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Hilfe-Einblendungen in Windows 8.1 deaktivieren

Unter Windows 8.1 hat Microsoft Hilfe-Einblendungen eingeführt, die vor allem für unerfahrene User gedacht sind. Unter anderem wird auch die Info-Kachel „Zwischen Apps wechseln“ angezeigt. Bei vielen Usern verschwindet die Kachel jedoch nicht oder taucht immer wieder auf. So auch bei meiner Test-VM mit Windows 8.1. Die Einblendung verschwindet nur, wenn ich das VMware-Fenster in der Größe ändere.

Einfacher ist es die Hilfe-Einblendungen generell auszuschalten.

Möglichkeit 1: Modern UI Oberfläche

  1. Auf die Modern UI Oberfläche wechseln
  2. Die App „PC-Einstellungen“ öffnen
  3. Links auf „PC und Geräte“ klicken
  4. Anschließend „Ecken und Ränder“ auswählen
  5. Dort die Einstellung „Wechsel zwischen zuletzt verwendeten Apps zulassen“ deaktivieren.

Ein Nebeneffekt dieser Methode ist, dass beim Drücken von „Alt+Tab“ keine Modern UI Apps mehr angezeigt werden.

Hilfe-Einblendungen_deaktivieren

Möglichkeit 2: Registrierungs-Editor

Alternativ können die Benachrichtigugen auch über die Registry deaktiviert werden.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und “regedit” eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
    HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows
  3. Darunter muss zuerst ein neuer Schlüssel mit dem Namen “EdgeUI” erstellt werden. Dies funktioniert mit einem Rechtsklick auf “Windows”.
  4. Unter “Personalization” jetzt einen neuen “DWORD-Wert (32-Bit)” mit dem Namen “DisableHelpSticker” erstellen.
  5. Den Wert auf “1” setzen.
  6. Nach einem Neustart sollten die Änderungen übernommen werden.

Zur einfacheren Umsetzung biete ich auch eine Registrierungsdatei an. Somit spart man sich die manuellen Änderungen in der Registry.

WordPress 3.8 – Anzahl der Spalten im Dashboard

Mit WordPress 3.8 wurden vor allem im Backend einige Neuerungen eingeführt. Neben einem neuen Theme wurde auch das Dashboard überarbeitet. Leider wurde damit auch die Möglichkeit entfernt, die Spaltenanzahl auf dem Dashboard zu wählen. Stattdessen passt sich die Spaltenzahl automatisch der Bildschirmauflösung an, was nicht jedem gefallen dürfte. Mir geht es auch so. Während ich in meinem Firefox mit aktivierter Lesezeichenleiste drei Spalten sehe, werden ohne Seitenleiste, also bei einer Browserbreite von 1.920 Pixeln, vier Spalten im Dashboard angezeigt. Ein weiteres Problem ist, dass die Spaltenbreite bei vier Spalten kleiner ist und einige Plugins damit Probleme haben.

WordPress 3.8 Dashboard

Abhilfe schafft ein kleines Snippet, welches in die „functions.php“ eures Themes eingefügt werden muss. Durch den Code wird die Anzahl der Spalten begrenzt.

// Dashboard ab WordPress 3.8 auf 3 Spalten begrenzen
function dashboard_columns($columns) {
$columns['dashboard'] = 3;
return $columns;
}

add_filter('screen_layout_columns', 'dashboard_columns');

function shapeSpace_screen_layout_dashboard() { return 3; }
add_filter('get_user_option_screen_layout_dashboard', 'shapeSpace_screen_layout_dashboard');

Natürlich kann die Spaltenzahl beispielsweise auch auf zwei Spalten gesetzt werden. Dazu einfach den Code anpassen.

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Windows Server 2012 auf XenServer 5.6 installieren

0x0000005D ErrorBeim Versuch Windows Server 2012 auf einem Host mit XenServer 5.6 SP2 zu installieren, bricht das Vorhaben schon während dem Laden der Installationsroutine mit dem Fehler „0x0000005D“ ab. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass die Option „No-Execute Memory Protection“ im BIOS des Hosts aktiviert sein muss. Doch das war bei meinem Host bereits der Fall.

Die Ursache des Problems ist die Viridian-Option, welche für die gewünschte VM deaktiviert werden muss. Auch die Wahl des richtigen Templates bei der Erstellung einer neuen VM ist wichtig. Nachfolgend eine kurze Anleitung, wie Windows Server 2012 problemlos auf einem Host mit XenServer 5.6 installiert werden kann.

Vorgehensweise Installation

  1. Neue VM erstellen und als Template „Windows Server 2008 R2 (64-bit)“ auswählen. Alternativ sollte auch „Windows 7 (64-bit)“ funktionieren, was ich aber nicht getestet habe.
  2. UUID der entsprechenden virtuellen Maschine herausfinden. Entweder über die GUI des XenCenters oder über die Console des Xen Hosts.
    Die zweite Möglichkeit funktioniert mit dem Befehl:

    xe vm-list

  3. UUID kopieren.
  4. Nachdem die richtige UUID bekannt ist, muss die Viridian-Option deaktiviert werden. Dies funktioniert mit folgendem Befehl in der Console des Xen Hosts:
    xe vm-param-set uuid=UUID platform:viridian=false

    Anstelle von „UUID“ muss natürlich die entsprechende Zahlenkombination eingefügt werden.

  5. VM starten und Windows Server 2012 installieren.
  6. Damit die XenServer Tools installiert werden können, muss das Setup „xensetup.exe“ im Kompatibilitätsmodus für Windows 7 ausgeführt werden.

Vorinstallierte Windows 8 Apps deinstallieren

Windows 8 bzw. Windows 8.1 bringen eine Menge vorinstallierter Apps für die Modern UI mit. Doch nicht jeder benötigt die vorinstallierten Apps. Wenn man beispielsweise wie ich die Modern UI Oberfläche überhaupt nicht benutzt, sind die Apps nur unnötiger Ballast. Glücklicherweise lassen sich diese Apps bis auf wenige Ausnahmen relativ leicht entfernen.

Windows 8 Apps

Dazu einfach die gewünschten Apps in der Apps-Übersicht markieren und auf „Deinstallieren“ klicken. Nicht gelöscht werden können die Apps Desktop, Fotos, Kamera, PC-Einstellungen, SkyDrive und Store.

Doch damit werden nur die Apps für den aktuell angemeldeten Benutzer entfernt. Wenn eine App auch für einen anderen Benutzer installiert ist, bleibt diese auf dem System erhalten. Außerdem enthält Windows auch einige bereitgestellte Apps, die für jeden neuen Benutzer bei der ersten Anmeldung eingerichtet werden. Diese bereitgestellten Apps können nicht über die Benutzeroberfläche entfernt werden.

Apps via PowerShell entfernen

Die Lösung bietet wie so oft die PowerShell. Damit eröffnen sich deutlich mehr Möglichkeiten und es lassen sich sowohl installierte als auch bereitgestellte Apps löschen.

Nachfolgend eine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten mit der PowerShell. Diese muss dabei mit Administratorrechten gestartet werden.

  • Alle installierten Apps für einen Benutzer herausfinden:
    Get-AppXPackage -User BENUTZERNAME
  • Alle installierten Apps für alle Benutzer auflisten:
    Get-AppxPackage -AllUsers
  • Alle Microsoft Apps für den aktuell angemeldeten Benutzer deinstallieren:
    Get-AppxPackage -Publisher *Microsoft* | Remove-AppxPackage
  • Alle Apps für alle Benutzer deinstallieren:
    Get-AppxPackage -AllUsers | Remove-AppxPackage
  • Alle standardmäßig bereitgestellten Bing-Apps löschen:
    Get-AppxProvisionedPackage -online | where {$_.PackageName -like "*Bing*"} | Remove-AppxProvisionedPackage -online
  • Alle standardmäßig bereitgestellten Apps löschen:
    Get-AppXProvisionedPackage -online | Remove-AppxProvisionedPackage -online

Möchte man alle Apps vollständig entfernen müssen die beiden fett markierten Befehle verwendet werden.

Da der Store auf jeden Fall erhalten bleibt, können neue bzw. vorher gelöschte Apps ohne Probleme wieder installiert werden.

Altes Download-Fenster in Firefox 26+ reaktivieren

Mit Firefox 20 wurde das alte Download-Fenster durch das neue Download-Panel ersetzt. Bis Firefox 25 konnte das alte Download-Fenster aber durch die Einstellung „browser.download.useToolkitUI“ in der „about-config“ wiederhergestellt werden. Ab Firefox 26 funktioniert dies nicht mehr, worüber sich bereits viele Nutzer beklagt haben. Auch einige Add-ons, die den alten Download Manager erweitert haben, funktionieren nicht mehr. Der Grund ist, dass Mozilla die alte Download-Manager-API mit Firefox 26 vollständig entfernt hat. Hier bleibt nichts anderes übrig, als auf ein Update der entsprechenden Add-ons zu warten.

Wer weiterhin das alte Download-Fenster bevorzugt, sollte sich das Add-on „Downloads Window“ anschauen.

Firefox Add-on Downloads Windows

Windows 7: 100-MB-Partition nachträglich erstellen

Bei der Installation von Windows 7 wird standardmäßig eine 100 MByte große Partition mit der Bezeichnung „System-reserviert“ angelegt. In einigen Fällen wird diese Partition aber nicht erstellt, beispielsweise wenn sich bei der Installation schon ein vorheriges Windows auf der Festplatte befindet. Auch bei vorinstallierten PCs oder bei einer automatischen Installation kann die 100-MB-Partition fehlen.

Im Normalfall ist das nicht weiter schlimm, da die Partition lediglich den Bootmanager beinhaltet. Fehlt sie, wird der Bootmanager einfach auf die Windows-Partition gepackt. Ein weiterer Einsatzzweck der 100-MB-Partition ist die Unterstützung der BitLocker-Laufwerksverschlüsselung. Damit eine mit BitLocker verschlüsselte Systempartition gebootet werden kann, muss der Bootloader auf der unverschlüsselten 100-MB-Partition liegen.

Ab Windows 8 ist die Partition „System-reserviert“ 350 MByte groß, da sich dort noch zusätzlich eine Notfallumgebung befindet.

Nachträgliche Erstellung der 100-MB-Partition

Wenn die Partition fehlt, aber die BitLocker Laufwerksverschlüsselung verwendet werden soll, muss die Partition nachträglich erstellt werden. Natürlich kann auch Windows neu installiert werden, aber es geht auch einfacher.

Die Lösung bietet das „BitLocker Drive Preparation Tool“ (BdeHdCfg.exe). Einfach folgenden Befehl ausführen und schon wird eine entsprechende Partition nachträglich erstellt. Allerdings ist diese dann 300 MByte groß.

BdeHdCfg -target default

Nach einem Neustart ist die Partition dann vorhanden.

bdehdcfg.exe

Mögliche Fehler beheben

Bei meinen Versuchen habe ich immer folgende Fehlermeldung erhalten:

Das Zielsystemlaufwerk wurde nicht gefunden. Sie müssen das Laufwerk möglicherweise manuell auf BitLocker vorbereiten.

Die Lösungsvorschläge von Microsoft haben mir nicht geholfen. Auch im Internet konnte ich keine Lösung für dieses Problem finden. Nach einigen Versuchen konnte ich aber die Ursache des Problems aufdecken: Der Defragmentierungs-Dienst. Dieser war  mit dem Starttyp „Deaktiviert“ versehen. Sobald der Starttyp auf „Manuell“ geändert wird, funktioniert auch wieder die automatische Erstellung der 100-MB-Partition.

Caps-Lock-Taste deaktivieren oder zu Shift-Taste umwandeln

Die Caps-Lock-Taste (auf deutsch auch Feststelltaste oder Umschaltsperre genannt) ist ein Relikt aus alten Tagen und wird heutzutage nur sehr selten benutzt. Oftmals wird sie aus Versehen betätigt und sorgt damit für unnötigen Ärger.

Wer die Taste nicht benötigt, kann sie ohne Probleme deaktivieren oder zu einer Shift-Taste umwandeln. In meinem Download sind fertige Registry-Files enthalten, mit denen beide Möglichkeiten einfach umgesetzt werden können. Damit die Änderungen wirksam werden muss der PC nach Ausführen der jeweiligen Datei neugestartet werden. Wem die Änderungen nicht gefallen kann auch die Standardeinstellungen wiederherstellen.

Download Registry-Files

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Unbenutzte Gruppenrichtlinien herausfinden via PowerShell

In größeren Umgebungen kann die Anzahl an Gruppenrichtlinien schnell anwachsen, wodurch auch das gesamte Management teilweise sehr unübersichtlich werden kann. Aus diesem Grund sollten regelmäßig alte und nicht mehr benutzte Gruppenrichtlinien entfernt werden. Doch wie findet man diese am einfachsten?

Eine gute Lösung ist nach nicht verknüpften Gruppenrichtlinien zu suchen und diese zu löschen. Dabei sollte aber erwähnt werden, dass eventuell einige Gruppenrichtlinien mit Absicht nicht verknüpft sind, da sie beispielsweise für Testzwecke verwendet werden. Diese sollten dann selbstverständlich nicht gelöscht werden ;-)

In den „Group Policy Management Console Scripting Samples“ ist das Skript „FindUnlinkedGPOs.wsf“ enthalten, welches die Suche nach nicht verknüpften Gruppenrichtlinien automatisch durchführt. Noch einfacher funktioniert es mit der PowerShell. Folgendes Skript erledigt genau diese Aufgabe:

import-module grouppolicy

function IsNotLinked($xmldata){
    If ($xmldata.GPO.LinksTo -eq $null) {
        Return $true
    }

    Return $false
}

$unlinkedGPOs = @()

Get-GPO -All | ForEach { $gpo = $_ ; $_ | Get-GPOReport -ReportType xml | ForEach { If(IsNotLinked([xml]$_)){$unlinkedGPOs += $gpo} }}

If ($unlinkedGPOs.Count -eq 0) {
    "No Unlinked GPO's Found"
}
Else{
    $unlinkedGPOs | Select DisplayName,ID | ft
}

Alternativ ist das Skript auch als Download verfügbar.

Download PowerShell Skript „Get Unlinked Group Policy Objects“

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Benutzername zu SID ermitteln und umgekehrt

In einigen Fällen steht man vor der Aufgabe, zu einer SID (Security Identifier) den dazugehörigen Benutzernamen herauszufinden. Manchmal ist aber auch die SID zu einem Benutzernamen interessant. Beide Varianten lassen sich mit diversen Tools bewerkstelligen. Bequemer und oft auch schneller ist der Weg über die Windows PowerShell.

Einfach die erste(n) Zeile(n) mit den gewünschten Daten ausfüllen und die Befehle dann in einer PowerShell ausführen.

SID in Benutzername auflösen

$SID = "S-1-5-21-432910507-1033970652-2795242160-21283"

$objSID = New-Object System.Security.Principal.SecurityIdentifier($SID)
$objUser = $objSID.Translate([System.Security.Principal.NTAccount])
$objUser.Value

Benutzername (Domänenbenutzer) in SID auflösen – Möglichkeit 1

$DOMAIN = "DOMÄNENNAME"
$USERNAME = "BENUTZERNAME"

$objUser = New-Object System.Security.Principal.NTAccount($DOMAIN, $USERNAME)
$strSID = $objUser.Translate([System.Security.Principal.SecurityIdentifier])
$strSID.Value

Benutzername (Domänenbenutzer) in SID auflösen – Möglichkeit 2

Get-ADUser -Identity BENUTZERNAME

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PowerShell Version herausfinden

Hier noch ein kleiner Tipp, wie man die aktuell installierte PowerShell Version herausfinden kann. Beispielsweise kann man so überprüfen, ob ein vorhandenes PowerShell-Skript ohne Probleme auf einem anderen PC läuft.

Die Ausgabe der entsprechenden Informationen erfolgt über die Variable „$PSVersionTable“.

$PSVersionTable

Wenn die Variable nicht existiert, handelt es sich um PowerShell 1.0.

PowerShell Version

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Windows 8 und Windows 8.1 per USB-Stick im UEFI-Modus installieren

Windows 8 Logo

Viele Windows-Installationen werden heutzutage bereits über einen USB-Stick durchgeführt. Diese Möglichkeit ist nicht nur deutlich schneller als die Installation von einer DVD, sondern kann auch bei Geräten ohne optische Laufwerke zum Einsatz kommen. Eine Installation im UEFI-Modus per USB-Stick ist aber nicht ganz unproblematisch. Nachfolgend zeige ich euch, was ihr beachten müsst und stelle zwei Lösungswege vor.

Voraussetzungen

Die Installation von Windows 8.x im UEFI-Modus funktioniert nur, wenn der USB-Stick mit dem FAT32-Dateisystem formatiert ist. Unter NTFS kann Windows nicht im UEFI-Modus installiert werden. Außerdem fordert der UEFI-Modus zwingend eine 64-Bit CPU und daher auch eine 64-Bit Version von Windows.

Eine einfache Alternative zur Erstellung eines UEFI-kompatiblen bootfähigen USB-Sticks ist das Tool Rufus. Weitere Infos zu den Einstellungen findet ihr in meinem Artikel „Rufus erstellt bootfähige USB-Stick, auch UEFI„.

Variante 1: Manuelle Erstellung

Wer den Weg über die Kommandozeile nicht scheut und bereits eine entsprechende ISO-Datei besitzt, findet hier eine einfache und schnelle Lösung. Zuerst muss eine Kommandozeile mit Administrationsrechten gestartet werden. Anschließend werden dort folgende Befehle nacheinander abgearbeitet:

diskpart
list disk
select disk x   // x durch Zahl des gewünschten Datenträgers ersetzen
clean
create partition primary
select partition 1
active
format quick fs=fat32
assign
exit

Nachdem der Stick richtig formatiert ist, müssen noch die Dateien von einer Windows 8.x x64 ISO kopiert werden. Einfach die ISO mounten und alle Dateien auf den USB-Stick kopieren. Zum Kopieren kann man beispielsweise „xcopy“ in der Kommandozeile verwenden, wobei Q das Quelllaufwerk und Z das Ziel (USB-Stick) ist:

xcopy Q:\*.* Z:\ /S /E

diskpart

Alternativ kann auch das „Windows 7 USB/DVD Download Tool“ verwendet werden, was jedoch etwas länger dauert und relativ umständlich ist. Ungeachtet des Namens kann mit dem Tool auch von einer Windows 8.x x64 ISO ein USB-Stick erstellt werden. Anschließend müssen alle Dateien vom Stick auf die Festplatte zum Zwischenspeichern kopiert werden. Jetzt wird der Stick mit FAT32 formatiert, da das Tool den USB-Stick vorher mit NTFS versehen hat. Zum Schluss werden alle Daten von der Festplatte zurück auf den Stick kopiert.

Variante 2: Automatische Erstellung

Microsoft bietet zwei Setup-Tools an, mit welchen Windows 8 bzw. Windows 8.1 automatisch heruntergeladen und ein UEFI kompatibler USB-Stick erstellt wird. Ein großer Nachteil ist jedoch, dass Windows zwingend von Microsoft heruntergeladen werden muss. Wer bereits eine ISO-Datei oder eine langsame Internetverbindung besitzt, sollte hier eher auf die erste Möglichkeit ausweichen.

  1. Tool herunterladen und starten. Zu beachten ist, dass das Tool unter einem 64-Bit Windows gestartet werden muss, ansonsten wird keine UEFI kompatible Windows-Version heruntergeladen.
  2. Anschließend muss eine gültige Windows 8.x Seriennummer eingegeben werden.
  3. Nach erfolgreichem Download kann über die Option „Installationsmedien erzeugen“ ein USB-Stick mit Windows 8.x erzeugt werden.

Installation

Zu diesem Zeitpunkt sollte ein bootbarer USB-Stick vorliegen, von dem Windows im UEFI-Modus installiert werden kann. Je nach Mainboard kann die Installation an sich aber noch einige Probleme bereiten. Daher möchte ich noch einige Tipps festhalten, die ggf. behilflich sein könnten. Individuelle Ratschläge kann ich aufgrund der Mainboardvielfalt nicht geben.

  • Vorbereiteten USB-Stick in einem USB-2.0-Port verwenden (3.0-Ports könnten eventuell Probleme verursachen)
  • Bootmanager starten und Stick im UEFI-Modus booten
  • Im BIOS/UEFI „CSM“ deaktivieren und „UEFI first“ oder „UEFI only“ einstellen
  • Teilweise muss „Secure Boot“ im BIOS/UEFI deaktiviert werden

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Mac OS X unter Windows in einer VM testen

Bitte beachten: ich übernehme keine Garantie oder Haftung!

Wer sich mal gerne das Mac OS X Betriebssystem anschauen möchte, hat oft nur beschränkte Möglichkeiten: Sich ein Mac kaufen, in einen bekannten Elektronikladen gehen oder einen Bekannten fragen. Man kann aber auch Mac OS X virtualisieren. Ich habe dafür VMware Workstation Version 9 und Version 10 benutzt. Es sollte jedoch auch mit VMware Player funktionieren. Da alle neueren Mac Rechner Intel CPUs haben, empfehle ich diese Anleitung an einem Rechner mit Intel CPU durchzuführen. Ich habe es auch auf einer AMD CPU zum Laufen bekommen, aber es lief nicht flüssig. Nach einem Update von Mac OS X 10.8.3 auf 10.8.5, hatte ich mit dem AMD Rechner ein  „Kernel Panic“ Fehler. Auf dem Intel Rechner lief das Update ohne Probleme durch.

Zuerst benötigt man eine bereits vorgefertigte virtuelle Maschine. Diese kann man ohne Probleme mit Hilfe von Google finden. Nach dem Entpacken des Downloads existieren drei Ordner.

Abbildung 1: Ordnerübersicht

Abbildung 1: Ordnerübersicht

Der Ordner „OS X Mountain Lion“ beinhaltet die virtuelle Maschine. Daher empfehle ich diesen in den Standardspeicherort für virtuelle Maschinen von VMware zu kopieren. Bei mir nach „<Benutzer>\Eigene Dokumente\Virtual Machines\“.

Abbildung 2: Ordnerinhalt der VM

Abbildung 2: Ordnerinhalt der VM

Als nächstes muss man in den Ordner „VMware Unlocker – Mac OS X Guest“ gehen. Dort findet man einige Unterordner. Je nachdem welches Produkt man von VMware benutzt, muss man in den entsprechenden Ordner gehen. In dem Ordner „VMware Workstation Unlocker – Windows“ befinden sich die unten abgebildeten Dateien.

Abbildung 3: VMware Unlocker

Abbildung 3: VMware Unlocker

Mithilfe des Unlockers kann man in VMware Workstation Mac OS X als Betriebssystem der VM auswählen. Ich hatte, wenn ich die „Unlocker.exe“ Datei per Administrator ausführe, dass Gefühl das es nicht richtig geklappt hat. Daher ist es besser die „install.cmd“  per Administrator auszuführen. Wer möchte kann die Batch Datei vorher bearbeiten und unten ein „Pause“ einfügen. So kann man lesen ob alles geklappt hat.

Abbildung 4: VMware Unlocker

Abbildung 4: VMware Unlocker

Ist der Unlocker erfolgreich durchgelaufen, kann man VMware Workstation öffnen. Dort klickt man auf „Open a Virtual Machine“ und wählt die VM aus.

Abbildung 5: VMX-Datei auswählen

Abbildung 5: VMX-Datei auswählen

Ist die VM geladen, empfehle ich zuerst die Einstellungen zu ändern.

Abbildung 6: Ändern der Einstellungen der VM

Abbildung 6: Ändern der Einstellungen der VM

Den RAM und die CPU muss man nicht verändern. Ich habe meiner VM trotzdem 4 CPU Cores und 4 GB RAM spendiert. Wichtiger ist, unter dem Reiter „Options“ das „Guest operating system“ auszuwählen.

Abbildung 7: Guest operating System auswählen

Abbildung 7: Guest operating System auswählen

Ich habe anschließend die VM noch auf ein höhere Hardware Level gebracht. Dies geschieht durch einen Klick auf „Upgrade this virtual machine“. Bei dem darauf auftauchenden Wizard muss man sich entscheiden ob die VM geklont werden soll, oder die ausgewählte VM upgegradet werden soll. Ich habe die zweite Option gewählt.

Abbildung 8: Upgrade VM

Abbildung 8: Upgrade VM

Abbildung 9: Hardware Level ändern

Abbildung 9: Hardware Level ändern

Ist der Wizard erfolgreich durchgelaufen, kann man die VM das erste Mal starten. Es wird gefragt ob man die VM bewegt oder kopiert hat. Hier unbedingt „I copied it“ auswählen. So wird eine neue SID erzeugt.

Abbildung 10: I copied it

Abbildung 10: I copied it

Mac OS X startet nun und zeigt, wenn gestartet, einen Willkommens-Bildschirm an.

Abbildung 11: Welcome Screen

Abbildung 11: Welcome Screen

Der Einrichtungsassistent von Mac OS X sollte selbsterklärend sein. Wenn man sich auf dem Desktop befindet, kann man erst einmal alles einrichten. Das Betriebssystem kann man auch auf deutsch stellen.

Damit wäre die Installation und Konfiguration abgeschlossen. Wer gerne iMessage verwenden möchte, muss sich einige Tage gedulden. Die Anleitung folgt in Kürze.

Ich möchte mich bei Robert bedanken mit dem ich viel ausprobiert habe und der ein super Azubikollege war.

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