Kategorie: Software & Apps

Welche Casinosoftware funktioniert am besten mit Windows

Online-Casinos sind ein riesiges Geschäft und extrem populär, nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Millionen von Menschen loggen sich jeden Tag auf verschiedene Weisen ein um ihre Lieblings-Casinospiele wie Poker, Blackjack, Roulette, Online-Spielautomaten oder sogar Virtual Reality-Spiele zu spielen. Eine Sache, die Casinobetreiber versucht haben, ist den Spielern verschiedene Wege anzubieten, auf die Spiele zuzugreifen. Viele spielen über ihren Webbrowser, manche verwenden mobile Apps auf ihren Smartphones und wieder andere entscheiden sich dazu, die Software auf ihren Windows-Computer herunterzuladen.

Viele entscheiden sich zum Download statt dem Spielen im Webbrowser, weil diese Option eine viel bessere Erfahrung bietet. Die Grafik und die Soundeffekte sind besser, und auch der Spielablauf ist um einiges zuverlässiger und die Wahrscheinlichkeit für Aufhänger oder Abstürze ist viel geringer. Zudem bietet die Software in der Regel eine größere Auswahl an Spieleoptionen und Features.

Welche Software funktioniert also am besten auf Windows? Naja, alle der großen Unternehmen tendieren dazu, die selben oder ähnliche Spieleentwickler zu verwenden, die ihre Software produzieren. Playtech ist einer der größten Namen in der Branche und sie produzieren Programme für Anbieter wie Bet365 und Ladbrokes. Sie sind für eine große Auswahl an Casinospielen verantwortlich, die auch Tischspiele und Spielautomaten beinhaltet. Auch die Spielautomaten aus dem Marvel-Universum kommen von ihnen. So können Spieler in der heruntergeladenen Software der Top-Glücksspielseiten Titel wie Fantastic Four oder Thor finden, die beide von Playtech stammen.

Der größte Rivale von Playtech ist Microgaming, eines der ersten Unternehmen, das in der Welt des Online-Glücksspiels aktiv war. Auch sie produzieren ausgezeichnete Produkte und riesige Mengen an Spielen. Zudem betreiben sie ihr eigenes Poker-Netzwerk, genau wie die Rivalen von Playtech. Sie bieten seit vielen Jahren konsistent hohe Qualität für den Casinomarkt, und Spieler die Casinosoftware herunterladen werden ohne Zweifel schon öfter Produkte von Microgaming gespielt haben. Sie sind verantwortlich für populäre Spielautomaten wie Mega Moolah sowie Spielautomaten von Filmen wie Jurassic Park und The Dark Knight Rises. Auch sie arbeiten für die größten Namen der Glücksspielbranche so wie Bet365 und William Hill Vegas.

Das Wichtigste an der herunterladbaren Software sind also die Menschen, die die Spiele dafür herstellen. Alle der besten Spiele- und Glücksspielunternehmen bieten diese Art von hochwertigen Inhalten und stellen Produkte her, die den Kunden das geben was sie wollen und brauchen um die Casino- und Spielerfahrung auf einem Windows-basierten System wirklich zu genießen.

Ein weiteres Unternehmen, das noch erwähnt werden sollte, ist Evolution Gaming. Sie haben bereits Spiele wie Evolution Live Roulette und andere Tischspiele wie Blackjack, Baccarat, 3 Card Poker und Stud Poker veröffentlicht. Ihre Titel zeichnen sich besonders durch die genialen Grafiken aus, die sie zu einigen der besten Spielen der Branche machen. Die Kamerawinkel erzeugen tolle Erfahrungen und eine Menge Spannung und außerdem gibt es noch einen Chat-Bereich, in dem Spieler miteinander kommunizieren können um das Ganze zu einer sozialeren Erfahrung zu machen.

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Windows PowerShell wird eingestellt, die Zukunft ist PowerShell Core

PowerShell Icon

Bereits im Juli 2017 hat Microsoft die Roadmap für PowerShell Core 6.0 bekannt gegeben und damit gleichzeitig das Ende für die bisherige Windows PowerShell eingeläutet. Demnach ist PowerShell 5.1 die letzte klassische Version.

Werfen wir zunächst jedoch kurz einen Blick in die Vergangenheit. Im August 2016 gab Microsoft bekannt, dass PowerShell ab sofort als Open-Source-Software zur Verfügung steht und zudem auf Linux portiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatten die wenigsten geahnt, dass damit auch gleichzeitig das Ende der klassischen Windows PowerShell besiegelt wurde. Windows PowerShell basiert auf der Common Language Runtime (CLR) des .NET Framework und ist damit logischerweise nur unter Windows lauffähig.

Damit Microsoft die PowerShell auch unter Linux anbieten konnte, war zunächst ein unter Linux lauffähiges Framework notwendig. Dabei setzt Microsoft auf das .NET Core Framework, welches bereits im Vorfeld portiert wurde und ebenfalls als Open Source entwickelt wird. Auf der Basis von CoreCLR (.NET Core Common Language Runtime) wurde anschließend PowerShell Core (auch als PSCore bezeichnet) entwickelt. Das Projekt wird unter der MIT-Lizenz geführt und ist bei GitHub gehostet. PowerShell Core unterstützt neben diversen Linux-Distributionen auch macOS.

Vor wenigen Monaten wurde nun bekannt, dass das neue PowerShell Core die bisherige klassische Windows PowerShell komplett ersetzen soll. Diese sollen unter Windows 10 und Windows Server 2016 vorerst weiterhin vorhanden sein, werden fortan aber nicht mehr aktiv weiterentwickelt.

Windows PowerShell 5.1, much like .NET Framework 4.x, will continue to be a built-in, supported component of Windows 10 and Windows Server 2016. However, it will likely not receive major feature updates or lower-priority bug fixes. With PowerShell Core, we are actively addressing bugs that may have existed in previous versions of Windows PowerShell.

Außerdem wurde bekannt, dass Microsoft bei der Versionsnummer nicht von vorne beginnt. Stattdessen zählt der Softwareriese einfach weiter. Sehr verwirrend, vor allem wenn man bedenkt, dass PowerShell Core 6.0 in der Betaversion aktuell deutlich weniger Features als PowerShell 5.1 bietet. Durch den kompletten Entwicklungsneustart fehlen noch viele Commandlets und Module, die bisher zur Grundausstattung der Windows PowerShell gezählt haben. Microsoft geht das Problem aber aktiv an und möchte die finale Version von PowerShell Core 6.0 erst veröffentlichen, wenn eine weitgehende Kompatibilität zu PowerShell 5.1 gegeben ist. Laut dem Hersteller könnte dies bis Jahresende 2017 erfolgen.

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Projekt „Honolulu“: Neues Windows Server Management Tool

Microsoft Logo

Vor rund drei Wochen hat Microsoft einen ersten Ausblick auf ein neues Projekt gegeben, welches unter dem Codenamen „Honululu“ entwickelt wird. Dahinter verbirgt sich ein neues Management Tool für Windows Server. Eine Woche später wurde bereits ein Technical Preview Release zum Download freigegeben.

Wer als Administrator im Microsoft-Umfeld tätig ist, kommt um die MMC und andere GUI-Tools kaum vorbei. Darüber hinaus spielt PowerShell eine immer wichtigere Rolle. Neben Scripting und Automation lassen sich neue, wenig benutzte Features oftmals nur noch via PowerShell aufrufen. Dennoch ist PowerShell keine Allzweckwaffe und viele Dinge können via GUI deutlich schneller und einfacher erledigt werden. Microsoft ist sich dieser Tatsache offensichtlich bewusst und möchte mit Projekt „Honolulu“ zeigen, dass man die GUI nicht aufgegeben hat. Vielmehr möchte man die grafische Oberfläche moderner, übersichtlicher und einfacher gestalten.

Honolulu Server Manager

Das Tool selbst kann unter Windows Server 2016 oder Windows 10 einfach und schnell, ohne große Abhängigkeiten installiert werden. In meinem kurzen Test konnte ich dies bestätigen. Das Tool läuft komplett im Browser (IE 11 wird nicht unterstützt). Zunächst müssen Server verknüpft werden, die mit dem Tool verwaltet werden sollen. Alle Server-Versionen ab Windows Server 2012 werden unterstützt. Die zu verwaltenden Server benötigen lediglich ein installiertes Windows Management Framework 5.0, ansonsten bestehen keine weiteren Voraussetzungen. Detaillierte Infos finden sich im Deployment Guide.

Laut Microsoft soll Projekt „Honolulu“ die Kernaufgaben fürKonfiguration, Wartung und Fehlersuche abdecken. Darüber hinaus sollen einige Features vorhanden sein, die bisher nur über die PowerShell verfügbar waren. Im obigen Screenshot könnt ihr einen groben Überblick der Funktionen erhalten.

fritzcap – VoIP-Telefongespräche mitschneiden und speichern leicht gemacht

AVM FRITZ!Box 7490

In der Vergangenheit habe ich bereits zwei Artikel veröffentlicht, wie ihr VoIP-Telefongespräche mitschneiden und speichern könnt:

Da zu diesem Thema weiterhin Fragen kommen, dachte ich mir, euch eine neue Methode vorzustellen. Als Basis dient die in der Programmiersprache Python geschriebene Skriptsammlung fritzcap. Das Tool automatisiert den Vorgang des Paketmitschnitts und die anschließende Extraktion der VoIP-Telefonate. D.h. ihr müsst euch nicht mehr mit Wireshark herumschlagen. Wie der Name schon sagt setzt fritzcap eine FRITZ!Box mit mindestens FRITZ!OS 6.30 voraus. Aktuell wird nur der G.711-Codec unterstützt.

Wenn der Paketmitschnitt erst nach Beginn des Telefonats startet, kann es vorkommen, dass nur ein Kanal aufgezeichnet wird. Dieses Verhalten ist anscheinend erst mit FRITZ!OS 6.80 und höher der Fall. Wer von dem Problem betroffen ist, sollte mit einem Recovery auf FRITZ!OS 6.50 zurückgehen und erneut testen.
Vor dem Mitschneiden von VoIP-Telefonaten sollte jedoch die aktuelle Rechtslage beachtet werden! Bei unerlaubten Aufzeichnungen sind sogar strafrechtliche Konsequenzen möglich. Ich übernehme keine Haftung.

fritzcap installieren und einsetzen

  1. Zunächst muss der CallMonitor der FRITZ!Box aktiviert werden. Der integrierte Anrufmonitor ist standardmäßig deaktiviert und muss mit Hilfe eines angeschlossenen Telefons aktiviert werden. Dazu einfach #96*5* wählen und ein paar Sekunden warten. Der CallMonitor eurer FRITZ!Box ist jetzt via TCP-Port 1012 erreichbar. Das Ausschalten funktioniert analog mit #96*4*.
  2. Zweitens benötigt ihr ein installiertes Python, damit das Skript ausgeführt werden kann. fritzcap setzt Python in Version 2.6 oder höher voraus. Ich habe das Skript mit Python 2.7.14 getestet. Einfach downloaden und installieren, das wars schon. Hier könnt ihr Python für Windows herunterladen: https://www.python.org/downloads/windows/
  3. Die dritte Voraussetzung ist fritzcap selbst, welches ihr bei Github erhaltet. Hier findet ihr immer die neueste Version zum Download: https://github.com/jpluimers/fritzcap/archive/master.zip
  4. Nach dem Download müsst ihr die Skriptsammlung entpacken. Ich habe sie zum Testen auf den Desktop gelegt.
  5. Anschließend eine Eingabeaufforderung („cmd.exe“) öffnen und in den Skriptordner navigieren.
  6. Mit diesem Befehl wird fritzcap im Monitor-Modus gestartet. fritzcap erkennt über den CallMonitor, wann ein Telefonat geführt wird und startet bzw. stoppt die Aufzeichnung automatisch. Anschließend wird das Gespräch aus dem Paketmitschnitt extrahiert und in einer WAV-Datei gespeichert.
    fritzcap.py --capture_files --decode_files --monitor_calls --box_name 192.168.178.1 --password PASSWORT
  7. Dieser Befehl startet die Aufzeichnung und Dekodierung eines VoIP-Telefonats von Hand. Die Dateien werden in ein dynamisch erzeugtes Verzeichnis abgelegt. Die Aufzeichnung wird mit STRG+C beendet.
    fritzcap.py --capture_files --decode_files --cap_folder "captures/%(tcaps.Y-m-d/HMS)" --box_name 192.168.178.1 --password PASSWORT

fritzcap kann noch einiges mehr. Eine komplette Übersicht aller Funktionen bekommt ihr über die eingebaute Hilfe-Funktion:

fritzcap.py --help

VMware Workstation 14 Player mit neuen Features

VMware Workstation Player 14

Neben Workstation 14 Pro hat VMware gestern auch Workstation 14 Player veröffentlicht, welcher für den privaten, nicht-kommerziellen Gebrauch kostenlos ist. Die Virtualisierungslösung bringt einige neue Features und Verbesserungen mit. So werden unter anderem folgende neue Betriebssysteme als Gast unterstützt:

  • Ubuntu 17.04
  • Fedora 26
  • CentOS 7.4
  • RHEL 7.4
  • Debian 9.1
  • Oracle Linux 7.4
  • SLE 12 SP3
  • OpenSUSE 42.3

Außerdem unterstützt die neue Version bereits das am 17. Oktober 2017 erscheinende Windows 10 Fall Creators Update, sowohl als Gast als auch als Host.

Darüber hinaus wird die vSphere Virtual Hardware Platform auf Version 14 aktualisiert. Damit werden Intels Skylake und AMDs Ryzen Prozessor nun offiziell unterstützt. Neu hinzugekommen ist auch ein virtueller NVMe-Speichercontroller und der native Support des OVF/OVA Formats. Damit kann z.B. der Import von verpackten Anwendungen wie der VMware vCenter Server Appliance (VCSA) automatisiert werden.

Ein erweitertes UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) und das neue virtuelle Trusted Platform-Modul (TPM) ermöglichen die Nutzung von neuen Features. Secure Boot, Virtual Based Security (VBS) und die Windows 10 Sicherheitsfeatures „Device Guard“ sowie „Credential Guard“ können damit benutzt werden.

Zu guter Letzt kam beim Netzwerkinterface die Simulation von Latenzen dazu. Ein sehr nütliches Feature, welches ich in der Vergangenheit bereits einige Male vermisst habe und mir immer mit anderen Konstruktionen behelfen musste. Bisher konnte nur die Netzwerkgeschwindigkeit und Paketverlust simuliert werden. Durch die Kombination dieser drei Möglichkeiten stehen Administratoren neue Hilfsmittel zur Verfügung, um bestimmte Netzwerkumgebungen nachzustellen bzw. spezifische Fragestellungen zu testen.

Download VMware Workstation 14 Player

Angeschnitten: Movavi Video Editor 12 für den Einstieg in die Videobearbeitung

Vor nicht einmal zehn Jahren hätte wohl kaum jemand angenommen, welchen Einfluss Video-Content mittlerweile im Internet haben könnte. Zum einen gilt das für Streaming-Anbieter wie Amazon Prime Video und Netflix, welche für einen extremen Umbruch im Heimkinomarkt gesorgt haben, zum anderen aber auch für nutzergenerierte Inhalte, die in sozialen Netzwerken oder auf Videoplattformen wie YouTube den Ton angeben.

Doch auch in Zeiten, in denen theoretisch jeder nur ein Smartphone benötigt, um Videos aufzunehmen und zu teilen, trennt das richtige Editing die Spreu vom Weizen. Hier gibt es natürlich eine Vielzahl von Programmen: von den komplexesten Tools bis hin zu einfachen Apps, die aber nur rudimentäre Möglichkeiten bieten. Der Movavi Video Editor will sozusagen den Brückenschlag herstellen und sich in der Mitte positionieren. So soll der Einstieg in die Bearbeitung Neulinge nicht direkt mit endlosen Menüs und Features erschlagen, aber trotzdem ausreichend Möglichkeiten bieten, um mehr anzustellen als nur ein paar Clips zusammenzuschneiden.

Movavi Video Editor Einstieg

So kann man mit dem Movavi Video Editor in der aktuellen Version 12 sogar in 4K arbeiten – als maximale Auflösung sind 4.096 x 2.160 Pixel drin. Es lässt sich mit maximalen Bildraten von 120 fps hantieren. Was den Sound betrifft, so ist neben Mono und Stereo auch 5.1 drin. Man kann dazu vorm Start eines neuen Projekts wählen, mit welchen Settings man arbeitet oder dies auch nachträglich ändern.

Das Arbeiten mit dem Movavi Video Editor 12 geht dabei deutlich leichter von der Hand als mit komplexeren Programmen – einfache Filter legt man etwa mit nur einem Klick auf seine Clips – jene werden dann durch einen Stern markiert. Jener führt nach Anwahl zur Übersicht der eingestellten Effekte und ermöglicht auch das Entfernen oder Hinzufügen weiterer Stilmittel. Klappt wirklich sehr intuitiv.

Auch für einfache Titeleinblendungen sowie Vor- und Abspänne ist es kinderleicht möglich, Texte zu erstellen. Schriftart, Größe, Farbe und Ausrichtung sind wie in gängigen Textverarbeitungs und Bildbearbeitungsprogrammen anpassbar. Man kann auch Konturen um die Texte legen. Hier merkt man aber auch ein wenig, dass weiterführende Optionen für Schlagschatten, komplexere, selbst erstelle Animationen und Co. fehlen. Das ist aber kein Beinbruch, denn angesichts des im Verhältnis wirklich sehr günstigen Preises reichen die Möglichkeiten vollkommen aus.

Es ist auch möglich in der Software direkt Audio aufzunehmen – etwa für Kommentare. Außerdem lassen sich auf den Ton auch verschiedene Effekte anwenden und mit einem Equalizer herumspielen. Man kann sogar z. B. ein MIDI-Keyboard anschließen und dann damit zusätzlich Melodien einspielen. Natürlich kommt der Umfang der Optionen hier nicht an dedizierte Programme für die Audioaufnahme und- bearbeitung heran. Für eine unkomplizierte All-In-One-Lösung ist das aber schon recht beeindruckend.

Selbst die Chroma-Key-Bearbeitung, also ein Werkzeug für die Arbeit mit Greenscreens, ist integriert. Das funktioniert, wenn natürlich das Quellmaterial entsprechend gefilmt wurde, beim Ausprobieren auch überraschend gut. Dabei unterstützt der Video Editor übrigens insgesamt etliche Dateiformate, wie eine Übersicht direkt von der Movavi-Website zeigt. Auf unserem Testsystem mit einem Intel Core i5-6600K, 16 GByte RAM und einer AMD Radeon RX 480 mit 8 GByte GDDR5-RAM lief die Software absolut flüssig und auch die Ladezeiten beim Anlegen von Filtern waren sehr kurz.

Am Ende hat das Antesten des Movavi Video Editor 12 wirklich Spaß gemacht und für den Einstieg in die Videobearbeitung kann man die Software definitiv empfehlen. Hier kann man gut Erfahrungen sammeln, ohne überfordert zu werden. Trotzdem lassen sich relativ leicht Ergebnisse erreichen, die mit einfacheren, reinen Schnittwerkzeugen in dieser Form nicht möglich sind. Da Movavi seine Programme oftmals mit Rabatten anbietet, kann man den Video Editor im Grunde sehr gut denjenigen ans Herz legen, die keine Unsummen für eine professionelle Bearbeitungssoftware ausgeben wollen, nur um am Ende vielleicht vom Funktionsumfang erschlagen zu werden und doch die Lust zu verlieren. Auch für Hobbyfilmer, die z. B. Familienvideos dezent aufpeppen wollen, ist das Programm auf jeden Fall einen Blick wert.

Der Movavi Video Editor 12 steht als Trial kostenlos auf der Website des Anbieters zur Verfügung. Dadurch kann man auch unkompliziert Eindrücke sammeln und sich dann entscheiden, ob man das Geld auf den Tisch legt. Ich denke ein Blick kann sich da definitiv lohnen.

CCleaner wurde gehackt und hat Malware verteilt

Piriform, der Hersteller des beliebten Aufräum-Tools für Windows, hat heute einen Sicherheitsvorfall vermeldet. Das Unternehmen gehört seit Mitte 2017 zur tschechischen Firmengruppe AVAST Software, welche unter anderem für ihre Antivirenprogramme bekannt ist. Demnach wurde der CCleaner für rund einen Monat mit Malware ausgeliefert. Betroffen sind der CCleaner 5.33.6162 und CCleaner Cloud 1.07.3191 in der 32-Bit-Fassung für Windows. Einen ähnlichen Fall gab es im Mai 2017 bei Handbrake.

Unbefugte haben sich Zugriff auf einen Server der Firma verschafft und eine Hintertür in die Software eingebaut. Über diese Backdoor wurde anschließend eine Malware nachgeladen und personenbezogene Daten an einen Server in den USA weitergeleitet. Die manipulierte CCleaner-Version war ab dem 15. August, CCleaner Cloud ab dem 24. August an die Nutzer verteilt worden. Piriform hat den Angriff allerdings erst am 12. September entdeckt und direkt Gegenmaßnahmen eingeleitet. CCleaner Cloud wurde automatisch aktualisiert und CCleaner erschien in Version 5.34.6207, wobei das Update mangels Updatefunktion manuell erfolgen muss. Außerdem wurden der betroffene Server abgeschaltet und weitere Schutzmaßnahmen eingeleitet. So gab es z.B. auch ein Update für Avast Antivirus, welches die manipulierten Versionen des CCleaners erkennt.

User hatten keine Möglichkeit die manipulierte Version zu erkennen, da das Tool mit einem gültigen Zertifikat signiert war. Betroffene User sollten aber überlegen, ob sie ihr System nicht komplett neu aufsetzen. Ich würde das jedenfalls tun, sofern mein System kompromittiert worden wäre. Die Sicherheitsforscher von Cisco Talos raten ebenso dazu.

CCleaner

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Wenn das „Smart Home“ wirklich smart wird

Bis vor kurzem konnten intelligente Häuser nur die Temperatur steuern oder die Rollläden zu bestimmten Zeiten schließen. Die Intelligenz dieser Gebäude beschränkte sich meistens auf einige Funktionen mit eingeschränkter Logik oder einfachen Routinen. Der Einsatz dieser Technik lohnte sich meistens lediglich für große Gebäude, wo Einsparungen die teure Technik wirtschaftlich machten.

Das Internet der Dinge macht den Einsatz der Technik auch in normalen Haushalten sinnvoll. Obwohl nur 55% der Bevölkerung in Deutschland den Einsatz der „smarten“ Geräte  hinsichtlich Sicherheit und Kontrolle des eigenen Heimes für  sinnvoll halten, werden immer mehr Haushaltsgeräte mit Anschluss an das Internet angeboten. Die Vision, dass der Kühlschrank in Zukunft selbst den Einkauf übernimmt, idealerweise unter gleichzeitiger Berücksichtigung aller aktuellen Sonderangebote, ist nicht mehr so fern. Es werden heute schon Glühbirnen angeboten, die nicht nur die Helligkeit auf die Wünsche der Bewohner anpassen können, sondern auch ihre Farbe. Immer mehr Geräte bieten Funktionen an, die das Leben schöner oder einfacher machen sollen.

Bis jetzt benötigten aber alle Geräte noch ihre eigene App, um von jedem Ort aus gesteuert werden zu können. Jeder Hersteller entwickelt seine eigene Steuerung, ohne das Gesamtbild im Auge zu behalten: die intelligente Steuerung des ganzen Haushalts. Nur wenn die Funktionen von mehreren oder allen Geräten kombiniert werden können, kann die Vision eines „Smart Home“ realisiert werden. Die Heizung kann zwar automatisch reguliert werden, aber wenn das Heizsystem keine Informationen von anderen Geräten erhält, kann es nicht wissen, ob sich überhaupt Personen in dem Gebäude befinden. Deshalb ist eine Kombination aller Informationen, die die Geräte liefern, für ein wirklich intelligentes Wohnen essentiell. Auch wenn alle Geräte das Internet nutzen, kommunizieren sie doch durch ihre eigenen Schnittstellen mit den Benutzern – und nicht untereinander.

Mit dieser Motivation wurde die Open Connectivity Foundation (OCF) gegründet, in der u.a. Microsoft, Intel, Samsung und Cisco Mitglieder sind. Aufgabe der OCF ist es, einen gemeinsamen Kommunikationsstandard zu entwickeln, der den Datenaustausch unter allen Geräten möglich macht. So könnten alle Geräte, die mit dem Internet der Dinge verbunden sind, zu einem großen Ganzen werden, das attraktive Vorteile bietet und auch zu deutlichen Energieeinsparungen führen würde, wie Gutscheinpony in diesem Beitrag erklärt. Ein modernes „Smart Home“ kann sich folglich auf die Gewohnheiten der Einwohner einstellen und das Leben wirklich einfacher machen.

Detailfotos vom E-Haus (Bild: ZVEH/Schildheuer)

Detailfotos vom E-Haus (Bild: ZVEH/Schildheuer)

Der gemeinsame Kommunikationsstandard ist aber nicht nur für die gemeinsame Funktion wichtig, auch der Preis der Geräte wird durch fallende Entwicklungskosten günstiger. Mithilfe des Standards könnte das Gerät mit der größten Rechenkapazität die Steuerung der Logik übernehmen, normalerweise ein Homecomputer oder der Fernseher. Dieses Gerät müsste die Router-Funktion übernehmen, um alle Geräte über das Internet miteinander zu verbinden. Dadurch wären Funktionen möglich, von denen wir heute nur träumen können. Die Geräte könnten Muster, sogar die Vorlieben der Bewohner erkennen und sich automatisch darauf einstellen. Dann werden das Internet der Dinge und das Smart Home wirklich angenehm für die Bewohner.

Bis jetzt haben die Hersteller von Smart-Geräten versucht, uns das Leben mit einzelnen Funktionen der Geräte zu verbessern. Aber nur die Kombination der Geräte mit einem gemeinsamen Kommunikationsstandard wird ein wirklich neues Wohngefühl ermöglichen. Diese Aufgabe hat die OCF mit ihren vielen namhaften Unternehmen übernommen – wir dürfen gespannt sein.

Beliebter Stream-Ripper YouTube-mp3.org schließt

YouTube Logo

Rund ein Jahr nachdem die US-amerikanische Musikindustrie den Stream-Ripping-Dienst YouTube-mp3.org verklagt hat, macht der Dienst nun dicht. Der deutsche Betreiber hat sich mit der Musikindustrie geeinigt und wird eine nicht näher bekannte Summe an Schadensersatz zahlen. Darüber hinaus wird er die Domain an die Musikindustrie übergeben. Laut der Urteilsverkündung vom 1. September 2017 hat sich der Betreiber Philip Matesanz und seine Firma PMD Technologie UG dazu bereiterklärt, zukünftig keine ähnlichen Dienste anzubieten oder bei solchen mitzuarbeiten. Außerdem darf er keine Technik mehr zum Stream-Ripping entwickeln oder bereitstellen.

Aktuell ist die Webseite zwar noch erreichbar, aber der Konverter ist bereits deaktiviert. Beim Versuch, ein YouTube-Video in eine MP3-Datei zu konvertieren, erscheint folgende Fehlermeldung:

Derzeit finden Wartungsarbeiten statt. Unsere Server sind nicht verfügbar. Bitte versuche es während der nächsten Stunde noch einmal.

YouTube-mp3.org soll laut der Klage für rund 40 Prozent aller illegalen Ripping-Aktivitäten bei YouTube verantwortlich sein und monatlich über 60 Millionen Visits vorweisen. Die Schließung des Dienstes wird der Musikindustrie aber kaum helfen, denn es stehen zig Alternativen zur Verfügung, die via Google einfach gefunden werden können. Eine andere Möglichkeit ist der jDownloader 2, welcher schon seit vielen Jahren schnell und bequem MP3s und Videos anhand von YouTube-Links downloaden kann.

YouTube-mp3.org

DeepL: Neues Tool übersetzt besser als Google und Microsoft

DeepL Beispiel

Das 2009 gegründete Unternehmen Linguee hat sich mittlerweile in DeepL umbenannt und am Montag einen neuen maschinellen Übersetzer veröffentlicht. Mit Hilfe einer neuen Technik werden deutlich bessere Übersetzungsergebnisse wie bei der Konkurrenz in Form von Google, Microsoft und Co. erzielt.

Im Gegensatz zu Google Translate setzt DeepL nicht auf rekurrente neuronale Netze (RNN), sondern auf ein künstliches neuronales Netz (Convolutional Neural Network). Auf die technischen Details gehe ich hier nicht genauer ein. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann dies bei Heise nachlesen.

Das Convolutional Network wurde mit der Datenbank von Linguee trainiert, wobei ein Supercomputer mit 5,1 Petaflops zum Einsatz kam. In einem Blindtest wurden 100 Sätze von DeepL, Google, Microsoft und Facebook übersetzt und professionellen Übersetzern vorgelegt. Das Ergebnis ist eindeutig: DeepL wurde mit Abstand als beste Lösung bewertet (siehe Screenshot).

DeepL Übersetzer im Vergleich zur Konkurrenz

DeepL Übersetzer im Vergleich zur Konkurrenz

Ich persönlich habe in der Vergangenheit immer den Google Übersetzer verwendet, auch wenn dieser teilweise „interessante“ Ergebnisse liefert. Ein großes Problem aller bisher verfügbaren Übersetzungstools ist unter anderem der korrekte Satzbau. Nach wenigen Stichproben kann ich eindeutig sagen, dass DeepL teilweise beeindruckende Ergebnisse liefert und vor allem beim Satzbau besser als die Konkurrenz abschneidet. Natürlich kann es vorkommen, dass einzelne Wörter nicht richtig erkannt werden oder der Satzbau etwas hölzern klingt, im Vergleich zu den anderen Diensten ist aber ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Probiert es am besten selber mal aus: https://www.deepl.com/translate
Na was sagt ihr?

Der Dienst übersetzt momentan sieben Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch und Deutsch) und in den kommenden Monaten sollen weitere hinzukommen. Darunter sind z.B. Mandarin, Japanisch, Russisch und Portugiesisch. Bis zum Ende des Jahres sollen alle auch von Linguee unterstützten Sprachen verfügbar sein. Aktuell funktioniert DeepL nur im Browser, Apps für Android und iOS sind aber in Arbeit und sollen bis zum Ende des Jahres erscheinen.