt werden. Hierzu reicht eine kleine Anpassung der INF-Datei aus. Bei Microsoft existieren weitere Informationen dazu. Vielleicht bekommen es damit auch einige Druckerhersteller gebacken, endlich „packaged“-Treber anzubieten.

Ab Oktober 2016 nur noch kumulative Updates für Windows 7 und 8.1

Microsoft Logo

Microsoft hat bekannt gegeben, dass es für Windows 7 und 8.1 zukünftig keine einzelnen Updates mehr, sondern nur noch kumulative Rollup-Pakete geben wird. Die Änderung soll ab Oktober 2016 Einzug halten und betrifft auch Windows Server 2008 R2, 2012 und 2012 R2.

Die kumulativen Rollup-Pakete werden ab Oktober eingeführt und werden ab diesem Zeitpunkt dann auch jeweils die Korrekturen der Vormonate enthalten. Längerfristig möchte Microsoft aber nach und nach auch alle bisher erschienenen Updates in die kumulativen Pakete integrieren. Für das .NET-Framework, Flash und den Internet Explorer sollen jeweils eigene Rollup-Pakete erscheinen. Durch den Einsatz von sogenannten „Express Packages“ möchte Microsoft das Downloadvolumen für die Pakete klein halten. Dabei lädt der Windows-Client nur die tatsächlich benötigten Teile eines Update-Pakets herunter.

Neben den Rollup-Paketen, welche sowohl sicherheits- und nicht-sicherheitskritische Updates enthalten, wird Microsoft für Firmenkunden auch monatliche Sicherheits-Sammelpatches anbieten. Diese sind nicht kumulativ und enthalten alle Sicherheits-Updates für den jeweiligen Monat.

Durch diese Änderung möchte Microsoft die starke Fragmentierung von Windows 7 und 8.1 eindämmen und bestenfalls komplett beenden. Gleichzeitig möchte der Softwareriese damit die Anzahl der unterschiedlichen Systemkonfigurationen und potenziellen Fehlerquellen verringern. Ein Vorteil dabei ist, dass ein frisch installiertes Windows 7 oder 8.1 im besten Fall nur wenige Pakete installieren muss, um den aktuellen Patch-Stand zu erreichen. Allerdings bietet das Vorgehen von Microsoft auch einige Nachteile. Beispielsweise können problematische Patches dann nicht mehr wie bisher einzeln deinstalliert werden. Außerdem könnte Microsoft damit noch einfacher unerfreuliche funktionelle Änderungen verbreiten, Stichwort Telemetrie-Updates oder das GWX-Tool.

Schwarzer Sperrbildschirm in Windows 10 Anniversary Update beheben

Windows 10 Logo

Mit Windows 10 hat Microsoft die neue Funktion Windows-Blickpunkt (englisch Windows spotlight) eingeführt, die zufällig neue Hintergrundbilder für den Sperrbildschirm anzeigt. Außerdem bietet Windows 10 die Möglichkeit, dass der Anmeldebildschirm dasselbe Hintergrundbild verwendet.

Seit dem Anniversary Update existiert aber ein Fehler, wodurch kein Hintergrundbild angezeigt wird und der Sperrbildschirm schwarz bleibt (siehe Screenshot). Wenn man die Maus bewegt oder eine Taste auf der Tastatur drückt, erscheint der Anmeldebildschirm und auch das Hintergrundbild. Der Sperrbildschirm selbst bleibt aber schwarz.

Schwarzer Sperrbildschirm

Dieser Fehler lässt sich jedoch relativ leicht beheben. Zuerst muss in die erweiterten Systemeinstellungen gewechselt werden. Es existieren mehrere Möglichkeiten um dorthin zu kommen:

  • über die Suchfunktion in der Taskleiste, „Erweiterten Systemeinstellung“ suchen
  • Rechtsklick auf das „Dieser PC“-Icon auf dem Desktop, „Eigenschaften“ wählen und links auf „Erweiterte Systemeinstellungen“ klicken
  • in der Systemsteuerung auf „System“ klicken und links auf „Erweiterte Systemeinstellungen“ klicken

Erweiterte Systemeinstellungen

Dort müsst ihr im oberen Drittel unter „Leistung“ auf „Einstellungen…“ klicken.

Im neuen Fenster „Leistungsoptionen“ muss dann die Einstellung „Animation beim Minimieren und Maximieren von Fenstern“ aktiviert werden.

Wenn ihr das Fenster mit „OK“ schließt wird auf dem Sperrbildschirm fortan wieder ein Hintergrundbild angezeigt. Zur Überprüfung ob es funktioniert einfach kurz den PC mit der Windows-Taste + L sperren.