Kategorie: Hardware

Amazon kündigt Cyber Monday Woche an

Amazon Logo

Amazon hat die neue Cyber Monday Woche angekündigt. Sie startet am 20. November und läuft bis einschließlich  27. November 2017. Wie jedes Jahr verspricht Amazon mehr Angebote als je zuvor. Dieses Mal sollen es über 55.000 Angebote mit bis zu 50 Prozent Rabatt sein.

Jeden Tag gibt es ausgewählte Top-Produkte als Angebote des Tages, die jeweils schon ab Mitternacht für 24 Stunden erhältlich sind. Zudem werden täglich zwischen 6.00 Uhr und 19.45 Uhr neue Blitzangebote im 5-Minuten-Takt online gehen. Diese sind für maximal sechs Stunden verfügbar, solange der Vorrat reicht. Für Prime-Mitglieder stehen die Angebote exklusiv bereits 30 Minuten vorab zur Verfügung.

Als Einstimmung auf die Angebotswoche werden vom 13. bis 19. November bereits täglich mehrere Produkte im Countdown angeboten.

Cyber Monday 2017 (Bild: Amazon)

Cyber Monday 2017 (Bild: Amazon)

Meine Meinung zur Cyber Monday Woche ist relativ zwiegespalten. Ein Großteil der Angebote ist eher unattraktiv, da viel unnützes Zeug darunter ist. Außerdem hält sich die Ersparnis oft sehr in Grenzen. Die von Amazon angegebenen 50 % Rabatt bezieht sich nämlich auf die UVP (unverbindliche Preisempfehlung) und nicht auf den Straßenpreis. Drittens ist es mühsam sich durch die Angebote zu kämpfen, denn die wenigen Perlen gehen in der Masse der Angebote schnell unter und sind teilweise auch sehr schnell ausverkauft.

Dennoch bin ich jedes Jahr fündig geworden und werde sicherlich auch dieses Jahr bei dem einen oder anderen Deal nicht nein sagen können. Vielleicht kann ich auch schon die ersten Weihnachtsgeschenke besorgen. Besonders interessant ist aber der extra Rabatt auf alle Amazon Warehouse Deals. Ich gehe stark davon aus, dass es dieses Jahr auch wieder ein solches Angebot geben wird. Damit lassen sich dann wirkliche Schnäppchen ergattern 🙂

Was sagt ihr zur Amazon Cyber Monday Woche? Habt ihr in den letzten Jahren zugeschlagen und wie sieht es dieses Jahr aus?

Kategorien: Hardware Internet

Aukey LED-Schreibtischlampe mit 5 Farbtemperaturen und 7 Helligkeitsstufen im Test

Aukey Schreibtischlampe

Vor einiger Zeit habe ich eine LED-Schreibtischlampe von Avantek getestet. Ich bin nach wie vor zufrieden, allerdings störte mich die zu geringe Helligkeit so sehr, dass ich mir kurzerhand eine zweite Lampe zugelegt habe. Sie hört auf den Namen Aukey LT-T10 und ist bei Amazon für 32,99 Euro erhältlich. In einem kurzen Testbericht möchte ich euch die Aukey LED-Schreibtischlampe vorstellen.

Der Lieferumfang besteht aus der Schreibtischlampe selbst, dem Netzteil, einer Kurzanleitung (auch in Deutsch) und einer Hinweiskarte auf die Garantie.

Aukey Schreibtischlampe - Lieferumfang

Nachfolgend ein Überblick der technischen Spezifikationen:

  • Maximale Leistung: 12W (7W LED + 5W USB-Output)
  • Anzahl der LEDs: 72 Stück (2835)
  • Maximaler Lichtstrom: ca. 550 Lumen
  • Nachtlicht Lichtstrom: 45 Lumen
  • Farbtemperatur: 3000-6500 K
  • Farbwiedergabeindex: ≥ 80 Ra
  • Strahlwinkel: 140˚
  • Lebensdauer: 30000 Stunden
  • 7 Helligkeitsstufen
  • 5 unterschiedliche Farbtemperaturen
  • Abmessungen: 425 x 355 x 125 mm
  • Gewicht: 1013 g
  • Touchfeldbedienung
  • integrierter USB-Ladeanschluss mit 5 V und 1 A

Aukey Schreibtischlampe

Das Auspacken und die Inbetriebnahme ist schnell erfolgt. Es muss lediglich das Netzteil angeschlossen werden und schon ist die Schreibtischlampe betriebsbereit. Die Verarbeitungsqualität ist in Ordnung und auch bei der Standfestigkeit gibts nichts zu bemängeln. Die Lampe ist aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff, wodurch Fingerabdrücke und Staub magisch angezogen werden.

Der Lampenhals kann bis zu 90° geöffnet und 80° gedreht werden. Leider ist er nicht ganz starr und bei Berührungen wackelt er. Der Lampenkopf lässt sich bis zu 135° öffnen (siehe erstes Foto) und um 180°drehen (siehe zweites Foto). Für den Transport lässt sich die Lampe handlich „zusammenfalten“ (siehe drittes Foto).

An der Hinterseite befindet sich neben dem Netzstecker ein USB-Anschluss. Dieser kann zum Laden von Tablets, Smartphones, E-Readern und Co. verwendet werden. Er liefert 5V und bis zu 1 Ampere. Probleme wie bei der Avantek-Lampe sind mir hier nicht aufgefallen.

Aukey Schreibtischlampe - Anschlüsse

Kommen wir zur Bedienung. Diese erfolgt per Touchfeld, welches im Standfuß eingelassen ist und sehr schnell und präzise reagiert. Mit der zweiten Taste von links kann die Lampe angeschaltet werden. Sie startet immer automatisch mit der zuletzt gewählten Helligkeit und Farbtemperatur. Die sieben Helligkeitsstufen lassen sich mit der Skala darunter direkt anwählen. Die Farbtemperatur kann mit der dritten Taste angepasst werden. Außerdem ist noch eine Timer-Funktion (erste Taste) vorhanden, wodurch die Lampe nach einer Stunde automatisch ausschaltet. Bei ausgeschaltetem Zustand kann die Lampe mit der vierten Taste in einen Nachtmodus geschaltet werden. In diesem Modus leuchtet sie ganz leicht, was unter anderem fürs Kinderzimmer nützlich sein kann.

Aukey Schreibtischlampe - Bedienfeld

Mit Hilfe der 7 Leuchtstufen lässt sich die Lampe von einer dezenten Beleuchtung bis hin zu einer wirklich hellen Schreibtischlampe steuern. Genau was ich gesucht habe! Selbstverständlich habe ich auch wieder Strommessungen und Fotos zu den einzelnen Leuchtstufen angefertigt.

Mein Profitec KD 302 zeigt für die Schreibtischlampe folgenden Stromverbrauch an:

  • Aus / Standby: 0,2 Watt
  • Leuchtstufe 1: 1,3 Watt
  • Leuchtstufe2: 2,0 Watt
  • Leuchtstufe 3: 2,5 Watt
  • Leuchtstufe 4: 3,2 Watt
  • Leuchtstufe 5: 4,0 Watt
  • Leuchtstufe 6: 5,2 Watt
  • Leuchtstufe 7: 8,1 Watt
  • Nachtlicht: 0,0 Watt (zu klein zum Messen)

In der höchsten Leuchtstufe mit angeschlossenem Smartphone zum Laden habe ich einen Verbrauch von 15,1 Watt gemessen, was deutlich über der angegebenen Maximalleistung von 12 Watt liegt.

Die Fotos habe ich mit meiner Panasonic Lumix DMC-TZ25 mit folgenden Einstellungen aufgenommen: ISO 100, Blende 3,4, Belichtungszeit 1/13 Sekunden. Beim Nachtlicht musste ich fünf Sekunden beleuchten, damit etwas erkennbar war.

Zu den fünf Farbtemperaturen gibt es ebenso Fotos. Hier habe ich die Belichtungszeit auf 1/5 erhöht. Die letzten beiden Modi sind sehr rot-lastig und meiner Meinung nach nicht empfehlenswert.

Fazit

Alles in allem hat mich die Aukey Schreibtischlampe überzeugt. Ihre Hauptaufgabe zur Beleuchtung meistert sie mit Bravour. Die vielen Kombinationsmöglichkeiten bei Helligkeit und Farbtemperatur sind wirklich toll und die maximale Helligkeit ist selbst für sehr große Schreibtische mehr als ausreichend. Zwei kleine Kritikpunkte muss ich allerdings loswerden. Der wackelnde Lampenhals ist unschön und könnte vor allem bei nicht so standfesten Schreibtischen nervig sein. Zweitens die Hochglanz-Oberfläche, welche Staub und Fingerabdrücke sammelt. Damit kann ich aber leben.

Aukey LT-T10 bei Amazon

Kategorien: Hardware Testberichte

Delock veröffentlicht RJ45-Stecker für Cat. 8.1

Delock hat einen der ersten feldkonfektionierbaren RJ45-Stecker für Twisted-Pair-Kabel der Category 8 / Kategorie 8 vorgestellt. Er ist nach Cat. 8.1 (ISO/IEC) spezifiziert und daher für Datenraten bis 40 GBit/s ausgelegt. Die GHMT-Zertifizierung ist noch nicht erfolgt, wird aber im Q4/2017 erwartet.

Der Cat.8-Stecker ist im Druckgussverfahren gefertigt und besteht aus Zink. Er ist sowohl auf Massiv- als auch auf Litzenleitern verwendbar. Der unterstützte Kabeldurchmesser liegt zwischen 6,0 und 8,5 mm (22 – 24 AWG). Für die Montage wird kein Werkzeug benötigt. Die Adern werden in einer Einfädelhilfe gezogen und anschließend in den Stecker eingeführt. Beim Verschließen des Gehäuses werden die Adern automatisch auf eine LSA-Leiste gedrückt. Laut Delock kann der Stecker bis zu 20 Mal verwendet werden.

Einige Händler haben den Delock 86485 bereits auf Lager. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 14,90 Euro, bei Amazon ist er aber bereits ab rund 13 Euro erhältlich.

Abschließend noch ein kleiner Überblick zur Category 8 / Kategorie 8. Für die neue Komponentenkategorie existieren drei unterschiedliche Versionen. Während Cat. 8 von der amerikanischen ANSI/TIA stammt, kommen Cat. 8.1 und 8.2 von der international arbeitenden ISO/IEC. Allen drei Standards gemein ist die Maximalfrequenz von 2 GHz und eine maximale Länge der Übertragungsstrecke von 30 Metern. Diese setzt sich aus bis zu 24 Metern Verlegekabel und je maximal 3 Meter Patchkabel zusammen.

  • Cat. 8 (ANSI/TIA) aufbauend auf Cat. 6A (F/UTP) mit RJ45-Steckverbinder
  • Cat. 8.1 (ISO/IEC) aufbauend auf Cat. 7A (S/FTP) mit RJ45-Steckverbinder
  • Cat. 8.2 (ISO/IEC) aufbauend auf Cat. 7A (S/FTP) mit Tera-, GG45- oder ARJ45-Steckverbinder

Die meisten Hersteller haben sich mittlerweile für den RJ45-Stecker und damit automatisch auch für Cat. 8.1 entschieden.

Kategorien: Hardware

Wenn das „Smart Home“ wirklich smart wird

Bis vor kurzem konnten intelligente Häuser nur die Temperatur steuern oder die Rollläden zu bestimmten Zeiten schließen. Die Intelligenz dieser Gebäude beschränkte sich meistens auf einige Funktionen mit eingeschränkter Logik oder einfachen Routinen. Der Einsatz dieser Technik lohnte sich meistens lediglich für große Gebäude, wo Einsparungen die teure Technik wirtschaftlich machten.

Das Internet der Dinge macht den Einsatz der Technik auch in normalen Haushalten sinnvoll. Obwohl nur 55% der Bevölkerung in Deutschland den Einsatz der „smarten“ Geräte  hinsichtlich Sicherheit und Kontrolle des eigenen Heimes für  sinnvoll halten, werden immer mehr Haushaltsgeräte mit Anschluss an das Internet angeboten. Die Vision, dass der Kühlschrank in Zukunft selbst den Einkauf übernimmt, idealerweise unter gleichzeitiger Berücksichtigung aller aktuellen Sonderangebote, ist nicht mehr so fern. Es werden heute schon Glühbirnen angeboten, die nicht nur die Helligkeit auf die Wünsche der Bewohner anpassen können, sondern auch ihre Farbe. Immer mehr Geräte bieten Funktionen an, die das Leben schöner oder einfacher machen sollen.

Bis jetzt benötigten aber alle Geräte noch ihre eigene App, um von jedem Ort aus gesteuert werden zu können. Jeder Hersteller entwickelt seine eigene Steuerung, ohne das Gesamtbild im Auge zu behalten: die intelligente Steuerung des ganzen Haushalts. Nur wenn die Funktionen von mehreren oder allen Geräten kombiniert werden können, kann die Vision eines „Smart Home“ realisiert werden. Die Heizung kann zwar automatisch reguliert werden, aber wenn das Heizsystem keine Informationen von anderen Geräten erhält, kann es nicht wissen, ob sich überhaupt Personen in dem Gebäude befinden. Deshalb ist eine Kombination aller Informationen, die die Geräte liefern, für ein wirklich intelligentes Wohnen essentiell. Auch wenn alle Geräte das Internet nutzen, kommunizieren sie doch durch ihre eigenen Schnittstellen mit den Benutzern – und nicht untereinander.

Mit dieser Motivation wurde die Open Connectivity Foundation (OCF) gegründet, in der u.a. Microsoft, Intel, Samsung und Cisco Mitglieder sind. Aufgabe der OCF ist es, einen gemeinsamen Kommunikationsstandard zu entwickeln, der den Datenaustausch unter allen Geräten möglich macht. So könnten alle Geräte, die mit dem Internet der Dinge verbunden sind, zu einem großen Ganzen werden, das attraktive Vorteile bietet und auch zu deutlichen Energieeinsparungen führen würde, wie Gutscheinpony in diesem Beitrag erklärt. Ein modernes „Smart Home“ kann sich folglich auf die Gewohnheiten der Einwohner einstellen und das Leben wirklich einfacher machen.

Detailfotos vom E-Haus (Bild: ZVEH/Schildheuer)

Detailfotos vom E-Haus (Bild: ZVEH/Schildheuer)

Der gemeinsame Kommunikationsstandard ist aber nicht nur für die gemeinsame Funktion wichtig, auch der Preis der Geräte wird durch fallende Entwicklungskosten günstiger. Mithilfe des Standards könnte das Gerät mit der größten Rechenkapazität die Steuerung der Logik übernehmen, normalerweise ein Homecomputer oder der Fernseher. Dieses Gerät müsste die Router-Funktion übernehmen, um alle Geräte über das Internet miteinander zu verbinden. Dadurch wären Funktionen möglich, von denen wir heute nur träumen können. Die Geräte könnten Muster, sogar die Vorlieben der Bewohner erkennen und sich automatisch darauf einstellen. Dann werden das Internet der Dinge und das Smart Home wirklich angenehm für die Bewohner.

Bis jetzt haben die Hersteller von Smart-Geräten versucht, uns das Leben mit einzelnen Funktionen der Geräte zu verbessern. Aber nur die Kombination der Geräte mit einem gemeinsamen Kommunikationsstandard wird ein wirklich neues Wohngefühl ermöglichen. Diese Aufgabe hat die OCF mit ihren vielen namhaften Unternehmen übernommen – wir dürfen gespannt sein.

Arbeitsspeicher im Test – Sind 32 GByte sinnvoll?

Ballistix Sport LT DDR4 Red Kit (Bild: Crucial)

Zur Abwechslung gibts heute mal wieder einen Hardware-Test auf Antary. Bei PC-Komponenten handeln viele User nach der Devise: Mehr bzw. schneller ist immer besser. Ich halte davon nicht sehr viel, denn die persönlichen Anforderungen und Wünsche sind sehr unterschiedlich und jeder sollte das für sich passende Produkt aussuchen. Außerdem sollte auch ein Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis geworfen werden. Viele Hersteller lassen sich z.B. eine 10 % höhere Performance mit Preisaufschlägen von 50 % oder mehr vergüten. Ob das akzeptabel ist, muss jeder für sich entscheiden.

Jetzt bin ich aber schon abgeschweift, obwohl ich noch gar nicht zum eigentlichen Thema gekommen bin 😉 In meinem Artikel geht es um Arbeitsspeicher. Keine Angst, es wird kein langweiliger Speed-Test, bei dem drei verschiedene RAM-Kits auf ihre Overclocking-Funktionalität geprüft werden. Ebenso wenig möchte ich die Frage klären, was höhere Taktfrequenzen und knappe Timings im Alltag bringen. Nebenbei gesagt hat Computerbase diese Frage vor kurzem in einem interessanten Artikel aufgegriffen: AMD Ryzen & Intel Core i: DDR4-3200 bringt in Spielen teils mehr als eine teurere CPU

In letzter Zeit hatte ich mehrmals das Gefühl, dass mein Arbeitsspeicher in gewissen Situationen zu klein ist, obwohl ich bereits 16 GByte verbaut habe. Kurzerhand habe ich meinen RAM auf 32 GByte verdoppelt und anschließend überprüft, ob ich mit meiner Vermutung richtiglag. Diese Frage dürfte in den kommenden Jahren für immer mehr Nutzer interessant werden, weshalb ich meine Ergebnisse in diesem Artikel zusammenfasse.

Beim Arbeitsspeicher handelt es sich um den Crucial Ballistix Sport LT 32GB Kit DDR4-2666 (BLS2C16G4D26BFSE). Das Kit besteht aus zwei Modulen mit jeweils 16 GByte und ist aktuell für rund 280 Euro verfügbar. Mehr Informationen zum Arbeitsspeicher erhaltet ihr auf der Crucial-Produktseite. Der RAM wurde mir freundlicherweise von Crucial bereitgestellt. Vielen Dank dafür an Crucial!

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LineageOS offiziell für Xiaomi Redmi Note 4X veröffentlicht

LineageOS Logo

Seit wenigen Tagen wird das Xiaomi Redmi Note 4X offiziell von LineageOS unterstützt. Im Vergleich zu den letzten inoffiziellen Builds hat sich nicht sehr viel geändert. Der größte Vorteil der offiziellen Version ist zweifelsohne das OTA-Update.

Wer bereits die inoffizielle LineageOS-Version verwendet, kann die offizielle Variante aber leider nicht einfach „drüberflashen“. Voraussetzung für eine erfolgreiche Installation ist ein Clean-Install, d.h. alle Apps und App-Daten werden dabei gelöscht. Abhilfe schafft die App Titanium Backup, für welche aber Root-Rechte benötigt werden.

LineageOS installieren

Grundsätzlich könnt ihr meiner Anleitung zur Installation von LOS auf dem Redmi Note 4X folgen. Wer bereits eine Custom ROM verwendet, kann sich allerdings das Entsperren des Bootloaders und die Installation des Custom Recovery (TWRP) sparen. Hier eine Übersicht der verfügbaren Software. Die neueste Firmware benötigt ihr nur, falls ihr von Android 6.x (Marshmallow) kommt oder unabhängig davon einfach die neueste Version einspielen möchtet.

Nachfolgend die einzelnen Schritte beim Upgrade von der inoffiziellen zur offiziellen LineageOS ROM:

  1. Gegebenenfalls Apps und App-Daten mit Titanium Backup sichern.
  2. Benötigte Software herunterladen und auf Gerät ablegen (Firmware, LineageOS ROM, Google Apps, Root).
  3. In TWRP Recovery booten.
  4. Im Recovery den Punkt „Advanced Wipe“ aufrufen und Dalvik Cache, System, Data und Cache löschen.
  5. Gegebenenfalls neue Firmware flashen.
  6. Offizielle LineageOS ROM flashen.
  7. Gegebenenfalls Google Apps flashen.
  8. Gegebenenfalls su Addon für Root flashen.
  9. Gerät neustarten.,
  10. Gegebenenfalls Apps und App-Daten mit Titanium Backup wiederherstellen.

Wie sieht die Zukunft für Tablets aus?

Im März 2015 berichtete die FAZ, dass das „Wachstum des Tablet-Markts kurz vor dem Stillstand“ stehen würde. Wo das Wachstum im Jahr 2013 noch 50 % betragen hatte, lag es zwei Jahre später nur noch im einstelligen Bereich, schreibt die Zeitung. Vom anfänglichen Boom war kaum noch etwas zu merken. Der Vizepräsident des Technikriesen Samsung, Gary Riding, erklärte Anfang 2016, dass sich Tablets nur mehr gut bei denjenigen verkaufen würden, die sie für die Arbeit verwendeten. Aber was hat den plötzlichen Abfall der Verkaufszahlen der modernen Tablets ausgelöst? Ein Gerät, dem sicherlich die Schuld daran gegeben werden könnte, ist das Smartphone. Das Smartphone ist immer noch das beliebteste Mobilgerät der Welt. Mehr als die Hälfte aller Menschen besitzen eines, wobei das Unternehmen Strategy Analytics im Dezember letzten Jahres noch spekulierte, dass die Zahl im Jahr 2017 bei nur 44 % liegen würde (der Wachstum erwies also größer als angenommen). Der Grund ist nicht nur die Beliebtheit von Smartphones. Vor allem die Bildschirmgröße, die sich in den letzten Jahren merkbar gesteigert hat, macht das Smartphone zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten des Tablets und lässt es für Viele unwichtiger erscheinen, als noch einige Jahre zuvor.

Xiaomi Redmi Note 4X - LineageOS

Auf der anderen Seite werden 2-in-1-Geräte, die Tablets und Tastatur vereinen, immer beliebter. Viele Laptops besitzen heute einen abnehmbaren Bildschirm, der auch als Tablet genutzt werden kann, so wie die der Microsoft-Surface-Reihe. Diese sind entworfen worden, um die Bequemlichkeit eines Tablets, aber gleichzeitig auch die Funktionalität eines Laptops zu bieten. Es lässt sich so schneller arbeiten, da man auf keine Maus angewiesen ist, sondern den Bildschirm schnell bedienen und mit dem Stylus auch darauf zeichnen kann. Sie sind insbesondere für Studenten und Lehrer das ideale Hilfsmittel, aber natürlich auch für viele andere Anwendungen gut geeignet. Der Trend geht nun vielmehr in diese Richtung, als zu klassischen Tablets, da ihre Einschränkungen, gemindert werden (zum Beispiel durch größere Bildschirme, verbesserte Speicherkapazitäten und bequemere Tastaturen).

Auch die Spiele verändern sich

Bevor die Bildschirmgrößen von Smartphones mit denen der Tablets mithalten konnten, wurden die größeren Tablets vor allem wegen Spielen bevorzugt. Die Berührungstechnologie war hier präziser als auf Smartphones und erleichterte die Steuerung und den Spaßfaktor der Spiele. Das unheimlich beliebte Spiel GTA San Andreas bietet auf größeren Bildschirmen auch größeren Spielspaß als auf Smartphones, da die Tasten, die rechts Actionbefehle und auf der linken Seite die Bewegung steuern, etwas klobig wirken können und es etwas dauern kann, bis man sich an sie gewöhnt. Auch das erste Mobile-Spiel von Yu-Gi-Oh! – Yu-Gi-Oh! Duel Generation – das im Jahr 2014 erschien, wurde von vielen Spielern auf einem größeren Bildschirm bevorzugt, da die Steuerungsknöpfe wie beim Menü oben am Bildschirm recht klein waren und es so leichter gespielt werden konnte. Manche klassischen Spiele wie Roulette sind bedienungsfreundlicher auf Tablets, da der rechte Knopf, der verwendet wird um auf mehr Wetten zu setzen, etwas kleiner und schwieriger zu finden sein kann. Beim Roulette funktioniert das Setzen von Innenwetten, die im inneren Spielfeld und auf kleine Zahlengruppen getätigt werden, und Außenwetten, die im äußeren Bereich des Felds gesetzt werden und große Zahlengruppen, die bestimmte Farben und gerade oder ungerade Zahlen einschließen, auf größeren Bildschirmen besser, da die einzelnen Spielfelder auf dem Smartphone zum Teil recht klein ausfallen. Es kann sich daher als umständlicher erweisen, auf kleineren Mobilgeräten bestimmte Tasten zu aktivieren. Auf der anderen Seite sind einige neuere Steuerungen nur für Smartphones erschienen. Zum Beispiel ist die 3D-Steuerung für Asphalt 8: Airborne nur für das iPhone 6s und iPhone 6s Plus vorgestellt worden. Durch die Beliebtheit von Smartphones erhöht sich auch der Druck, die Steuerungen zu optimieren.

Samsung Galaxy Tab S2 9.7

Tablets werden länger genutzt und es kommen weniger Modelle auf den Markt

Das bedeutet aber nicht, dass Tablets ganz aus der Welt sind. Ein Grund für niedrige Verkaufszahlen ist zum Beispiel der, dass Tablets nicht so häufig oft neu gekauft werden müssen, wie es bei Smartphones der Fall ist. Viele Tabletbesitzer nutzen ihr Gerät über mehrere Jahre. 2015 betrug die durchschnittliche Verwendungszeit laut den Marktforschern von IDC vier Jahre. Wenn es gut funktioniert, gibt es kaum einen Grund, ein neueres zu kaufen, was bei Smartphones wiederum anders ist. Sie werden viel mehr benutzt als Tablets und werden daher viel öfter aufgewertet. Die Zahl und Varianten verschiedener Ausführungen von Tablets sind ebenfalls merklich knapper. Apple hat Anfang dieses Jahres das iPad zum ersten Mal seit 2014 erneuert. Das Unternehmen brachte ein neues 9,7-Zoll-iPad heraus, das eigentlich der Nachfolger vom Air2 ist (das Air2 erschien im Oktober 2014). Im Vergleich dazu erscheint jedes Jahr seit der 1st Gen im Jahr 2007 mindestens eine neue Version des iPhone.

Es tragen also eine Reihe von Faktoren dazu bei, dass die Verkaufszahlen von Tablets scheinbar zurückgehen, aber das bedeutet nicht, dass Tablets keine Verwendung finden. Da Tablets über längere Zeit verwendet werden, ist es schwer abzuschätzen, wie viele Geräte tatsächlich gebraucht werden. Auch besitzen die derzeit immer beliebter werdenden Hybrid- oder 2-in1-Computer Funktionen eines Tablets und sind daher lediglich eine Erweiterung des Geräts. Die Funktionen werden also durchaus noch als praktisch empfunden und verwendet. Ob Tablets in der Form, wie wir sie kennen, ganz verschwinden oder nicht, bleibt abzuwarten.

USB 3.2 mit verdoppelter Datenrate (20 Gbit/s) angekündigt

Die USB 3.0 Promoter Group hat heute relativ überraschend den kommenden Standard USB 3.2 angekündigt. Die vorläufigen Spezifikationen sehen vor, dass die Datenrate auf 20 Gbit/s verdoppelt wird. Das aktuelle USB 3.1 Gen 2 liefert maximal 10 Gbit/s.

Die höhere Geschwindigkeit wird durch den sogenannten Multi-Lane-Betrieb erreicht. Statt wie bisher nur eine Datenleitung zu nutzen, sollen in Zukunft zwei High Speed Data Paths für die Datenübertragung benutzt werden. Neue Kabel werden nicht benötigt, denn in aktuellen USB-Typ-C-Kabeln, welche für USB 3.1 Gen 2 spezifiziert sind, stecken bereits vier High Speed Data Paths. Davon wurde bisher lediglich ein High Speed Data Path für die Datenübertragung genutzt, die restlichen drei waren für Alternate Modes wie DisplayPort oder MHL vorgesehen. Zur Nutzung der 20 Gbit/s werden allerdings neue Controller erforderlich, sowohl auf Host- als auch auf Client-Seite. ASMedia arbeitet angeblich schon an entsprechenden Chips.

Die vorgestellten Spezifikationen seien noch nicht final und vor allem für Entwickler gedacht. Die offizielle Verarbschiedung wird voraussichtlich auf den „USB Developer Days North America“ im September 2017 erfolgen. Passende Controller und erste Endgeräte sind damit also frühestens im Jahr 2018 zu erwarten.

Wem das USB-Wirrwarr zu viel ist, der sollte sich meinen Artikel „USB Typ C und USB 3.1 – ein Überblick“ anschauen.

Kategorien: Hardware

Crash bei Kryptowährungen, Ethereum im freien Fall

Seit einigen Wochen befinden sich Kryptowährungen in einem Abwärtstrend. In der letzten Woche hat sich dieser beschleunigt, sodass mittlerweile von einem Crash gesprochen werden kann. Bei CoinMarketCap ist gut zu erkennen, dass fast alle Währungen 30-40 % innerhalb der letzten Woche eingebüßt haben.

Besonders hart getroffen hat es Ethereum (Abkürzung: ETH). Ethereum ist die Kryptowährung mit der zweitgrößten Marktkapitalisierung nach Bitcoin. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch Mitte Juni von über 350 Euro, sackte der Kurs heute auf unter 118 Euro ab. Wenn man aber bedenkt, dass Ethereum Anfang des Jahres nur ca. 7 Euro gekostet hat, relativiert sich das Ganze wieder ein wenig. Dennoch ist es derzeit unklar, ob sich der Kurs in den kommenden Tag wieder festigt oder noch weiter abtaucht.

Für Miner dürfte der Kurssturz extrem schmerzhaft sein, denn damit sinken die Gewinnaussichten sehr stark. Zumindest in Europa dürfte sich der seit April gestartete Mining-Hype schnell wieder auflösen. Die relativ hohen Stromkosten in der EU machen das Mining bei den aktuellen Kursen deutlich unattraktiver als vor wenigen Wochen. Ob das bereits ausreicht, um auf dem Grafikkartenmarkt für Entspannung zu sorgen, bleibt abzuwarten. In den letzten Wochen haben die Preise von Grafikkarten schwindelerregende Höhen erreicht, sofern überhaupt Modelle lieferbar waren. Auch für gebrauchte Grafikkarten wurden teilweise exorbitante Preisaufschläge gezahlt.

Kurs von Ethereum auf Kraken Im Vergleich zum Ausgangspunkt ist Ethereum immer noch sehr viel wert. (Bild: Kraken.com)

Kurs der letzten 60 Tage von Ethereum auf Kraken (Bild: Kraken.com)

FRITZ!Box Shell-Zugang nachrüsten – auch bei aktuellem FRITZ!OS

AVM FRITZ!Box 7490

Seit ca. zwei Jahren zieht AVM die Daumenschrauben an und macht es den Besitzern einer FRITZ!Box zunehmend schwerer, einen Shell-Zugang zu erhalten. Schauen wir kurz in die Vergangenheit.

Im Juli 2015 hat AVM FRITZ!OS in Version 6.30 veröffentlicht. Das war die erste offizielle Version, welche ohne Telnet-Zugang ausgeliefert wurde. Weitere Infos darüber findet ihr in meinem Artikel „AVM FRITZ!Box: neue Firmwares ohne Telnet„. Vor Version 6.30 konnte der Telnet-Zugang bequem per Telefoncode (#96*7*) aktiviert und auch wieder deaktiviert werden. Eine relativ einfache Lösung, den Telnet-Zugang wieder zu reaktivieren, war die sogenannte Pseudo-Image-Methode. Auch dieses Thema habe ich in einem separaten Artikel behandelt: „FRITZ!Box und FRITZ!OS 6.30: Telnet temporär via Pseudo-Image aktivieren„.

Mit FRITZ!OS 6.51 wurde dann zusätzlich das Installieren von unsignierten Firmware-Images unterbunden, sodass auch keine Pseudo-Images mehr funktionierten. FRITZ!OS 6.60 und 6.80 brachten weitere Sicherheitsupdates, sodass die Einrichtung eines Shell-Zugangs weiter erschwert wurde.

Doch was mache ich, wenn ich die derzeit aktuellste Version 6.83 auf meiner FRITZ!Box habe und dennoch einen Shell-Zugang nachrüsten möchte? Keine Angst, auch hier gibt es Möglichkeiten, dies zu erreichen. Ich stelle euch drei relativ simple Methoden vor. Ich möchte hier nur grob den Weg vorgeben und keine ausführliche Anleitung mit Bildern veröffentlichen, da dies meine Zeit leider nicht hergibt.

Downgrade (Recover)

Für jede FRITZ!Box stellt AVM sogenannte Recover-Firmwares bereit. Dabei handelt es sich um ein Wiederherstellungsprogramm, welches den Router wiederherstellen und auf den Werkszustand zurücksetzen kann. Das Programm ist als EXE verfügbar und kann deshalb nur unter Windows eingesetzt werden. Mit Hilfe des Recover-Images lässt sich die FRITZ!Box auf eine ältere FRITZ!OS-Version „downgraden“, was ansonsten nicht möglich ist. Mit älteren Versionen könnt ihr deutlich einfacher einen Shell-Zugang erlangen. Das Recover-Image mit Version 6.50 ist eine gute Wahl.

Die Recover-Images werden direkt von AVM bereitgestellt und können z.B. unter https://service.avm.de/downloads/downgrade/ bezogen werden. Teilweise kommt es vor, dass AVM ältere Versionen löscht, daher solltet ihr die Recover-Images auf eurer Festplatte sichern. Wenn bei AVM keine geeignete Version mehr verfügbar ist, können diese eventuell noch aus anderen Quellen im Internet besorgt werden.

Sobald die FRITZ!Box mit Version 6.50 läuft, kann ShellInABox nachinstalliert werden. Genauere Infos dazu findet ihr natürlich im IP-Phone-Forum: „modfs-Starter – „Einmal-Impfung“ mit ShellInABox für VR9-Boxen„. Anschließend kann modfs installiert werden, womit ihr dann wieder auf 6.83 updaten könnt, bei gleichzeitigem Telnet-Zugang.

Interne Firmware

Bei bestimmten Modellen existieren „interne“ Firmware-Versionen, die inklusive aktiviertem ShellInABox und Telnet-Service daherkommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie direkt über die Weboberfläche installiert werden können, da die Firmwares signiert sind.

Allerdings sind die Downloadlinks schwer zu finden. Alternativ könnt ihr selbst versuchen, euch den passenden Link zu erstellen: „Update-Check über den neuen AVM-Service„.

Ebenso sollten die Nachteile dieser Methode nicht verschwiegen werden. Erstens handelt es sich um interne Testversionen, die vermutlich viele Fehler beinhalten und daher im Betrieb Probleme machen könnten. Zweitens ist der Wechsel zurück auf eine offizielle Version eher unbequem.

Weitere Varianten

PeterPawn aus dem IPPF hat in seinem Thread „FRITZ!Box 7580 ohne Shell-Zugang … was nun?“ eine weitere mögliche Variante aufgezeigt und ausführlich erklärt.