Kategorie: Sonstiges

EU verschlechtert Rechte deutscher Verbraucher bei Telefon- und Internetanbieterwechsel

EU Flagge

Die EU möchte europaweite Regeln für den Wechsel zwischen Telefon- bzw. Internetanbietern einführen. Dumm nur, dass Verbraucher in Deutschland durch die neue Regelung zukünftig höchstwahrscheinlich deutlich schlechter gestellt werden.

Ziel der EU ist es, einen europaweit einheitlichen digitalen Binnenmarkt ins Leben zu rufen, damit in allen EU-Ländern die gleichen Regeln gelten. Neben neuen Regeln zum Urheberrecht soll nun auch der Telekommunikationsmarkt angegangen werden. Der „europäische Kodex für die elektronische Kommunikation“ soll den Rechtsrahmen für den Telekommunikationsmarkt an die aktuellen Marktentwicklungen anpassen. Grundsätzlich ist das Vorgehen zu begrüßen, da sich der Markt schnell wandelt und eine Überarbeitung dringend notwendig ist. Dennoch werden deutsche Verbraucher mit großer Wahrscheinlichkeit als Verlierer aus dieser Umstellung hervorgehen.

Aktuell sind wir in Deutschland gut aufgestellt. Beim Wechsel des Telefon- bzw. Internetanbieters darf die Versorgung nur maximal einen Kalendertag unterbrochen werden. Funktioniert das nicht, muss der bisherige Anbieter die Leistung wieder erbringen und darf gleichzeitig nur 50 % des Preises verlangen. Dies soll als Anreiz für einen schnellen und reibungslosen Wechsel auf der Seite des Betreibers dienen.

Der aktuelle Entwurf der EU-Richtlinie sieht vor, dass die Frist auf einen Werktag erhöht wird. Samstag, Sonntag und Feiertage zählen also nicht mehr mit. Des Weiteren fällt die 50-%-Regelung bei Wechselproblemen weg und Verbraucher müssten die vollen Gebühren bezahlen. Außerdem muss nicht mehr wie bisher tagesgenau abgerechnet werden, sondern monatlich. Im dümmsten Fall müssten Verbraucher dann den gesamten Monat bezahlen, obwohl sie nur einen Tag genutzt haben. Darüber hinaus lässt die Neuregelung einigen Spielraum und es ist nicht klar, ob überhaupt alle beteiligten Anbieter verpflichtet werden. Dies könnte zu unschönen und langwierigen Schuldzuweisungen zwischen den Anbietern führen. Eine weitere Verschlechterung gibt es bei Umzügen. Sofern der Anbieter am neuen Wohnort nicht liefern kann, gilt bisher ein Sonderkündigungsrecht. Dieses ist zukünftig nicht mehr vorgesehen.

Deutsche Verbraucher werden also nur Verschlechterungen erhalten, sofern die EU-Richtlinie wie vorgesehen beschlossen wird. Verbraucherschützer schlagen Alarm und warnen, aber vermutlich wird es schon zu spät sein. Der finale Entwurf wird zeitnah erwartet. Die darauffolgende Verhandlung zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Rat der Europäischen Union gilt nur als Formsache und lässt keine großen Hoffnungen aufkommen. Bleibt die Frage, warum sich die Bundesregierung im EU-Rat nicht für den Erhalt der deutschen Verbraucherschutzstandards eingesetzt hat…

Kategorien: Internet Sonstiges

Reisebericht Vancouver Kanada – Palo Alto Networks Ignite 2017

Beruflich habe ich schon seit einigen Jahren mit den Firewalls der Firma Palo Alto Networks zu tun. Aus diesem Grund hat es mich sehr gefreut, dass ich dieses Jahr das erste Mal an der Ignite Cybersecurity Conference von Palo Alto Networks teilnehmen durfte. Die Ignite 2017 fand vom 12. bis zum 15. Juni 2017 in Vancouver, Kanada statt. Als Location diente das wundervolle, direkt am Meer gelegene Vancouver Convention Center.

Am Sonntagabend fand eine DACH Welcome Reception zur Einstimmung auf das viertägige Ignite-Programm statt. Bei lockerer Atmosphäre und mit tollem Blick auf den Vancouver Hafen konnte ich erste Kontakte mit einigen Mitarbeitern von Palo Alto und anderen Kunden knüpfen.

Der erste Tag begann mit einem 5-Kilometer-Lauf für einen guten Zweck, den ich aber aufgrund von anhaltendem Jetlag nicht wahrgenommen habe. Anschließend folgten erste UTDs (Ultimate Test Drives) und HOWs (Hands-on Workshops).

Richtig spannend wurde es dann am Dienstag, als die „General Session“ startete. Ich konnte mir einen Platz in der siebten Reihe sichern und war gespannt auf die Neuankündigungen.

Auch Nir Zuk, Gründer von Palo Alto Networks gab sich die Ehre und erzählte auf der Bühne ein wenig über seine zukünftigen Pläne. Selbstverständlich trug er wieder eins seiner legendären T-Shirts mit Affenmotiv. Alles in allem war ich von den Ankündigungen etwas enttäuscht, aber macht euch selbst ein Bild:

Zu zukünftigen PAN-OS-Versionen oder neuer Hardware wurde nichts berichtet, was allerdings fast zu erwarten war. Schließlich wurde erst im Februar 2017 neue Hardware und PAN-OS 8.0 vorgestellt.

Weiter ging es am Dienstagnachmittag mit diversen Breakout Sessions. Dahinter verbergen sich technische Vorträge, die in diverse Themengebiete geclustered wurden.

Am Mittwoch nahm ich mit 23 anderen Teilnehmern an der Cyber Range teil. In dieser Simulation war man Firewall-Admin einer Firmenumgebung mit Servern, Clients und sogar einem Produktionsnetz. Ziel war es das Firmennetz gegen verschiedenste Angriffe von außen und innen zu verteidigen. Dabei wurde die neueste Schadsoftware aus dem Internet (nur wenige Minuten alt) besorgt und quasi live auf die simulierte Firmenumgebung losgelassen. Die Session ging vier Stunden und war wirklich sehr interessant und eine tolle Erfahrung. Anschließend folgten für mich weitere Breakout Sessions, bevor später die Abendveranstaltung startete.

Dafür mietete sich Palo Alto Networks das BC Place Stadium und baute es zu einer tollen Location mit diversen Essens- und Spielmöglichkeiten um. Als Music-Act wurde die in den USA berühmte Rockband „Lifehouse“ aufgeboten.

Am Donnerstag folgten nochmals diverse Breakout Sessions. Während viele Teilnehmer schon die Heimreise angetreten haben, habe ich noch die Zertifizierung zum Palo Alto Networks Certified Network Security Engineer (PCNSE) gewagt. Diese war bei rechtzeitiger Anmeldung sogar kostenlos. Trotz vieler kniffliger Fragen habe ich am Ende bestanden und darf mich über meine Zertifizierung zum PCNSE freuen!

PAN PCNSE7 Logo

Vancouver, eine schöne Stadt

Abgesehen von der Ignite hat Vancouver eine Menge zu bieten. Glücklicherweise war ich etwas länger vor Ort und konnte diese wunderschöne Stadt noch ein wenig genießen.

Wer in Vancouver ist, sollte auf jeden Fall einen Abstecher auf die kleine Halbinsel Granville Island, südlich von Downtown, machen. Das lebendige Einkaufs- und Kulturviertel kann mit diversen Shoppingmöglichkeiten und vielen Essensgelegenheiten aufwarten. Besonders interessant fand ich den Granville Island Public Market. In diesem Gebäude befinden sich viele kleine Shops und Stände, die diverse Leckereien anbieten. Besonders angetan haben es mir die Donuts von  Lee’s Donuts. Wer Mitbringsel für daheim sucht, sollte hier auch fündig werden.

Ein weiteres Must-See ist der über 400 Hektar große Stanley-Park, welcher viele tolle Plätze bietet und eine perfekte Zuflucht vor dem hektischen Stadtleben bietet.

Aber auch das Stadtzentrum (Downtown) hat einiges zu bieten:

Kategorien: Privat Sonstiges

Laptop günstig finanzieren – einfach und unkompliziert zum neuen Laptop

Geld

Viele kennen es: mit der Zeit wird der Laptop immer langsamer und auch der Akku hält längst nicht mehr so lange wie am Anfang, so dass der Platz für den transportablen Rechner eben doch direkt neben der Steckdose ist. Manchmal lässt sich nicht einmal mehr das neue Betriebssystem installieren. Spätestens jetzt denken viele Laptop-Nutzer über ein neues Gerät nach. Besonders Menschen, die auch beruflich auf den Laptop angewiesen sind, brauchen schnell einen Ersatz.

Laptop-Preise variieren je nach Anforderung

Obwohl Laptops längst nicht mehr so teuer sind wie noch vor einigen Jahren, haben die Geräte ihren Preis. Dabei variiert der Preis abhängig von den individuellen Bedürfnissen des Nutzer sowie der gewünschten Ausstattung. Für Leute, die mit ihrem Laptop nur ein wenig im Internet surfen möchten oder einfache Bürojobs erledigen, reichen Laptops mit einer geringeren Ausstattung aus. Anders sieht das allerdings bei Nutzern aus, die Games spielen oder anspruchsvolle Jobs erledigen, für die schnelle Prozessoren oder Festplatten mit viel Speicherplatz benötigt werden. Laptopnutzer müssen hier deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Qual der Wahl: den passenden Laptop finden

Nutzer sollten sich vor dem Kauf eines neuen Geräts zunächst Gedanken über die notwendige Ausstattung machen. Was soll mit dem Laptop tatsächlich gemacht werden? Das ist die wichtigste Frage, die jeder individuell beantworten muss. Der Kaufpreis sollte bei der Kaufentscheidung nicht das primär ausschlaggebende Kriterium darstellen. Denn nur wenn Ausstattung und Leistung passen, wird der Nutzer mit dem neuen Laptop zufrieden sein und nicht bereits zeitnah wieder nach alternativen Geräten Ausschau halten. Auch preislich zahlt sich unter Umständen eine etwas teurere, aber qualitativ hochwertige Entscheidung im Vergleich zu mehreren günstigen Anschaffungen langfristig aus.

Auf die richtige Finanzierung kommt es an

Mittlerweile gibt es viele Vergleichsportale, die dabei helfen den günstigsten Preis für den gewünschten Laptop zu finden. Wenn das passende Angebot erst einmal entdeckt ist, stellt sich im nächsten Schritt die Frage nach der Finanzierung. Menschen, die zum Kaufzeitpunkt nicht über die erforderliche Summe verfügen, können unterschiedliche Finanzierungsmethoden nutzen. Für Selbstständige und Freiberufler, die zum Teil aufgrund eines unregelmäßigen Einkommens Schwierigkeiten mit einem herkömmlichen Bankkredit haben, stellt ein Kredit von privat eine geeignete Möglichkeit dar. Die Beantragung und Auszahlung des Geldes erfolgt nicht weniger unkompliziert als bei der Bank. Wegen der privaten Geldgeber haben hier auch Menschen mit einer mittelmäßigen Bonität, die z.B. aus schwankenden Einnahmen resultieren kann, eine höhere Chance auf einen Kredit, mit dem dann der neue Laptop finanziert werden kann.

Kategorien: Internet Sonstiges

Amazon Aktie erstmals über 1.000 US-Dollar

Amazon Logo

Vor rund zwei Wochen konnte Amazon einen historischen Handelstag feiern: Vor 20 Jahren, am 15. Mai 1997, ging das damalige Internet-Start-up Amazon an die Börse. Kurze Zeit später folgt nun ein weiterer historischer Tag: Die Aktie von Amazon (AMZN) notierte an der New Yorker Börse heute kurz nach Handelsstart das erste Mal über der Marke von 1.000 US-Dollar.

Amazon Aktie

Die Aktie wurde seinerzeit für 18 US-Dollar an die Anleger ausgegeben. Nach drei Aktiensplits in den späten 1990er-Jahren entspricht dies einem Ausgabekurs von lediglich 1,50 US-Dollar. Wer also von Anfang an in die Aktie investiert gewesen und auch geblieben wäre, hätte heute einen wahnsinnigen Gewinn. Aus einer Investition von 1.000 US-Dollar wären bis heute genau 666.666 US-Dollar geworden. Außer dem Chef Jeff Bezos wird sich wohl niemand mehr finden lassen, der so lange durchgehalten hat 😉

Kategorien: Internet Sonstiges

Bundestag beschließt automatisierten Zugriff auf biometrische Passdaten

Die Bundesregierung Logo

Der Deutsche Bundestag hat letzten Donnerstagabend (18.05.2017) den Gesetzesentwurf zur „Förderung des elektronischen Identitätsnachweises“ verabschiedet. Die große Koalition konnte sich gegen die Stimmen von Linken und Grünen durchsetzen. In den Medien liest man sehr wenig bis gar nichts davon, obwohl das neue Gesetz von Juristen und Datenschützern sehr kritisch gesehen wird und einen großen Einschnitt der Bundesbürger bedeutet.

eID-Funktion des neuen Personalausweises automatisch aktiviert

Primär soll durch das Gesetz die Nutzung des elektronischen Identitätsnachweises (eID) ausgeweitet werden. Nur rund ein Drittel der 51 Millionen neuen Personalausweise wurden für eID freigeschaltet. Davon wiederum nur 15 Prozent, also ca. 2,5 Millionen Bürger, haben die Onlinefunktion überhaupt schon einmal genutzt. Das möchte die Bundesregierung ändern und wird mit dem Gesetz die eID-Funktion aller Personalausweise im Scheckkartenformat zukünftig automatisch aktivieren. Das eigentliche Problem der geringen Nutzung wird dadurch aber nicht behoben, was in meinen Augen hauptsächlich an den spärlichen Nutzungsangeboten liegt.

Im Vorfeld der Abstimmung kritisierten Datenschützer die automatische Aktivierung und verwiesen auf eine Beeinträchtigung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Zumindest diesen Teil hat sich die Koalition zu Herzen genommen und das Gesetz vor der Verabschiedung leicht nachgebessert. Demnach sind alle Meldeämter verpflichtet, über die künftig standardmäßig aktivierte eID-Funktion zu berichten und über die nachträgliche Deaktivierung aufzuklären.

Muster des Personalausweises (Bild: Bundesministerium des Inneren)

Muster des Personalausweises (Bild: Bundesministerium des Inneren)

Automatisierter Zugriff auf biometrische Daten und Fotos

Das Gesetz enthält allerdings einen zweiten Punkt, der noch kritischer zu sehen ist. Damit wird zukünftig fast allen Behörden ein automatisierter Zugriff auf Pass- und Personalausweisdaten inklusive Fotos ermöglicht. Der Zugriff soll ohne Bedingungen und Einschränkungen erfolgen können.

Die Polizeibehörden des Bundes und der Länder, der Militärische Abschirmdienst, der Bundesnachrichtendienst, die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder, Steuerfahndungsdienststellen der Länder, der Zollfahndungsdienst und die Hauptzollämter dürfen das Lichtbild zur Erfüllung ihrer Aufgaben im automatisierten Verfahren abrufen. (§ 25 Absatz 2 PAuswG in der neuen Fassung)

Bislang war ein automatisierter Zugriff nur in begründeten Situationen bzw. Ausnahmefällen erlaubt. Außerdem war der Zugriff für Steuerfahnder, Zollverwaltung, Polizei- sowie Ordnungsbehörden beschränkt. Geheimdienste hatten bisher keinen Zugriff.

Bundesweite Biometriedatenbank?

Laut Gesetz darf keine Biometriedatenbank errichtet werden: „Eine bundesweite Datenbank der biometrischen Merkmale wird nicht errichtet. (§ 26 Absatz 4 PAuswG)“. Mit der Gesetzesänderung würde eine solche Datenbank aber quasi durch die Hintertür ermöglicht, denn die Geheimdienste haben nun einen uneingeschränkten, automatisierten und nicht protokollierten Zugriff auf alle Daten.

Der Chaos Computer Club (CCC) teilt in einer Stellungnahme mit: „Der nun vorgesehene automatisierte Zugriff von Geheimdiensten auf die biometrischen Passbilder in elektronischer Form wäre ein Schritt in eine umfassende und kaum kontrollierte Überwachung.“ Ebenfalls scharfe Kritik kommt vom ehemaligen Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar, welcher von einer „datenschutzrechtlichen Ungeheuerlichkeit“ und „Big-Brother-Gesetz“ spricht. Längerfristig sei laut Schaar damit zu rechnen, dass die Behörden die De-facto-Biometriedatenbank für eine automatische Videoüberwachung mit Gesichtserkennung nutzen würden.

Kategorien: Internet Sonstiges

Schlechter SAT-Empfang: Signalstärke und Signalqualität verbessern

DVB-S Logo

In den Kommentaren zu meinem Artikel „SAT-Empfang: Unterschied zwischen Signalqualität und Signalstärke“ tauchen immer wieder Fragen zu schlechter Signalqualität und Signalstärke auf. Aus diesem Grund möchte ich die Ursachen eines schlechten SAT-Empfangs genauer erläutern und mögliche Lösungen aufzeigen.

Grundsätzlich möchte ich aber darauf hinweisen, dass die angezeigte Signalstärke sowie Signalqualität sehr stark vom verwendeten Sat-Tuner abhängig ist. Beispielsweise können ein Samsung-TV mit eingebauten Sat-Tuner und ein externer Sat-Receiver am gleichen Kabel unterschiedliche Werte aufweisen. Aus diesem Grund sollte man die angezeigten Werte auch nicht allzu ernst nehmen. Sofern keine Störungen auftreten, sollte in der Regel alles in Ordnung sein. Spätestens wenn Empfangsprobleme wie Ruckeln oder Ton- bzw. Bildaussetzer existieren, sollte man aber tätig werden.

SAT-Empfang verbessern

Eine häufige Ursache eines schlechten SAT-Empfangs ist, dass keine freie Sicht zum Satelliten besteht. Bäume oder Sträucher wachsen jedes Jahr und sind mit der Zeit vielleicht in das Sichtfeld zum Satelliten gewachsen. Die Webseite DishPointer bietet die Option „show obstacle (line of sight checker)“ an, welche bei der Beantwortung dieser Frage sehr hilfreich ist. Damit lässt sich unter anderem klären, wie hoch störende Objekte je nach Entfernung maximal sein dürfen. Wenn sich wirklich ein Hindernis im Weg befindet, hilft es entweder, die Schüssel zu versetzen oder das Gewächs zu entfernen bzw. ordentlich zu Stutzen. Das Zurückschneiden greift allerdings nur temporär und nach ein paar Jahren könnte das Problem erneut auftreten.

Ebenfalls wichtig ist die korrekte Ausrichtung der Schüssel. Dabei hat mir die Webseite Schüssel-Ausrichtung bisher gute Dienste geleistet. Bei präziser Ausführung kann damit eine sehr gute Ausrichtung erreicht werde, ohne auf spezielle Messgeräte oder teure Dienstleister zurückgreifen zu müssen. Selbstverständlich spricht aber nichts dagegen. Wer sich das leisten kann und möchte fährt damit sicher auch gut. Teilweise reicht es sogar aus, wenn das LNB in der Aufnahme vor- oder zurückgeschoben wird, damit der Brennpunkt ggf. genauer getroffen wird. Auch das Drehen des LNBs bzw. den Winkel in der Halterung leicht zu ändern, kann das gewünschte Ergebnis erreichen.

Nicht selten ist eine verbogene Schüssel (korrekte Bezeichnung Antenne) oder ein defekter LNB die Ursache der Empfangsprobleme. Ersteres kann entweder durch Transportschaden oder durch einen Sturm passieren. Den Schaden kann man mit dem Auge oft nicht erkennen. Daher muss man die Schüssel abmontieren und flach auf einen Tisch legen. Sie muss rundherum plan auf dem Tisch liegen und darf nicht wackeln. Falls sie das tut solltet ihr eine neue Schüssel anschaffen. Beim LNB ist die einfachste Methode zur Überprüfung der Austausch durch einen anderen LNB.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer größeren Schüssel bzw. eines anderen LNBs. Gerade bei kleineren Schüsseln kann es bei Regen und schlechtem Wetter zu Empfangsproblemen kommen. Mit einem Durchmesser von ca. 85 cm sollte man allerdings auf der sicheren Seite sein. Empfehlenswerte Antennen sind unter anderem die Triax TDS 88 für rund 50 Euro und die Gibertini OP 85 für ca. 90 Euro. Beim LNB kann ich den Inverto Selected Quad Premium (IDLB-QUDL40) empfehlen. Weitere empfehlenswerte LNBs gibts bei Amazon:

Hier sei noch einmal zu erwähnen, dass der Empfang (Signalqualität) hinter einem LNB durch keine nachgeschaltete Komponente verbessert werden kann! Alle weiteren Maßnahmen dienen zur Verbesserung der Signalstärke. Nachfolgend zwei grundlegende Regeln:

  • Kabel so kurz wie möglich halten
  • Markenkabel verwenden

Teilweise wird empfohlen die alten aufschraubbaren F-Stecker durch moderne Selfinstall- bzw. Kompressionsstecker zu ersetzen. Dadurch wird lediglich die Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit erhöht, einen Leistungsgewinn kann man damit nicht erzielen. In vielen Fällen ist dieser Tipp also nutzlos.

Auch der Einsatz von Inlineverstärkern ist fast immer nutzlos. Er verstärkt sowohl das Nutzsignal als auch das Rauschen. Daher kann man damit kein Signal verbessern. Im Gegenteil: Durch das Eigenrauschen und ein mögliches Übersteuern ist der Verstärker oft kontraproduktiv. Der einzige Einsatzzweck ist die Übertragung eines einwandfreien Signals über lange Strecken.

In bestimmten Situationen kann jedoch ein Dämpfer nützlich sein. Viele Sat-Tuner vertragen keine hohen Pegel und neigen daher zur Übersteuerung. Davon betroffen sind teilweise die Sat-Tuner in Samsung-TVs oder viele Humax-Modelle. In diesen Fällen kann ein Dämpfer oft Wunder bewirken. Empfehlen kann ich beispielsweise den Axing SZU 3-00 oder den Kathrein ERE 02.

eltefa 2017 – Messe rund ums Thema Smart Home, Gebäude- und Lichttechnik

Eltefa 2017

Vom 29. bis 31. März findet in Stuttgart die eltefa 2017 statt. Die größte und wichtigste Landesmesse der Elektrobranche findet alle zwei Jahre statt und bietet dieses Jahr wieder einen umfangreichen Überblick über die wichtigsten Anbieter, Trends und Innovationen. Insgesamt sind weit über 400 Aussteller vertreten.

Folgende Ausstellungsschwerpunkte werden geboten:

  • Gebäudetechnik – Neue Impulse für die Gebäudetechnik
  • Lichttechnik – Intelligente, vernetzte Lichttechnik
  • Energietechnik – Die Zukunft gehört den intelligenten Netzen
  • Sicherheitstechnik – Integrierte, digitale und vernetzte Sicherheitstechnik für Gebäude und Grundstücke
  • Industrietechnik – Zukunftschance Industrie 4.0
  • IT-Infrastruktur – Flexible, sichere und energieeffiziente Netzwerklösungen

Darüber hinaus existiert ein interessantes Rahmenprogramm mit Sonderschauen, Themenparks, Foren und Dialogveranstaltungen. Für private Besucher dürften vor allem das „E-Haus“ und die „BUS GUIDE AREA“ interessant sein. Das 100-m²-Musterhaus zeigt auf, wie eine moderne Smart-Home-Lösung aussehen kann und welche Möglichkeiten heute bereits bestehen.

In der „BUS GUIDE AREA“ werden die unterschiedlichen Bussysteme für die Hausautomatisierung vorgestellt und auch entsprechende Produkte gezeigt. Natürlich darf man hier keine vollumfängliche Auswahl erwarten, aber für einen guten Marktüberblick sollte es auf jeden Fall reichen.

Ich werde die eltefa dieses Jahr besuchen und mir die neuesten Trends und Innovationen vor Ort anschauen. Mein Fokus liegt dabei auf den IT-Infrastrukturlösungen im privaten Wohnbau sowie im Büro und Rechenzentrum. Außerdem werde ich einen genauen Blick auf die Gebäudeautomation und insbesondere alles, was mit KNX zu tun hat, werfen. Über welches Thema möchtet ihr gerne mehr lesen bzw. welcher Bereich interessiert euch am meisten? Werdet ihr auch vor Ort sein?

Zur eltefa Webseite

Kategorien: Hardware Privat Sonstiges

Elektroautos: 2016 nur knapp 13.000 Neuzulassungen

Kurz zusammengefasst: Elektroautos floppen weiterhin! Trotz der Anfang Juli 2016 eingeführten Kaufprämie („Umweltbonus“) wurden im vergangenen Jahr nur knapp 13.000 reine Elektroautos neu zugelassen. Bei rund 3,35 Millionen Neuzulassungen entspricht dies einem Anteil von lächerlichen 0,388 Prozent. Die Zulassungsdaten des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen auf, um welche Modelle es sich dabei im Einzelnen handelt.

Modell Neuzulassungen Januar bis Dezember 2016
BMW i3 2.863
Renault ZOE 2.805
Tesla Model S 1.474
Kia Soul EV 1.384
Nissan Leaf 1.121
VW e-Golf 860
Hyundai Ioniq electric 627
VW e-up! 592
Mercedes-Benz B 250 e 437
Tesla Model X 430

Mit 2.863 Zulassungen befindet sich der BMW i3 auf Platz eins, dicht gefolgt vom Renault ZOE mit 2.805 zugelassenen Fahrzeugen. Tesla schafft es mit dem Model S auf Platz drei, allerdings weit abgeschlagen mit 1.474 zugelassenen Neufahrzeugen. Die E-Modelle von Volkswagen befindet sich auf Platz sechs (e-Golf) und acht (e-up!) und sind damit quasi nicht existent. Ebenso geht es Mercedes mit der B-Klasse 250 e, die gerade einmal 437 Neuzulassungen im Jahr 2016 aufweist.

Dabei sollte noch erwähnt werden, dass ein Großteil der Neuzulassungen Firmenfahrzeuge sind. Beim BMW i3 und Tesla Model S beträgt der Anteil gewerblicher Halter jeweils 68 Prozent. Der Nissan Leaf kommt sogar auf 84 %. Einzig der Renault ZOE wird auch vermehrt von Privatpersonen zugelassen, hier beträgt der Anteil knapp über 50%.

Geht es nach Bundeskanzlerin Merkel sollen bis 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Diese Zahl ist utopisch und völlig realitätsfremd. Wenn man bedenkt, dass selbst E-Kleinwagen weit über 20.000 Euro kosten, wird sich die Situation auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Dazu kommt die oft geringe Reichweite der E-Autos und die fehlende Infrastruktur zum Aufladen. Immerhin ist mittlerweile die Modellvielfalt von E-Autos etwas angewachsen. Bei Wikipedia findet ihr eine schöne Übersicht aller Elektroautos in Serienproduktion.

Kategorien: Hardware Sonstiges

Entertainment-Apps im Kurztest

Google Play and Apple App Store

Die kalte Jahreszeit ist angebrochen und am liebsten liege ich auf der Couch, eingewickelt in einer warmen Decke und schaue das Fernsehprogramm rauf und runter. Mittlerweile jedoch, kenne ich die Sendungen schon auswendig und es herrscht gähnende Langeweile, es muss also eine Alternative her. So bin ich neuerdings an meinem Smartphone hängen geblieben und habe mich durch eine ganze Reihe an Apps gespielt. Nach einigen Testrunden, möchte ich euch nun an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Fruit Ninja – Das fruchtige Gemetzel

Schnelle Reaktionen sind hier gefragt! Mein Finger dient als ein Ersatz für ein Katar-Messer, Früchte fliegen durch den Raum und zack: Ich zerschneide einen Pfirsich, zwei Melonen und eine Pflaume mit einem leichten Fingerwisch. Das gibt ordentlich Punkte in der Kombination. Aber ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen.

Beim Öffnen der kostenlosen App kann ich zwischen drei verschiedenen Modi wählen: Im Klassik Modus muss ich so lange Früchte zerschneiden, wie es geht. Erst fliegen nur ein paar wenige Früchte, doch dann werden es immer mehr. Wichtig ist hier: Ich muss wirklich so viele Früchte, wie es geht, zerteilen, denn ab einer gewissen Anzahl unzerschnittener Früchte bedeutet es meinen Spieletod. Eine weitere Schwierigkeitsstufe sind Bomben, die lustig zwischen dem Obst hin und her schwirren; das Zerschneiden der Bomben bedeutet ebenfalls den Tod. Der zweite Modus ist der Arcade Modus und hier gilt es, so viele Punkte wie möglich in einer vorgegebenen Zeit zu erlangen. Aber Vorsicht: auch hier lauern Bomben. Zum Einstieg, zum Relaxen oder auch zum Erlernen einiger Tricks eignet sich der Zen-Modus, denn hier passiert nichts. Keine Bomben, keine Booster, einfach lockeres Früchte metzeln. Ein Spaß, der nicht nur in der kalten Jahreszeit für Entertainment pur sorgt!

Fruit Ninja Screenshot

PokerStars Casino – Purer Nervenkitzel auf dem Smartphone

Die e-Gaming App von PokerStars bannt echtes Casino-Feeling auf das Smartphone. Hier wird allerlei geboten: Klassiker wie Roulette, Blackjack oder Slots gehören ebenso zum Repertoire wie auch das Pokerspiel in allen Facetten. Statistisch gesehen startet jede Sekunde ein neues Spiel. Hier kann ich mich in spannende Glücksspiele wie Roulette stürzen oder mein Bestes beim Pokern geben – und das immer mit echten Gegenspielern. Diese Gegner sind mal von aggressiver Natur, die es quasi als ihre Lebensaufgabe ansehen hier zu gewinnen, aber es gibt auch viele relaxte Spieler, die nur zum Spaß dort sind. Das Schöne an der App ist: Ich muss hier nicht um echtes Geld spielen, sondern kann auch ganz entspannt mit den Spielgeld-Modi die einzelnen Games ausprobieren. Der Download der e-Gaming App ist kostenlos.

Candy Crush – Lässiges Zocken zwischendurch

Mit Mister Toffee und Tochter Tiffi Toffee auf Abenteuer durch die Candy Crush Saga. So verrückt wie die Namen der beiden Helden, ist dann auch das populäre Spiel. Hier soll ich farbige Bonbons miteinander kombinieren und sie somit zum Platzen bringen. Zusätzlich gibt verschiedene Aufgaben, die sich von Level zu Level verändern, wie beispielsweise: „Bringe alle Früchte zum Boden“ oder „Entferne alle Gelees.“

Wie die meisten Spiele, beginnt auch Candy Crush recht einfach, bevor sich die Schwierigkeitsanforderung dann allmählich steigern. Drei Bonbons der gleichen Farbe zerplatzen einfach nur, vier Bonbons der gleichen Farbe erstellen aber bereits ein gestreiftes Bonbon, dass eine ganze Reihe von Süßigkeiten explodieren lässt. Generell kann ich sagen: Je größer die Farbreihe ist, die ihr kombiniert, desto höher sind die Punkte, die ihr bekommt. Aber das soll nur der Anfang sein, denn es gibt noch zahlreiche Tricks, die es zu erkunden gilt. Insgesamt stehen fünf Leben zur Verfügung, die ich verballern kann; danach bedarf es einer kurzen Ruhepause, um das Spiel fortsetzen zu können.

Candy Crush Screenshot

Clash of Clans – Ein Spiel für Strategen

Ich wollte schon immer Herrscher über mein eigenes Dorf sein, dank Clash of Clans kann ich das jetzt auf meiner To-Do-Liste abhaken. Ich öffne die App und beginne direkt mit dem Spielspaß. Zum Start werden Sägewerke, Bauernhöfe, Unterkünfte und so weiter errichtet, damit das Stück Erde, das ich habe, zu einem richtigen Dorf wächst. Wie es sich für einen richtigen Machthaber gehört, muss ich mein Dorf dann aber natürlich auch beschützen, denn es lauern eine Menge Gefahren in der Clash of Clans Welt: böse Kobolde und andere Dörfer sind hier meine Feinde. Das Besondere an dieser App ist, dass es hier verschieden Gegner gibt: Ich kann mich entscheiden, ob ich als Einzelkämpfer gegen den Computer spiele oder ob ich im Mehrspieler-Modus gegen viele anderen realen Spieler daddel.

Clash of Clans Screenshot

Fazit

Alles in allem lässt sich die schnöde Langweile im Winter hervorragend mit einem Spielchen auf dem Smartphone überbrücken. Ich bin jedenfalls mit den Apps zufrieden und hoffe, dass ihr genauso viel Spaß beim Zocken haben werdet wie ich.

Kategorien: Android Apple Sonstiges

Die Herstellung von Spielautomaten

Seit den ersten Spielautomaten hat sich die Technologie und damit die Entwicklung und Herstellung von Spielautomaten radikal verändert. Doch wie werden Spielautomaten eigentlich hergestellt und wer ist daran beteiligt?

Die Geschichte der Spielautomaten

Der erste Spielautomat wurde Ende des 18. Jh. entwickelt. Das erste Gerät wurde von den Gebrüdern Caille erfunden und hatte das typische Aussehen eines einarmigen Banditen. In dieser Zeit baute Charles August Fey auch einen unter dem Namen „Liberty Bell“ berühmt gewordenen Automaten mit einer 3-Walzen Spielmechanik.

In Deutschland wurden Spielautomaten erst in den 50er Jahren legalisiert. Zu dieser Zeit dominierten die zwei Anbieter Gauselmann und Löwen Automaten den Markt. Aus dieser Zeit stammt beispielsweise auch der Spielautomat Rotamint der Firma Löwen Automaten.

Im Laufe der Zeit wurde die Mechanik erst durch Elektronik und dann durch Computersysteme abgelöst, die auf Bildschirmen die uralte Walzenmechanik simulieren und um Animationen und Soundeffekte anreichern. Im Kern hat sich aber das grundsätzliche Spielprinzip nicht verändert.

In den 90er Jahren kamen dann die ersten Online Spielautomaten und Internet Casino kostenlos auf, die das Prinzip des Spielautomaten auf den PC und im weiteren Verlauf auf das Smartphone und das Tablet transferierte.

Riches of Ra (Play'n GO)

Riches of Ra (Play’n GO)

Die Marktführer in Deutschland

In der heutigen Zeit wird der Markt durch drei Anbieter dominiert: 1. durch die Gauselmann Gruppe, zu der beispielsweise die Merkur Spielotheken gehören; 2. durch die österreichische Novomatic Gruppe, die 2003 die Löwen Entertainment GmbH übernommen hat und 3. Durch die Schmidt-Gruppe, die 2008 den Automatenhersteller Bally Wulf übernahm.

Die Gauselmann Gruppe beschäftigt 9.240 Mitarbeiter und erwirtschaftet knapp 1,5 Milliarden Euro. Die Novomatic Gruppe erwirtschaftet sogar knapp 4 Milliarden Euro mit 24.000 Mitarbeitern weltweit.

Der Beruf des Automatenfachmanns

Der Beruf des Automatenfachmanns ist nicht auf die Glücksspielbranche beschränkt und ein gängiger Beruf in der Automatenwirtschaft. Der Beruf umfasst unter anderem die Aufstellung, Befüllung und Entladung, Wartung und die allgemeine Betreuung der Automaten und den Kundensupport. Insbesondere bei Spielhallen ist dieser Beruf von großer Bedeutung. Neben dem Automatenfachmann sind vor allem IT Berufe relevant für die Herstellung von Automaten. Von Anwendungsentwicklern und Systemadministratoren über Team- und Projektleiter bis zu Marketing- und Vertriebsleiter ist alles vorhanden. Besonders reizvoll sind in diesem Bereich sicherlich die Spieledesigner, die sich immer tolle Ideen für neue Glücksspiele ausdenken.

Die Besonderheiten der Automatenhersteller

Die Spielautomaten von Novomatic bieten hochwertige Animationen, tolle Soundeffekte und sind online zugänglich. Die Geräte der Löwen Entertainment sind nach bauökologischen Kriterien hergestellt. Die Ausstattung ist sehr modern und jedes Spiel ist grafisch und musikalisch besonders. Bis jetzt sind diese Automaten nicht online verfügbar, was die Hochwertigkeit der Baukriterien hervorhebt. Die Bally Wolf Automaten der Schmidt Gruppe sind sehr modern ausgestattet und bieten viele Animationen. Die Touchscreens bieten interessante Möglichkeiten das Spiel zu erleben.

Kategorien: Sonstiges