Kategorie: Windows 10

Windows 10 Version 1709 – Die Neuerungen

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Gestern ist das Windows 10 Fall Creators Update erschienen. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert. Bei genauerem Hinschauen erkennt man aber, dass insgesamt doch wieder eine große Menge an Neuerungen Einzug gehalten hat. Nachfolgend ein kurzer Überblick.

Einstellungen

  • Neue Kategorie „Handy“
  • Neue Kategorie „Suche“
  • aktuelle Status des Windows Defender wird unter „System -> Info“ angezeigt
  • automatische Speicheroptimierung wurde erweitert (System -> Speicher -> Speicheroptimierung)
  • Standard-Apps lassen sich nun auch nach Protokoll oder Dateityp auswählen (Apps -> Standard-Apps)
  • Netzwerkprofile lassen sich als Öffentlich oder Privat einstellen (Netzwerk und Internet -> Ethernet oder WLAN)
  • Remotedesktop hat eine eigene Unterkategorie bekommen (System -> Remotedesktop)
  • Erweiterte Einstellungen für die Videowiedergabe, unter anderem HDR  (Apps -> Videowiedergabe)
  • Verbesserte Bildschirmlupe (Erleichterte Bedienung -> Bildschirmlupe)
  • Trueplay-Cheatschutz für Gamer (Spielen -> Trueplay)

Microsoft Edge

  • Import von Cookies und Einstellungen von Google Chrome möglich
  • rahmenloser Vollbildmodus (F11)
  • Bookmarks lassen sich direkt in der Taskleiste anheften, inklusive Logo
  • Vor­le­se­funk­tion für dargestellte Inhalte (Webseiten und PDF-Dateien)
  • Tabs lassen sich immer schließen, auch wenn ein Popup oder Dialog angezeigt wird
  • diverse Verbesserungen bei der Anzeige von PDF-Dateien (Textstellen können mit verschiedenen Farben gekennzeichnet und mit einer Notiz versehen werden, Markierungen und Notizen werden über alle Windows-10-Geräte synchronisiert, PDD-Dateien mit Formularen können ausgefüllt werden, einfache Navigation per Inhaltsverzeichnis möglich, Rotieren von PDF-Dateien, Darstellung als eine oder zwei Seiten nebeneinander wählbar)
  • diverse Verbesserungen bei der Anzeige von EPUB-Dateien (Textstellen können mit verschiedenen Farben gekennzeichnet und mit einer Notiz versehen werden, Markierungen und Notizen werden über alle Windows-10-Geräte synchronisiert)

Sonstiges

  • OneDrive Files On-Demand (mit OneDrive synchronisierte Dateien müssen nicht mehr lokal liegen, sondern können auch direkt aus der Cloud bearbeitet werden)
  • Windows Defender mit Exploitschutz
  • Neue Designsprache „Fluent Design“ (neue Highlight- und Blur-Effekte, leichte Änderungen im Startmenü, Info-Center und bei einigen Microsoft-Apps, mehr Änderungen kommen in zukünftigen Windows-10-Versionen)
  • Neue Schaltfläche „Kontakte“ in der Taskleiste (Kontakte lassen sich anpinnen und man kann direkt Bilder, Termine oder Nachrichten senden und empfangen)
  • Überarbeitetes Info-Center (Anordnung der Benachrichtigungen deutlich logischer, alle Benachrichtigungen einer App lassen sich auf einmal löschen)
  • Slider im Akkumenü der Taskleiste
  • verbesserte Bildschirmtastatur (mit Swype-Gesten bedienbar, verbesserte Wortvorschläge, schnellerer Wechsel zwischen Tastatur-Layouts)
  • verbesserte Stifteingabe (Windows Inking) (einfacheres Handling beim Verbessern von Fehlern und wenn die Handschrift falsch erkannt wurde, Einfügen von Symbolen oder Emojis ohne Öffnen der Bildschirmtastatur, nach dem Schreiben von Wörtern erlauben vier neue Gesten eine einfache Bearbeitung (Streichen, Rubbeln, Fügen und Teilen), Find My Pe „Ortungsfunktion“ wenn Stift nicht mehr gefunden wird)
  • Lautstärke einzelner Apps lassen sich nun separat anpassen
  • Story Mixer kann automatisch „Geschichten“ aus Videos und Fotos des Anwenders erzeugen
  • Zwischenablage in der Cloud ermöglicht
  • Neues Teilen-Menü
  • Task-Manager zeigt GPU-Auslastung an
  • Taschenrechner kann Währungen umrechnen
  • Verbesserungen in der Spieleleiste (neue Optik, Aufnahme von HDR und 4K-Screenshots, Broadcast-Einstellungen über Spielaudio, Game Clips und Broadcasts werden in 1080p aufgenommen)
  • Neue und überarbeitete Emojis
  • Windows Store heißt jetzt Microsoft Store
  • Dateisystem ReFS (Resilient File System) wird nicht mehr unterstützt, nur in der neuen „Windows 10 Pro for Workstations“ Variante

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Windows 10 Version 1709 steht zum Download bereit

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Heute ist der offizielle Release des Fall Creators Update für Windows 10. Die neue Windows 10 Version 1709 (Build 16299) steht bereits zum Download zur Verfügung. Bis die neue Version über Windows Update automatisch erscheint, kann es aber noch dauern.

Wie in der Vergangenheit setzt Microsoft abermals auf einen Rollout in Wellen. Auf Basis von Telemetrie-Daten wird ermittelt, welche Geräte zuerst mit dem Update versorgt werden und welche sich noch ein paar Tage oder Wochen gedulden müssen. Zuerst werden solche Rechner versorgt, bei denen die wenigsten Probleme vermutet werden. Darunter befinden sich z.B. neuere Geräte oder PCs, auf denen wenig Software installiert ist. Wer ein kompatibles Mixed-Reality-Headsets an den PC anschließt, bekommt das Update sofort. Bei Nutzung bestimmter Peripherie-Geräte oder Programme kann es durchaus passieren, dass man das Update auf Version 1709 erst zu einem späteren Zeitpunkt erhält.

Wer nicht so lange warten möchte, kann wie bisher von Hand nachhelfen. Microsoft bietet bereits eine neue Versionen des Media Creation Tool zum Download an. Damit kann entweder eine ISO-Datei oder ein bootfähiger USB-Stick erstellt werden. Zudem gibt es auch eine neue Version des Update-Assistenten, der ein direktes Update auf das Fall Creators Update ermöglicht.

Wer lieber eine offizielle ISO-Datei downloaden möchte, schaut am besten bei Adguard vorbei. Dort werden alle offiziell erhältlichen ISO-Dateien aufgelistet und es stehen alle Sprachen zur Auswahl.

Version Build Name (Codename) Erscheinungsdatum
Windows 10 Version 1507 10240 RTM (Threshold 1) 29. Juli 2015
Windows 10 Version 1511 10586 November Update (Threshold 2) 12. November 2015
Windows 10 Version 1607 14393 Anniversary Update (Redstone 1) 2. August 2016
Windows 10 Version 1703 15063 Creators Update (Redstone 2) 6. April 2017
Windows 10 Version 1709 16299 Fall Creators Update (Redstone 3) 17. Oktober 2017

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Infos zum Microsoft-Patchday Oktober 2017

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Heute steht der nächste Microsoft-Patchday an (zweiter Dienstag im Monat). Im Oktober-Patchday hat Microsoft wieder jede Menge Updates veröffentlicht, die viele kritische Sicherheitslücken beheben. Die nachfolgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick.

Neben den obligatorischen Updates für Windows, Windows Server und Internet Explorer, sind diesen Monat auch Updates für den SharePoint Enterprise Server und Skype for Business dabei.

Produktfamilie Maximaler Schweregrad
Maximale Auswirkung Zugehörige KB-Artikel und/oder Supportwebseiten
Windows 10 und Windows Server 2016 (einschließlich Microsoft Edge) Kritisch Remotecodeausführung Windows 10 RTM: 4042895; Windows 10 1511: 4041689; Windows 10 1607: 4041691; Windows 10 1703: 4041676; Windows Server 2016: 4041691
Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 Kritisch Remotecodeausführung Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2: 4041687 (reines Sicherheitsupdate) und 4041693 (monatlicher Rollup).
Windows Server 2012 Kritisch Remotecodeausführung Windows Server 2012: 4041679 (reines Sicherheitsupdate) und 4041690 (monatlicher Rollup).
Windows RT 8.1 Kritisch Remotecodeausführung Windows RT 8.1: 4041693. Hinweis: Updates für Windows RT 8.1 sind nur über Windows Update verfügbar.
Windows 7 und Windows Server 2008 R2 Kritisch Remotecodeausführung Windows 7 und Windows Server 2008 R2: 4041678 (reines Sicherheitsupdate) und 4041681 (monatlicher Rollup).
Windows Server 2008 Kritisch Remotecodeausführung Updates für Windows Server 2008 werden nicht in Form eines kumulativen Updates oder Rollups angeboten. Die folgenden Artikel beziehen sich auf eine Version von Windows Server 2008: 4041671, 4041944, 4041995, 4042007, 4042067, 4042120, 4042121, 4042122, 4042123 und 4042723.
Software im Zusammenhang mit Microsoft Office Hoch Remotecodeausführung Die Anzahl der KB-Artikel im Zusammenhang mit Office für jede monatliche Sicherheitsupdateveröffentlich ung hängt von der Anzahl der CVEs und der Anzahl der betroffenen Komponenten ab. Die folgenden KB-Artikel beziehen sich auf Office und auf im Zusammenhang mit Office stehende Komponenten: 2553338, 2837599, 2920723, 3172524, 3172531, 4011157, 4011159, 4011162, 4011170, 4011178, 4011179, 4011180, 4011185 und 4011196.
Internet Explorer Kritisch Remotecodeausführung Internet Explorer 9: 4040685; Internet Explorer 10: 4040685 (kumulatives IE-Update) und 4041690 (monatlicher Rollup); Internet Explorer 11: 4040685, 4041676, 4041681, 4041689, 4041691, 4041693 und 4042895
Microsoft SharePoint Enterprise Server Hoch Rechteerweiterungen Microsoft SharePoint Enterprise Server 2013: 4011170 und 4011180; Microsoft SharePoint Enterprise Server 2016: 4011157
Skype for Business und Microsoft Lync Hoch Rechteerweiterungen Microsoft Lync 2013: 4011179; Skype for Business 2016: 4011159
ChakraCore Kritisch Remotecodeausführung ChakraCore ist die zentrale Komponente von Chakra. Hierbei handelt es sich um das extrem leistungsfähige JavaScript-Modul, auf dem in HTML/CSS/JS geschriebene Microsoft Edge- und Windows-Anwendungen basieren. Weitere Informationen finden Sie unter: https://github.com/Microsoft/ ChakraCore/wiki.

Beginnend mit April 2017 hat Microsoft die bisher verwendeten Sicherheitsbulletin-Webseiten durch den Leitfaden für Sicherheitsupdates ersetzt. Das neue Portal soll durch die vielfältigen Such- und Filterfunktionen einen besseren Überblick über neue Updates bieten.

Für jede Windows 10 Version veröffentlicht Microsoft ein eigenes kumulatives Update, welche die entsprechenden Windows 10 Versionen auf neue Build-Nummern hebt:

  • Windows 10 Version 1703 Build 15063.632
  • Windows 10 Version 1607 Build 14393.1737
  • Windows 10 Version 1511 Build 10586.1106
  • Windows 10 Version 1507 (RTM) Build 10240.17609

Projekt „Honolulu“: Neues Windows Server Management Tool

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Vor rund drei Wochen hat Microsoft einen ersten Ausblick auf ein neues Projekt gegeben, welches unter dem Codenamen „Honululu“ entwickelt wird. Dahinter verbirgt sich ein neues Management Tool für Windows Server. Eine Woche später wurde bereits ein Technical Preview Release zum Download freigegeben.

Wer als Administrator im Microsoft-Umfeld tätig ist, kommt um die MMC und andere GUI-Tools kaum vorbei. Darüber hinaus spielt PowerShell eine immer wichtigere Rolle. Neben Scripting und Automation lassen sich neue, wenig benutzte Features oftmals nur noch via PowerShell aufrufen. Dennoch ist PowerShell keine Allzweckwaffe und viele Dinge können via GUI deutlich schneller und einfacher erledigt werden. Microsoft ist sich dieser Tatsache offensichtlich bewusst und möchte mit Projekt „Honolulu“ zeigen, dass man die GUI nicht aufgegeben hat. Vielmehr möchte man die grafische Oberfläche moderner, übersichtlicher und einfacher gestalten.

Honolulu Server Manager

Das Tool selbst kann unter Windows Server 2016 oder Windows 10 einfach und schnell, ohne große Abhängigkeiten installiert werden. In meinem kurzen Test konnte ich dies bestätigen. Das Tool läuft komplett im Browser (IE 11 wird nicht unterstützt). Zunächst müssen Server verknüpft werden, die mit dem Tool verwaltet werden sollen. Alle Server-Versionen ab Windows Server 2012 werden unterstützt. Die zu verwaltenden Server benötigen lediglich ein installiertes Windows Management Framework 5.0, ansonsten bestehen keine weiteren Voraussetzungen. Detaillierte Infos finden sich im Deployment Guide.

Laut Microsoft soll Projekt „Honolulu“ die Kernaufgaben fürKonfiguration, Wartung und Fehlersuche abdecken. Darüber hinaus sollen einige Features vorhanden sein, die bisher nur über die PowerShell verfügbar waren. Im obigen Screenshot könnt ihr einen groben Überblick der Funktionen erhalten.

VMware Workstation 14 Player mit neuen Features

VMware Workstation Player 14

Neben Workstation 14 Pro hat VMware gestern auch Workstation 14 Player veröffentlicht, welcher für den privaten, nicht-kommerziellen Gebrauch kostenlos ist. Die Virtualisierungslösung bringt einige neue Features und Verbesserungen mit. So werden unter anderem folgende neue Betriebssysteme als Gast unterstützt:

  • Ubuntu 17.04
  • Fedora 26
  • CentOS 7.4
  • RHEL 7.4
  • Debian 9.1
  • Oracle Linux 7.4
  • SLE 12 SP3
  • OpenSUSE 42.3

Außerdem unterstützt die neue Version bereits das am 17. Oktober 2017 erscheinende Windows 10 Fall Creators Update, sowohl als Gast als auch als Host.

Darüber hinaus wird die vSphere Virtual Hardware Platform auf Version 14 aktualisiert. Damit werden Intels Skylake und AMDs Ryzen Prozessor nun offiziell unterstützt. Neu hinzugekommen ist auch ein virtueller NVMe-Speichercontroller und der native Support des OVF/OVA Formats. Damit kann z.B. der Import von verpackten Anwendungen wie der VMware vCenter Server Appliance (VCSA) automatisiert werden.

Ein erweitertes UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) und das neue virtuelle Trusted Platform-Modul (TPM) ermöglichen die Nutzung von neuen Features. Secure Boot, Virtual Based Security (VBS) und die Windows 10 Sicherheitsfeatures „Device Guard“ sowie „Credential Guard“ können damit benutzt werden.

Zu guter Letzt kam beim Netzwerkinterface die Simulation von Latenzen dazu. Ein sehr nütliches Feature, welches ich in der Vergangenheit bereits einige Male vermisst habe und mir immer mit anderen Konstruktionen behelfen musste. Bisher konnte nur die Netzwerkgeschwindigkeit und Paketverlust simuliert werden. Durch die Kombination dieser drei Möglichkeiten stehen Administratoren neue Hilfsmittel zur Verfügung, um bestimmte Netzwerkumgebungen nachzustellen bzw. spezifische Fragestellungen zu testen.

Download VMware Workstation 14 Player

Windows 10: „Windows.old“ Ordner löschen

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Dem ein oder anderen dürfte unter Windows 10 bereits der Ordner „Windows.old“ auf dem Systemlaufwerk (üblicherweise C:) aufgefallen sein. Dieser wird beim Upgrade von Windows 7 oder 8.1 auf Windows 10 bzw. beim Upgrade auf eine neue Windows-10-Version automatisch erstellt. Darin wird eine Sicherung der alten Dateien und Einstellungen von der vorigen Betriebssystem-Version abgelegt. Mit Hilfe von „Windows.old“ lässt sich im Notfall auch ein Rollback auf die vorige Windows-Installation vollziehen.

Allerdings stehen die Daten seit Windows 10 Version 1607 nur noch 10 Tage zur Verfügung, davor waren es 28 Tage. Danach wird der Inhalt des Ordners automatisch gelöscht. Wer sich ganz sicher ist, dass er die Daten nicht mehr benötigt und auch nicht zum alten Windows zurückkehren möchte, kann den Ordner auch schon vor Ablauf der Frist von Hand löschen.

Zum Löschen des „Windows.old“ Ordners werden oft die Windows 10 Einstellungen oder die Datenträgerbereinigung empfohlen. In vielen Fällen kommt es jedoch vor, dass nicht der gesamte Inhalt gelöscht wird, sondern noch einige Megabyte erhalten bleiben. Ebenso kann es sein, dass zwar der Inhalt gelöscht wird, der Ordner selbst aber bestehen bleibt. Sehr nervig. Nachfolgend zeige ich zwei Möglichkeiten auf, wie ihr den „Windows.old“ Ordner komplett entfernen könnt.

Eingabeaufforderung

Am einfachsten und schnellsten funktioniert das per Eingabeaufforderung („cmd.exe“), die ihr mit Administrationsrechten starten müsst.

Als erstes folgenden Befehl eingeben und mit Enter ausführen. Dadurch werden die Berechtigungen entsprechend angepasst, damit ihr den Ordner löschen könnt.

attrib -r -a -s -h %systemdrive%\windows.old /s /d

Mit dem zweiten Befehl wird der Ordner endgültig von der Festplatte gelöscht:

RD /S /Q %systemdrive%\windows.old

Wenn das nicht funktioniert und eine Zugriffsverweigerung erscheint, dann solltet ihr die nächste Variante ausprobieren.

Erweiterte Startoptionen – Eingabeaufforderung

Windows 10 muss über die erweiterten Startoptionen mit der Eingabeaufforderung gestartet werden. Aus einem laufenden Windows 10 existieren mehrere Varianten, wie ihr das bewerkstelligen könnt. Die gängigste Methode ist während dem Klick auf „Neu starten“ die Shift-Taste gedrückt zu halten (funktioniert im Startmenü, Startbildschirm, Sperrbildschirm und Win + X). Anschließend erscheint ein Auswahlbildschirm, bei dem „Problembehandlung“, „Erweiterte Optionen“ und „Eingabeaufforderung“ ausgewählt werden müssen. Alternativ kann z.B. über den Ausführen-Dialog (Win + X) der Befehl „shutdown -r -o“ eingegeben werden.

Sobald der PC in die Eingabeaufforderung  gebootet ist, könnt ihr nochmals den Befehl

RD /S /Q %systemdrive%\windows.old

testen. Wenn das nicht funktioniert solltet ihr den Editor mit folgendem Befehl öffnen:

notepad

Unter Notepad im Menü auf „Datei“ sowie „Öffnen…“ klicken und im Dateiexplorer dann zu „Windows.old“ navigieren. Dann den Ordner mit der rechten Maustaste anklicken und „Löschen“ auswählen. Zum Abschluss den Rechner neustarten.

Infos zum Microsoft-Patchday September 2017

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Heute ist der zweite Dienstag im September und das bedeutet: Microsoft Patchday. Wie jeden Monat veröffentlicht der Softwareriese eine Menge Updates, die viele kritische Sicherheitslücken beheben. Die nachfolgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick.

Neben den obligatorischen Updates für Windows, Internet Explorer und Flash Player sind dieses Mal auch Produkte wie der SharePoint Server, Skype for Business und .NET Framework betroffen. Außerdem gibt es auch wieder ein Update für Exchange, bei denen es in der Vergangenheit öfter zu Kollateralschäden gekommen ist.

Produktfamilie Maximaler Schweregrad
Maximale Auswirkung Zugehörige KB-Artikel und/oder Supportwebseiten
Windows 10 und Windows Server 2016 (einschließlich Microsoft Edge) Kritisch Remotecodeausführung Windows 10 RTM: 4038781; Windows 10 1511: 4038783; Windows 10 1607: 4038782; Windows 10 1703: 4038788; Windows Server 2016: 4038782.
Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 Kritisch Remotecodeausführung Windows 8.1 and Windows Server 2012 R2: 4038793 (Security Only) and 4038792 (Monthly Rollup).
Windows Server 2012 Kritisch Remotecodeausführung Windows Server 2012: 4038786 (Security Only) and 4038799 (Monthly Rollup).
Windows RT 8.1 Kritisch Remotecodeausführung Windows RT 8.1: 4038792. Note: updates for Windows RT 8.1 are only available via Windows Update.
Windows 7 und Windows Server 2008 R2 Kritisch Remotecodeausführung Windows 7 and Windows Server 2008 R2: 4038779 (Security Only) and 4038777 (Monthly Rollup).
Windows Server 2008 Kritisch Remotecodeausführung Updates for Windows Server 2008 are not offered in a cumulative update or rollup. The following articles reference a version of Windows Server 2008: 4032201, 4034786, 4038874, 4039038, 4039384.
Software im Zusammenhang mit Microsoft Office Hoch Remotecodeausführung The number of KB articles associated with Office for each monthly security update release varies depending on the number of CVEs and the number of affected components. There are too many articles to list in this summary. Find links to articles pertaining to Office components in the Security Update Guide.
Internet Explorer Kritisch Remotecodeausführung Internet Explorer 9: 4036586; Internet Explorer 10: 4036586 (IE Cumulative) and 4038799 (Monthly Rollup); Internet Explorer 11: 4036586, 4038777, 4038781, 4038782, 4038783, 4038788, and 4038792.
Microsoft SharePoint Server, SharePoint Enterprise Server und SharePoint Foundation Hoch Remotecodeausführung Microsoft SharePoint Server 2013: 4011113 and 3213560; Microsoft SharePoint Foundation 2013: 4011117; Microsoft SharePoint Enterprise Server 2016: 4011127.
Skype for Business, Microsoft Lync und Microsoft Live Meeting Hoch Remotecodeausführung The following articles reference a version of Microsoft Lync, Live Meeting, or Skype for Business: 4025868, 4011040, 4011107, 4025865, 4025866, 4025867, 4025868, and 4025869.
Microsoft Exchange Server Hoch Offenlegung von Informationen Information from Microsoft regarding security updates for Exchange Server: 4036108.
.NET Framework Hoch Remotecodeausführung There are 12 KB articles in this release covering the various versions of .NET Framework – too many to list here. Find links to these articles in the Security Update Guide.
Adobe Flash Player Kritisch Remotecodeausführung Information from Microsoft regarding security updates for Adobe Flash Player: 4038806.

Beginnend mit April 2017 hat Microsoft die bisher verwendeten Sicherheitsbulletin-Webseiten durch den Leitfaden für Sicherheitsupdates ersetzt. Das neue Portal soll durch die vielfältigen Such- und Filterfunktionen einen besseren Überblick über neue Updates bieten.

Für jede Windows 10 Version veröffentlicht Microsoft ein eigenes kumulatives Update, welche die entsprechenden Windows 10 Versionen auf neue Build-Nummern hebt:

  • Windows 10 Version 1703 Build 15063.608
  • Windows 10 Version 1607 Build 14393.1593
  • Windows 10 Version 1511 Build 10586.1106
  • Windows 10 Version 1507 (RTM) Build 10240.17533

Windows 10 Fall Creators Update erscheint am 17. Oktober 2017

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Microsoft hat den Namen und das Veröffentlichungsdatum für das nächste Windows-10-Update bekannt gegeben. Das Fall Creators Update erscheint demnach am 17. Oktober 2017.

Auf der IFA 2017 Keynote hat Microsoft das offene Geheimnis gelüftet. Offen deshalb, weil einzelne Hersteller bereits im Vorfeld diesen Tag als Marktstart für ihre neuen Mixed-Reality-Headsets auserkoren haben. Das Update auf Windows 10 Version 1709 wird kostenlos sein. Wie in der Vergangenheit soll der Rollout in Wellen verteilt werden. Upgradefreudige Nutzer müssen aber nicht so lange warten, bis sie an der Reihe sind. Sobald das Update bereit steht, soll die manuelle Installation mit dem Windows 10 Media Creation Tool angestoßen werden können. Wer eines der neuen Mixed-Reality-Headsets per HDMI und USB an den PC anschließt, soll das Update ebenfalls sofort erhalten. Dell und Lenovo werden ihre Headsets pünktlich zum 17. Oktober im Handel haben. Sie kosten inklusive Controller jeweils 449 Euro. Asus, Acer und HP haben noch keinen Veröffentlichungstermin genannt.

Der Name „Fall Creators Update“ lässt es schon vermuten, Microsoft möchte die Möglichkeiten zum kreativen und produktiven Arbeiten in der neuen Windows-10-Version weiter ausbauen. Neben der Mixed-Reality-Plattform gibt es den Story Mixer (erstellt aus Videos und Fotos des Anwenders automatisch Geschichten), Fluent Design und OneDrive Files On-Demand (mit OneDrive synchronisierte Dateien müssen nicht mehr lokal liegen, sondern können auch direkt aus der Cloud bearbeitet werden). Des Weiteren hat der Edge Browser einige neue Features bekommen und der Windows Defender wurde verbessert.

Version Build Name (Codename) Erscheinungsdatum
Windows 10 Version 1507 10240 RTM (Threshold 1) 29. Juli 2015
Windows 10 Version 1511 10586 November Update (Threshold 2) 12. November 2015
Windows 10 Version 1607 14393 Anniversary Update (Redstone 1) 2. August 2016
Windows 10 Version 1703 15063 Creators Update (Redstone 2) 6. April 2017
Windows 10 Version 1709 16299 Fall Creators Update (Redstone 3) 17. Oktober 2017

Kategorien: Windows Windows 10

Infos zum Microsoft-Patchday August 2017

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Heute ist Microsofts August 2017 Patchday (zweiter Dienstag im Monat). Der Softwarehersteller veröffentlicht wie jeden Monat eine Menge Updates, die viele kritische Sicherheitslücken beheben. Die nachfolgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick.

Unter anderem werden kritische Sicherheitslücken im Windows Search Dienst (CVE-2017-8620) und unter Windows Error Reporting behoben (CVE-2017-8633), wodurch Angreifer die komplette Kontrolle über das System erlangen können.

Produktfamilie Maximaler Schweregrad
Maximale Auswirkung Zugehörige KB-Artikel und/oder Supportwebseiten
Windows 10 und Windows Server 2016 (einschließlich Microsoft Edge) Kritisch Remotecodeausführung  Windows 10 RTM: 4034668; Windows 10 1511: 4034660; Windows 10 1607: 4034658; Windows 10 1703: 4034674; Windows Server 2016: 4034658.
Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 Kritisch Remotecodeausführung  Windows 8.1 and Windows Server 2012 R2: 4034672 (Security Only) and 4034681 (monthly rollup).
Windows Server 2012 Kritisch Remotecodeausführung  Windows Server 2012: 4034666 (Security Only) and 4034665 (monthly rollup).
Windows RT 8.1 Kritisch Remotecodeausführung  Windows RT 8.1: 4034681. Note: updates for Windows RT 8.1 are only available via Windows Update.
Windows 7 und Windows Server 2008 R2 Kritisch Remotecodeausführung  Windows 7 and Windows Server 2008 R2: 4034679 (Security Only) and 4034664 (monthly rollup).
Windows Server 2008 Kritisch Remotecodeausführung  Updates for Windows Server 2008 are not offered in a cumulative update or rollup. There are 8 KB articles associated with August security updates for Windows Server 2008 – too many to list here for the purpose of an overview. Find links to these articles in the Security Update Guide.
Software im Zusammenhang mit Microsoft Office Hoch Spoofing  Security update for SharePoint Server 2010: 2956077. More guidance on updates for SharePoint Server is available here: SharePoint Updates on TechNet.
Internet Explorer Kritisch Remotecodeausführung  Internet Explorer 9: 4034733; Internet Explorer 10: 4034733 (IE Cumulative) and 4034665 (monthly rollup); Internet Explorer 11: There are 7 KB articles associated with August security updates for IE11. Find links to these articles in the Security Update Guide.

Microsoft SQL Server

Hoch Offenlegung von Informationen  There are 10 KB articles associated with August security updates for Microsoft SQL Server. Find links to these articles in the Security Update Guide. More guidance on updates for SQL Server is available here: Update Center for Microsoft SQL Server.
Adobe Flash Player Kritisch Remotecodeausführung  Information from Microsoft regarding security updates for Adobe Flash Player: 4034662.

Beginnend mit April 2017 hat Microsoft die bisher verwendeten Sicherheitsbulletin-Webseiten durch den Leitfaden für Sicherheitsupdates ersetzt. Das neue Portal soll durch die vielfältigen Such- und Filterfunktionen einen besseren Überblick über neue Updates bieten.

Für jede Windows 10 Version veröffentlicht Microsoft ein eigenes kumulatives Update, welche die entsprechenden Windows 10 Versionen auf neue Build-Nummern hebt:

  • Windows 10 Version 1703 Build 15063.540
  • Windows 10 Version 1607 Build 14393.1537
  • Windows 10 Version 1511 Build 10586.1045
  • Windows 10 Version 1507 (RTM) Build 10240.17533

Microsoft stellt EMET ein und bringt Exploitschutz in Windows 10

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Im Jahr 2009 hat Microsoft das Enhanced Mitigation Experience Toolkit (EMET) veröffentlicht. Die kostenfrei erhältliche Sicherheits-Software für Windows dient neben Firewall und Antivirenprogramm als zusätzlicher Schutz gegen Angriffe und Schadprogramme. Viele Schadprogramme nutzen Sicherheitslücken oder Schwachstellen (Exploits) aus, um von Antivirenprogrammen unerkannt auf das System zu gelangen bzw. dort Schaden anzurichten. EMET bietet einen Schutz gegen Exploits und auch unbekannte Exploits (Zero-Day-Exploit) bzw. erschwert die Ausnutzen von Sicherheitslücken.

Im November 2016 gab Microsoft bekannt, dass der Support für EMET 5.5x zum 31. Juli 2018 eingestellt wird und das Anti-Exploit Toolkit damit EOL ist. Als Grund für die Entscheidung gab Microsoft deutliche Verbesserungen beim Browser und Betriebssystem an. Außerdem seien viele Funktionen und Technologien von EMET mittlerweile in Windows 10 enthalten. Ende letztes Jahr stimmte diese Aussage allerdings nur bedingt, denn es fehlten noch einige Features in Windows 10, um EMET komplett zu ersetzen. Microsoft wusste damals aber schon, was in Zukunft kommt und ließ jetzt auch die Allgemeinheit daran teilhaben.

Mit der Windows 10 Insider Preview Build 16232 hat Microsoft einen Exploitschutz in Windows 10 eingebaut. Das Feature ist im Windows Defender Security Center unter der Kategorie „App- & Browsersteuerung“ verfügbar.

Windows 10 Exploitschutz

In den erweiterten Einstellungen lassen sich die einzelnen Features aktivieren und auch spezielle Einstellungen für einzelne Prozesse festlegen.

Eine ausführliche Dokumentation ist noch nicht verfügbar, soll aber in Kürze bei Microsoft Docs folgen. Außerdem gibt Microsoft zu bedenken, dass sich der Exploitschutz noch in Entwicklung befindet und teilweise noch nicht voll funktionsfähig ist.

Obwohl sich Microsoft nicht dazu gehäußert hat, gehe ich davon aus, dass der Exploitschutz Teil des kommenden Windows 10 Version 1709 (Fall Creators Update) sein wird.