Kategorie: Hardware

Adventsgewinnspiel 2021 – Dreame Bot L10 Pro Saugroboter

Dreame L10 Pro

Nach vielen Jahren der Abstinenz, kann ich euch dieses Jahr endlich wieder ein Gewinnspiel bieten :-) Zu gewinnen gibt es einen Dreame Bot L10 Pro Saugroboter.

Das ist quasi der kleine Bruder vom Dreame Bot Z10 Pro Saugroboter mit Absaugstation, welchen ich ausführlich testen durfte. Der L10 Pro kommt ohne Saugstation und mit etwas größerem Wassertank bzw. Staubbehälter daher. Die restlichen technischen Daten wie die 4.000 Pa starke Saugleistung oder der 5.200 mAh große Akku sind mit dem Z10 Pro identisch. Aus diesem Grund gehe ich von einer annähernd gleichen Saugleistung aus und die ist beim Z10 Pro hervorragend.

Vielen Dank an Dreame für den tollen Gewinn!

Das Gewinnspiel läuft bis Freitag, 21. Dezember 2021 um 18:00 Uhr. Bitte beachtet die Teilnahmebedingungen. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Wie in den Teilnahmebedingungen vermerkt, habe ich von meinem Recht Gebrauch gemacht und das Gewinnspiel vorzeitig beendet. Dies hat zwei Gründe. Zum einen hat heute Nachmittag ein Spambot mein Captcha geknackt, sodass seitdem automatisiert Teilnahmen erzeugt werden. Diese fließen selbstverständlich nicht in die Verlosung mit ein. Außerdem besteht so die Chance, dass der Gewinn bis Heiligabend eintrifft, da ich ihn direkt morgen versenden möchte.

Gewinner ist Thorsten D. aus Kassel. Herzlichen Glückwunsch!

Teilnahmebedingungen

  • Teilnahmeberechtigt sind nur Personen mit einem Wohnsitz in Deutschland, die mindestens 14 Jahre alt sind.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Jeder Teilnehmer ist nur zur einmaligen Teilnahme berechtigt. Mehrfachteilnahmen führen zum Ausschluss.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  • Der Veranstalter kann jederzeit den Zeitpunkt der Verlosung ohne Angabe von Gründen verschieben.
  • Der Gewinner wird per E-Mail kontaktiert.
  • Reagiert der Gewinner sieben Tage lang nicht auf die E-Mail, wird der Preis erneut verlost.
  • Die personenbezogenen Daten des Teilnehmers (Adresse und E-Mailadresse) werden ausschließlich zur Abwicklung des Gewinnspiels verwendet und nach dem Gewinnspiel gelöscht.
  • Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link, bekommen wir eine kleine Provision, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

Kategorien: Antary Hardware Sonstiges

Dreame H11 Max Wischsauger im Test

Dreame H11 Max

Akku-Staubsauger und Staubsaugerroboter sind mittlerweile in vielen Haushalten zu finden. Als die ersten Geräte vor vielen Jahren auf den Markt kamen, waren diese nette Helferchen, viel mehr aber nicht. Erst im Laufe der Jahre entwickelten sich die Geräte weiter und konnten mit neuen Features und besserer Reinigungsleistung überzeugen. Heutzutage sind sie eine gute Alternative zu einem herkömmlichen Staubsauger. Ich besitze erst seit ca. zwei Jahren einen Akku-Staubsauger und seit wenigen Monaten einen Staubsaugerroboter (Dreame Bot Z10 Pro). Damals wie heute bin ich begeistert, was die Geräte inzwischen leisten können. Dies trifft allerdings nicht auf die sogenannten “Wischfunktion” der Staubsaugerroboter zu. Hier wird lediglich ein nasser Lumpen durch die Zimmer gezogen, der den Dreck mehr verteilt als ihn zu beseitigen.

Offensichtlich haben das auch die Hersteller erkannt, denn der Trend geht mittlerweile zu sogenannten Wischsaugern. Andere Bezeichnungen für die Geräte sind Waschsauger, Nassreiniger oder Nass- & Trockensauger. Die Funktionsweise ist recht simpel. Eine rotierende Walze wird mit Wasser benetzt und reinigt den Boden. Der eingebaute Akku-Staubsauger saugt dann im zweiten Schritt das dreckige Wasser wieder auf. Die Wischsauger kombinieren quasi Staubsaugen und das lästige Wischen mit dem Mopp zu einem Reinigungsvorgang. Gerade bei vielen Hartböden in der Wohnung (Vinyl, Laminat, Fliesen, usw.) ist das sehr praktisch.

Vor wenigen Tagen hat Dreame seine ersten zwei Wischsauger auf den Markt gebracht. Ich durfte den Dreame H11 Max dankenswerter Weise ausführlich testen. Im Test berichte ich, wie sich der Wischsauger in der Praxis schlägt.

Lieferumfang und technische Daten

Alle Komponenten sind gut und sicher im Karton verpackt. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Sauger selbst, der passende Handgriff, die Ladestation, ein Zubehörhalter, ein Netzteil, eine zweite Bodenwalze, eine Reinigungsbürste und ein Ersatzfilter.

Hier ein Überblick aller Einzelteile:

Der Dreame H11 Max kommt mit einer Saugleistung von 10.000 pa daher und soll mit seinem 4.000 mAh großen Akku maximal 36 Minuten durchhalten. Die kleinere Version namens Dreame H11 bietet eine schwächere Saugleistung, einen kleineren Akku, keine Ersatzbodenwalze und der Sensor für die automatische Regulierung der Saugleistung fehlt.

In der folgenden Tabelle sind alle technischen Daten des Dreame H11 und des Dreame H11 Max aufgeführt.

Dreame H11 Dreame H11 Max
Saugleistung 5.500 pa 10.000 pa
Leistung 170 Watt 200 Watt
Abmessungen 697 mm x 315 mm x 295 mm 697 mm x 315 mm x 295 mm
Gewicht 4,7 kg 4,7 kg
Farbe Weiß Anthrazit
Lautstärke max. 76 dB max. 76 dB
Frischwasser 900 ml 900 ml
Schmutzwasser 500 ml 500 ml
Akku 2.500 mAh 4.000 mAh
Laufzeit 30 Minuten 36 Minuten
Preis ca. 250 Euro ca. 350 Euro

Design und Verarbeitung

Wer die Produkte von Dreame kennt, weiß, dass diese in der Regel gut verarbeitet und mit einer hochwertigen Haptik ausgestattet sind. Auch der H11 Max macht hier keine Ausnahme. Das Display, die Gummiabdichtungen, die Bedienelemente und die beiden Wassertanks machen einen erstklassigen Eindruck.

Der Saugwischer besteht aus anthrazitfarbenen und alimuniumfarbenen Kunststoff und wirkt dadurch sehr modern und schick. Der Kunststoff kommt wertig daher und macht einen sehr stabilen Eindruck.

Inbetriebnahme und Bedienung

Dem Dreame H11 Max liegt neben einer umfangreichen Bedienungsanleitung auch ein Quick Start Guide bei. In diesem werden die einzelnen Schritte für die Inbetriebnahme anschaulich beschrieben. Des Weiteren sind auf dem Sauger kleine Sticker angebracht, die kurz und knapp veranschaulichen, was an der jeweiligen Stelle zu beachten ist.

Der Zusammenbau gestaltet sich sehr einfach. Lediglich der Handgriff muss von oben in den Wischsauger gesteckt werden.

Vor der ersten Nutzung empfiehlt Dreame den Akku vollständig zu laden. Ebenso muss noch Wasser in den oberen Firschwasserbehälter gefüllt werden. Hier finden 900 ml Wasser Platz. Anschließend kann mit dem ersten Reinigungsvorgang begonnen werden.

Dreame H11 Max - Tasten

Dreame H11 Max – Tasten

Die Bedienung erfolgt über drei Tasten, welche im Griff untergebracht sind. Ganz oben befindet sich die schwarze Selbstreinigungstaste. Seitlich daneben befinden sich die Tasten für den Absorptionsmodus und die Taste zum Ein- bzw. Ausschalten des Saugers. Zudem verfügt der Dreame H11 Max über eine Sprachausgabe Über eine Taste an der Rückseite kann die Lautstärke und die Sprache eingestellt werden. Im Auslieferungszustand spricht der Sauger Englisch. Selbstverständlich lässt sich die Sprachausgabe auch komplett deaktivieren.

Das 4,4 Zoll große Display ist ein kleines Highlight. Neben dem guten Kontrast ist die Anzeige gestochen scharf. Um das Display befindet sich ein LED-Ring, der den aktuellen Status des Saugers signalisiert. Bei normaler Nutzung leuchtet dieser in Grün, bei mittlerer Saugstufe in Orange und bei voller Leistung wechselt die Farbe auf Rot. Im Display selber könnt ihr den aktuellen Akkustand sehen. Ebenso wird dort mitgeteilt, wenn der Sauger geladen wird oder die Selbstreinigung läuft. Auch etwaige Warnmeldungen werden dort ausgegeben. Von einem nicht eingesetzten oder leeren Frischwasser- bzw. Schmutzwassertank, über Probleme mit der Bodenwalze oder dem Filter bis hin zu einem verstopften Saugrohr wird dort alles mitgeteilt.

Reinigungsleistung und Praxistest

Standardmäßig arbeitet der Dreame H11 Max immer im automatischen Modus. Die Saugleistung wird dabei je nach Menge des erkannten Drecks dynamisch angepasst. Eine manuelle Auswahl der Saugstärke ist leider nicht vorgesehen. In der Regel reicht die Reinigung im Automatikmodus, aber in ein paar Situationen wäre eine manuelle Auswahl dennoch schön gewesen. Befinden sich größere Mengen Flüssigkeit auf dem Boden, kann der Wasserabsorptionsmodus über die Taste im Griff genutzt werden.

Insgesamt ist die Reinigungsleistung sehr gut. Auch gröberen Dreck wie Müsli, Mehl, Ketchup oder Marmelade lassen sich ohne Probleme aufputzen. In der Regel wird bereits beim ersten Darüberwischen fast alles entfernt. Lediglich bei angetrockneten Substanzen muss länger auf einer Stelle gesaugt werden bzw. ein zweiter Reinigungsdurchgang erfolgen. Sofern ihr mit dem Wischsauger alle Böden saugen möchtet, kann dies auch ohne vorheriges Staubsaugen erfolgen, sofern der Boden nicht zu dreckig ist. Habt ihr einen Staubsaugerroboter sollte das sowieso kein Thema sein. Wenn sich viel Staub auf dem Boden befindet, kann es dazu führen, dass dieser sich zu größeren Klumpen verbindet, welche hin und wieder nicht aufgesaugt werden und auf dem Boden liegen bleiben. Dieses Phänomen existiert allerdings beim herkömmlichen Bodenschrubben von Hand auch.

Der Absorptionsmodus kommt bei viel Flüssigkeit zum Einsatz, beispielsweise wenn ein Glas oder eine Flasche umgekippt ist. Die Flüssigkeit wird dann direkt in den Abwasserbehälter des H11 Max gesaugt.

Die versprochene Akkulaufzeit wurde bei mir nicht ganz eingehalten, aber an die 30 Minuten waren in den meisten Fällen mit einer Akkuladung möglich.

Überrascht hat mich die geringe Lautstärke des Geräts. Mit höheren Saugstufen stieg diese zwar an, aber war trotzdem nicht unangenehm laut.

Nach getaner Arbeit kann der Sauger über die Selbstreinigungsfunktion gesäubert werden. Dazu muss der Akkustand mindestens 10% betragen und der Sauger muss auf der Ladestation stehen. Ebenso sollte sich noch genügend Frischwasser im Behälter befinden, da zur Reinigung mit dem frischen Wasser gespült wird. Ist der Selbstreinigungsprozess abgeschlossen, sollte die feuchte Bodenwalze entfernt und gegen die trockene getauscht werden. Etwaige Schmutzpartikel an der feuchten Walze können vor dem Trocknen mit der Reinigungsbürste entfernt werden. Zum Schluss muss noch den Schmutzwassertank geleert werden. In der Praxis funktioniert der Vorgang sehr gut und die Walze ist im Nachgang oftmals sauber. Nur in einigen Fällen musste diese noch von Hand nachgesäubert werden.

Beim Handling unterscheidet sich der Dreame H11 Max deutlich von einem normalen Akkustaubsauger. Durch das größere Gewicht im unteren Teil, hat der Sauger einen komplett anderen Schwerpunkt. Dadurch ist es möglich den Fuß fest im 90°-Winkel zu arretieren und so den Sauger freistehend im Raum aufzubocken. Des Weiteren ist der Sauger nicht ganz so handlich und beweglich wie die Trockensauger-Pendants. Sehr schade fand ich, dass das Bürstenteil nicht so flexibel ist bzw. sich der Sauger nicht so stark abknicken lässt. Dadurch kommt man nicht gut ausreichend weit unter Badmöbel, Sofas oder Betten. Allerdings ist dies vermutlich dem Wasser geschuldet, denn bei einem zu großen Neigungswinkel würde das Wasser auslaufen. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Sauger nicht bis zum Rand reinigt. Es bleibt ein ca. zwei Zentimeter großer Bereich neben der Wand ungereinigt. Gut funktionieren tut hingegen die Treppenreinigung. Der H11 Max läuft beim Anheben weiter und pausiert nicht wie einige andere Modelle.

Fazit

Dreame H11 Max

Dreame H11 Max

Kommen wir zum Resümee. Sehr gut gefällt mir die unkomplizierte Bedienung und die starke Reinigungsleistung. Ebenso gut funktioniert die Selbstreinigung, welche die notwendigen Arbeiten auf ein Minimum reduziert. Das tolle Display, die geringen Betriebslautstärke und die gute Akkulaufzeit runden die positiven Dinge ab.

Kritik muss Dreame für die fehlende Möglichkeit einstecken, die Saugstufe selber zu wählen. Dies ist in der Praxis zwar nur selten notwendig, aber wäre dennoch schön. Ebenso unschön ist der zwei Zentimeter große Wischabstand zur Wand und dass sich viele Möbel nicht unterfahren lassen. Alle drei Punkte sind aber verschmerzbar und führen für mich nur zu einer geringen Abwertung.

Bei vielen Hartböden (Vinyl, Laminat, Fliesen, usw.) ist der Dreame H11 Max insgesamt eine sinnvolle Ergänzung, die ich jedem empfehlen kann. Der Preis liegt aktuell bei rund 350 Euro via AliExpress, was durchaus fair ist. Da der Versand aus Spanien, Frankreich oder Polen erfolgt, gibts auch keine Probleme mit dem Zoll.

Kategorien: Hardware Testberichte

Raspberry Pi – Docker und Portainer installieren

Wer öfter neue Anwendungen für seinen Raspberry Pi installiert und diese schnell und einfach testen und verwenden möchte, landet früher oder später bei der Nutzung von Containern. Container sind standardisierte Einheiten, die alle notwendigen Dateien enthalten, welche zum Ausführen einer Software erforderlich sind. Neben der Anwendung an sich laufen also auch Bibliotheken, Systemwerkzeuge, Code und Laufzeit im Container.

Docker ist eine Software für das Management von Containern. Mit Hilfe von Docker lassen sich Anwendungen in jeder Umgebung schnell und einfach bereitstellen. Eine hervorragende Ergänzung dazu ist Portainer. Kurz gesagt handelt es sich bei Portainer um eine grafische Benutzeroberfläche für Docker. Damit lässt sich die gesamte Docker-Infrastruktur intuitiv verwalten, was vor allem für Einsteiger ein gewaltiger Vorteil ist. Aber auch erfahrene Nutzer wissen das übersichtliche Management zu schätzen.

Das Konstrukt Docker und Portainer ist schnell aufgesetzt und eine wirklich tolle Umgebung, um mit Containern zu arbeiten. Also perfekt für unseren Raspberry Pi!

Raspberry Pi aktuell halten

Zunächst solltet ihr sicherstellen, dass alles auf dem aktuellsten Stand ist. Dazu müsst ihr die Paketquellen aktualisieren und alle installierten Programme updaten. Anschließend noch den Kernel und die Firmware aktualisieren. Zum Schluss den Raspberry Pi unbedingt neustarten.

sudo apt update
sudo apt upgrade
sudo rpi-update
sudo reboot

Docker Installation

Docker Icon

Die Installation von Docker wird über ein Skript durchgeführt. Dieses wird direkt von Docker zur Verfügung gestellt und führt alle Schritte automatisch ohne weitere Eingaben vom Benutzer durch. Nach wenigen Minuten ist Docker betriebsbereit.

curl -sSL https://get.docker.com | sh

Nach der Installation solltet ihr noch euren Benutzer in die Gruppe “docker” mit aufnehmen, damit ihr ohen root-Rechte mit Docker interagieren könnt. Der zweite Befehl stellt sicher, dass die Änderung wirksam wird. Alternativ hilft aus- und wieder einloggen.

sudo usermod -aG docker $USER
newgrp docker

Zur Überprüfung, ob die Installation erfolgreich verlaufen ist und Docker funktioniert, lassen wir uns die installierte Version anzeigen.

docker version

Portainer Installation

Porainer Logo

Portainer ist im offiziellen Docker Hub als Container erhältlich. Der Befehl holt die aktuellste Version des Portainer-Images für ARM-Prozessoren (genau diese benötigen wir für den Rasperry Pi).

sudo docker pull portainer/portainer-ce:linux-arm

Jetzt wird ein neuer Container gestartet, in dem Portainer läuft.

sudo docker run --restart always --name=portainer -d -p 8000:8000 -p 9443:9443 -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v portainer_data:/data portainer/portainer-ce:linux-arm --http-disabled

Nach kurzer Zeit ist Portainer bereit und ihr könnt das Webinterface über den HTTPS-Port 9443 und die IP des Rasperry Pis erreichen. Zum Beispiel: https://192.168.180.100:9443

Dort müsst ihr zunächst einen User und das dazugehörige Passwort anlegen:

Portainer Setup

Portainer Setup

Im zweiten Schritt wählt ihr “Docker” aus und klickt unten auf den Button “Connect”. Den Hinweis könnt ihr ignorieren, da wir bereits alles richtig gestartet haben.

Portainer Setup

Portainer Setup

Portainer verwenden

Auf der Startseite könnt ihr direkt die wichtigsten Infos einsehen. In meinem Beispiel läuft ein Docker-Container und es liegen keine Probleme vor.

Portainer Home

Fahren wir direkt mit der wohl wichtigsten Seite fort. Unter “Containers” seht ihr eine Liste aller Container.

Bei 1. findet ihr detaillierte Infos zum jeweiligen Container wie zum Beispiel der aktuelle Status, das verwendete Image, wann der Container erstellt wurde, die verwendete interne IP-Adresse und die verwendeten Ports. Sobald ein Container selektiert ist, kann dieser unter anderem gestartet, gestoppt oder gekillt werden (2.). Mit Klick auf den Button “Add container” kann ein neuer Container erstellt werden (3.).

Portainer Container Overview

Zuerst benötigt der neue Container einen Namen. Im Beispiel nenne ich ihn “Adguard”. Im zweiten Schritt muss das gewünschte Image angegeben werden. Die genaue Bezeichnung lässt sich via Docker Hub herausfinden. Unter “Network ports configuration” lassen sich die Ports (Host + Container) definieren. Die Beschreibung bei Docker Hub liefert hier oft nähere Informationen. In vielen Fällen reicht auch das Setzen der Option “Publish all exposed network ports to random host ports”, dann werden alle vom Container benötigten Ports zufällig vergeben. Unter “Access control” kann der Zugriff auf den Container im Portainer Webinterface eingeschränkt werden. Des Weiteren lassen sich ganz unten eine Menge zusätzlicher Einstellungen konfigurieren. Die wohl wichtigste Option ist die “Restart Policy”. Damit legt ihr fest, was mit dem Container passieren soll, wenn euer Raspberry Pi neustartet.

Sobald alle Einstellungen getroffen sind, kann der neue Container mit Klick auf “Deploy the container” erstellt werden.

Portainer create new container

Portainer aktualisieren

Zum Aktualisieren auf eine neue Version müsst ihr Portainer zunächst stoppen und dann entfernen. Keine Angst, eure Daten und die anderen Container werden dadurch nicht beeinflusst.

docker stop portainer
docker rm portainer

Anschließend wird das lokale Portainer-Image aktualisiert und Portainer danach wieder deployed.

sudo docker pull portainer/portainer-ce:linux-arm
sudo docker run --restart always --name=portainer -d -p 8000:8000 -p 9443:9443 -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v portainer_data:/data portainer/portainer-ce:linux-arm --http-isabled

Danach könnt ihr euch wieder wie gewohnt am Webinterface anmelden.

Dreame Bot Z10 Pro im Test – Staubsaugerroboter mit Absaugstation

Dreame hat bei mir angefragt, ob ich nicht Lust hätte, den neuen Staubsaugerroboter Dreame Bot Z10 Pro zu testen. Da ich bisher noch keinen Roboter hatte und mir demnächst einen zulegen wollte, war das Angebot natürlich super. Bei dem Gerät handelt es sich um das neue Topmodell von Dreame. Der Staubsaugerroboter kann Wischen und wird zusammen mit einer Absaugstation ausgeliefert. Der offizielle Verkaufsstart in Deutschland ist der 10. August 2021.

Dreame wurde 2015 gegründet und produziert Haushaltsreinigungsgeräte wie Akku-Staubsauger und Roboter-Staubsauger. Der chinesische Hersteller trat 2017 dem Xiaomi-Ökosystem bei und produziert auch Geräte für Xiaomi.

Der Dreame Bot Z10 Pro war bereits die letzten vier Wochen bei mir im Haus unterwegs, sodass ich euch in meinem Test einen guten Überblick bieten kann.

Lieferumfang und technische Daten

Durch die Absaugstation fällt der Karton deutlich größer als bei einen normalen Saugroboter aus. Alle Einzelteile sind sicher untergebracht und es ist alles dabei, was für einen Betrieb benötigt wird. Ersatzteile lassen sich in der Regel sehr preiswert auf AliExpress nachbestellen. Der Lieferumfang besteht aus folgenden Teilen:

Technisch ist der Dreame Bot Z10 Pro auf dem neuesten Stand und gehört mit einer Saugkraft von 4.000 Pa zu dem stärksten Saugrobotern auf dem Markt. Der 5.200 mAh große Akku soll für eine maximale Laufzeit von 150 Minuten sorgen. In der Praxis dürften 90 Minuten realistisch sein, was für eine durchschnittliche Wohnung oder ein Stockwerk im Haus locker ausreichen sollte.

Die folgende Tabelle listet alle technischen Daten auf und zeigt einige weitere Modelle im Vergleich.

Dreame Bot Z10 Pro Dreame Bot L10 Pro Roborock S7 iRobot Roomba i7+
Saugleistung 4.000 Pa 4.000 Pa 2.500 Pa 2.250 Pa
Navigation Laser (LiDAR) Laser (LiDAR) Laser Laser
Abmessungen 35 x 9,7 cm 35 x 9,7 cm 35 x 9,6 cm 34 x 9,3 cm
Gewicht 3,7 kg 3,7 kg 4,7 kg 3,4 kg
Lautstärke ? 65 dB 67 dB 68 dB
Wischfunktion ja ja ja nein
Wasserbehälter 150 ml 270 ml 300 ml
Staubbehälter 400 ml 570 ml 470 ml 400 ml
Absaugstation ja nein optional ja
Akku 5.200 mAh 5.200 mAh 5.200 mAh 3.300 mAh
Laufzeit 150 Minuten 150 Minuten 180 Minuten 75 Minuten
Preis ca. 475 Euro ca. 350 Euro ca. 550 Euro ca. 700 Euro

Design und Verarbeitung

Ob Absaugstation oder Saugroboter selbst, beides macht einen hochwertigen Eindruck und ist gut verarbeitet. Statt wie viele Hersteller auf Hochglanz-Optik zu setzen, greift Dreame beim Z10 auf einen matten, anthrazitfarbenen Kunststoff zurück. Dadurch sind zukünftige, unvermeidbare Kratzer weniger stark sichtbar.

Beim Design des Roboters gibt es keine Besonderheiten. Er ist rund und der Durchmesser beträgt wie bei vielen anderen Modellen 35 Zentimeter. Der Z10 Pro misst acht Zentimeter in der Höhe, mit dem Sensoraufbau sind es allerdings 9,7 Zentimeter. An der Unterseite befinden sich große Rollen mit Federung, die kleine Hindernisse bis maximal zwei Zentimeter Höhe überbrücken können. Ebenso Standard sind die große Walzenbürste und die kleine Bürste auf der rechten Seite, um Dreck aus Ecken und Ritzen entfernen zu können. Optional kann der Z10 Pro auch mit Wassertank und Mikrofasertuch ausgestattet werden. Das Tuch wird via Klettverschluss an den Wassertank befestigt.

Die Absaugstation kommt relativ wuchtig daher. Kein Wunder, denn sie muss schließlich den Dreck aus dem Schmutzauffangbehälter des Roboters saugen und benötigt dazu ordentlich Power. Oben befindet sich ein Deckel, unter welchem sich der vier Liter große Staubbeutel befindet. Dieser kann mit einem Handgriff ohne viel Aufwand gewechselt werden.

Dreame Bot Z10 Pro - Absaugstation

Dreame Bot Z10 Pro – Absaugstation

Inbetriebnahme und Bedienung

Neben einer umfangreichen Bedienungsanleitung liegt dem Dreame Bot Z10 Pro auch ein Quick Start Guide bei. Hier werden die einzelnen Schritte für die Inbetriebnahme beschrieben.

Die Inbetriebnahme funktioniert wirklich sehr einfach und ist genau beschrieben, sodass auch Erstkäufer, die noch nie einen Saugroboter hatten, direkt loslegen können.

Zuerst muss der Schaumstoff-Schutz am Roboter links und rechts entfernt werden. Anschließend wird die kleine Seitenbürste eingesetzt und die Absaugstation aufgestellt. Diese muss sich logischerweise in der Nähe einer Steckdose befinden, damit der Roboter nach getaner Arbeit wieder aufgeladen und entleert werden kann. Das Stromkabel misst 1,5 Meter. Sehr gut gefällt mir, dass sich auf der Rückseite ein Kabelmanagement befindet. Setzt man die Absaugstation direkt neben eine Steckdose, kann das restliche Kabel dort sauber verstaut werden und liegt nicht hinter oder neben der Station. Zum Schluss kann der Roboter auf die Station gestellt und geladen werden. Im Auslieferungszustand ist der Akku ca. zur Hälfte geladen. Bei mir war die Absaugstation bereits mit einem Beutel versehen. Der Ersatzbeutel im Lieferumfang wird erst benötigt, wenn der erste Beutel gefüllt ist.

An dieser Stelle müsst ihr die Xiaomi / Mi Home App auf euer Smartphone installieren. Diese ist sowohl für Android als auch iOS erhältlich und kostenfrei. Nach dem Start ist es allerdings notwendig ein Konto bei Xiaomi zu erstellen und sich damit einzuloggen. Danach tippt ihr oben auf das +-Icon um ein neues Gerät hinzuzufügen. Im Suchfeld könnt ihr entweder nach “Dreame Bot Z10 Pro” suchen oder den QR-Code vom Quick Start Guide zu scannen. Die weiteren Schritte werden alle detailliert in der App beschrieben und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.

Nachdem der Roboter mit der App verknüpft war, gabs noch ein Firmware-Update. Dieses war nach wenigen Minuten erledigt.

Ich konnte es kaum erwarten und habe meinen Dreame Bot Z10 Pro direkt auf die erste Reise geschickt. Wer möchte kann davor noch den Wassertank befüllen und montieren. Für meine erste Fahrt habe ich mich aber dagegen entschieden.

Auf der Karte ist direkt ersichtlich, an welcher Stelle sich der Roboter befindet und was bereits gereinigt wurde. Leider war der Akku kurz vor Schluss soweit leer, dass er eine Ladepause machen musste. Mit vollem Akku hat er die erste Fahrt dann erfolgreich beendet.

Nachdem die erste Reinigung im Erdgeschoss beendet war, hatte der Roboter eine vollständige Karte angefertigt. Diese wird im Anschluss in verschiedene Bereiche unterteilt. Sollte etwas nicht passen könnt ihr nachträglich eigene Räume definieren oder zusammenführen. Ebenso lässt sich die Karte drehen oder bestimmte No-Go-Zonen einrichten. Unterstützt werden bis zu drei Karten bzw. Stockwerke. Auch virtuelle Wände, wischfreie Zonen wie Teppiche, dynamische Routen und bestimmte Reinigungszeiten sind kein Problem. Des Weiteren lassen sich die Saugstärke und die Wasserzuführung regeln. So können Fliesen beispielsweise ordentlich nass gewischt werden und der Parkettboden mit wenig Feuchtigkeit.

Das war aber noch lange nicht alles. Ebenso lässt sich die Sprachausgabe deaktivieren oder die Sprache wechseln, die automatische Entleerung anpassen oder eine Kindersicherung aktivieren.

Insgesamt bleiben so gut wie keine Wünsche offen und die App ist wirklich super. Wer nur schnelle eine Reinigung starten möchte, kann auch die Buttons auf der Oberfläche des Saugroboters nutzen. Darüber hinaus lässt sich der Dreame Bot Z10 Pro auch über einen Alexa Skill steuern. Die Einbindung klappt ähnlich einfach wie mit der App und die Sprachsteuerung funktioniert gut. Die Befehle werden zügig ausgeführt. Der Funktionsumfang hält sich allerdings in Grenzen.

Reinigungsleistung und Praxistest

Es existieren vier Saugmodi: Leicht, Standard, Stark und Turbo. Der Standardmodus reicht für eine Standardreinigung aus. Sofern es sich um eine normale Menge Dreck handelt, wird alles zuverlässig aufgesaugt. Müsli, Zucker, Mehl, Brotbrösel oder Staub – alles kein Problem. Bei größeren Ansammlungen kann es vorkommen, dass nicht alles erwischt wird. In diesem Fällen wird im Alltag aber sowieso zum Handstaubsauger oder Besen gegriffen, weshalb das kein Kritikpunkt ist. Teppiche werden zuverlässig automatisch erkannt und im Turbo-Modus gesaugt. Die Lautstärke im Standard-Modus ist angenehm und man kann sich ohne Probleme mit dem Roboter in einem Raum aufhalten. In den stärkeren Modi ist er entsprechend lauter, aber nicht unangenehm laut. Ich habe zwar keinen direkten Vergleich, aber andere Reviews können meine Einschätzung bestätigen. Andere Saugroboter von Roborock oder iRobot sind auf der höchsten Stufe sogar lauter.

Kommen wir zur Wischfunktion. Damit diese funktioniert muss der Wassertank mit angebrachtem Mikrofasertuch befüllt und der komplette Reinigungsaufsatz an der Unterseite des Roboters angebracht werden. Zudem sollte das Tuch spätestens alle 30 Minuten gewechselt bzw. ausgewaschen werden. In der Praxis wird dies aber vermutlich erst erledigt werden, wenn der Roboter seine Reinigungsaufgabe erledigt hat. Alles in allem handelt es sich bei der Wischfunktion eher um ein Staubwischen. Der Roboter zieht einen feuchten Lappen hinter sich her –  das wars. Für ein richtiges Wischen fehlt der notwendige Druck und außerdem musste ich feststellen, dass das Mikrofasertuch etwas ungleich befeuchtet wird. Nasse Flecken können nicht aufgenommen werden und werden beim drüberfahren eher verschmiert als aufgewischt.

Bei der Navigation hat mich der Dreame Bot Z10 Pro beeindruckt. Der LiDAR-Sensor, welcher sind in dem “Türmchen-Anbau” befindet leistet hier super Arbeit. Dazu kommen viele weitere Sensoren, sodass Objekte frühzeitig erkannt und zielgerichtet umfahren werden. Kollisionen mit Hindernissen kamen bei mir nur äußerst selten vor. Darüber hinaus ist er mit sechs Kanten- und Absturzsensoren ausgestattet, sodass der Roboter nicht aus Versehen die Treppe runterfährt.

Während der Reinigung fährt der Roboter natürlich nicht zufällig im Raum herum, sondern agiert dank seiner Wegfindungstechnologie nach einem klaren Schema. Beim Übergang von zwei Reinigungszonen fährt er diese überlappend ab, sodass keine ungeputzten Bereiche zurückbleiben. Lediglich an den Ecken dreht der Roboter manchmal zu schnell ab und erwischt nicht den gesamten Staub. Hier hatte ich das Gefühl, dass dies beim ersten Durchgang deutlich stärker ausgeprägt war. In nachfolgenden Reinigungsdurchläufen wurde hier besser gesaugt. Ecken sind durch die runde Bauform generell problematisch und können nie ganz erfasst werden.

Hat man einen kleinen Bereich, der gereinigt werden soll, kann man den Roboter dort einfach hinstellen. Drückt man nun die Bedientaste mit dem Quadrat, reinigt der Roboter rund einen Quadratmeter um seine aktuelle Position.

Dreame Bot Z10 Pro - Buttons

Dreame Bot Z10 Pro – Buttons

Komfortabel ist die automatische Entleerung an der Absaugstation. Die Staubkammer des Roboters wird dabei von unten mit ordentlich Power ausgesaugt. Dies dauert wenige Sekunden und funktionierte in der Praxis bisher immer sehr gut. Die Lautstärke ist während diesem Vorgang mit einem herkömmlichen Staubsauger zu vergleichen und sollte daher am besten nicht in der Nacht stattfinden ;-) Da die Staubkammer in der Regel nicht komplett voll ist, sollten hier deutlich mehr wie die rechnerischen zehn Absaugvorgänge möglich sein, bevor der Staubbeutel getauscht werden muss. Nachdem nur zwei Beutel mitgeliefert werden, dürft ihr nicht vergessen rechtzeitig Nachschub zu bestellen.

Fazit

Vor dem Dreame Bot Z10 Pro hatte ich bisher keinen Staubsaugerroboter. Nun ist er fast täglich im Einsatz, das sagt schon alles :-)

Insgesamt liefert Dreame ein tolles Gesamtpaket ab. Inbetriebnahme, Bedienung via App und Arbeitsergebnis sind einfach stimmig und es gibt so gut wie keine Kritikpunkte. Einzig die schwache Wischfunktion ist zu bemängeln, die nicht mehr als eine nette Ergänzung ist. Dies dürfte aber ebenso auf alle Konkurrenzprodukte zutreffen.

Die Absaugstation ist eine tolle Neuerung und erspart die manuelle Reinigung nach jedem Saugvorgang. Allerdings müssen hier Folgekosten für die Staubbeutel eingeplant werden. Wer bereits einen Saugroboter besitzt, dem dürfte die Absaugstation als alleiniges Argument zu wenig sein. Ich würde jedoch immer wieder zum Komplettpaket greifen.

Der Dreame Bot Z10 Pro ist ab dem 10. August bei AliExpress erhältlich. Er kann ohne Zollprobleme aus Spanien, Polen oder Frankreich versendet werden und kostet dort aktuell 475 Euro. Bei Amazon ist er immer mal wieder für etwas über 400 Euro erhältlich. Kein Schnäppchen, aber Konkurrenzprodukte mit ähnlicher Ausstattung liegen teilweise sogar darüber.

Kategorien: Hardware Testberichte

22-Euro-Freigrenze für Online-Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern fällt zum 1. Juli 2021

Geld

Ab dem 1. Juli 2021 fällt die bisherige 22-Euro-Freigrenze für alle Online-Einkäufe aus Nicht-EU-Ländern weg. Kleine Bestellungen die direkt aus China, USA oder Großbritannien kommen, werden damit zukünftig deutlich teurer. Die EU-Kommission möchte mit dieser Maßnahme die steuerrechtliche Bevorzugung von ausländischen Versandhändlern verhindern

Bisher fiel auf Bestellungen mit einem Warenwert von unter 22 Euro keine Einfuhrumsatzsteuer an. De facto waren es sogar 26,31 Euro, da Abgaben von weniger als 5 Euro bisher nicht erhoben wurden. Mit der neuen Regelung wird die Einfuhrumsatzsteuer theoretisch ab dem ersten Cent fällig. In der Praxis werden aber nur Beträge ab 1 Euro erhoben. Damit sinkt die Freigrenze auf 5,23 Euro. Dies gilt wohlgemerkt für Warenwert inklusive Porto. Darüber hinaus müssen Onlinehändler aus Nicht-EU-Ländern jetzt die Zolldeklaration übernehmen, was zusätz­lichen Aufwand bedeutet.

Die fälligen Einfuhrabgaben werden von der Deutschen Post DHL Group gegenüber dem Zoll vorgestreckt und bei Zustellung an der Haustür bzw. Übergabe in einer Filiale von den Empfängerkunden kassiert. Für diesen Service fällt dann zusätzlich eine Auslagepauschale in Höhe von 6 Euro an.

Insgesamt dürften damit Kleinstsendungen aus China deutlich unattraktiver werden. Zahlte man bisher für eine Powerbank beispielsweise 12 Euro, sind ab dem 1. Juli insgesamt 20,28 Euro fällig. Diese setzen sich aus 12 Euro für die Ware, 2,28 Euro Einfuhrumsatzsteuer und 6 Euro Auslagepauschale von der Deutschen Post zusammen.

Doch dafür gäbe es eine Lösung. Die Verkäufer im Drittland können sich für das neue Mehrwertsteuersystem Import One Stop Shop (IOSS) der EU registrieren. Die Einfuhrumsatzsteuer wird dann vom Händler im Voraus gezahlt und der Kunde muss keine Servicepauschale der Versanddienstleister bezahlen. Die 19% Einfuhrumsatzsteuer werden dann aber höchstwahrscheinlich bereits im Artikelpreis enthalten sein oder als extra Posten im Rechnungsbetrag auftauchen.

Wie sich die neue Gesetzgebung in der Praxis auswirkt bleibt abzuwarten. Viele chinesische Anbieter wie AliExpress oder Gearbest haben in den letzten Jahren selber große Logistikzentren in Europa errichtet. Kommt die Ware jetzt containerweise nach Europa, können Händler durch die Angabe falscher Warenwerte die Steuerlast deutlich reduzieren. Sicherlich wird es auch Versuche geben Direktsendungen aus China mit einem Warenwert unter 5,23 Euro anzugeben. Angesichts der gigantischen Mengen, welche jedes Jahr in die EU kommen, ist es auch gar nicht möglich alle Sendungen zu kontrollieren.

AVM FRITZ!Box 5530 Fiber am Telekom-FTTH-Anschluss in Betrieb nehmen

Die neue FRITZ!Box 5530 Fiber wurde bereits im September 2019 das erste mal gezeigt. Mehr als ein Jahr später, Mitte November 2020, fand die offizielle Vorstellung statt. Als Verkaufsstart nannte AVM hier lediglich “demnächst verfügbar”. Anschließend hat es nochmal ca. zwei Monate gedauert, bis die FRITZ!Box 5530 Fiber das erste Mal käuflich zu erwerben war. Seitdem sind immer mal wieder Angebote bei Amazon zu finden, die in der Regel aber nach wenigen Stunden ausverkauft sind.

Ich hatte Glück und konnte letzte Woche eine 5530 ergattern, die vor wenigen Tagen bei mir eingetroffen ist. Nachdem ich bereits von einigen Firmware-Problemen bei der offiziellen FRITZ!OS Version 07.21 gelesen hatte, habe ich ohne weitere Tests direkt zur neuesten erhältlichen Firmware gegriffen. Zum Zeitpunkt des Artikels war das FRITZ!OS 07.24-86065 Inhaus. Den Download findet ihr übrigens hier: https://download.avm.de/inhaus/PSQ19Phase2/5530/FRITZ.Box_5530-07.24-86065-Inhaus.image

Und hier ist die neue FRITZ.Box_5530-07.24-86375-Inhaus.

Telekom-Setup

Bereits seit einigen Jahren werden bei uns in der Gegend Neubaugebiete mit Fiber to the Home (FTTH) ausgestattet. Die Telekom setzt dabei auf Gigabit Passive Optical Network (GPON).

Die Beantragung erfolgt über den Netzversorger. Dieser legt dann in koordinierter Bauweise neben dem Strom- unter anderem auch den FTTH-Anschluss in die Mehrspartenhauseinführung. Genauer gesagt erst einmal nur das Glasfaserleerrohr. Anschließend wird die Glasfaser eingeblasen und der Glasfaser-Abschlusspunkt (Gf-AP) gesetzt. Üblicherweise wird daneben die Glasfaser-Teilnehmeranschlussdose (Gf-TA) verbaut. Diese kann aber z.B. auch in einem anderen Raum oder im EG verbaut werden. Als drittes wird der die Optical Network Termination (ONT) platziert. Dabei handelt es sich schlicht und einfach um das Glasfasermodem welches via LC-Simplex-Patchkabel mit der Gf-TA verbunden wird. Die FTTH-Grundinstallation bei der Telekom ist also Gf-AP –> Gf-TA –> ONT.

Bei mir kommt ein sogenannter Klapp-TA zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Gf-TA der sich aufklappen lässt mit integriertem ONT. Ich habe ein Leerrohr von der Mehrspartenhauseinführung zum Netzwerkschrank gelegt, sodass ich den kombinierten Fg-TA/ONT dort platzieren konnte. In meinem Fall ist der ONT ein Huawei EchoLife HG8010u (ONT v3). Dieser besitzt eine LAN-Schnittstelle, welche man mit dem Router verbindet, in meinem Fall eine ältere FRITZ!Box 7490.

Nachfolgend ein paar Fotos:

Umstellung auf FRITZ!Box 5530 Fiber

Mein Ziel war es, den ONT und die ältere FRITZ!Box 7490 durch die neue FRITZ!Box 5530 Fiber zu ersetzen. Einfach Umstecken funktioniert allerdings nicht, da hier einige Dinge zu beachten sind. Nachfolgend eine kleine Anleitung, die bei mir und anderen Benutzern einwandfrei funktioniert hat.

  1. Als Ausgangssituation startet ihr mit eurem aktiven und verbundenen ONT (Glasfaserkabel ist eingesteckt).
  2. Zunächst benötigt ihr die ONT-Kennung, welche ihr bei der Telekom erfragen müsst. Theoretisch funktioniert das über die Hotline. Praktisch wissen nur wenige Ansprechpartner Bescheid, weshalb ihr vermutlich mehrmals anrufen müsst, bis euch die ONT-Kennung genannt wird. Daher würde ich euch empfehlen die Anfrage via “Telekom hilft” auf Twitter zu stellen. Das funktioniert zuverlässig und vermutlich auch schneller.
  3. Wie anfangs beschrieben solltet ihr eure FRITZ!Box 5530 auf die neueste Version aktualisieren.
  4. Nun könnt ihr das GPON-Modul in eure 5530 stecken, das Glasfaserkabel vom ONT entfernen und mit eurer FRITZ!Box verbinden.
  5. Die Seite “http://fritz.box/support.lua” öffnen, einloggen und ganz runter scrollen. Dort bei “GPON Seriennummer” die Seriennummer eures ONTs eintragen. Mit dem Klick auf den Button “Einstellungen übernehmen” hat es bei mir komischerweise nicht funktioniert. Daher habe ich nach dem Eintragen oben links auf das FRITZ!-Logo geklickt und im Popup auf “Übernehmen”.
    Die Seriennummer bei den Huawei-ONTs findet ihr unter dem Deckel. Diese könnt ihr 1:1 übernehmen.
    Bei älteren Sercomm-ONTs müsst ihr die Seriennummer erst umwandeln. Als Hilfestellung kann ich diesen Forenbeitrag empfehlen.

  6. Anschließend unter “http://fritz.box” die Telekom-Zugangsdaten und die ONT-Kennung eintragen.

    FRITZ!Box 5530 Zugangsdaten

    FRITZ!Box 5530 Zugangsdaten

  7. Optional: Ab sofort könnt ihr ohne weiteres Zutun zwischen FRITZ!Box 5530 und altem ONT wechseln. Einfach das Glasfaserkabel umstecken.

Sollte bei euch diese Variante nicht funktionieren, gäbe es noch die Möglichkeit über einen Rediscover. In diesem Fall müsst ihr die Seriennummer eures Telekom-ONTs nicht übernehmen. Nachteil dieser Methode ist allerdings, dass ab sofort nur noch die FRITZ!Box 5530 an eurem FTTH-Anschluss funktioniert. Ein Wechsel zurück zum alten ONT hätte einen erneuten Rediscover zur Folge. Da diese Variante einige Nachteile besitzt hier nur die Kurzform:

  1. ONF-Kennung bei der Telekom erfragen. Funktioniert sporadisch via Hotline, daher besser “Telekom hilft”.
  2. FRITZ!Box 5530 auf die neueste Version aktualisieren.
  3. Glasfaserkabel vom ONT entfernen.
  4. Bei der Telekom einen Rediscover anfordern. Funktioniert sporadisch via Hotline, daher besser “Telekom hilft”.
  5. Glasfaserkabel in das GPON-Modul der FRITZ!Box 5530 stecken und Zugangsdaten eintragen.

Ubiquiti UniFi Dream Machine Pro (UDM-PRO) – NAT deaktivieren

Ubiquiti Logo

Die Ubiquiti UniFi Dream Machine Pro (UDM-PRO) bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, weshalb sie oft im Privatgebrauch oder in kleinen Firmen zum Einsatz kommt. Idealerweise wird das Gerät direkt oder über ein Modem mit dem Internet verbunden. Hierfür stehen an der UDM-PRO die beiden WAN-Ports 9 (RJ45) und 10 (SFP) zur Verfügung. Auf beiden Ports ist die Network Address Translation (NAT) standardmäßig aktiviert. Innerhalb der Konfigurationsoberfläche besteht keine Möglichkeit NAT zu deaktivieren.

Falls die UDM-PRO unter bestimmten Voraussetzungen hinter einem Router, z.B. einer FRITZ!Box betrieben werden muss, dann hat man zwangsweise den Nachteil von doppeltem NAT. In vielen Fällen kann dieses Setup ohne weitere Einschränkungen genutzt werden. Doppeltes NAT führt aber oftmals bei Onlinespielen, Xbox, PlayStation und Co zu Problemen. Diese Probleme können jedoch behoben werden, indem die UDM-PRO in der FRITZ!Box als “Exposed Host” konfiguriert wird. Das doppelte NAT ist dann aber trotzdem noch vorhanden.

Lange Rede kurzer Sinn: In diesem Artikel möchte ich euch zeigen, wie ihr NAT auf den WAN-Ports der UDM-PRO deaktivieren könnt.

SSH aktivieren und verbinden

Zunächst müsst ihr den SSH-Zugang aktivieren und ein Passwort setzen. Dies erfolgt über die Einstellungen der UDM-PRO unter dem Punkt “Adcanced”.

Anschließend könnt ihr euch z.B. mit PuTTY via SSH auf die UDM-PRO verbinden. Der Username ist “root”.

Mit folgendem Befehl können wir die aktuelle NAT-Konfiguration einsehen:

xtables-multi iptables -t nat -L UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -v --line-number

Standardmäßig sieht die NAT-Konfiguration folgendermaßen aus:

Chain UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK (1 references)
num pkts bytes target prot opt in out source destination
1 0 0 MASQUERADE all -- any eth8 anywhere anywhere /* 00000001095327760591 */
2 0 0 MASQUERADE all -- any eth9 anywhere anywhere /* 00000001095327760592 */

Hier ist ersichtlich, dass auf Port 9 (eth8) und Port 10 (eth9) NAT aktiviert ist.

“UDM / UDMPro Boot Script” installieren

Voraussetzung für das Deaktivieren von NAT ist das “UDM / UDMPro Boot Script“, welches auch nach einem Neustart oder Firmwareupdate bestehen bleibt.

Für die Installation muss zunächst mit folgendem Befehl in die UnifiOS Shell gewechselt werden.

unifi-os shell

Anschließend wird das Boot Script heruntergeladen und installiert. Am Schluss muss die UnifiOS Shell verlassen werden.

curl -L https://github.com/boostchicken/udm-utilities/releases/download/1.0.5-fix/udm-boot_1.0.5_all.deb -o udm-boot_1.0.5_all.deb
dpkg -i udm-boot_1.0.5_all.deb
exit

NAT deaktivieren

Jetzt könnt ihr eigene Shell Scripte in “/mnt/data/on_boot.d” hinterlegen, die bei jedem UDM-PRO Start bzw. Reboot ausgeführt werden.

cd /mnt/data/on_boot.d

Dort erstellt ihr euer Skript zur Deaktivierung von NAT:

touch /mnt/data/on_boot.d/delete-nat.sh

Das Skript bekommt folgenden Inhalt:

#!/bin/sh

# Check if script runs directly after boot. If so, wait for 10 seconds.
uptimeMinutes=`cat /proc/uptime | awk '{print $1}'`
if [ ${uptimeMinutes::-3} -lt 300 ]
	then
		logger NAT-Script: Script zum 1. Mal nach Boot ausgefuehrt
		sleep 10
	else
		logger NAT-Script: Script via Cron-Job ausgefuehrt
fi


# Check if default NAT rules exist
if iptables -t nat -S UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK | grep -e "UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -o eth8 -m comment --comment 00" -e "UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -o eth9 -m comment --comment 00" > /dev/null
	then
		xtables-multi iptables -t nat -D UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK 1
		if iptables -t nat -S UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK | grep -e "UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -o eth8 -m comment --comment 00" -e "UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -o eth9 -m comment --comment 00" > /dev/null
			then
				xtables-multi iptables -t nat -D UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK 1
				if iptables -t nat -S UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK | grep -e "UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -o eth8 -m comment --comment 00" -e "UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -o eth9 -m comment --comment 00" > /dev/null
					then
						logger NAT-Script: NAT-Regel gefunden, Loeschen nicht erfolgreich \(Fehler!\)
					else
						logger NAT-Script: NAT-Regel gefunden und geloescht
				fi
			else
				logger NAT-Script: NAT-Regel gefunden und geloescht
		fi
	else
		logger NAT-Script: Keine NAT-Regel vorhanden
fi


# Check if cron job exists
if ls /etc/cron.d/delete-nat > /dev/null 2>&1
	then 
		logger NAT-Script: Cron-Job vorhanden
	else
		echo "*/15 * * * * /mnt/data/on_boot.d/delete-nat.sh" > /etc/cron.d/delete-nat
		logger NAT-Script: Cron-Job nicht vorhanden und erstellt
		/etc/init.d/crond restart
fi
Das Skript ist eine leicht optimierte Version der ursprünglichen Variante aus dem Kommentar von other_tobi.

Es überprüft, ob die standardmäßig gesetzten NAT-Regeln vorhanden sind und entfernt diese. Außerdem wird ein rudimentäres Logging geboten.

Bei jeder Änderung im Routing oder in den Firewall-Regeln der UDM-PRO werden die beiden NAT-Policies wiederhergestellt. Aus diesem Grund wird ein Cronjob erstellt, welcher dafür sorgt, dass das Skript alle 15 Minuten ausgeführt wird. Somit wird sichergestellt, dass die Standard-NAT-Regeln wieder entfernt werden, sofern diese automatisch generiert werden.

Das Skript muss anschließend noch ausführbar gemacht werden:

chmod +x delete-nat.sh

Bei Bedarf könnt ihr das Skript direkt starten und prüfen, ob es funktioniert.

sh delete-nat.sh

Eine Überprüfung mit

xtables-multi iptables -t nat -L UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK -v --line-number

zeigt, dass beide NAT-Regeln entfernt wurden:

Chain UBIOS_POSTROUTING_USER_HOOK (1 references)
num pkts bytes target prot opt in out source destination

Das Logging des Skripts könnt ihr folgendermaßen einsehen:

grep NAT /var/log/messages

Statische Route in der FRITZ!Box

Standardmäßig ist das FRITZ!Box Subnetz 192.168.178.0/24 und das Netz der UDM-PRO 192.168.1.0/24.

Damit Clients aus dem UDM-PRO-Subnetz auf das Internet oder die FRITZ!Box zugreifen können, wird noch eine statische Route auf der FRITZ!Box benötigt.

Diese könnt ihr unter “Heimnetz –> Netzwerke –> Netzwerkeinstellungen” anlegen. Dazu ganz nach unten scrollen und auf den Button “IPv4-Routen” klicken (siehe Bild).

Dort erstellt ihr eine neue Route und gebt folgende Daten ein:

  • Netzwerk: das Netz der UDM-PRO, standardmäßig 192.168.1.0
  • Subnetzmaske: die Subnetzmaske des vorher eingetragenen Netzes, standardmäßig 255.255.255.0
  • Gateway: die Adresse der UDM-PRO im FRITZ!Box Subnetz, diese kann unter “Heimnetzwerk” in Erfahrung gebracht werden

Mit Klick auf “Übernehmen” ist dieser Schritt erledigt.

Optional: Firewall-Regel in der UDM-PRO

Dieser Schritt ist nur notwendig, wenn ihr vom Subnetz der FRITZ!Box auf ein Subnetz “hinter” der UniFi Dream Machine Pro zugreifen möchtet. Anders herum funktioniert es ohne weitere Konfiguration.

Die Kommunikation wird nämlich noch durch die Firewall der UDM-PRO blockiert. Um dies zu ändern, muss eine neue Regel erstellt werden. Zunächst muss der UniFi Network Controller auf der UDM-PRO geöffnet werden. Anschließend unter “Einstellungen –> Security –> Internet Threat Management –> Firewall” auf den Button “Create new Rule” klicken.

Exemplarisch habe ich jeglichen Traffic aus dem Subnetz der FRITZ!Box freigegeben. Sofern möglich solltet ihr die Freigabe jedoch spezifischer gestalten, z.B. auf einzelne IP-Adressen einschränken und nicht ganze Subnetze freigeben.

Raspberry Pi – Installation mit Raspberry Pi Imager

Raspberry Pi Imager

Es existieren verschiedene Möglichkeiten, um ein Betriebssystem für den Raspberry Pi auf eine microSD-Karte zu installieren. In der Vergangeheit habe ich dafür immer Etcher verwendet. Seitens Raspberry Pi wurde aber mittlerweile der Raspberry Pi Imager ins Rennen geschickt, welchen ich euch absolut ans Herz legen kann. Dieser steht auf der offiziellen Webseite zum Download bereit. Das Open-Source-Tool ist für Windows, macOS und Ubuntu verfügbar. Den Quellcode findet ihr bei GitHub.

Ein großer Vorteil des Raspberry Pi Imager ist, dass dieser automatisch alle unterstützten Betriebssysteme auflistet und direkt on-the-fly während dem Download auf die microSD-Karte schiebt. Nachfolgend eine kurze Übersicht, wie die einzelnen der Schritte der Installation aussehen.

  1. Nach der Installation von Raspberry Pi Imager könnt ihr das Tool direkt starten.
    Raspberry Pi Imager
  2. Als erstes wählt ihr das gewünschte Betriebssystem aus. Ich empfehle grundsätzlich immer Raspberry Pi OS Lite, sofern nichts dagegen spricht.
    Raspberry Pi Imager
    Raspberry Pi Imager
  3. Anschließend muss die microSD-Karte für die Installation gewählt werden. Bei mir habe ich das Image testweise auf einen USB-Stick installiert, also nicht wundern.
    Raspberry Pi Imager
  4. Vor dem Start erscheint eine Warnung dass alle Daten gelöscht werden, die ihr mit “JA” bestätigen müsst.
    Raspberry Pi Imager
  5. Anschließend beginnt der Download des gewählten Images, welches on-the-fly auf die microSD-Karte geschrieben wird.
    Raspberry Pi Imager
  6. Sobald der Schreibvorgang beendet ist, erhaltet ihr eine Bestätigung.
    Raspberry Pi Imager

Cyberpunk 2077: Erste Tests und und ein Performance-Preview

In zwei Tagen ist es soweit: Nach mehreren Verschiebungen erscheint Cyberpunk 2077. Mittlerweile sind die ersten Reviews online und es gibt erste Performancemessungen. Nachfolgend ein Überblick über die bisherigen Erkenntnisse.

Das erste Performance-Preview bei Tom’s Hardware zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. Getestet wurde eine aktuelle Version des Spiels, allerdings ohne Day-1-Patch und ohne speziell angepasste Treiber von AMD und nVidia. Hier können sich die Werte also noch in die ein oder andere Richtung bewegen, aber für eine erste Einordnung der Performance ist das Preview ganz gut zu gebrauchen.

FHD @ Med. FHD @ Ultra WQHD @ Med. WQHD @ Ultra 4K @ Med. 4K @ Ultra
GeForce RTX 3090 106,7 fps 104,0 fps 105,5 fps 85,2 fps 67,8 fps 46,0 fps
GeForce RTX 3080 105,4 fps 102,8 fps 99,9 fps 75,7 fps 60,6 fps 40,6 fps
GeForce RTX 3060 Ti 104,6 fps 77,4 fps 73,7 fps 51,1 fps 38,4 fps 25,7 fps
GeForce RTX 2060 78,2 fps 54,1 fps 50,0 fps 32,9 fps 23,6 fps 15,2 fps
GeForce GTX 1060 37,4 fps 24,9 fps 23,4 fps 15,8 fps 11,2 fps 6,9 fps
Radeon RX 6800 XT 107,8 fps 100,5 fps 99,7 fps 68,9 fps 52,2 fps 33,8 fps
Radeon RX 5600 XT 71,6 fps 47,5 fps 42,5 fps 28,9 fps 22,6 fps 13,7 fps
gemäß den Benchmarks von Tom’s Hardware, ohne RayTracing oder DLSS

Grundsätzlich ist zu erkennen, dass es sich bei Cyberpunk 2077 um ein echtes NextGen-Spiel handelt. Selbst die neue GeForce RTX 3080 kommt unter 4K-Auflösung mit Ultra-Details gerade so auf 40 fps. Beim Einsatz von RayTracing kann sich die Performance durchaus mehr als halbieren. Hier muss also vermutlich zwangsweise auf DLSS gesetzt werden, um unter 4K mit maximalen Details eine halbwegs spielbare Framerate zu erreichen. Alternativ können die Details reduziert werden. Generell bringt die Rückstufung auf Medium-Details einen beachtbaren Performanceschub, sodass auch ältere Grafikkarten wie z.B. die GeForce RTX 2060 oder gar die GeForce GTX 1060 mit gewissen Abstrichen bei der Auflösung oder Bildqualität auf flüssige Frameraten gebracht werden können.

Positive Bewertungen überwiegen

Der aktuelle Metacritic-Score von 91 (bei 100 möglichen Punkten) zeigt schon, dass die hohen Erwartungen an Cyberpunk 2077 durchaus erfüllt werden. Viele Reviews sprechen von Fehlern und Bugs, die aber laut einem Entwickler bereits jetzt gefixt wurden oder mit dem Day-1-Patch behoben werden sollen.

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Gamestar vergibt 91/100 Punkte und liegt damit direkt im Schnitt. Das Spiel sei ein “Meisterwerk” und gelobt werden die Story, Charaktere und die Synchronisation (sowohl die englischsprachige als auch die deutsche).

PC Games wertet 10/10 Punkte und bescheinigt dem Titel eine spannende Hauptstory. Kritik gibt es für mangelnden Interaktionsmöglichkeiten mit der Spielwelt und fehlende Minispiele bzw. Sammelaufgaben. Wobei ich persönlich froh darüber bin und auf beides gerne verzichten kann :)

Die US-Kollegen von IGN vergeben 9/10 und bemängeln die vielen Bugs. Auf der positiven Seite sind jedoch die vielen Freiheiten die das Spiel einem gibt, die tollen Nebenquests und die bombastische Grafik sowohl der Soundtrack.

Kategorien: Hardware Internet

AVM stellt FRITZ!Box 5530 Fiber vor

Zwischen der Vorstellung neuer Produkte bei AVM und dem Verkaufstart dauert es in der Regel mehrere Monate. Bei der FRITZ!Box 5530 Fiber ist es mittlerweile über ein Jahr, nachdem AVM den Router das erste Mal im September 2019 präsentiert hat. Die FRITZ!Box 5530 Fiber soll demnächst für 169 Euro verfügbar sein.

Die FRITZ!Box 5530 Fiber eignet sich für den direkten Einsatz am Glasfaseranschluss, was ein separates Glasfasermodem überflüssig macht. Unterstützt werden dabei alle Anschlüsse an aktive (AON) oder passive optische Netze (GPON, XGS-PON). AVM spricht davon, dass die Box für jeden Glasfaseranschluss in Deutschland einsatzbereit ist. Explizit genannt werden Envia Tel, Netcologne, Netkom Wemacom und Deutsche Telekom. Außerdem soll sie bei vielen weiteren Netzbetreibern auf städtischer oder regionaler Ebene einsetzbar sein. Des Weiteren hat die 5530 vom Broadband Forum (BBF) die Zertifizierung BBF.247 für die Glasfasertechnologie XGS-PON erhalten. Im Lieferumfang ist jeweils ein AON- und ein GPON-Modul enthalten.

Zur weiteren Ausstattung zählen Wi-Fi 6, ein 2,5-GBit/s-LAN-Port, zwei Gigabit-LAN-Ports, eine DECT-Basis und ein analoger Anschluss. Weitere Details könnt ihr der Auflistung weiter unten entnehmen.

Ich persönlich freue mich schon sehr darauf das Glasfasermodem von meinem FTTH-Hausanschluss zu entfernen. In letzter Zeit machte es vermehrt Probleme und ich musste es öfter neustarten.

FRITZ!Box 5530 Fiber

Die Highlights der FRITZ!Box 5530 Fiber im Überblick

  • Für alle gängigen Glasfaseranschlüsse in Europa: AON, GPON, XGS-PON, per SFP-Modul (Small Form-Factor), nach BBF.247 zertifiziert
  • Die für den Handel vorgesehene FRITZ!Box 5530 Fiber wird mit einem AON- und einem GPON-Modul ausgeliefert. Schließt der Anwender seine FRITZ!Box zuhause direkt an, wird automatisch erkannt, ob es sich um die richtige Verbindungsart handelt.
  • 2×2 Wi-Fi 6 (WLAN AX) mit bis zu 3 GBit/s; 5 GHz: 2.400 MBit/s (HE160) und 2,4 GHz: 600 MBit/s
  • Ein 2,5-Gigabit-LAN-Port (NBase-T)
  • Zwei Gigabit-LAN-Ports
  • DECT-Basis für bis zu 6 Telefone und Smart-Home-Anwendungen
  • Ein Anschluss für analoges Telefon oder Fax
  • FRITZ!OS: mit Firewall, Kindersicherung, WLAN-Gastzugang, MyFRITZ, VPN etc.
  • Mesh-Komfort: für optimale Verbindungen im WLAN, bei der Telefonie und im Smart Home
  • Verschiedene FRITZ!Repeater- und FRITZ!Powerline-Produkte erweitern das Heimnetz für jeden Bedarf
  • Strom – Wärme – Licht: Intelligente Steckdosen FRITZ!DECT 200/210, der Heizkörperregler FRITZ!DECT 301, die LED-Lampe FRITZ!DECT 500 und der Taster FRITZ!DECT 440 fürs smarte Wohnen
    FRITZ!App Fon, FRITZ!App WLAN, FRITZ!App Smart Home und MyFRITZ!App ergänzen den Komfort
  • Automatische Updates
  • Handliches Format: Höhe, Breite, Tiefe 208 x 150 x 37mm
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • Demnächst verfügbar, 169 Euro (UVP)

Kategorien: Hardware Internet

Raspberry Pi – Installation und Betrieb von WireGuard

WireGuard Logo

Obwohl die Bekanntheit von WireGuard in den letzten Monaten stark zugenommen hat, ist das VPN-Protokoll bzw, die VPN-Software immer noch verhältnismäßig unbekannt. Ich nutze WireGuard seit einigen Monaten und möchte es nicht mehr missen. Vor allem der schnelle Verbindungsaufbau, das exzellente Roaming-Verhalten und die gute Performance haben mich überzeugt.

Was sich genau hinter WireGuard verbirgt und wie die Software arbeitet, habe ich bereits in meinem Artikel “​WireGuard – neues VPN-Protokoll mit großer Zukunft” beschrieben. Jetzt folgt sozusagen der zweite Teil, in dem ich detailliert auf die Einrichtung unter Raspbian Buster und Android eingehe.

WireGuard Installation

Update 13.05.2021: Artikel auf das aktuellste Raspberry Pi OS angepasst. Dieser nutzt den Linux-Kernel 5.10, in welchem das WireGuard Modul enthalten ist.
Die Installationsanleitung funktioniert nicht bei folgenden Raspberry Pi Modellen: 1, 2 (Ausnahme v1.2), Zero & Zero W. Bei diesen Modellen fehlen benötigte CPU-Features und WireGuard muss dort von Hand compiliert werden. Wie das geht habe ich relativ am Ende meines Artikels aufgezeigt. Davon abgesehen macht die Nutzung auf diesen Modellen aber nur eingeschränkt Spaß.

Zunächst bringen wir die Paketquellen und alle Pakete auf den aktuellen Stand.

sudo apt update
sudo apt upgrade

Nachdem dies erledigt ist, widmen wir uns der Installation von WireGuard.

sudo apt install wireguard

Die Installation an sich ist damit erledigt. Jetzt können wir mit der Konfiguration fortfahren.

Generierung der benötigten Schlüsselpaare

Zum Start benötigen wir jeweils einen privaten und öffentlichen Schlüssel für den Client und den Server.

Die Erstellung der Keys wird im Verzeichnis “/etc/wireguard” durchgeführt. Damit alle Dateien bei der Erstellung direkt restriktive Berechtigungen haben, muss die umask auf 077 gesetzt werden.

sudo su
cd /etc/wireguard
umask 077
wg genkey | tee peer1_private.key | wg pubkey > peer1_public.key
wg genkey | tee server_private.key | wg pubkey > server_public.key

Mittels “ls” prüfen wir, ob alle vier Dateien erstellt wurden:

ls
peer1_private.key  peer1_public.key  server_private.key  server_public.key

Zum Schluss können die Keys mittels “cat” ausgegeben werden, da wir diese später sowieso benötigen.

exit
sudo cat /etc/wireguard/peer1_private.key
sudo cat /etc/wireguard/peer1_public.key
sudo cat /etc/wireguard/server_private.key
sudo cat /etc/wireguard/server_public.key

WireGuard Server Konfiguration erstellen

Im ersten Schritt aktivieren wir das IPv4 Forwarding in der Datei “/etc/sysctl.conf”. Dies kann entweder mit Entfernen der Auskommentierung der Zeile “net.ipv4.ip_forward = 1” oder alternativ mit diesem Befehl erfolgen:

sudo perl -pi -e 's/#{1,}?net.ipv4.ip_forward ?= ?(0|1)/net.ipv4.ip_forward = 1/g' /etc/sysctl.conf

Wer IPv6 nutzt, muss stattdessen entsprechend die Auskommentierung der Zeile “net.ipv6.conf.all.forwarding=1” aufheben.

Anschließend muss der Raspberry Pi neugestartet werden.

sudo reboot

Wir überprüfen den Status mit folgendem Befehl:

sysctl net.ipv4.ip_forward

Wenn das IPv4 Forwarding aktiv ist muss als Ergebnis “net.ipv4.ip_forward = 1” zurückgegeben werden.

Jetzt erstellen wir die WireGuard-Konfiguration “/etc/wireguard/wg0.conf”. Welchen Editor ihr bevorzugt, bleibt natürlich euch überlassen.

sudo vim /etc/wireguard/wg0.conf

Folgendes Template könnt ihr als Ausgangsbasis nutzen.

[Interface]
Address = 100.64.0.1/24
ListenPort = 51820
PrivateKey = <insert server_private.key>

#replace eth0 with the interface open to the internet (e.g might be wlan0)
PostUp = iptables -A FORWARD -i %i -j ACCEPT; iptables -A FORWARD -o %i -j ACCEPT; iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE
PostDown = iptables -D FORWARD -i %i -j ACCEPT; iptables -D FORWARD -o %i -j ACCEPT; iptables -t nat -D POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE

#Client1 Smartphone
[Peer]
PublicKey = <insert peer1_public.key>
AllowedIPs = 100.64.0.2/32

Neben den IP-Adressen müsst ihr den privaten Schlüssel vom Server und den öffentlichen Schlüssel vom Client ergänzen. Außerdem müsst ihr bei den iptables-Regeln evtl. die Netzwerkschnittstelle anpassen. Optional könnt ihr zudem einen anderen Port definieren. Wenn alles erledigt ist, solltest ihr die Datei unbedingt speichern.

Die für den Tunnel verwendeten IP-Adressen, dürfen sich mit den lokal verwendeten, privaten IPv4-Blöcken (RFC 1918) nicht überschneiden. Beim Einsatz einer FRITZ!Box als Router wird lokal standardmäßig 192.168.178.0/24 verwendet, d.h. alle anderen Adressbereiche können ohne Probleme genutzt werden.

Eine elegante Alternative ist die Verwendung von IP-Adressen (100.64.0.0/10), die für Carrier-Grade-NAT (RFC 6598) reserviert sind. Damit ist sichergestellt, dass die Tunnel-IPs nie mit den privaten Adressbereichen kollidieren können.

WireGuard Client Konfiguration erstellen

Am besten erstellt ihr für jeden Client eine eigene Konfiguration.

sudo vim /etc/wireguard/peer1.conf

Folgendes Template könnt ihr als Ausgangsbasis nutzen.

[Interface]
Address = 100.64.0.2/32
DNS = 192.168.178.1
PrivateKey = <insert peer1_private.key>

#Server
[Peer]
PublicKey = <insert server_public.key>
Endpoint = t6bibneqwcjxplum.myfritz.net:51820
AllowedIPs = 0.0.0.0/0, ::/0
#PersistentkeepAlive = 25

Hier müsst ihr unter “[Interface]” die IP-Adresse des Clients anpassen und den gewünschten DNS-Server eintragen. In meinem Beispiel verwende ich die private IP der FRITZ!Box. Wer daheim Pi-Hole im Einsatz hat, kann hier die Pi-Hole Adresse eintragen und kommt somit auch von unterwegs in den Genuss der Werbefreiheit.

Außerdem müsst ihr noch den privaten Schlüssel des Clients ergänzen.

Unter “[Peer]” tragt ihr zunächst den öffentlichen Schlüssel des Servers ein.

Anschließend folgt die Internetadresse, unter welcher der WireGuard-Server erreichbar ist. Üblicherweise gibt es hier zwei Dinge zu beachten. Bei eurem Internetanschluss daheim, bekommt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit eine dynamische IP-Adresse vom Provider zugewiesen. Der WireGuard-Client müsste die wechselnden IP-Adressen stets kennen, um sich zu verbinden. Als Hilfe kommt hier ein dynamischer DNS-Anbieter ins Spiel, der einen festen Domainnamen bereitstellt und dahinter automatisch die jweils aktuelle IP-Adresse zuweist. Bei Verwendung einer FRITZ!Box könnt ihr beispielsweise den Dienst “MyFRITZ!” nutzen. Eine andere Alternative wäre FreeDNS. Der zweite Punkt ergibt sich, wenn der Raspberry Pi in eurem Heimnetzwerk steht. In diesem Fall müsst ihr an eurem Router ein Port-Forwarding einrichten (UDP 51820), sodass der WireGuard-Traffic des Clients auf den Server weitergeleitet wird.

Unter “AllowedIPs” wird definiert, welche IP-Ranges über das WireGuard-VPN geroutet werden. Mit “0.0.0.0/0, ::/0” wird der komplette IPv4- und IPv6-Traffic geroutet (full tunnel). Mit 192.168.178.0/24 könnt ihr z.B. nur euer Heimnetzwerk routen (split tunnel).

“PersistentKeepalive” ist standardmäßig deaktiviert. Zunächst ein paar Hintergrundinfos um einzuordnen, ob ihr dieses Feature benötigt oder nicht. Normalerweise ist WireGuard nicht sehr gesprächig und sendet nur Daten, wenn etwas zu übertragen ist. Ansonsten verhält sich WireGuard ruhig. Wenn sich der Server hinter einem NAT oder einer Firewall befindet und der Client für eine bestimmte Zeit keine Daten zum Server sendet, entfernt der NAT-Router bzw. die Firewall den Host-Status aus der Verbindungstabelle. Falls jetzt der Server ein Paket zum Client sendet, kommt dieses nicht an, da der NAT-Router bzw. die Firewall nicht weiß, was mit dem Paket zu tun ist. Mit der Option “PersistentKeepalive” sendet der Client alle x Sekunden ein leeres Paket, um die Verbindung aufrechtzuhalten. Ein Wert von 25 Sekunden hat sich in der Praxis bewährt und funktioniert mit einem Großteil von Firewalls und NAT-Routern.

Kurz zusammengefasst benötigt ihr dieses Feature also nur, wenn ihr vom Server euren Client erreichen möchtet, obwohl dieser seit längerer Zeit keine Pakete gesendet hat. Die meisten Benutzer werden dieses Feature nicht benötigen. Falls doch, einfach die Auskommentierung der Zeile rückgängig machen.

WireGuard Server starten

Nun können wir WireGuard auf dem Server starten. Anstatt alle einzelnen Schritte manuell mit dem “wg”-Tool durchzuführen, bedienen wir uns beim Tool “wg-quick”.

sudo wg-quick up wg0
[#] ip link add wg0 type wireguard
[#] wg setconf wg0 /dev/fd/63
[#] ip -4 address add 100.64.0.1/24 dev wg0
[#] ip link set mtu 1432 up dev wg0
[#] iptables -A FORWARD -i wg0 -j ACCEPT; iptables -A FORWARD -o wg0 -j ACCEPT; iptables -t nat -A POSTROUTING -o eth0 -j MASQUERADE

Die MTU von 1432 bezieht sich auf PPPoE mit IPv4. Bei IPv6 müsst ihr die MTU auf 1412 setzen. Wenn ihr Kabelinternet habt, dann sind Werte von 1440 bei IPv4 und 1420 bei IPv6 richtig.

Danach prüfen wir den Status der wg0-Schnittstelle.

sudo wg
interface: wg0
  public key: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxljP1wpITnI=
  private key: (hidden)
  listening port: 51820

peer: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxtJd9/esWN4=
  allowed ips: 100.64.0.2/32

Der Server läuft und ist für die Verbindung des Clients bereit.

WireGuard beenden funktioniert mit diesem Befehl:

sudo wg-quick down wg0

Wenn WireGuard beim Systemstart automatisch geladen werden soll, kann dies mit folgendem Befehl realisiert werden:

sudo systemctl enable wg-quick@wg0
Created symlink /etc/systemd/system/multi-user.target.wants/wg-quick@wg0.service → /lib/systemd/system/wg-quick@.service.

Der Daemon kann folgendermaßen gesteuert werden. Dabei müsst ihr allerdings darauf achten, dass ihr WireGuard zuerst beendet, sofern ihr es manuell gestartet habt.

sudo systemctl start wg-quick@wg0
sudo systemctl stop wg-quick@wg0
systemctl status wg-quick@wg0

Zum Schluss werden die Berechtigungen von “/etc/wireguard/” und allen Dateien noch einmal korrigiert. Damit wird sichergestellt, dass nur root die entsprechenden Berechtigungen besitzt.

sudo chown -R root:root /etc/wireguard/
sudo chmod -R og-rwx /etc/wireguard/*

WireGuard Client unter Android einrichten

Die Einstellungen in der Android-App können manuell, mittels einer Datei oder mit einem QR-Code erfolgen. Die letzte Variante ist dabei am bequemsten. Hierfür muss auf dem Server der QR-Code erstellt werden.

sudo apt install qrencode

Nach dem Installieren von “qrencode” kann der QR-Code von der Client-Konfiguration erstellt werden:

sudo cat /etc/wireguard/peer1.conf | qrencode -t ansiutf8

Auf dem Android-Gerät muss zunächst die WireGuard App via Google Play installiert werden. Daraufhin kann der erstellte QR-Code mit der App gescannt werden, um die Konfiguration zu importieren. Nachdem ein Name vergeben wurde, kann die Verbindung aktiviert werden.

Mit einem Klick auf den gerade erstellten Tunnel werden einige Infos angezeigt, unter anderem auch eine Trafficstatistik.

Auf dem Server kann ebenfalls der Status ausgegeben werden. Dort werden unter anderem alle verbundenen Clients angezeigt:

sudo wg
interface: wg0
  public key: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxljP1wpITnI=
  private key: (hidden)
  listening port: 51820

peer: xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxtJd9/esWN4=
  endpoint: 11.12.13.14:53019
  allowed ips: 100.64.0.2/32
  latest handshake: 56 seconds ago
  transfer: 927.04 KiB received, 64.85 MiB sent

Der Client kann nun auch via Ping erreicht werden:

ping 100.64.0.2
PING 100.64.0.2 (100.64.0.2) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 100.64.0.2: icmp_seq=1 ttl=64 time=95.9 ms
64 bytes from 100.64.0.2: icmp_seq=2 ttl=64 time=112.4 ms
64 bytes from 100.64.0.2: icmp_seq=3 ttl=64 time=71.7 ms

Noch zwei kleine Tipps für die Android-App. Ich importieren die Konfig vom Server immer zweimal. Einmal als “full tunnel” mit “0.0.0.0/0, ::/0” und einmal als “split tunnel”, lediglich mit dem Heimnetzwerk eingetragen, z.B. 192.168.178.0/24. So habt ihr volle Kontrolle und könnt je nach Situation den richtigen Tunnel nutzen.

Beim Bearbeiten eines Tunnels (Tunnel Infos anzeigen und dann rechts oben auf das Stift-Icon) könnt ihr außerdem festlegen, welche Apps keinen Traffic über den Tunnel schicken dürfen.

Troubleshooting

WireGuard ist ein Kernel-Modul, das via DKMS automatisch installiert wird, sobald das System einen neuen Kernel benutzt. In seltenen Fällen kann es jedoch passieren, dass WireGuard nicht automatisch eingebunden wird und mit dem neuen Kernel nicht mehr funktioniert.

In diesem Fall sollte zunächst geprüft werden, ob das WireGuard Modul geladen wurde:

lsmod | grep wireguard

Falls nicht kann es hilfreich sein, das Kernel-Modul neu zu konfigurieren:

sudo dpkg-reconfigure wireguard-dkms
sudo modprobe wireguard

Wenn dies keine Abhilfe schafft, könnt ihr noch folgendes ausprobieren:

sudo apt remove wireguard
sudo apt install bc libncurses5-dev
sudo apt install wireguard

Sollte dies auch keine Besserung bringen, könnt ihr alternativ das WireGuard Kernel Module und das wg Tool selber kompilieren. Davor muss aber sichergestellt sein, dass alle installierten WireGuard-Pakete deinstalliert sind!

sudo apt remove wireguard
# Toolchain installieren
sudo apt install libmnl-dev raspberrypi-kernel-headers build-essential git pkg-config
#Code laden
git clone https://git.zx2c4.com/wireguard-linux-compat
git clone https://git.zx2c4.com/wireguard-tools
# Kernel Module und das wg Tool kompilieren und installieren
make -C wireguard-linux-compat/src -j$(nproc)
sudo make -C wireguard-linux-compat/src install
make -C wireguard-tools/src -j$(nproc)
sudo make -C wireguard-tools/src install
# Neustarten und fertig
sudo reboot

Die aktuell installierte Version könnt ihr am besten via “dmesg” herausfinden:

dmesg | grep wireguard
[  466.479104] wireguard: WireGuard 1.0.0 loaded. See www.wireguard.com for information.
[  466.479115] wireguard: Copyright (C) 2015-2019 Jason A. Donenfeld <Jason@zx2c4.com>. All Rights Reserved.

Quellen

  • https://www.wireguard.com/install/
  • https://github.com/adrianmihalko/raspberrypiwireguard
  • https://www.reddit.com/r/pihole/comments/bnihyz/guide_how_to_install_wireguard_on_a_raspberry_pi/
  • https://emanuelduss.ch/2018/09/wireguard-vpn-road-warrior-setup/
  • https://www.bachmann-lan.de/raspberry-pi-mit-wireguard-als-vpn-server-mit-wireguard/

Samsung-Fernseher 2020 – Übersicht der neuen QLED- und TU-Serie

Samsung Q950T (Bild: Samsung)

Anfang März hat Samsung das komplette QLED- und UHD-TV-Sortiment inklusive der unverbindlichen Preise für 2020 vorgestellt. Neben den beiden 8K-Modellen Q950T und Q800T wurden auch die 4K-Modelle der QLED- und TU-Serie präsentiert. Die meisten Modelle sollen noch im März im Handel verfügbar sein.

8K QLED

Das neue Flaggschiff ist die bereits im Januar auf der CES gezeigte Q950T-Serie. Das fast rahmenlose Design, die nur 15 Millimeter tiefe Bauweise und der integrierte Sourround-Sound haben allerdings ihren Preis. Der Einstieg mit 65 Zoll kostet 5.999 Euro und dürfte daher für die wenigsten interessant sein.

Gleichzeitig schickt Samsung eine zweite 8K-Serie ins Rennen, die bei 65 Zoll und 3.799 Euro startet. Ebenso wie das Topmodell verfügt der Q800T Direct-LED-Backlight mit Local Dimming sowie HDMI 2.1. Für den geringeren Preis muss allerdings auf die One Invisible Connection verzichtet werden und es kommen weniger Dimming-Zonen zum Einsatz.

Features der QLED-Baureihen im Überblick (Bild: Samsung)

Features der QLED-Baureihen im Überblick (Bild: Samsung)

4K QLED

Die neuen QLED-Modelle sind im direkten Vergleich mit den Modellen aus dem Vorjahr deutlich günstiger. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, da Samsung quasi alle Modelle abgespeckt hat. Die 4K-QLED-Topmodelle Q95T und Q90T bieten im Gegensatz zu den Vorgängern Q90R und Q85R weniger Zonen beim Full Array Local Dimming (FALD). Wieviel Zonen genau vorhanden sind, hat Samsung nicht verraten und muss wohl durch die ersten Reviews geklärt werden.

Generell setzt Samsung erst ab dem Q80T auf Direct-LED-Backlight nebst Local Dimming. Bei den 2019er-Modellen verfügte auch der Q70R über diese Ausstattung. Die beiden kleinsten Varianten Q70T und Q60T müssen sich mit Edge-LED-Backlight begnügen. Darüber hinaus verfügt der Q60T lediglich über ein 50-Hz-Panel. Selbst der RU8009 von letztem Jahr bietet ab 55 Zoll ein Panel mit 100 Hz.

Wie in letztem Jahr unterstützen alle QLED-TVs HDR10 und da dynamische HDR10+-Format. Dolby Vision wird weiterhin nicht geboten. Bei HDMI wird lediglich Version 2.0b unterstützt, HDMI 2.1 ist den teuren 8K-Modellen vorbehalten. Bis auf den Q60T verfügen alle QLED-TVs über einen Dual-Tuner mit DVB-T2/C/S2.

Die Änderungen machen einen direkten Vergleich mit den 2019-Modellen schwierig. Generell könnt ihr die neuen TVs aber immer eine Serie darunter einordnen:

  • Q95T –> Q90R
  • Q90T –> Q85R
  • Q80T –> Q70R
  • Q70T –> Q60R
  • Q90T –> RU8009

Übersicht

Nachfolgend eine Tabelle mit allen neuen Modellen und der unverbindlichen Preisempfehlung. Mit dabei sind auch die drei Lifestyle-Fernseher The Serif, The Frame und The Sero.

Modellnummer Größe Preis
Q950T (8K QLED)
GQ85Q950TSTXZG 85 Zoll 11.999 €
GQ75Q950TSTXZG 75 Zoll 7.999 €
GQ65Q950TSTXZG 65 Zoll 5.999 €
Q800T (8K QLED)
GQ82Q800TGTXZG 82 Zoll 6.799 €
GQ75Q800TGTXZG 75 Zoll 5.299 €
GQ65Q800TGTXZG 65 Zoll 3.799 €
Q95T (4K QLED)
GQ85Q95TGTXZG 85 Zoll 5.799 €
GQ75Q95TGTXZG 75 Zoll 4.499 €
GQ65Q95TGTXZG 65 Zoll 2.899 €
GQ55Q95TGTXZG 55 Zoll 2.199 €
Q90T (4K QLED)
GQ75Q90TGTXZG 75 Zoll 3.999 €
GQ65Q90TGTXZG 65 Zoll 2.699 €
GQ55Q90TGTXZG 55 Zoll 1.999 €
Q80T (4K QLED)
GQ85Q80TGTXZG 85 Zoll 4.799 €
GQ75Q80TGTXZG 75 Zoll 3.499 €
GQ65Q80TGTXZG 65 Zoll 2.199 €
GQ55Q80TGTXZG 55 Zoll 1.599 €
GQ49Q80TGTXZG 49 Zoll 1.399 €
Q70T (4K QLED)
GQ85Q70TGTXZG 85 Zoll 3.999 €
GQ75Q70TGTXZG 75 Zoll 2.699 €
GQ65Q70TGTXZG 65 Zoll 1.799 €
GQ55Q70TGTXZG 55 Zoll 1.299 €
Q60T (4K QLED)
GQ85Q60TGUXZG 85 Zoll 3.199 €
GQ75Q60TGUXZG 75 Zoll 2.199 €
GQ65Q60TGUXZG 65 Zoll 1.499 €
GQ58Q60TGUXZG 58 Zoll 1.199 €
GQ55Q60TGUXZG 55 Zoll 1.099 €
GQ50Q60TGUXZG 50 Zoll 899 €
GQ43Q60TGUXZG 43 Zoll 749 €
TU8509 (4K Crystal UHD)
GU65TU8509UXZG 65 Zoll 1.199 €
GU55TU8509UXZG 55 Zoll 849 €
GU50TU8509UXZG 50 Zoll 699 €
GU43TU8509UXZG 43 Zoll 579 €
TU8079 (4K Crystal UHD)
GU82TU8079UXZG 82 Zoll 2.799 €
GU75TU8079UXZG 75 Zoll 1.599 €
GU65TU8079UXZG 65 Zoll 999 €
GU55TU8079UXZG 55 Zoll 699 €
GU50TU8079UXZG 50 Zoll 599 €
GU43TU8079UXZG 43 Zoll 499 €
TU7199 (4K Crystal UHD)
GU75TU7199UXZG 75 Zoll 1.399 €
GU70TU7199UXZG 70 Zoll 1.099 €
GU65TU7199UXZG 65 Zoll 899 €
GU58TU7199UXZG 58 Zoll 749 €
GU55TU7199UXZG 55 Zoll 659 €
GU50TU7199UXZG 50 Zoll 549 €
GU43TU7199UXZG 43 Zoll 449 €
TU7079 (4K Crystal UHD)
GU75TU7079UXZG 75 Zoll 1.299 €
GU65TU7079UXZG 65 Zoll 799 €
GU55TU7079UXZG 55 Zoll 569 €
GU50TU7079UXZG 50 Zoll 469 €
GU43TU7079UXZG 43 Zoll 399 €
The Frame 2020 (4K QLED)
GQ75LS03TAUXZG 75 Zoll 3.499 €
GQ65LS03TAUXZG 65 Zoll 2.199 €
GQ55LS03TAUXZG 55 Zoll 1.599 €
GQ50LS03TAUXZG 50 Zoll 1.399 €
GQ43LS03TAUXZG 43 Zoll 1.199 €
GQ32LS03TAUXZG (FHD) 32 Zoll 549 €
The Sero (4K QLED – drehbar)
GQ43LS05TAUXZG 43 Zoll 1.599 €
The Serif (4K QLED)
GQ55LS01TAUXZG (weiß) 55 Zoll 1.399 €
GQ49LS01TAUXZG (weiß) 49 Zoll 1.199 €
GQ43LS01TAUXZG (weiß) 43 Zoll 1.099 €
GQ55LS01TBUXZG (blau) 55 Zoll 1.399 €
GQ49LS01TBUXZG (blau) 49 Zoll 1.199 €
GQ43LS01TBUXZG (blau) 43 Zoll 1.099 €

Kategorien: Hardware TV

Übersicht neue Convoy Taschenlampen

Die gängigsten Akkus für LED-Taschenlampen sind nach wie vor 18650 Lithiumionen-Akkus. Doch die Dominanz wackelt. Immer häufiger kommen modernere Bauformen wie 20700 oder 21700 zum Einsatz. Die fünfstellige Zahl bezieht sich dabei auf die Größe der zylindrischen Zellen. Die ersten beiden Ziffern geben den Durchmesser in Millimeter an, die dritte und vierte Stelle die Länge der Zelle.

Tesla setzt schon seit längerem auf 21700-Akkus und immer mehr Unternehmen ziehen mit. Neben vielen E-Bike-Herstellern verwendet auch Bosch 21700-Zellen in den neuen ProCore-Akkus. Zudem erscheinen immer mehr Taschenlampen mit den größeres Akkus. Kein Wunder, denn 21700 sind nur wenig größer als 18650, bieten aber eine wesentlich höhere Kapazität und können zudem eine höhere Stromstärke bei der Entladung liefern.

Auch der chinesische Hersteller Convoy hat in den letzten Monaten eine ansehnliche Palette von neuen LED-Taschenlampen mit größeren Akkus auf den Markt gebracht. Die Taschenlampen von Convoy gelten durch ihr herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis seit Jahren als Geheimtipp. Ich besitze mittlerweile mehrere Lampen von Convoy: eine C8, eine M2, zwei S2+ (einmal mit Cree XM-L2 und einmal Nichia 365UV) und seit einigen Wochen eine M21B. Demnächst wird sich noch eine M21C mit XHP70.2 und Biscotti Firmware dazugesellen.

Name S11 S12 M3 S21A M21A L21A M21B M21C M26C
LED XHP50.2
SST-40
3x SST-20
3x Nichia 219C
XHP70.2 SST-40 SST-40 SST-40
XHP50.2
SST-40 SST-40
XHP70.2
SST-40
XHP70.2
Akku 1x 26650 1x 21700 1x 26650 1x 21700 1x 21700 1x 21700 1x 21700 1x 21700 1x 26650
Lumen 2.400 2.300 4.300 2.300 2.300 2.300 2.300 2.300
4.000
2.300
4.000
LVP Warnung Warnung Warnung Warnung Warnung Warnung Warnung Warnung Warnung
Ø Head
Ø Body
Ø Tail
33,0
33,0
33,0
34,6
27,4
27,4
48,1
35,6
38,1
25,9
25,9
25,9
44,5
27,3
31,3
64,5
31,3
?
35,7
27,1
27,1
55,0
28,0
28,0
55,0
33,5
33,5
Länge mm
139 134 149 122,5 155,8 179 141,5 163 155
Gewicht g
171 124 290 75 168 365 120 275 264
Preis 20 €
23 €
24 € 33 € 16 € 20 € 33 €
37 €
20 € 27 €
34 €
27 €
34 €

Kategorien: Hardware

Xiaomi eröffnet ersten Mi Store in Deutschland

Xiaomi Logo

Der chinesische Hersteller Xiaomi hat innerhalb der letzten Jahre in Europa Fuß gefasst. Auch in Deutschland erlangt Xiaomi immer größere Beliebtheit. Ich setze beispielsweise seit geraumer Zeit nur noch auf Smartphones von Xiaomi, allerdings nicht mit dem hauseigenen Betriebssystem MIUI sondern mit Custom ROM.

Offensichtlich nimmt die Expansion nach Deutschland dieses Jahr mehr Fahrt auf. Xiaomi hat bekannt gegeben, dass im 2. Quartal dieses Jahr der erste Mi Store in Deutschland eröffnet werden soll. In einem Tweet wurde auch der Standort bekannt gegeben: Es ist Düsseldorf.

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Weitere Details wie der genaue Eröffnungstermin und das geplante Sortiment wurden bislang allerdings nicht verraten. Bei LinkedIn sind aktuell zwei Stellen in Vollzeit ausgeschrieben, zum einen die Position als Sales Manager bei der Xiaomi Technology sowie einen Office Administrator.

Darüber hinaus startet Xiaomi ebenfalls im Q2 2020 mit dem Direktvertrieb via https://mi.com/de. Diese Neuigkeit ist zwar weniger interessant, da Produkte von Xiaomi bereits auf Amazon und diversen anderen deutschen Webseiten zu erwerben sind, aber dennoch erwähnenswert.

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Kategorien: Hardware Smartphones

Raspberry Pi – SSH Hardening

Raspberry Pi Logo

Die wohl am häufigsten genutzte Methode zur Administration eines Raspberry Pis ist Secure Shell (SSH). In den aktuellen Raspbian Versionen ist SSH bereits integriert und muss lediglich aktiviert werden.

Im aktuellen Raspbian Buster (basiert auf Debian 10 Stable) kommt OpenSSH in Version 7.9p1 zum Einsatz. Die Standard-Konfiguration ist in puncto Sicherheit zwar in Ordnung, aber mit einigen Handgriffen lässt sich die Administrationsschnittstelle deutlich besser absichern. Damit steigt die Hürde für potenzielle Angreifer deutlich. Dies ist vor allem wichtig, wenn euer Pi aus dem Internet erreichbar ist.

Mein Artikel bezieht sich auf Raspbian Buster mit OpenSSH 7.9, ist aber größtenteils auch für andere Distributionen und OpenSSH-Versionen anwendbar.

Grundlagen und hilfreiche Befehle

OpenSSH besteht aus zwei Teilen: Dem Server Daemon (sshd) und dem Client (ssh). In diesem Tutorial widme ich mich ausschließlich sshd. Die Konfigurationsdatei des Servers befindet sich hier:

/etc/ssh/sshd_config

Der Status des sshd-Daemons kann mit folgendem Befehl abgefragt werden:

systemctl status ssh.service
● ssh.service - OpenBSD Secure Shell server
   Loaded: loaded (/lib/systemd/system/ssh.service; enabled; vendor preset: enabled)
   Active: active (running) since Sat 2019-11-02 08:44:33 GMT; 2 weeks 3 days ago

Damit könnt ihr sicherstellen, dass sshd automatisch startet (enabled) und gerade läuft (active (running)). Des Weiteren seht ihr auch die 10 letzten Logeinträge.

Mit folgendem Befehl könnt ihr die aktiven SSH-Sessions einsehen:

ss -n -o state established '( dport = :22 or sport = :22 )'

Bei Änderungen an der Server-Konfiguration empfehle ich diese vor dem Neustart des Dienstes zu prüfen. Damit könnt ihr Syntaxfehler und Probleme mit ungültigen Einstellungen in “/etc/ssh/sshd_config” verhindern:

sudo sshd -t

Zum Anwenden der Änderungen empfehle ich sshd folgendermaßen neuzustarten. Mit dieser Variante besteht die größte Chance, dass offene Remote-Sessions nicht geschlossen werden.

sudo systemctl reload ssh.service

SSH-Server: Einstellungen

Wie oben bereits erwähnt lassen sich die Einstellungen in der Datei “/etc/ssh/sshd_config” anpassen und sind nach einem Neustart von sshd aktiv. Einige Einstellungen sind bereits standardmäßig deaktiviert. Diese sind in der Config-Datei auskommentiert. Es schadet jedoch nicht diese noch einmal zu überprüfen.
Über die Protokoll-Version müssen wir uns keine Sorgen machen, da ab OpenSSH 7.0 SSH Version  1 bereits beim Kompilieren deaktiviert wird.
Standardmäßig hört der Server auf Port 22. Dieser kann geändert werden, um beispielsweise die Anzahl der Angriffe zu verringern. Einen Sicherheitsgewinn gibt es meiner Meinung nach nicht.
Wenn der Server mehrere IP-Adressen besitzt, kann über “ListenAdress” eingeschränkt werden, auf welcher IP eine Verbindung akzeptiert werden soll.

Port22
ListenAddress 192.168.10.10
#ListenAddress ::

Da wir auf unserem Raspberry keine grafische Benutzeroberfläche haben, können wir das X11-Protokoll getrost deaktivieren. Davon abgesehen wird vom Server ein Rückkanal zum Client geöffnet, was sicherheitstechnisch nicht ganz unbedenklich ist.

X11Forwarding no

Mittels .rhosts-Datei kann der Zugriff von fremden Systemen lediglich anhand der IP-Adresse erlaubt werden. Dieser Zugriff ist heutzutage nicht mehr üblich und daher standardmäßig deaktiviert.

IgnoreRhosts yes

Useraccounts ohne Passwort dürfen sich nicht via SSH anmelden. Auch diese Option ist per Default deaktiviert.

PermitEmptyPasswords no

Eine direkte Anmeldung mit dem Account “root” sollte in der Regel nicht erlaubt werden (PermitRootLogin no). Falls dies aus bestimmten Gründen dennoch notwendig sein sollte, ist die Option “prohibit-password” in Ordnung. Diese ist standardmäßig gesetzt und erlaubt nur eine Public-Key-Authentifizierung mit dem root Account.

PermitRootLogin prohibit-password

Die maximale Zahl der Anmeldeversuche pro User sind standardmäßig auf 6 gesetzt. Ich würde empfehlen den Wert weiter zu verringern, beispielsweise auf 3.

MaxAuthTries 3

Inaktive Sessions können nach einer bestimmten Zeit automatisch beendet werden. Mit “ClientAliveInterval” wird festgelegt, nach wie vielen Sekunden Inaktivität der Server eine Nachricht an den Client sendet. “ClientAliveCountMax” ist die Anzahl, wie oft dies der Server wiederholt, bis der Client getrennt wird. In meinem Beispiel oben wird der Client nach 15 Minuten getrennt.

ClientAliveInterval 300
ClientAliveCountMax 3

Normalerweise erfolgt die Anmeldung am Server mit Username und Passwort. Eine bessere Alternative ist die Public-Key-Authentifizierung. Diese ist bereits standardmäßig erlaubt.

PubkeyAuthentication yes

Zur Einrichtung muss auf dem Client zunächst ein neues Schlüsselpaar generiert werden. Wählt hier “Ed25519”, sofern nichts gravierendes dagegenspricht. Unter Windows könnt ihr dies prima mit PuTTYGen erledigen. Ab Windows 10 1809 kann dies auch direkt via PowerShell oder der Eingabeaufforderung erledigt werden. Unter Linux nutzt ihr ssh-keygen. Der Einsatz einer Passphrase ist zwar optional, aber ich empfehle ein starkes Passwort zu verwenden, um den Key vor Missbrauch zu schützen.

ssh-keygen -o -a 100 -t ed25519 -f ~/.ssh/id_ed25519

Im nächsten Schritt muss der Public Key auf dem Server eingetragen werden. PuTTYGen stellt euch den String bereit, den ihr in die “authorized_keys” kopieren müsst.

ssh pi@192.168.10.10
mkdir ~/.ssh
chmod 700 ~/.ssh
vi ~/.ssh/authorized_keys
chmod 600 ~/.ssh/authorized_keys

Unter Linux geht dies mit “ssh-copy-id” etwas einfacher.

ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_ed25519.pub pi@192.168.10.10

Abschließend solltet ihr prüfen, ob die Anmeldung via Public-Key-Authentifizierung funktioniert. Falls ja, könnt ihr nun die Passwort-Anmeldung an eurem SSH-Server deaktivieren.

PasswordAuthentication no
ChallengeResponseAuthentication no

SSH-Server: Cipher-Suites und Verschlüsselungsalgorithmen

Zur Prüfung, welche Cipher-Suites und Verschlüsselungsalgorithmen euer OpenSSH-Server anbietet, eignet sich das Python-Script “ssh-audit”:

cd ~
wget https://github.com/jtesta/ssh-audit/releases/download/v2.4.0/ssh-audit-2.4.0.tar.gz
tar -xvzf ssh-audit-2.4.0.tar.gz
~/ssh-audit-2.4.0/ssh-audit.py 192.168.10.10

Alternativ könnt ihr auch Nmap dazu verwenden:

nmap -p22 -n -sV --script ssh2-enum-algos 192.168.10.10

Schauen wir uns zunächst die Algorithmen für den Schlüsseltausch an. Falls Curve25519 nicht ausreichend ist, könnt ihr noch “diffie-hellman-group-exchange-sha256” hinzufügen.

# Allow only secure key exchange algorithms
KexAlgorithms curve25519-sha256@libssh.org

Danach folgen die Schlüssel bzw. Algorithmen für die Authentifizierung. Hier solltet ihr alle vorhandenen Host-Schlüssel löschen und neu generieren.

cd /etc/ssh
sudo rm ssh_host_*key*
sudo ssh-keygen -t ed25519 -f ssh_host_ed25519_key -N "" < /dev/null
sudo ssh-keygen -t rsa -b 4096 -f ssh_host_rsa_key -N "" < /dev/null

Anschließend könnt ihr in eure “sshd_config” folgendes eintragen:

# Allow only secure server authentication algorithms
HostKey /etc/ssh/ssh_host_ed25519_key
HostKey /etc/ssh/ssh_host_rsa_key
HostKeyAlgorithms ssh-ed25519,ssh-rsa

Als nächstes nehmen wir uns den symmetrischen kryptographischen (Ciphers) sowie MAC (Message Authentication Code) Algorithmen an. Folgendes gilt aktuell als sicher:

# Allow only secure symmetric ciphers
Ciphers chacha20-poly1305@openssh.com,aes256-gcm@openssh.com

# Allow only secure message authentication codes
MACs hmac-sha2-512-etm@openssh.com,hmac-sha2-256-etm@openssh.com,umac-128-etm@openssh.com

Prüft zur Sicherheit, dass ihr vor dem Neustart von sshd eine Verbindung habt, damit ihr euch im Notfall nicht den Zugang zu eurem Raspberry absägt.

Einen guten Artikel mit weiteren Details über die einzelnen Cipher-Suites und Verschlüsselungsalgorithmen findet ihr hier: https://stribika.github.io/2015/01/04/secure-secure-shell.html