Kategorie: Tutorials

LineageOS offiziell für Xiaomi Redmi Note 4X veröffentlicht

LineageOS Logo

Seit wenigen Tagen wird das Xiaomi Redmi Note 4X offiziell von LineageOS unterstützt. Im Vergleich zu den letzten inoffiziellen Builds hat sich nicht sehr viel geändert. Der größte Vorteil der offiziellen Version ist zweifelsohne das OTA-Update.

Wer bereits die inoffizielle LineageOS-Version verwendet, kann die offizielle Variante aber leider nicht einfach „drüberflashen“. Voraussetzung für eine erfolgreiche Installation ist ein Clean-Install, d.h. alle Apps und App-Daten werden dabei gelöscht. Abhilfe schafft die App Titanium Backup, für welche aber Root-Rechte benötigt werden.

LineageOS installieren

Grundsätzlich könnt ihr meiner Anleitung zur Installation von LOS auf dem Redmi Note 4X folgen. Wer bereits eine Custom ROM verwendet, kann sich allerdings das Entsperren des Bootloaders und die Installation des Custom Recovery (TWRP) sparen. Hier eine Übersicht der verfügbaren Software. Die neueste Firmware benötigt ihr nur, falls ihr von Android 6.x (Marshmallow) kommt oder unabhängig davon einfach die neueste Version einspielen möchtet.

Nachfolgend die einzelnen Schritte beim Upgrade von der inoffiziellen zur offiziellen LineageOS ROM:

  1. Gegebenenfalls Apps und App-Daten mit Titanium Backup sichern.
  2. Benötigte Software herunterladen und auf Gerät ablegen (Firmware, LineageOS ROM, Google Apps, Root).
  3. In TWRP Recovery booten.
  4. Im Recovery den Punkt „Advanced Wipe“ aufrufen und Dalvik Cache, System, Data und Cache löschen.
  5. Gegebenenfalls neue Firmware flashen.
  6. Offizielle LineageOS ROM flashen.
  7. Gegebenenfalls Google Apps flashen.
  8. Gegebenenfalls su Addon für Root flashen.
  9. Gerät neustarten.,
  10. Gegebenenfalls Apps und App-Daten mit Titanium Backup wiederherstellen.

FRITZ!Box Shell-Zugang nachrüsten – auch bei aktuellem FRITZ!OS

AVM FRITZ!Box 7490

Seit ca. zwei Jahren zieht AVM die Daumenschrauben an und macht es den Besitzern einer FRITZ!Box zunehmend schwerer, einen Shell-Zugang zu erhalten. Schauen wir kurz in die Vergangenheit.

Im Juli 2015 hat AVM FRITZ!OS in Version 6.30 veröffentlicht. Das war die erste offizielle Version, welche ohne Telnet-Zugang ausgeliefert wurde. Weitere Infos darüber findet ihr in meinem Artikel „AVM FRITZ!Box: neue Firmwares ohne Telnet„. Vor Version 6.30 konnte der Telnet-Zugang bequem per Telefoncode (#96*7*) aktiviert und auch wieder deaktiviert werden. Eine relativ einfache Lösung, den Telnet-Zugang wieder zu reaktivieren, war die sogenannte Pseudo-Image-Methode. Auch dieses Thema habe ich in einem separaten Artikel behandelt: „FRITZ!Box und FRITZ!OS 6.30: Telnet temporär via Pseudo-Image aktivieren„.

Mit FRITZ!OS 6.51 wurde dann zusätzlich das Installieren von unsignierten Firmware-Images unterbunden, sodass auch keine Pseudo-Images mehr funktionierten. FRITZ!OS 6.60 und 6.80 brachten weitere Sicherheitsupdates, sodass die Einrichtung eines Shell-Zugangs weiter erschwert wurde.

Doch was mache ich, wenn ich die derzeit aktuellste Version 6.83 auf meiner FRITZ!Box habe und dennoch einen Shell-Zugang nachrüsten möchte? Keine Angst, auch hier gibt es Möglichkeiten, dies zu erreichen. Ich stelle euch drei relativ simple Methoden vor. Ich möchte hier nur grob den Weg vorgeben und keine ausführliche Anleitung mit Bildern veröffentlichen, da dies meine Zeit leider nicht hergibt.

Downgrade (Recover)

Für jede FRITZ!Box stellt AVM sogenannte Recover-Firmwares bereit. Dabei handelt es sich um ein Wiederherstellungsprogramm, welches den Router wiederherstellen und auf den Werkszustand zurücksetzen kann. Das Programm ist als EXE verfügbar und kann deshalb nur unter Windows eingesetzt werden. Mit Hilfe des Recover-Images lässt sich die FRITZ!Box auf eine ältere FRITZ!OS-Version „downgraden“, was ansonsten nicht möglich ist. Mit älteren Versionen könnt ihr deutlich einfacher einen Shell-Zugang erlangen. Das Recover-Image mit Version 6.50 ist eine gute Wahl.

Die Recover-Images werden direkt von AVM bereitgestellt und können z.B. unter https://service.avm.de/downloads/downgrade/ bezogen werden. Teilweise kommt es vor, dass AVM ältere Versionen löscht, daher solltet ihr die Recover-Images auf eurer Festplatte sichern. Wenn bei AVM keine geeignete Version mehr verfügbar ist, können diese eventuell noch aus anderen Quellen im Internet besorgt werden.

Sobald die FRITZ!Box mit Version 6.50 läuft, kann ShellInABox nachinstalliert werden. Genauere Infos dazu findet ihr natürlich im IP-Phone-Forum: „modfs-Starter – „Einmal-Impfung“ mit ShellInABox für VR9-Boxen„. Anschließend kann modfs installiert werden, womit ihr dann wieder auf 6.83 updaten könnt, bei gleichzeitigem Telnet-Zugang.

Interne Firmware

Bei bestimmten Modellen existieren „interne“ Firmware-Versionen, die inklusive aktiviertem ShellInABox und Telnet-Service daherkommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie direkt über die Weboberfläche installiert werden können, da die Firmwares signiert sind.

Allerdings sind die Downloadlinks schwer zu finden. Alternativ könnt ihr selbst versuchen, euch den passenden Link zu erstellen: „Update-Check über den neuen AVM-Service„.

Ebenso sollten die Nachteile dieser Methode nicht verschwiegen werden. Erstens handelt es sich um interne Testversionen, die vermutlich viele Fehler beinhalten und daher im Betrieb Probleme machen könnten. Zweitens ist der Wechsel zurück auf eine offizielle Version eher unbequem.

Weitere Varianten

PeterPawn aus dem IPPF hat in seinem Thread „FRITZ!Box 7580 ohne Shell-Zugang … was nun?“ eine weitere mögliche Variante aufgezeigt und ausführlich erklärt.

Wireshark: Besuchte URLs anzeigen (HTTP und HTTPS)

Wireshark 2.0 Icon

Ein Leser fragte mich, ob es mit Hilfe von Wireshark möglich ist, alle aufgerufenen Webseiten in einem Paketmitschnitt anzeigen zu lassen. Die kurze Antwort lautet ja. Allerdings ist dies nicht ganz so einfach zu realisieren, wie zunächst angenommen. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, einen eigenen Artikel für die Beantwortung dieser Frage zu verfassen. Darüber hinaus gibt es sicherlich mehrere Personen im Internet, welche die gleiche Frage stellen und sich über meinen Artikel freuen dürften.

Als Grundlage für das weitere Vorgehen setze ich einen vorhandenen Paketmitschnitt und eine aktuelle Version von Wireshark voraus. Beim Einsatz einer FRITZ!Box könnt ihr schnell und einfach einen Paketmitschnitt direkt am Router anfertigen. Dies funktioniert über die URL http://fritz.box/support.lua. Beim Anfertigen des Artikels kam Wireshark in Version 2.2.7 zum Einsatz.

HTTP-URLs

Hier ist anzumerken, dass alle HTTP-URLs angezeigt werden, wodurch es schnell unübersichtlich werden kann. Jeder Webseitenaufruf besteht aus mehreren HTTP-Requests, d.h. es wird nicht nur die URL des initialen Aufrufs angezeigt, sondern die URLs aller Requests. Heutzutage laden Webseiten viele Ressourcen von externen URLs nach, die dann ebenfalls in Wireshark auftauchen.

Das Anzeigen der HTTP-URLs ist relativ schnell erledigt. Wenn der Paketmitschnitt geladen wurde, reicht es aus, im Menü „Statistiken“, „HTTP“ und „Anfragen“ zu öffnen.

Wireshark HTTP-Anfragen

Jetzt erscheint ein Fenster, in welchem alle URLs angezeigt werden.

Wireshark HTTP-Anfragen

Die URLs können allerdings auch als Spalte im Hauptfenster von Wireshark angezeigt werden, was meiner Meinung nach komfortabler ist. Dazu sollte im Anzeigefilter zunächst nach HTTP-Requests gefiltert werden:

http.request

Anschließend einfach das erste Paket markieren und in der Detailansicht „Hypertext Transfer Protocol“ aufklappen. Dort einen Rechtsklick auf die Zeile „Host: “ ausführen und dann im Menü „Als Spalte anwenden“ klicken.

Wireshark HTTP-Hosts als Spalte setzen

Schon erscheint die neue Spalte „Host“ und zeigt neben jedem HTTP-Paket die entsprechende Host-URL an. Mit einem Klick auf die Spalte können die Ergebnisse übersichtlich sortiert werden.

Wireshark HTTP-Hosts als Spalte

HTTPS-URLs

Immer mehr Webseiten wechseln auf HTTPS, weshalb die HTTPS-URLs selbstverständlich auch benötigt werden. Ohne HTTPS kann es heutzutage durchaus sein, dass man nicht mal die Hälfte der besuchten URLs erwischt. Durch die Verschlüsselung können die aufgerufenen URLs allerdings nicht eingesehen werden.

Glücklicherweise gibt es einen Workaround, der in den allermeisten Fällen die gewünschten Informationen auf einem anderen Weg beschaffen kann. Das Stichwort lautet „Server Name Indication (SNI)„. Durch diese Technik senden Clients beim Aufruf von HTTPS-Webseiten den Hostnamen im Klartext mit, was wir in Wireshark verwenden können.

Wir beginnen mit folgendem Anzeigefilter:

ssl.handshake.extensions_server_name

Anschließend ein Paket auswählen und in der Detailansicht „Secure Sockets Layer“ aufklappen. Dann nacheinander „TLSv1.2 Record Layer: Handshake Protocol: Client Hello“, „Handshake Protocol: Client Hello“, „Extensions: server_name“, und „Server Name Indication extension“ ebenso aufklappen. Auf den Eintrag „Server Name: “ rechtsklicken und „Als Spalte anwenden“ auswählen.

Wireshark HTTPS-Host als Spalte setzen

Als Ergebnis erscheint die Spalte „Server Name“, die bei entsprechenden TLS-Paketen die Host-URL anzeigen.

Wireshark HTTPS-Host als Spalte

URLs automatisch exportieren

Falls der Paketmitschnitt sehr groß ist und eine Menge URLs zu erwarten sind, können alle URLs in einem Rutsch exportiert werden. Dies geschieht mit dem Kommandozeilenprogramm TShark, welches bei der Installation von Wireshark als separate Komponenten mitinstalliert werden kann. Folgender Befehl exportiert alle HTTPS-URLs in einem Paketmitschnitt:

tshark -r <Pfad_zum_Paketmitschnitt> -T fields -e ssl.handshake.extensions_server_name -R ssl.handshake.extensions_server_name

Für HTTP-URLs funktioniert das analog:

tshark -r <Pfad_zum_Paketmitschnitt> -T fields -e http.request -R http.request

DNS

Eine dritte Möglichkeit alle besuchten URLs herauszufinden ist DNS. Beim Aufruf einer Webseite wird der Hostname in eine IP-Adresse umgewandelt. Dies erfolgt via DNS, welches nicht verschlüsselt ist und somit ausgewertet werden kann. Sofern die IP-Adresse auf dem Client gecached oder in der HOSTS-Datei eingetragen ist, entfällt die DNS-Nachfrage.

Wie bei HTTP oder HTTPS beginnen wir wieder mit dem Anzeigefilter:

dns

Anschließend ein Paket auswählen, „Domain Name System“, „Queries“ und die URL aufklappen. Dann einen Rechtsklick auf „Name: “ machen und „Als Spalte anwenden“ auswählen.

Wireshark DNS als Spalte setzen

Die per DNS aufgelösten Hostnamen werden nun in der Spalte „Name“ angezeigt.

Wireshark DNS als Spalte

Verschiedene Möglichkeiten zum Deinstallieren von MSI-Dateien

Windows Logo

MSI-Dateien sind Installationspakete für den Windows Installer. Die Abkürzung MSI stammt noch von der ursprünglichen Bezeichnung des Programms: Microsoft Installer. Der Windows Installer ist eine Laufzeitumgebung für Installationsroutinen unter Windows. Mit Hilfe von MSI-Paketen können Programme installiert, repariert und auch wieder deinstalliert werden.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Möglichkeiten, um MSI-Pakete zu deinstallieren. Nachfolgend ein kleiner Überblick.

  1. Ursprüngliche MSI-Datei
    Falls noch die ursprüngliche MSI-Datei vorhanden ist, funktioniert eine Deinstallation schnell und einfach. Ein Rechtsklick auf die Datei öffnet das Kontextmenü und dort könnt ihr den Punkt „Deinstallieren“ auswählen.
  2. Programme und Features
    Öffnet den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) und gebt dort „appwiz.cpl“ ein. Jetzt öffnet sich das Fenster „Programme und Features“ der Systemsteuerung. Dort einfach die gewünschte Software heraussuchen und mit Klick auf den Button „Deinstallieren“ entfernen.
  3. msiexec.exe via Kommandozeile
    Die Deinstallation kann auch via „msiexec.exe“ erfolgen. Dazu einfach eine Eingabeaufforderung öffnen, msiexec.exe aufrufen und entweder den Pfad der originalen MSI-Datei angeben oder die GUID. Die GUID erhaltet ihr am schnellsten via PowerShell:

    get-wmiobject Win32_Product | Format-Table IdentifyingNumber, Name

    Falls die ursprüngliche MSI-Datei vorhanden ist sieht die Deinstallation folgendermaßen aus:

    msiexec.exe /x "c:\filename.msi" /q

    Alternativ kann auch via GUID deinstalliert werden:

    msiexec.exe /x {11111111-1111-1111-1111-11111111111X}" /q

    Bei Microsoft existiert eine Übersicht aller Command-Line Options für msiexec.exe.

  4. Cached MSI-Datei
    Wenn die ursprüngliche MSI-Datei nicht mehr vorhanden ist, könnte man immer noch über die zwischengespeicherte MSI-Datei erfolgreich sein. Das funktioniert wie unter dem 1. Punkt beschrieben. Ab Windows 7 werden alle installierten MSI-Pakete unter „%SystemRoot%\Installer“ gecached. Leider wird der ursprüngliche Namen nicht beibehalten, sondern die Dateien werden unter einem zufälligen Namen im Hex-Format abgelegt. Es existieren zwei Möglichkeiten, wie ihr die richtige MSI-Datei finden könnt. Im Windows Explorer müsst ihr euch die Spalte „Kommentare“ einblenden lassen, dort seht ihr, um welche MSI-Datei es sich handelt:

    Alternativ wieder via PowerShell:

    get-wmiobject Win32_Product | Format-Table Name, LocalPackage
  5. PowerShell
    Mit Hilfe des genauen Namens könnt ihr die Software auch direkt per PowerShell deinstallieren. In der zweiten Zeile müsst ihr lediglich „NAME“ mit dem richtigen Namen austauschen.

    get-wmiobject Win32_Product | Format-Table IdentifyingNumber, Name
    $app = Get-WmiObject -Class Win32_Product -Filter "Name = 'NAME'"
    $app.Uninstall()

    Falls ihr den Namen der Software nicht wisst könntet ihr alternativ auch folgenden Code nutzen:

    $app = Get-WmiObject -Class Win32_Product | Where-Object { $_.Name -like "*NAME*" }
    $app.Uninstall()
  6. Third-Party-Tools (z.B. CCleaner)
    In manchen Fällen sind Third-Party-Tools eine gute Alternative. Erwähnen möchte ich hier lediglich CCleaner (Download), welchen ich schon seit zig Jahren immer wieder benutze.

Weitere Details und noch ein paar zusätzliche Methoden könnt ihr bei Stackoverflow. einsehen.

WP Staging: WordPress-Websites schnell und einfach klonen

WP Staging Logo

Für Testzwecke betreibe ich eine lokale WordPress-Installation in XAMPP. Designänderungen, Anpassungen in der „functions.php“ und neue Plugins werden von mir dort getestet, bevor sie anschließend in meine Live-Webseite eingebaut werden. Die Testinstallation ähnelt meinem Onlineauftritt relativ stark, ist aber keine 1:1-Kopie. Neuer Content von meiner Webseite landet dort nur sehr sporadisch alle paar Monate.

Vor kurzem bin ich auf das WordPress-Plugin WP Staging gestoßen, welches einen perfekten Klon von WordPress-Webseiten erzeugen kann. Alle Inhalte, Plugins und Einstellungen werden vollautomatisch übernommen. Nach einem kurzen Test war ich positiv überrascht und habe meine lokale Testinstallation direkt in Rente geschickt.

WordPress-Website klonen

Der Klonvorgang ist mit wenigen Klicks erledigt und kann auch ohne Hintergrundwissen schnell und einfach durchgeführt werden. Dennoch solltet ihr vor dem Start ein Backup eurer WordPress-Datenbank und -Dateien anfertigen.

Anschließend kann es direkt losgehen. Im ersten Schritt müsst ihr auf den Button „Create new staging site“ klicken, um den Klonvorgang zu starten.

Auf der zweiten Seite muss zunächst ein Name für die geklonte Seite festgelegt werden. Der Name dient später auch als Unterordner für die Dateien und als Datenbank-Präfix. Darüber hinaus lassen sich bestimmte Datenbank-Tabellen und Ordner vom Klonvorgang ausschließen. Wer wirklich eine 1:1-Kopie haben möchte, muss hier nichts ändern. Ich habe lediglich die Ordner vom Backup- und vom Caching-Plugin ausgeschlossen.

Das Klonen selbst kopiert zuerst die Datenbank sowie die WordPress-Dateien und führt abschließend ein paar Anpassungen durch, damit die geklonte Webseite später lauffähig ist. Bei meinem kleinen SSDBlog war das Klonen nach wenigen Minuten abgeschlossen. Je nach Größe der Webseite kann der Klonvorgang auch länger dauern.

Sobald das Duplizieren erfolgreich beendet wurde, kann die geklonte Webseite auch schon verwendet werden.

Die geklonte Webseite kann selbstverständlich auch wieder entfernt oder bearbeitet werden. Ebenso kann sie mit Klick auf „Open“ geöffnet werden. Die Webseite ist nur für Administratoren zugänglich. Eine orange Adminbar macht auf den ersten Blick klar, dass es sich um die geklonte Webseite handelt. Damit werden versehentliche Änderungen auf der falschen Website vermieden.

Fazit

Das WP Staging Plugin ist wirklich eine tolle Sache. Vor allem für Entwickler von Themes oder Plugins dürfte es sehr hilfreich sein. Aber auch zum Testen von Updates, egal ob WordPress, Plugins oder Themes ist es eine gute Wahl.

Es ist kostenlos verfügbar und macht das Klonen von WordPress-Seiten kinderleicht. Selbst Laien können damit eine perfekte 1:1-Kopie von WordPress-Webseiten erstellen, ohne auch nur eine einzige Einstellung anzupassen. Der Entwickler René Hermenau sorgt für eine stetige Weiterentwicklung des Plugins und hat schon neue Features in der Pipeline.

WP Staging: Mehr Infos und Download

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WordPress: Standardeinstellungen der Galerie anpassen

WordPress Logo

Grundsätzlich gefällt mir die in WordPress eingebaute Galerie-Funktion ganz gut. Die Bedienung lässt allerdings etwas zu wünschen übrig, denn beim Erstellen einer neuen Galerie werden jedes Mal die Standardeinstellungen geladen. Für mich heißt das, dass ich immer manuell die Links auf die Medien-Datei und die Größe der Bilder setzen muss.

Seit WordPress 4.0 existiert allerdings eine relativ einfache Möglichkeit, eigene Standardwerte für die Galerie zu definieren. Wie so oft führt der Weg über ein paar Zeilen Code in der „functions.php“ eures Themes bzw. Child-Themes.

/* ----------------------------------------------------- *
* Standardeinstellungen der Galerie anpassen
/* ----------------------------------------------------- */
function my_gallery_new_defaults( $settings ) {
    $settings['galleryDefaults']['link'] = 'file';
    $settings['galleryDefaults']['size'] = 'medium';
    $settings['galleryDefaults']['columns'] = '3';
    return $settings;
}
add_filter( 'media_view_settings', 'my_gallery_new_defaults');

Neben der Verlinkung könnt ihr damit auch eigene Default-Werte für die Anzahl der Spalten sowie die Größe festlegen.

WordPress Galerie-Einstellungen

Falls ihr eine eigene standardmäßige Bildgröße gesetzt habt, könnt ihr diese Vorgabe leider nicht im Einstellungsdialog sehen. Sobald die Galerie aber mit Klick auf den Button „Galerie einfügen“ erstellt wird, wird die festgelegte Größe aber gesetzt. In der Quelltext-Ansicht ist ersichtlich, dass im Shortcode die richtige Größe auftaucht. Beim Bearbeiten der gerade erstellten Galerie wird dann die richtige Größe angezeigt.

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Schlechter SAT-Empfang: Signalstärke und Signalqualität verbessern

DVB-S Logo

In den Kommentaren zu meinem Artikel „SAT-Empfang: Unterschied zwischen Signalqualität und Signalstärke“ tauchen immer wieder Fragen zu schlechter Signalqualität und Signalstärke auf. Aus diesem Grund möchte ich die Ursachen eines schlechten SAT-Empfangs genauer erläutern und mögliche Lösungen aufzeigen.

Grundsätzlich möchte ich aber darauf hinweisen, dass die angezeigte Signalstärke sowie Signalqualität sehr stark vom verwendeten Sat-Tuner abhängig ist. Beispielsweise können ein Samsung-TV mit eingebauten Sat-Tuner und ein externer Sat-Receiver am gleichen Kabel unterschiedliche Werte aufweisen. Aus diesem Grund sollte man die angezeigten Werte auch nicht allzu ernst nehmen. Sofern keine Störungen auftreten, sollte in der Regel alles in Ordnung sein. Spätestens wenn Empfangsprobleme wie Ruckeln oder Ton- bzw. Bildaussetzer existieren, sollte man aber tätig werden.

SAT-Empfang verbessern

Eine häufige Ursache eines schlechten SAT-Empfangs ist, dass keine freie Sicht zum Satelliten besteht. Bäume oder Sträucher wachsen jedes Jahr und sind mit der Zeit vielleicht in das Sichtfeld zum Satelliten gewachsen. Die Webseite DishPointer bietet die Option „show obstacle (line of sight checker)“ an, welche bei der Beantwortung dieser Frage sehr hilfreich ist. Damit lässt sich unter anderem klären, wie hoch störende Objekte je nach Entfernung maximal sein dürfen. Wenn sich wirklich ein Hindernis im Weg befindet, hilft es entweder, die Schüssel zu versetzen oder das Gewächs zu entfernen bzw. ordentlich zu Stutzen. Das Zurückschneiden greift allerdings nur temporär und nach ein paar Jahren könnte das Problem erneut auftreten.

Ebenfalls wichtig ist die korrekte Ausrichtung der Schüssel. Dabei hat mir die Webseite Schüssel-Ausrichtung bisher gute Dienste geleistet. Bei präziser Ausführung kann damit eine sehr gute Ausrichtung erreicht werde, ohne auf spezielle Messgeräte oder teure Dienstleister zurückgreifen zu müssen. Selbstverständlich spricht aber nichts dagegen. Wer sich das leisten kann und möchte fährt damit sicher auch gut. Teilweise reicht es sogar aus, wenn das LNB in der Aufnahme vor- oder zurückgeschoben wird, damit der Brennpunkt ggf. genauer getroffen wird. Auch das Drehen des LNBs bzw. den Winkel in der Halterung leicht zu ändern, kann das gewünschte Ergebnis erreichen.

Nicht selten ist eine verbogene Schüssel (korrekte Bezeichnung Antenne) oder ein defekter LNB die Ursache der Empfangsprobleme. Ersteres kann entweder durch Transportschaden oder durch einen Sturm passieren. Den Schaden kann man mit dem Auge oft nicht erkennen. Daher muss man die Schüssel abmontieren und flach auf einen Tisch legen. Sie muss rundherum plan auf dem Tisch liegen und darf nicht wackeln. Falls sie das tut solltet ihr eine neue Schüssel anschaffen. Beim LNB ist die einfachste Methode zur Überprüfung der Austausch durch einen anderen LNB.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer größeren Schüssel bzw. eines anderen LNBs. Gerade bei kleineren Schüsseln kann es bei Regen und schlechtem Wetter zu Empfangsproblemen kommen. Mit einem Durchmesser von ca. 85 cm sollte man allerdings auf der sicheren Seite sein. Empfehlenswerte Antennen sind unter anderem die Triax TDS 88 für rund 50 Euro und die Gibertini OP 85 für ca. 90 Euro. Beim LNB kann ich den Inverto Selected Quad Premium (IDLB-QUDL40) empfehlen.

Hier sei noch einmal zu erwähnen, dass der Empfang (Signalqualität) hinter einem LNB durch keine nachgeschaltete Komponente verbessert werden kann! Alle weiteren Maßnahmen dienen zur Verbesserung der Signalstärke. Nachfolgend zwei grundlegende Regeln:

  • Kabel so kurz wie möglich halten
  • Markenkabel verwenden

Teilweise wird empfohlen die alten aufschraubbaren F-Stecker durch moderne Selfinstall- bzw. Kompressionsstecker zu ersetzen. Dadurch wird lediglich die Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit erhöht, einen Leistungsgewinn kann man damit nicht erzielen. In vielen Fällen ist dieser Tipp also nutzlos.

Auch der Einsatz von Inlineverstärkern ist fast immer nutzlos. Er verstärkt sowohl das Nutzsignal als auch das Rauschen. Daher kann man damit kein Signal verbessern. Im Gegenteil: Durch das Eigenrauschen und ein mögliches Übersteuern ist der Verstärker oft kontraproduktiv. Der einzige Einsatzzweck ist die Übertragung eines einwandfreien Signals über lange Strecken.

In bestimmten Situationen kann jedoch ein Dämpfer nützlich sein. Viele Sat-Tuner vertragen keine hohen Pegel und neigen daher zur Übersteuerung. Davon betroffen sind teilweise die Sat-Tuner in Samsung-TVs oder viele Humax-Modelle. In diesen Fällen kann ein Dämpfer oft Wunder bewirken. Empfehlen kann ich beispielsweise den Axing SZU 3-00 oder den Kathrein ERE 02.

Xiaomi Redmi Note 4X – LineageOS installieren

Xiaomi Redmi Note 4X LineageOS

Da ich mit dem vorinstallierten MIUI-Betriebssystem auf meinem Xiaomi Redmi Note 4X nicht zufrieden war, habe ich kurzerhand LineageOS geflasht. Ich muss sagen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Beide Android-Versionen laufen auf dem Redmi Note 4X sehr flott und ohne Ruckler. LineageOS ist aber deutlich besser zu bedienen, kompatibler, hübscher und eben ein reines Android.

Ich kann nur jedem, der ein Smartphone von Xiaomi besitzt, den Wechsel zu LineageOS empfehlen! Natürlich nur, sofern das jeweilige Smartphone unterstützt wird. Nachfolgend ein kurzer Überblick, wie ihr LineageOS auf das Redmi Note 4X bekommt (sollte auch für andere Geräte identisch sein).

Mittlerweile ist die offizielle Version von LineageOS für das Xiaomi Redmi Note 4X erschienen. Weitere Infos und eine Installationsanleitung findet ihr in meinem Artikel „LineageOS offiziell für Xiaomi Redmi Note 4X veröffentlicht„.

Bootloader entsperren

Zunächst muss der Bootloader entsperrt werden. Der Vorgang ist relativ einfach und grundsätzlich nicht kompliziert. Im Internet existieren bereits eine Menge Anleitungen, wie ihr den Bootloader bei einem Xiaomi Smartphone entsperren könnt. Folgende Tutorials haben mir geholfen:

  • http://linuxwelt.blogspot.de/2016/04/bootloader-entsperren-xiaomi-miui.html
  • https://www.chinahandys.net/anleitung-unlock-xiaomi/
  • https://forum.xda-developers.com/redmi-note-4/how-to/bootloader-unlock-variants-to-read-t3565459

Während dem Entsperren stieß ich allerdings auf zwei Probleme, die ich aber mit der Hilfe von Google relativ flott beheben konnte. Generell solltet ihr bei Problemen im MIUI-Forum vorbeischauen. Dort gibt es eine Menge Threats, die ggf. auch euer Problem ansprechen. Hier zwei Links, die meine erwähnten Probleme betreffen:

  • http://en.miui.com/thread-570091-1-1.html
  • http://en.miui.com/thread-575977-1-1.html

Custom Recovery (TWRP) installieren

Sobald der Bootloader entsperrt ist, muss im zweiten Schritt das Custom Recovery TWRP (Team Win Recovery Project) installiert werden. Die Version für das Redmi Note 4(X) findet ihr hier. Auch hier verweise ich wieder auf entsprechende Anleitungen:

  • http://linuxwelt.blogspot.de/2016/04/twrp-recovery-flashen-xiaomi-anleitung.html
  • https://www.chinahandys.net/anleitung-twrp-xiaomi/
  • https://xiaomi.eu/community/threads/how-to-easily-install-twrp-recovery.30484/
  • https://forum.xda-developers.com/redmi-note-4/xiaomi-redmi-note-4-snapdragon-roms-kernels-recoveries–other-development/recovery-twrp-3-0-2-0-t3550061
  • https://xiaomifirmware.com/downloads/download-twrp-3-0-2-0-redmi-note-4x/

Wenn ihr eine Custom ROM nutzen wollt, seid ihr soweit fertig. Wenn ihr allerdings weiterhin bzw. zukünftig wieder die MIUI Global ROM nutzen wollt, müsst ihr entweder zusätzlich den „Lazy Flasher“ installieren oder eine modifizierte Variante von TWRP einsetzen. Folgende Links liefern weitere Infos:

  • https://mi-forum.net/viewtopic.php?f=120&t=3064
  • https://forum.xda-developers.com/redmi-note-3/how-to/guide-redmi-note-3-available-twrps-t3406708

Custom ROM installieren

Die aktuelle LineageOS-Version für das Redmi Note 4(X) findet ihr natürlich bei xda-developers 🙂 Dort gibts auch einen Link zur neuen Firmware, die ihr auf jeden Fall benötigt. Wer die Apps von Google nutzt sollte diese auch direkt mitinstallieren. Den Download findet ihr beim Open GApps Project. Alle drei ZIP-Dateien solltet ihr herunterladen und entweder auf den internen Speicher oder auf die SD-Karte speichern.

Anschließend gehts los. Zuest müsst ihr den Dalvik Cache, System, Data und Cache löschen. Anschließend die Firmware, LineageOS und zum Schluss die Google Apps flashen. Dieses Video zeigt alle Schritte:

Troubleshooting Windows 10 Creators Update

Windows 10 Logo

Am 11. April 2017 hat Microsoft mit dem Rollout des Windows 10 Creators Update begonnen. Wer nicht auf das automatische Update warten möchte, kann es mit Hilfe des Update Assistenten  bereits seit dem 5. April manuell anstoßen. Allerdings berichten mittlerweile viele User von diversen Problemen mit Windows 10 Version 1703. Nachfolgend möchte ich auf die häufigsten Probleme eingehen und mögliche Lösungen aufzeigen.

Treiberprobleme

Einer der häufigsten Fehler nach der Installation des Creators Update sind Treiberprobleme. Viele User berichten von Geräten oder Komponenten, die gar nicht mehr oder nur noch fehlerhaft funktionieren. Hier einige Beispiele:

Bei diesen oder ähnlichen Problemen hilft oft eine Installation der neuesten Treiber oder alternativ die Neuinstallation der bestehenden Treiber. Wenn dies nichts bringt, bleibt nur zu hoffen, dass der Hersteller bald einen neuen Treiber anbietet. Falls darauf nicht gewartet werden kann, ist wohl oder übel ein Rollback zu Windows 10 Version 1607 notwendig.

Fehler in Ereignisanzeige

Fehler Ereignis-ID 37

Quelle: AppModel-Runtime

Fehler „0x800700B7“ für das AppContainer-Profil, da die AppContainer-SID nicht registriert werden konnte.

Für diesen Fehler ist offensichtlich noch keine Lösung vorhanden. Hier ein Thread bei Microsoft, der sich genauer damit beschäftigt: answers.microsoft.com: Event-ID 37

Fehler Ereignis-ID 7000

Quelle: Service Control Manager

Der Dienst „CldFlt“ wurde aufgrund folgenden Fehlers nicht gestartet: Die Anforderung wird nicht unterstützt.

Der Fehler kann durch eine Änderung in der Registry unterbunden werden. Unter

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\CldFlt

muss der DWORD-Wert „Start“ von „2“ auf „3“ gesetzt werden.

Deskmodder: Windows 10 1703 Fehler

freenet TV USB TV-Stick funktioniert nicht

Am 29. März 2017 startete in Deutschland die zweite Ausbaustufe von DVB-T2 HD. Wer DVB-T2 HD am PC nutzen möchte, ist auf die Lösung von freenet TV angewiesen. Allerdings scheint der freenet TV USB TV-Stick mit dem Creators Update nicht mehr zu funktionieren (siehe hier und hier). Die Software startet nicht mehr. freenet TV hat aber relativ flott reagiert und am 13. April ein Update herausgebracht, welches das Problem beheben soll. Den Download der neuen Version finden Betroffene hier: https://www.freenet.tv/download

Medienfunktionen fehlen

Dieses Problem trifft nur Benutzer von Windows 10 N. Nach dem Update auf Version 1703 fehlen die ggf. zuvor vorhandenen Medienfunktionen wieder. Im Einzelnen betrifft das folgende Features:

  • Windows Media Player fehlt
  • Alle Apps, welche Medienfunktionen benutzen, können keine Audio- und Videodateien bzw. -Streams wiedergeben (Groove Music, Video-App, usw.)
  • Übertragung von Mediendateien auf bzw. von Kameras, Smartphones und Tablets ist nicht möglich, da das Media Transfer Protocol (MTP) nicht unterstützt wird
  • kein Druck und keine Anzeige von PDF-Dokumenten in Microsoft Edge
  • weitere Features wie Windows Hello, Wireless Display, Webcam und der Sound Recorder funktionieren nicht

Um die fehlenden Features nachzurüsten, ist eine neue Version des Media Feature Pack notwendig. Den entsprechenden Download findet ihr hier: Media Feature Pack list for Windows N editions

Gelbes Ausrufezeichen beim Windows Defender in der Taskleiste

Mit Windows 10 Version 1703 wurde das Windows Defender Security Center eingeführt. Damit sollen alle sicherheitsrelevanten Einstellungen an einer zentralen Stelle gesteuert werden können. Bei vielen Nutzern erscheint jetzt in der Taskleiste beim Defender-Icon ein gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen:

Diese Warnung erscheint, sobald bestimmte Optionen deaktiviert sind. Beispielsweise wenn die „Automatische Übermittlung von Beispielen“ oder „Cloudbasierter Schutz“ unter „Einstellungen für Viren- & Bedrohungsschutz“ ausgeschaltet sind. Auch wenn „SmartScreen“ deaktiviert wurde erscheint das Ausrufezeichen. Wenn ihr diese Optionen bewusst gesetzt habt, könnt ihr nichts tun und müsst das nervige Icon ignorieren.

„Meistverwendete Apps“ im Startmenü fehlt

Die meistverwendeten Apps werden nicht mehr im Startmenü angezeigt. Darüber hinaus ist die entsprechende Einstellung „Meistverwendete Apps anzeigen“ unter „Einstellungen“ -> „Personalisierung“ -> „Start“ ausgegraut. Damit diese wieder aktiviert werden kann, muss eine andere Einstellung aktiviert werden. Unter „Einstellungen“ -> „Datenschutz“ -> „Allgemein“ muss die Option „Windows erlauben, das Starten von Apps nachzuverfolgen, um Start und Suchergebnisse zu verbessern“ aktiviert werden. Alternativ kann dies auch per Registry erledigt werden: „Meistverwendete Apps“ nicht mehr aktivierbar. Nach Creators Update Option ausgegraut.

Kein Text nach der Installation des Creators Update

Einige Nutzer berichten von seltsamen Problemen, dass sämtlicher Text im Explorer und in fast allen GUI-Elementen (Tooltips, Buttons, Menüs, usw.) verschwunden ist. Das Startmenü funktioniert hingegen ohne Probleme. Hier ein Screenshot des Fehlers:

Windows 10 kein Text

Hier und hier werden von ähnlichen Problemen berichtet. Als Verursacher des Problems konnte in vielen Fällen die Comodo Firewall identifiziert werden. Nach einem Update auf die neueste Version wird der fehlende Text wieder angezeigt. Hilft das nicht solltet ihr bei Reddit vorbeischauen. Dort werden weitere Ursachen und potenzielle Lösungen diskutiert.

Sonstige Probleme

Passwörter aus der FRITZ!Box auslesen reloaded

AVM FRITZ!Box 7490

Vor ca. zweieinhalb Jahren habe ich bereits in einem Artikel aufgezeigt, wie ihr alle Passwörter aus der FRITZ!Box auslesen könnt. Dieser Artikel ist allerdings in der Zwischenzeit veraltet und die darin erwähnte Methode meist nicht mehr anwendbar. Davon abgesehen war die Methode via „allcfgconv“ sowieso nicht ganz einwandfrei, weshalb ich das Thema nun erneut aufgreife.

Kurz nach meinem ersten Artikel machte eine weitere Methode die Runde. Das Shell-Skript „decode_passwords“ von PeterPawn bot eine relativ einfache Methode zum Auslesen von FRITZ!Box-Passwörtern. Es bedient sich einer älteren „webdavcfginfo“, detaillierte Informationen findet ihr in diesem Post im IPFF. Ohne Telnet- bzw. SSH-Zugang ist diese Variante allerdings nicht verwendbar. Hier müsste man den Umweg über Freetz oder modfs gehen, was aber nicht jedermanns Sache sein dürfte.

Zurück zum Thema. Eine weitere Möglichkeit an alle Passwörter zu kommen bieten die Fritz!Box Tools von Michael Engelke. Das Tolle daran ist, dass das Tool auch mit der aktuellen FRITZ!OS-Version 6.80 ohne weitere Modifikationen funktioniert. Telnet, SSH o. ä. werden nicht benötigt 🙂

Tutorial

  1. Zunächst müsst ihr die Fritz!Box Tools für Windows downloaden und in einen Ordner euer Wahl entpacken.
  2. Anschließend muss PHP heruntergeladen und installiert werden. Alternativ zur Installation bietet sich die portable Variante an, die auch ich verwende. Dabei ist es egal ob ihr PHP 5.6, PHP 7.0 oder bereits PHP 7.1 wählt. Wichtig ist nur, dass die jeweils passenden „Visual C++ Redistributable for Visual Studio“ benötigt werden. In meinem Beispiel wähle ich PHP 7.1.1 x64 in der Thread-Safe-Variante. Nach dem Download öffnet ihr die ZIP-Datei und kopiert die beiden Dateien „php.exe“ sowie „php7ts.dll“ in den vorher erstellten Ordner, wo auch die Fritz!Box Tools liegen.
  3. Jetzt eine Eingabeaufforderung öffnen und zum entsprechenden Ordner navigieren. Hier können die Fritz!Box Tools via „fb_tools.bat“ aufgerufen werden. Am besten testet ihr ob die Tools funktionieren. Mit dem Befehl „fb_tools -h“ sollten alle Funktonen des Tools angezeigt werden.
  4. Wenn das funktioniert seid ihr im Prinzip schon fertig und könnt nun mit folgendem Befehl alle gespeicherten Passwörter aus eurer FRITZ!Box auslesen. Das Passwort für die FRITZ!Box muss bekannt sein, sonst funktioniert das Ganze nicht.
    fb_tools PASSWORT@fritz.box konfig export-decrypt DATEINAME

    Alternativ dazu können auch Export-Dateien von anderen FRITZ!Boxen entschlüsselt und die Passwörter im Klartext angezeigt werden. Hierzu benötigt ihr allerdings das Passwort der Export-Datei. Der Einfachheit halber sollte die Export-Datei ebenfalls im gleichen Ordner wie die Fritz!Box Tools liegen.

    fb_tools PASSWORT@fritz.box konfig file-decrypt DATEINAME.export EXPORT-PASSWORT
  5. Falls ihr beim Auslesen der Passwörter den Fehler „Keine Konfig-Datei“ bekommt, ist höchstwahrscheinlich die Option „Ausführung bestimmter Einstellungen und Funktionen zusätzlich bestätigen“ Schuld. Feb hat in einem Kommentar erklärt, wie ihr die Option deaktivieren könnt. Anschließend sollte das Auslesen funktionieren.

Fritz!Box Tools

Damit lassen sich alle Passwörter aus der FRITZ!Box auslesen, unter anderem SIP-Daten, WLAN-Passwörter, Internet- oder MyFRITZ!-Zugangsdaten. Die meisten User möchten damit an vergessene DSL-Zugangsdaten kommen oder die VoIP-Daten des Providers erfahren. Nicht alle Provider geben diese Daten freiwillig heraus. Stattdessen werden sie oftmals automatisch per TR-069 in den Router eingetragen.