Kategorie: Firefox

Firefox deaktiviert alle Add-ons – Infos zum Bug und Workaround

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Heute Morgen mussten viele Firefox-Nutzer feststellen, dass alle oder zumindest die meisten Add-ons deaktiviert wurden. Grund dafür ist ein abgelaufenes Zertifikat. Mozilla ist bereits informiert und arbeitet mit Hochdruck an einer Lösung.

Wegen eines abgelaufenen Intermediate-Zertifikats sind seit heute Morgen eine Vielzahl von Add-ons nicht mehr gültig signiert. Damit gelten diese Add-ons als Sicherheitsrisiko und werden von Firefox automatisch deaktiviert. Des Weiteren ist das Herunterladen von Erweiterungen derzeit nicht möglich. Es erscheint lediglich die Fehlermeldung: „Download fehlgeschlagen. Bitte überprüfen Sie Ihre Verbindung.“ Das Zertifikat hätte bereits vor Wochen erneuert werden müssen, wurde offensichtlich aber vergessen. Den Entwicklern ist der Fehler bereits bekannt und Mozilla hat eine kurze Stellungnahme auf der Homepage veröffentlicht. Außerdem ist das Problem in der Bugzilla-Datenbank zu finden. Der Fehler soll so schnell wie möglich behoben werden.

Firefox - Deaktivierte Add-ons

Firefox – Deaktivierte Add-ons

Auch mich hat es heute Morgen erwischt (siehe Screenshot). Zuerst war ich sehr verwirrt und dachte an ein lokales Problem an meinem Firefox oder an eine Malware. Nach kurzer Recherche im Internet bin ich aber auf die oben genannte Erklärung gestoßen. Nicht falsch verstehen, aber ich war sehr froh, dass ich nicht alleine von dem Problem betroffen bin ;-)

Mozilla hat das Problem mit den neuen Versionen Firefox 66.0.4 und Firefox 60.6.2 ESR nun endgültig behoben.

Workaround

Wer auf keinen Fall auf seine Add-ons verzichten möchte, kann die Add-ons mit einem Workaround wieder lauffähig bekommen. Voraussetzung ist aber die Nutzung der Nightly Builds, denn nur dort lässt sich die Zertifikatsprüfung abschalten. Hierzu muss in der Browser-Konfiguration „about:config“ der Wert „xpinstall.signatures.required“ auf „false“ gesetzt werden. Nach einem Neustart von Firefox sind die Add-ons wieder aktiviert und nutzbar.

Ein weiterer Workaround funktioniert auch im normalen Firefox. Dazu muss die Debbing-Seite „about:debugging“ geöffnet werden. Anschließend auf den Button „Add-on temporär laden…“ rechts oben klicken und in den Ordner „C:\Users\USERNAME\AppData\Roaming\Mozilla\Firefox\Profiles\FIREFOX-PROFIL\extensions“ wechseln. Dort muss jede XPI-Datei geladen werden. Wichtig zu beachten ist, dass die Add-ons nur temporär geladen werden und beim Beenden von Firefox wieder verschwinden.

Ansonsten gilt abwarten! Ich denke, dass Mozilla im Laufe des Tages eine funktionierende Lösung präsentiert.

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Firefox bietet Unterstützung für Windows Hello und Hardware-Login bei Google-Konten

Im Mai 2018 hat Firefox 60 als erster Browser die Unterstützung für den Web-Authentication-API-Standard, kurz WebAuthn, erhalten. Zusammengefasst ermöglicht WebAuthn eine sichere Authentifizierung auf Webseiten ohne Eingabe eines Passworts.

Vor wenigen Tagen ließ Google verlauten, dass die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) mit Passwort und Hardware-Security-Key ab sofort auch in Firefox und Microsofts Edge funktioniert. Bisher hat dieses Verfahren nur mit dem hauseigenen Chrome Browser funktioniert. Grund dafür war die Verwendung des älteren U2F-Protokolls der FIDO-Alliance. U2F wurde von einigen Browsern nicht unterstützt oder war standardmäßig deaktiviert (Firefox 57+). Nun hat Google auf den aktuellen WebAuthn-Standard umgestellt, sodass 2FA mit Hardware-Sicherheitsschlüssel unter anderem auch von Firefox verwendet werden können.

Bei der Neueinrichtung von Sicherheitsschlüsseln zum Schutz eines Google-Kontos muss vorerst aber weiterhin auf Google Chrome zurückgegriffen werden. Damit der Registrierungsvorgang im Firefox und Edge funktioniert, benötigt Google noch ein wenig Zeit für notwendige Anpassungen.

Des Weiteren bietet Firefox ab Version 66 Unterstützung für Windows Hello. Auch Firefox ESR 60.0.7 soll Mitte Mai folgen. Konkret bedeutet das, dass auf entsprechenden Webseiten eine passwortlose Authentifizierung durch Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Hardware-Security-Key (mit FIDO2 Unterstützungm, z.B. YubiKey) oder PIN möglich ist. Damit das funktioniert, wird aber zwingend eine aktuelle Insider-Build oder das kommende April-Update von Windows 10 benötigt. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr im Mozilla Security Blog. FIDO2 basiert auf dem WebAuthn-Standard des World Wide Web Consortium (W3C) und dem entsprechenden Client to Authenticator Protocol (CTAP) der FIDO Alliance.

Auf der Webseite WebAuthn.io kann das Ganze getestet werden.

Videos aus Blob-URLs downloaden

Seit der Durchsetzung von HTML5-Playern auf Webseiten werden Videos oftmals als sogenannte Blob-URLs eingebettet. Konkret bedeutet das, dass im „src“-Attribut nicht mehr die URL zum Video vorzufinden ist, sondern eine URL im Format „blob:https://www…“. Hier ein konkretes Beispiel:

<video id="playerVideo" preload="metadata" autoplay="" playsinline="" src="blob:https://www.example.de/56b5fd2e-1c7d-4649-8b23-48afc6a2288f" style="visibility: visible;"></video>

Wer wissen möchte, was sich hinter einem Blob verbirgt und wozu Blobs benutzt werden, findet bei Mozilla weitere Infos.

Eine interessante Frage, die sich bestimmt viele Leser stellen: Wie kann ich Videos mit solchen Blob-URLs herunterladen? Die Lösung ist zwar nicht ganz einfach, aber dennoch relativ fix umzusetzen.

  1. Als erstes müsst ihr die Webseite mit dem Video in einem Browser eurer Wahl öffnen. Ich nutze den Firefox und beziehe mich hier im Artikel auch darauf. Mit anderen Browsern sollten die Schritte aber fast identisch ablaufen.
  2. Jetzt öffnet ihr die Web-Entwickler-Tools und dort die „Netzwerkanalyse“. Im Firefox kann auch der Shortcut „STRG + SHIFT + E“ genutzt werden.
  3. Anschließend die Webseite neu laden und mit der Suchfunktion nach „m3u8“ suchen.
  4. Je nach Webseite können hier mehrere Ergebnisse für „m3u8“ erscheinen. Am besten ihr wählt den ersten Eintrag aus, das ist fast immer der richtige. In der rechten Hälfte werden weitere Details eingeblendet und ganz oben findet ihr die „Angefragte Adresse“. Diese URL kopiert ihr euch.
  5. Der Großteil der Arbeit ist bereits geschafft! Es fehlt lediglich noch der Download der Video-Dateien. Eine einfache Variante ist dies über den VLC Media Player zu erledigen. Im Hauptmenü unter „Medien“ bitte den Punkt „Netzwerkstream öffnen…“ anklicken oder den Shortcut „STRG + N“ nutzen.
  6. Im neu geöffneten Fenster muss oben die vorher kopierte URL eingefügt werden. Unten den Button mit Klick auf den Pfeil erweitern und „Konvertieren“ auswählen.
  7. Hier die Einstellungen wie im Screenshot zu sehen setzen, die Zieldatei angeben mit Klick auf „Start“ die Speicherung des Videos beginnen.
  8. Den Downlodstatus könnt ihr in der Fortschrittsanzeige von VLC beobachten.

Kategorien: Firefox Internet Tutorials

Firefox 62 – Die Neuerungen

Bereits am 5. September hat Mozilla Firefox 62 veröffentlicht. Die neue Version bietet einige Änderungen und Neuerungen. Wie immer liste ich die wichtigsten nachfolgend auf:

  • Tracking-Schutz ist per Klick auf das Info-Symbol in der Adressleiste erreichbar
    Firefox 62 Trackingschutz
  • Ebenfalls neu: eine Schaltfläche zum Löschen aller Cookies und Websitedaten der aktuell besuchten Webseite
  • Dialog zum Speichern von Lesezeichen zeigt nun Favicon und Vorschau der Webseite
  • mehr Anpassungsmöglichkeiten für die Firefox-Startseite ()
  • nach dem Abmelden von Firefox Sync wird gefragt, ob Daten wie Chronik und Lesezeichen gelöscht oder beibehalten werden sollen
  • Unterstützung für variable Schriften
  • Neue Enterprise Policies
  • weitere kleine Verbesserungen, eine komplette Übersicht aller Änderungen und Neuerungen findet ihr wie immer bei Sören Hentzschel
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

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Ältere Symantec-Zertifikate nicht mehr gültig

Sowohl Google als auch Mozilla haben vor vielen Monaten bereits angekündigt, Symantec-Zertifikate, die vor dem 1. Dezember 2017 ausgestellt wurden, nicht mehr zu akzeptieren. Der Grund für diese Entscheidung waren Unstimmigkeiten bei der Vergabe von SSL-Zertifikaten. Konkret konnte Symantec in der Vergangenheit keinen ordnungsgemäßen Authentifizierungsprozess für SSL-Zertifikate sicherstellen. Ebenso von dieser Entscheidung betroffen sind die zu Symantec gehörenden CAs Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL.

Symantec-Zertifikate, die vor Juni 2016 ausgestellt wurden, werden bereits seit Firefox 60 und Chrome 66 nicht mehr akzeptiert. Im zweiten Schritt werden sämtliche Zertifikate von Symantec und den oben genannten „Markennamen“ nicht mehr akzeptiert. Dies wird bei Google Chrome ab dem 13. September 2018 der Fall sein. Firefox wird mit Version 63 nachziehen, die voraussichtlich am 23. Oktober 2018 erscheint. Andere Browserhersteller wie Microsoft, Apple oder Opera werden die betreffenden Zertifikate allerdings weiterhin akzeptieren, da sie die Bedrohung geringer einschätzen. Nichtsdestotrotz sollten Webseitenbetreiber jetzt handeln, falls noch entsprechende Zertifikate zum Einsatz kommen.

Nach Bekanntwerden von Googles Plänen hat Symantec seine Zertifizierungssparte an DigiCert verkauft. DigiCert hat daraufhin die Infrastruktur aktualisiert und kann seit dem 1. Dezember 2017 wieder vertrauenswürdige SSL-Zertifikate ausstellen. Dies betrifft insbesondere auch Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL.

Firefox 60 – Die Neuerungen

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Firefox 60 wurde gestern am 09. Mai 2018 veröffentlicht. Neben der normalen Version gibt es auch eine neue ESR-Version (Extended Support Release) mit verlängertem Support. Firefox 60 ESR löst Firefox 52 ESR ab und beinhaltet die Vorzüge der Quantum-Verbesserungen. Darüber hinaus ist die versprochene Policy-Engine enthalten, wodurch sich Firefox besser in Unternehmen einsetzen lassen soll.

  • Policy-Engine zur Verteilung von Unternehmensrichtlinien
  • Firefox-Startbildschirm überarbeitet: weitere Optionen um Ansicht zu individualisieren, responsives Layout, mehr Inhalte auf breiten Bildschirmen, „gesponsorte Inhalte“ in US-Version
  • Quantum CSS wird zum Rendern des Browser-UIs genutzt
  • Überarbeitete Ansicht der Optionen zu Cookies und Webseitendaten
  • Unterstützung für das Web-Authentication-API, ermöglicht Authentifizierung an Webseiten mit Hilfe von USB-Tokens (kompatible Hardwaretoken nach FIDO U2F-Konvention sind von Yubikey, Nitrokey oder U2F Zero erhältlich)
  • Symantec-Zertifikate, die vor dem 01.06.2016 ausgestellt worden sind, werden nicht mehr akzeptiert
  • Firefox deaktiviert Webcam und dazugehöriges Licht beim Beenden einer Videoaufnahme
  • Warnhinweise beim Besuch von unverschlüsselten Webseiten im privaten Modus
  • Verbesserte Audioübertragung per WebRTC unter Linux
  • weitere kleine Verbesserungen, eine komplette und sehr ausführliche Übersicht aller Änderungen und Neuerungen findet ihr wie immer auf der Webseite von Sören Hentzschel
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

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Firefox 59 – Die Neuerungen

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Nach dem großen Update auf Firefox 57 und einigen Anpassungen bzw. Verfeinerungen in der folgenden Version 58, geht es Mozilla mit Firefox 59 langsamer an. Firefox 58 wurde gestern am 13. März 2018 veröffentlicht und bietet folgende Neuerungen:

  • Im privaten Modus werden weniger Referrer im HTTP-Header versendet
  • Screenshot-Funktion (in Firefox 56 eingeführt) bietet nun einen Editor mit ein paar grundlegenden Funktionen (Zuschneiden, Zeichen- sowie Textmarker-Werkzeug mit neun Farben)
  • Verfeinerte Kontrolle von Web-Benachrichtigungen
  • „Firefox Health Report“ wurde aufgrund zu weniger Nutzer entfernt und die Funktionalität von „about:healthreport“ nach „about:telemetry“ umgezogen.
  • Auf der neuen Startseite kann die Reihenfolge „Wichtigen Seiten“ nun per Drag-and-Drop angepasst werden
  • Neue Startseite soll nun deutlich schneller laden als bisher, wenn viele verschiedene Informationen angezeigt werden
  • Verbessertes Rendering unter macOS dank Off-Main-Thread Painting (OMTP)
  • Neue Suchmaschine „Ecosio“ hinzugefügt (nur für Nutzer der deutschsprachigen Version)
  • Suchmaschine Yahoo! für alle Sprachen entfernt
  • Verbesserte Performance dank Race Cache With Network (RCWN) (bei langsamen Cache-Zugriffen wird parallel eine Anfrage an das Netzwerk gesendet und die Quelle genutzt, welche als erstes eine Antwort liefert)
  • Nutzung von TCP Fast Open unter Windows
  • Genauigkeit der Timing-Funktionen auf 2ms reduziert, als Gegenmaßnahme zur CPU-Schwachstelle Spectre (Firefox 57.0.4 hatte die Genauigkeit bereits von 5μs auf 20μs reduziert)
  • Zahlreiche neue Möglichkeiten und Verbesserungen bei WebExtensions
  • viele weitere kleine Verbesserungen, eine komplette Übersicht aller Änderungen und Neuerungen findet ihr wie immer bei Sören Hentzschel
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

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Firefox 60 kommt mit Enterprise-Policies

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Firefox bringt von Haus aus keine Unterstützung für die Konfiguration via Gruppenrichtlinien mit. Aus diesem Grund berichtete ich kürzlich über zwei gängige Möglichkeiten, wie sich Firefox-Einstellungen per Gruppenrichtlinien steuern lassen.

Jetzt kommt Bewegung in das Thema, denn Mozilla möchte den Browser fit für Unternehmen machen. Im nächsten Extended-Support-Release (ESR) soll Firefox eine Policy-Engine enthalten. Ursprünglich war die nächste ESR-Version für Firefox 59 geplant, wurde mittlerweile aber auf Version 60 verschoben, um mehr Zeit für die Implementierung der Enterprise-Policies zu haben. Der geplante Releasetermin ist der 8. Mai 2018.

Durch die Policy-Engine soll die Verteilung von Unternehmensrichtlinien ermöglicht werden. Da Mozilla eine universelle Lösung für alle Betriebssysteme entwickeln möchte, wird vorerst keine direkte Unterstützung für Windows-Gruppenrichtlinien geboten. Vielmehr werden die Einstellungen mit Hilfe einer JSON-Datei verteilt, die dann durch die Richtlinien-Engine ausgewertet und angewendet werden. Im Mozilla-Wiki existiert bereits ein Artikel mit weiteren Details zur Umsetzung und Konfiguration. Darauf aufbauend sollen später dann auch zusätzliche Funktionen von Betriebssystemen unterstützt werden, also z.B. Windows-Gruppenrichtlinien.

Ich bin gespannt wie Mozilla das Thema weiter ausbaut. Anfangs wird man sich auf wenige Funktionen beschränken. Beispielsweise soll es möglich sein, den Zugriff auf die Konfigurationsseiten „about:config“ oder „about:addons“ zu unterbinden oder Funktionalitäten wie Pocket und Screenshots zu deaktivieren. Bei der weiteren Entwicklung der Policy-Engine möchte Mozilla die Möglichkeiten deutlich ausbauen. Ebenso möchte man bei der Weiterentwicklung auch das Feedback von Nutzern mit einfließen lassen. Obwohl man das Thema Jahre verschlafen hat, scheint man mit der vorläufigen Planung auf einem guten Weg zu sein um auch bei Unternehmen wieder Fuß fassen zu können.

Firefox 58 – Die Neuerungen

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Am 23. Januar 2018 hat Mozilla Firefox 58 veröffentlicht. Nach dem wohl größten Update (Firefox 57) in der Geschichte von Firefox geht es der Hersteller in der neuen Version etwas langsamer an. Dennoch bringt Version 58 einige Neuerungen und Performanceverbesserungen.

  • optimiertes Caching für JavaScript sorgt für höhere Performance
  • schnelleres Rendern von Grafiken und Webseiten unter Windows durch Off-Main-Thread Painting (OMTP)
  • Benutzerprofile die mit Firefox 58 erzeugt werden, sind mit älteren Browserversionen nicht mehr kompatibel
  • Screenshot-Funktion bietet nun die Möglichkeit Screenshots direkt in die Zwischenablage zu kopieren und funktioniert nun auch im Private-Modus
  • Unterstützung für Autofill bei Kreditkarteninformationen
  • WebVR-Unterstützung für Apple macOS
  • Warnung wenn Webseiten Symantec-Zertifikate einsetzen (ab Firefox 60 werden keine Symantec-Zertifikate mehr akzeptiert, die vor dem 01.06.2016 ausgestellt worden sind, ab Firefox 63 überhaupt keine Symantec-Zertifikate mehr, dies betrifft auch Zertifikate von Thawte, VeriSign, Equifax, GeoTrust sowie RapidSSL, da diese zu Symantec gehören)
  • Root-Zertifikate von StartCom und WoSign entfernt
  • viele weitere kleine Verbesserungen, eine komplette Übersicht aller Änderungen und Neuerungen findet ihr wie immer bei Sören Hentzschel
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

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Firefox per Gruppenrichtlinien steuern

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In vielen Firmen wird heutzutage immer noch auf den Internet Explorer gesetzt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, wobei die zentrale Verwaltung über Gruppenrichtlinien sicherlich ein wichtiger Faktor ist. Darüber hinaus kommen oft noch alte Webapplikationen zum Einsatz, die nur im IE richtig dargestellt werden und funktionieren. Allerdings lässt sich der Fortschritt nicht aufhalten und es gibt immer mehr Webseiten und Applikationen, die im Internet Explorer gar nicht mehr oder nur langsam und fehlerhaft laufen. Als Lösung aus diesem Dilemma wird oftmals auf einen alternativen Browser zurückgegriffen. Üblicherweise fällt die Wahl auf Chrome oder Firefox. Microsofts Edge tun sich nur wenige freiwillig an ;-)

Firefox bringt von Haus aus leider keine Unterstützung für Gruppenrichtlinien mit, kann mit einigen Tricks aber trotzdem damit verwaltet werden. Ich stelle euch die zwei gängigsten Methoden vor.

FrontMotion Firefox Community Edition

Dabei handelt es sich um eine angepasste Version von Firefox, welche via Gruppenrichtlinien verwaltet werden kann. Mit dieser Version lassen sich viele Einstellungen zentral setzen und wenn gewünscht auch vor Useranpassungen schützen. Die Funktionsweise ist dabei ähnlich wie bei der „mozilla.cfg“ (siehe nächste Variante).

Die FrontMotion Firefox Community Edition erscheint regelmäßig kurze Zeit nach einem offiziellen Firefox-Release. Die administrativen Templates (ADM(X)-Dateien) werden ebenfalls regelmäßig aktualisiert und zum Download angeboten.

Download FrontMotion Firefox Community Edition

Konfig-Dateien auf Clients anpassen

Bei der zweiten Methode handelt es sich um die offiziell von Mozilla vorgeschlagene Variante. Hierfür müssen drei Konfigurationsdateien erstellt und auf alle Clients verteilt werden:

  • %ProgramFiles (x86)%\Mozilla Firefox\mozilla.cfg
  • %ProgramFiles (x86)%\Mozilla Firefox\browser\override.ini
  • %ProgramFiles (x86)%\Mozilla Firefox\defaults\pref\autoconfig.js

Damit lassen sich sehr viele Dinge anstellen, wie etwas Einstellungen anpassen, feste vom User nicht änderbare Werte einstellen oder bestimmte Einstellungen ausblenden. Darüber hinaus kann sogar die Benutzeroberfläche angepasst werden. Detaillierte Infos zu den Möglichkeiten liefert Mozilla im Artikel „Firefox in einem Unternehmen nutzen“.

Fazit

Abschließend muss ich leider sagen, dass Mozilla es etwas verschlafen hat, Firefox für den Unternehmenseinsatz auszurüsten. Die vorliegenden Möglichkeiten zur zentralen Steuerung sind in Ordnung und funktionieren soweit ganz ordentlich. Allerdings handelt es sich bei beiden Varianten eher um „Bastellösungen“, die nicht wirklich Enterprise-tauglich sind. Auch der ESR-Channel (Extended Support Release) kann leider nicht über die fehlende Möglichkeit zum zentralen Management hinwegtrösten. Google macht das deutlich besser und bietet für Chrome schon seit Jahren eine integrierte Unterstützung für die Konfiguration via Gruppenrichtlinien an.

Firefox 57 – Die Neuerungen

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Gestern wurde Firefox in der lang ersehnten Version 57 veröffentlicht. Laut Mozilla ist es wohl der größte und zeitgleich auch wichtigste Release in der Geschichte des Browsers. Für Firefox 57 (Quantum) wurden insgesamt sieben Millionen Zeilen Code überarbeitet, was rund 75 % der Codebasis entspricht.

Die größte Änderung neben dem überarbeiteten Design dürfte die Next-Generation-Web-Engine „Serve“ sein, womit Firefox deutlich schneller und stabiler sein soll. Nachfolgend versuche ich alle weiteren Neuerungen aufzulisten.

  • Neue Web-Engine „Servo“, Firefox soll damit laut Mozilla zweimal so schnell wie vor einem Jahr sein und zeitgleich 30 Prozent weniger Speicher verbrauchen
  • Unterstützung von alten XUL-Erweiterungen eingestellt, ab Firefox 57 werden nur noch WebExtensions Add-ons unterstützt
  • Neues Firefox-Logo
  • Überarbeitetes Design namens „Photon UI“
    Firefox 57 - Design
  • Neu gestaltetes Hauptmenü
    Firefox 57 - Hauptmenü
  • Neue Tab-Seite inklusive optionalem Activitiy Stream
  • Adressleiste und Suchfeld kombiniert (in den Einstellungen kann separates Suchfeld wiederhergestellt werden)
  • Neues Menü für seitenspezifische Aktionen in der Adressleiste (die einzelnen Punkte lassen sich in der Adressleiste ein- oder ausblenden)
    Firefox 57 - Aktionen Adressleiste
  • Mindestbreite der Tabs anpassbar (about:config via „browser.tabs.tabMinWidth“)
  • Bibliotheks-Menü vereint Zugriff auf Lesezeichen, Pocket-Liste, Chronik, Downloads und synchronisierte Tabs
  • Neues Design für Einstellungen, Add-on Manager und Fehler-Seiten
  • Neben dem Standard-Design sind die beiden alternativen Themes „Hell“ und „Dunkel“ verfügbar
  • Erweiterter Tracking-Schutz erlaubt bessere Konfiguration (bisher war der Schutz nur in privaten Fenstern aktiv)
  • Kontrolle über Local Storage (Einstellungen -> Websitedaten)
  • viele weitere kleine Verbesserungen, eine Übersicht findet ihr z.B. bei Sören Hentzschel
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

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Download Firefox 57 (64 Bit)
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Das neue Firefox Logo ab Firefox 57

Firefox Logo 57+

Mit Firefox 57 im November wird Mozilla vermutlich den größten und auch einen der wichtigsten Releases in der Geschichte des Browsers tätigen. Mozilla möchte sich im Kampf um Marktanteile nicht kampflos geschlagen geben und wird viele wichtige Änderungen in dieser Version integrieren. Dazu darf ein neues Logo natürlich nicht fehlen. Das letzte stammt aus dem Jahr 2013.

Sören Hentzschel berichtete vor ein paar Tagen, dass die Nightly-Version von Firefox für Android auf dem Willkommensbildschirm bereits das neue Logo zeigt. Das überarbeitete Logo behält die grundlegende Idee bei, ist aber deutlich farbenfroher und zeigt weniger Details, wodurch es moderner wirkt. Mir gefällt es ganz gut. Was sagt ihr dazu?

Nachfolgend ein Überblick aller bisherigen Firefox-Logos:

Firefox Logos

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