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Von einer Fritz!Box über andere Fritz!Box per VoIP telefonieren

In meinem Artikel „Fritz!Box VoIP von überall aus nutzen“ habe ich euch bereits gezeigt, wie ihr von unterwegs oder im Ausland über den VoIP-Account eurer Fritz!Box telefonieren könnt. Natürlich funktioniert das aber auch von einer anderen Fritz!Box aus. So könnt ihr beispielsweise einen, in einer Fritz!Box eingerichteten VoIP-Account, in eurer Fritz!Box verknüpfen und über diesen telefonieren.

Die Anleitung ist mit FRITZ!OS in Version 05.52 entstanden, sollte aber auch mit neueren Firmwares identisch ablaufen.

VoIP-Telefon an der ersten Fritz!Box einrichten

Zunächst wird ein VoIP-Telefon an der ersten Fritz!Box benötigt, über welche dann später telefoniert werden soll. Die Einrichtung erfolgt in der Weboberfläche der Fritz!Box unter den Menüpunkten „Telefonie“ und „Telefoniegeräte“. Dort muss unten auf den Button „Neues Gerät einrichten“ geklickt werden. Den folgenden Prozess habe ich bereits in diesem Artikel beschrieben.

Nach erfolgreicher Einrichtung muss das neu erstellte VoIP-Telefon noch so eingerichtet werden, damit eine Anmeldung aus dem Internet möglich ist. Auch diesen Vorgang habe ich in dem oben genannten Artikel genauer beschrieben.

Zweite Fritz!Box mit der ersten Fritz!Box verbinden

Jetzt kann die zweite Fritz!Box mit der ersten Fritz!Box verbunden werden. In der Weboberfläche muss dafür zunächst in das Menü „Telefonie“ und anschließend zu „Eigene Rufnummern“ gewechselt werden. Dort wird der Vorgang mit Klick auf „Neue Rufnummer“ gestartet. In das folgende Formular müssen einige Daten angegeben werden:

Darunter die entsprechende Internetrufnummer inklusive Vorwahl und den Benutzernamen sowie das vorher festgelegte Passwort von der ersten Fritz!Box. Auch der Registrar ist notwendig, welcher jedoch immer „fritz.box“ lautet.

Im nächsten Schritt muss die soeben erstellte Internetrufnummer bearbeitet werden. Hier muss noch der Proxy-Server eingetragen werden, also der DynDNS-Name der ersten Fritz!Box. Des Weiteren sollte auch die Option „Anmeldung immer über eine Internetverbindung“ aktiviert werden.

Abschließend muss die konfigurierte Internetrufnummer nur noch einem Telefon zugewiesen werden, welches an die zweite Fritz!Box angeschlossen ist. Fertig!

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Flash Drive Information Extractor – Controller-Chip von USB-Sticks herausfinden

USB-Sticks gibt es wie Sand am Meer. Doch selbst bei teuren Modellen von bekannten Herstellern ist nicht offensichtlich, welcher Controller-Chip verwendet wird. Um dies herauszufinden müsste der Stick geöffnet werden.

Eine bessere Alternative ist das Tool „Flash Drive Information Extractor„. Das portable Programm erkennt am PC eingesteckte USB-Sticks und kann den verwendeten USB-Controller identifizieren. Der Controller wird dabei direkt erkannt und nicht über VID (Vendor ID) und PID (Product ID) „erraten“, was oft fehlerhafte Ergebnisse liefert. Auch wenn dem USB-Stick aufgrund eines defekten Dateisystems kein Laufwerksbuchstabe zugeordnet werden kann, funktioniert der Flash Drive Information Extractor oftmals trotzdem.

Download Flash Drive Information Extractor (erster Link)

Flash Drive Information Extractor

„An Start anheften“ aus dem Kontextmenü entfernen

Standardmäßig bieten Windows 8 und 8.1 die Option Programme und Dateien an den Start anzuheften. Für alle Benutzer, welche die neue Startseite nicht nutzen, ist die Option „An Start anheften“ mehr als überflüssig.

Vor allem im Bezug auf den Papierkorb ist die Option nervig, befindet sie sich doch genau dort, wo bei Windows 7 die Option „Papierkorb leeren“ auftaucht. So passiert es regelmäßig, dass der Papierkorb an den Start angeheftet wird, wenn er eigentlich geleert werden sollte.

Anbei findet ihr eine Registry-Datei mit der ihr die Option für den gesamten PC entfernen könnt. Entsprechend sind davon alle Dateien und alle Nutzer betroffen. (via)

Download Registrydatei zum Deaktivieren der Option „An Start anheften“

Netzwerkkonfiguration VMware Player 6 nachrüsten

Der VMware Player bringt standardmäßig keine Funktion zum Einrichten der Netzwerkkonfiguration mit. Beim VMware Player 5 kann der „Virtual Network Editor“ über eine mitgelieferte DLL-Datei gestartet werden. Dies funktioniert jedoch nicht bei der neuen 6er Version.

Hier muss die Funktionalität mithilfe der „vmnetcfg.exe“ und einer DLL-Datei nachgerüstet werden, welche in der VMware Workstation 10 enthalten sind. Beide Dateien stelle ich zum Download bereit. Diese müssen lediglich in das Hauptverzeichnis des VMware Players kopiert werden. Bei mir lautet der Pfad beispielsweise „C:\Program Files (x86)\VMware\VMware Player\“. Anschließend kann die EXE-Datei dort ausgeführt werden.

Für den VMware Player 7.0 wird eine neue Version des „Virtual Network Editors“ benötigt.

Download Netzwerkkonfiguration für VMware Player 6.0.0
Download Netzwerkkonfiguration für VMware Player 6.0.1
Download Netzwerkkonfiguration für VMware Player 6.0.2

Virtual Network Editor

Linux Distribution und Linux Version herausfinden

Tux

Beim Zugriff auf Linux-Systeme per SSH weiß man oft nicht genau, welche Distribution bzw. welche Version auf dem System installiert ist. Zur Beantwortung dieser Frage stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Mit den folgenden drei Befehlen lassen sich oft so gut wie alle benötigten Informationen abfragen:

cat /etc/issue
cat /proc/version
uname -a

Je nach Distribution sind auch noch andere Befehle anwendbar, die weitere Informationen preisgeben:

cat /etc/debian_version // Debian
cat /etc/lsb-release // Ubuntu 
cat /etc/redhat-release // RedHat, Fedora, CentOS
cat /etc/SuSE-release // SUSE, OpenSUSE
cat /etc/gentoo-release // Gentoo
cat /etc/release // Solaris 
cat /etc/slackware-version // Slackware

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Windows 8 Startseite sichern

Windows 8 Logo

Die neue Startseite unter Windows 8 wird von vielen auch als „Kachelansicht“ bezeichnet. Mit Windows 8.1 kann die Startseite noch besser an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So stehen unter anderem neue Hintergründe und Farben bereit. Ebenso kann mit dem Update zwischen vier verschiedenen Kachelgrößen gewählt werden (siehe Screenshot).

Windows 8.1 Startseite

Doch wie kann man seine mühevoll eingerichtete Startseite sichern? Die Lösung liegt in der Datei „appsFolder.itemdata-ms„. Dort speichert Windows alle Informationen über die verwendeten Kacheln und deren Anordnung ab. Die Datei „appsFolder.itemdata-ms.bak“ ist eine Sicherungskopie.

%LocalAppData%\Microsoft\Windows\appsFolder.itemdata-ms
%LocalAppData%\Microsoft\Windows\appsFolder.itemdata-ms.bak

Also einfach die betreffende Datei sichern und nach bei Bedarf, beispielsweise nach einer Neuinstallation, wieder einspielen.

Windows 8 Startbildschirm sichern

(via)

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PowerShell-Skript als geplante Aufgabe ausführen

Die Windows Aufgabenplanung (Task Scheduler) ist ein nützliches Werkzeug. Damit lassen sich Aufgaben planen, die bei einem bestimmten Ereignis automatisch ausgeführt werden. In diesem Zusammenhang werden oft sogenannte Batch-Skripte verwendet. Eine Alternative dazu sind PowerShell-Skripte. Diese bieten mehr Funktionen sowie Möglichkeiten und bestimmte Dinge lassen sich einfacher realisieren.

Die Einbindung eines PowerShell-Skripts in die Aufgabenplanung ist aber nicht ganz unproblematisch, da das Skript nicht direkt ausgeführt werden kann. Deshalb hier eine kurze Beschreibung, wie ihr PowerShell-Skripte dennoch als geplante Aufgabe ausführen könnt.

Zunächst muss die Aufgabenplanung geöffnet werden und eine neue Aufgabe angelegt bzw. eine bestehende Aufgabe bearbeitet werden. Das PowerShell-Skript wird im Reiter „Aktionen“ eingebunden. Einfach eine neue Aktion anlegen oder eine bestehende Aktion bearbeiten, dann erscheint folgendes Fenster:

Aufgabenplanung PowerShell

Bei „Aktion:“ wird „Programm starten“ ausgewählt. Im Textfeld „Programm/Skript:“ wird der Pfad zur „PowerShell.exe“ eingetragen.

%SystemRoot%\system32\WindowsPowerShell\v1.0\powershell.exe

Hier darf nicht der Pfad des Skripts stehen! Auch bei Verwendung der PowerShell 2.0 oder neueren PowerShell-Versionen lautet der Pfad wie oben angegeben.

Der Pfad zum eigentlichen Skript wird unter dem Punkt „Argumente hinzufügen (optional):“ eingetragen. Der Pfad wird dann als command-Parameter übergeben:

-command "C:\Scripts\Pfad_zum_Skript.ps1"

Nun sollte das Skript ohne Probleme ausgeführt werden können. Am besten ihr macht einen manuellen Testlauf. Falls dennoch Probleme auftreten, sollten zuerst die Ausführungsrichtlinien für PowerShell-Skripte geprüft werden. Mehr dazu in meinem Artikel „PowerShell-Skripte lassen sich nicht ausführen„. Darüber hinaus kann euch der zurückgelieferte Fehlercode bei der weiteren Suche helfen.

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Windows 8: Navigationsbereich des Windows Explorers bearbeiten

In Windows 8 werden, wie unter Windows 7, im linken Navigationsbereich des Windows Explorers folgende Punkte angezeigt:

  • Favoriten
  • Bibliotheken
  • Heimnetzgruppe
  • Computer
  • Netzwerk

Mit dem „Windows Explorer Navigation Pane Configuration Tool“ (WENPCFG) kann über die Komandozeile bequem gesteuert werden, welche Punkte angezeigt werden sollen oder nicht. Mittlerweile wurde das Kommandozeilentool angepasst, sodass es jetzt für Windows 7 und Windows 8 funktioniert.

Nachfolgnd noch ein kurzes Beispiel zur Benutzung:

wenpcfg /HideHomeGroup /HideLibraries /Reboot

Dieser Befehl entfernt die Heimnetzgruppe sowie die Bibliotheken und führt einen automatischen Neustart durch, damit die Änderungen übernommen werden.

Download & Infos WENPCFG

ownCloud auf Synology NAS installieren

NAS-Systeme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sind schon in vielen Haushalten zu finden. „NAS“ ist die Abkürzung von „Network Attached Storage“, was so viel wie „netzgebundener Speicher“ bedeutet. Quasi ein zentraler Speicherplatz im (Heim-)Netzwerk. Unter den vielen Herstellern von NAS-Systemen ist vor allem Synology sehr beliebt.

Aktuell habe ich ein DS213j von Synology bei mir, welches ich für Hartware getestet habe (zu meinem Review). Das NAS-System kann zwei Festplatten aufnehmen und konnte mich auf Anhieb überzeugen. Es bietet eine gute Performance, ist sehr leise und stromsparend und besitzt, wie alle Geräte von Synology, ein tolles Webinterface. Leider verlässt es mich schon wieder in einer Woche, da wir es bei www.hartware.de in einem Gewinnspiel verlosen.

Synology bietet in seinen NAS-Systemen von Haus aus sehr viele Features. Weitere Funktionen können über das Paket-Zentrum in Form von Apps nachinstalliert werden. Dennoch reicht dies vielen Nutzern nicht aus und sie wollen andere Software installieren, welche nicht standardmäßig angeboten wird. Beispielsweise ownCloud.

Kein Problem. Ich zeige euch wie ownCloud auf einer Synology DiskStation mit DSM 4.2 installiert werden kann.

ownCloud auf Synology NAS-System installieren

Vor der Installation müssen bestimmte Anforderungen erfüllt sein. Öffnet dazu die „Systemsteuerung“ und anschließend „Webdienste“. Hier muss der Punkt „Web Station aktivieren“ aktiviert werden. Bei der geplanten Nutzung von MySQL (dazu später mehr) ebenso der Punkt „MySQL aktivieren“. Im Reiter „HTTP-Dienst“ kann zudem die „HTTPS-Verbindung“ aktiviert werden, was aber optional ist.

Im nächsten Schritt wird das Paket-Zentrum der Synology geöffnet. Dort muss zuerst eine neue Paketquelle hinzugefügt werden. Dies erfolgt über den Button „Einstellungen“ und den Reiter „Paketquellen“. Hier existieren mehrere Möglichkeiten. Ich empfehle das ownCloud-Paket von Eric, da es am schnellsten upgedated wird. Als Quelle also dementsprechend „http://www.cphub.net“ eintragen.

Zurück im Paket-Zentrum muss in der linken Navigationsleiste auf den Punkt „Community“ gewechselt werden. Nach kurzer Ladezeit erscheint dort unter anderem auch ownCloud. Auf „Installieren“ klicken.

Nach ca. einer Minute ist die Installation abgeschlossen und es müsse noch ein paar Einstellungen getätigt werden. Unter anderem kann an diesem Punkt festgelegt werden, ob ownCloud über HTTPS oder HTTP erreichbar sein soll.

Nach erfolgreicher Installation erscheint das ownCloud-Icon im Startmenü.

Ein Klick darauf öffnet ownCloud. Alternativ kann ownCloud auch über die URL „http(s)://IP-NAS-SYSTEM/owncloud/“ aufgerufen werden. Hier muss lediglich noch der Admin-Account und ein Passwort vergeben werden. Mit einem Klick auf „Finish setup“ landet ihr in eurer neuen ownCloud.

In diesem Tutorial verwende ich als Datenbank SQLite, da die Installation von ownCloud damit am schnellsten funktioniert. Die Nutzung von MySQL als Datenbank ist ein wenig aufwendiger. Eine gute Anleitung dazu gibts bei Eric in seinem Blog.

Der große Vorteil bei der Nutzung des Synology Paket-Zentrums ist die Möglichkeit von automatischen Updates. Bei Erscheinen einer neuen Version kann ownCloud ohne Verlust der Konfiguration aktualisiert werden. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte aber vorher den Ordner „/VOLUME/web/owncloud“ sichern.

Offline-Kartenfunktion im neuen Google Maps nutzen

Seit heute verteilt Google die neue Version 7 von Google Maps über den Play Store. Die Verteilung erfolgt in mehreren Phasen und soll in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Das neue Google Maps ist ab Android 4.0.3 lauffähig. Geräte mit einer älteren Version können das neue Google Maps nicht nutzen. Für Apple-Geräte soll die neue Version demnächst folgen.

Die auffälligste Neuerung dürfte die neue Benutzeroberfläche sein, welche für den Einsatz auf Tablets optimiert ist. Außerdem hat Google einige Features gestrichen. Unter anderem die beliebte Offline-Kartenfunktion. Diese ist nicht mehr über das Menü aufrufbar, sondern nur noch über einen kleinen Trick erreichbar. Möchte man Kartendaten im Speicher ablegen, muss im Suchfeld „OK Maps“ eingetippt werden. Anschließend wird der aktuell angezeigte Kartenausschnitt für die Offlinenutzung heruntergeladen. Funktioniert zwar weiterhin, aber ist längst nicht mehr so komfortabel wie bisher.

neues Google Maps für Android

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Drucken in SAP über Windows und SAPSprint

Ein SAP-System besteht aus den drei Komponenten Datenbank, ein oder mehreren Applikationsservern und vielen Client-Rechnern. Der SAP-Kern läuft auf dem Applikationsserver und besteht seinerseits aus mehreren Workprozessen, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Der Dialog-Workprozess steuert die Kommunikation zwischen dem SAP-System und den Endanwendern. Der Spool-Workprozess ist für das Drucken selbst zuständig. (vgl. Szardenings 2010, S. 15 f.)

Das Drucken aus SAP ist sehr umfangreich und deutlich komplexer als beispielsweise das Drucken aus Word oder Excel. Der Prozessablauf (siehe Abbildung) soll die Zusammenhänge verdeutlichen.

SAP-Druckarchitektur

SAP-Druckarchitektur, angelehnt an (vgl. SAP AG 2011; vgl. Szardenings 2010, S. 160)

Der erste Schritt beim Drucken aus einem SAP-System ist das Auslösen eines Druckvorgangs. Die Druckanfrage wird daraufhin an den SAP-Applikations­server (auch Aufbereitungsserver) gesendet. Der Dialog-Workprozess (D-WP) auf dem Applikationsserver erstellt einen Spool-Auftrag und leitet ihn an die Spool-Datenbank TemSe zur Zwischenspeicherung weiter. Der Spool-Auftrag enthält administrative Informationen (z.B. Druckername, Erstellungsdatum, Autor) sowie die geräteunabhängigen Druckdaten. Erst wenn ein Spool-Auftrag explizit ausgedruckt werden soll, wird ein Ausgabeauftrag erzeugt und an den Spool-Workprozess (S-WP) übergeben. Dort werden die geräteunabhängigen Druckdaten aus dem Spool-Auftrag in Daten umgewandelt, welche das gewählte Ausgabegerät versteht. Zu einem Spool-Auftrag können somit keine bis mehrere Ausgabeaufträge existieren. Spool- und Ausgabeauftrag können über die Option „Sofort ausgeben“ gleichzeitig erstellt werden. Dabei handelt es sich um einen Sofortdruck. (vgl. Szardenings 2010, S. 18-29)

Anschließend wird der vom S-WP aufbereitete Druckdatenstrom zum Betriebssystem-Spooler transportiert. Die Art und Weise des Transports wird in der SAP-Terminologie als Koppelart bezeichnet. Insgesamt bietet SAP verschiedene Koppelarten zur Auswahl (siehe Tabelle). Je nachdem ob der Betriebssystem-Spooler auf dem Applikationsserver läuft oder nicht, handelt es sich um lokale oder entfernte Koppelarten. Im zweiten Fall wird der entfernte Rechner als Vermittlungsrechner bezeichnet. (vgl. J. Heiss, Weirich, & Gratzl 2005, S. 205 f.)

Koppelart Beschreibung
C Drucken durch direkten Betriebssystemaufruf
E Drucken durch direkten Betriebssystemaufruf
F Drucken auf Front-End-Rechner (veraltet)
G Frontenddruck mit Control-Technologie
L Drucken über externe Kommandos
M E-Mail an Empfänger/Eigentümer
P Drucken über Gerätepool
S Netzwerkdruck via SAP-Protokoll
U Netzwerkdruck via Berkeley-Protokoll

SAP-Druckarchitektur, angelehnt an (vgl. SAP AG 2011; vgl. Szardenings 2010, S. 160)

In einem Windows-Netzwerk und bzw. oder einer heterogenen Drucker­land­schaft wird die Verwendung des Vermittlungsprogramms SAPSprint empfohlen. Für SAPSprint ist die bevorzugte Koppelart S (vgl. Szardenings 2010, S. 164). SAPSprint ist seit Januar 2006 verfügbar (vgl. SAP AG 2007, S. 8) und der Nachfolger von SAPlpd, welches nicht mehr weiterentwickelt wird (vgl. SAP AG 2007, S. 1). Dieses läuft auf dem Vermittlungsrechner als Windows-Dienst und ist für die Übertragung der Druckdaten vom Spool-Workprozess zum Betriebssystem-Spooler zuständig. Der SAPSprint-Dienst wartet auf dem LPD-Port 515 auf Anfragen des SAP-Systems. Bei ankom­menden Anfragen nimmt SAPSprint (sapsprint.exe) den Datenstrom entgegen und speichert ihn in einer temporären Datei auf dem Vermittlungsrechner. Das Verarbeitungsmodul (sapwin.dll) leitet den Datenstrom zum Ausdruck an den Drucker weiter. (vgl. Szardenings 2010, S. 106-117)

Quellen

  • J. Heiss, F., Weirich, E., & Gratzl, G. (2005). SAP NetWeaver Web Application Server. München: Addison-Wesley.
  • SAP AG. (23. 01 2007a). SAP-Hinweis Nr. 894444. http://nexentireusa.com/sap/PRES1/DOCU/SAPSprint_DE.pdf
  • SAP AG. (2011). Druckarchitektur und Druckmethoden. http://help.sap.com/saphelp_nw73/helpdata/de/d0/5dea3bab5d264be10000000a114084/frameset.htm
  • Szardenings, M. (2010). Drucken mit SAP: Lösungen für die Praxis. Bonn: Galileo Press.

Windows Server 2012 und Windows 8 als virtuelle Maschine – Teil 2

Teil 2: Installation von Windows Server 2012

Die Installation von Windows Server 2012 ist relativ unspektakulär und wer Windows 7 schon einmal installiert hat, wird hier vieles wiedererkennen.

Es fängt an mit der Sprachauswahl (Abbildung 1). Ich habe mich ganz klassisch für Deutsch entschieden. Anschließend muss man auf „Jetzt installieren“ klicken (Abbildung 2) und warten bis das Setup gestartet wird (Abbildung 3).

Abbildung 1: Sprachauswahl

Windows Server Setup 002

Abbildung 2: Installation starten

Windows Server Setup 003

Abbildung 3: Setup Start

Der erste Schritt im Setup ist die Eingabe des CD-Keys (Abbildung 4).

Abbildung 4: CD-Key Eingabe

Anschließend kann man auswählen, ob man eine sogenannte „Core-Installation“ oder eine Installation mit GUI haben möchte (Abbildung 5). In der Core-Installation gibt es nur eine Konsole und man muss alle Befehle eintippen. Ist der Server erst einmal eingerichtet und läuft mit allen erforderlichen Rollen ist eine Core-Installation vollkommen ausreichend. Zur Einrichtung aller Rollen gibt es genug Anleitungen im Internet. Sogar von Microsoft gibt es hier eine Anleitung wie man den Server konfiguriert.

Ich möchte aber gerne eine grafische Benutzeroberfläche haben und habe mich so für die Option „Server mit grafischer Benutzeroberfläche“ entschieden. Wie man auf dem Screenshot außerdem sehen kann, gibt es nur noch 64-Bit Installationen.

Windows Server Setup 005

Abbildung 5: Versionsauswahl

Nachdem man die Version ausgewählt hat, muss man die Lizenzbestimmung akzeptieren (liest sich die jemand mal durch? ;-)) (Abbildung 6) und die Installationsart auswählen (Abbildung 7). Ich nehme, wie beim Erstellen einer virtuellen Maschine (VM), immer die benutzerdefinierte Installation. Noch schnell auswählen, auf welche Festplatte Windows Server 2012 installiert werden soll (Abbildung 8) und schon kann die Installation starten.

Windows Server Setup 006

Abbildung 6: Lizenzbestimmung

Windows Server Setup 007

Abbildung 7: Installationsart

Windows Server Setup 008

Abbildung 8: Festplattenwahl

Während der Installation heißt es Daumen drehen und warten (Abbildung 9).

Windows Server Setup 009

Abbildung 9: Installation

Im Laufe der Installation wird die VM mehrmals neu gestartet. Nach einiger Zeit werden die Geräte initialisiert und die Installation abgeschlossen (Abbildung 10). Die einzige Benutzerkonfiguration die man vornehmen muss, ist das Eingeben des Administratorpassworts (Abbildung 12). Schon werden die Einstellungen festgelegt und geladen (Abbildung 12).

Windows Server Setup 010

Abbildung 10: Installation finalisieren

Windows Server Setup 011

Abbildung 11: Admin Kennwort festlegen

Windows Server Setup 012

Abbildung 12: Benutzereinstellungen erstellen

Anschließend sieht man zum ersten Mal die Anmeldemaske von Windows Server 2012 (Abbildung 13). Man muss bloß beachten, das man in der VM nicht STRG+ALT+ENTF drücken sollte, sondern STRG+ALT+EINFG um sich anmelden zu können.

Windows Server Setup 013

Abbildung 13: Einloggen

Wichtig für den nächsten Schritt: in dem ersten Teil der Anleitung habe ich geschrieben, dass als Netzwerkkonfiguration „Use host-only networking“ ausgewählt werden sollte. So hat die VM jedoch standardmäßig keinen Zugriff auf das Internet. Dafür die VM am einfachsten kurz auf „Bridged“ oder „NAT“ stellen. Je nachdem wie man es gerne hätte (Abbildung 14). Bei „Bridged“ bekommt man direkt eine eigene IP vom Router zugewiesen und bei NAT teilt man sich die IP mit dem Host-System.

Windows Server 002

Abbildung 14: Netzwerkeinstellungen VM

Nach der Anmeldung sollte man in der Systemsteuerung auf „Windows Update“ gehen und alle Updates installieren (Abbildung 15). Damit ist Windows Server 2012 soweit fertig (Netzwerkeinstellungen wieder auf „Use host-only networking“ stellen nicht vergessen).

Einen Virenschutz habe ich nicht installiert da die VM keinen weiteren Internetzugriff haben wird. Auch die RDP-Verbindung und Firewall habe ich nicht konfiguriert. Dies sollte für den Testbetrieb auch nicht nötig sein.

TIPP: In dem Unternehmen, in dem ich arbeite benutzen wir VMware vSphere 5. Wenn man dort auf „Windows Update“ klickt friert das Fenster ein (nur das Windows Update Fenster. Man kann problemlos weiterarbeiten). Nach einer gefühlten Ewigkeit geht es dann jedoch weiter. Aber nur bis man auf „Updates suchen“ klickt. Dann hängt das Fenster wieder, es wird aber nach Updates gesucht. Die man auch anschließend installieren kann. Interessanterweise hatte ich unter VMware Workstation 9 das Problem nicht.

Windows Server 001

Abbildung 15: Updates installieren

Wer jetzt die VM herunterfahren möchte wird sich erst mal umschauen nach der Shutdown Option. Windows Server 2012 sieht im Kachelmodus so aus (Abbildung 16) und im Desktopmodus so (Abbildung 17).

Windows Server 003

Abbildung 16: Kachelmodus

Abbildung 17: Desktopmodus

Abbildung 17: Desktopmodus

Ich drücke immer die Tastenkombination Windowstaste + i (Abbildung 18). So kommt man zu der Schnellauswahl und kann die Systemsteuerung, Serverinfo und weitere Optionen aufrufen. Unter anderem ist dort auch die Option „Ein/Aus“ zu finden. Klickt man diese Option an, kann man auswählen ob man Herunterfahren oder Neustarten möchte.

Abbildung 18: Herunterfahren

Abbildung 18: Herunterfahren

Damit ist Windows Server 2012 installiert und auf dem aktuellen Stand. Im nächsten Teil folgt dann das Erstellen der Domain Controller und der DNS Rollen.