Kategorie: Tutorials

Schwarzer Sperrbildschirm in Windows 10 Anniversary Update beheben

Windows 10 Logo

Mit Windows 10 hat Microsoft die neue Funktion Windows-Blickpunkt (englisch Windows spotlight) eingeführt, die zufällig neue Hintergrundbilder für den Sperrbildschirm anzeigt. Außerdem bietet Windows 10 die Möglichkeit, dass der Anmeldebildschirm dasselbe Hintergrundbild verwendet.

Seit dem Anniversary Update existiert aber ein Fehler, wodurch kein Hintergrundbild angezeigt wird und der Sperrbildschirm schwarz bleibt (siehe Screenshot). Wenn man die Maus bewegt oder eine Taste auf der Tastatur drückt, erscheint der Anmeldebildschirm und auch das Hintergrundbild. Der Sperrbildschirm selbst bleibt aber schwarz.

Schwarzer Sperrbildschirm

Dieser Fehler lässt sich jedoch relativ leicht beheben. Zuerst muss in die erweiterten Systemeinstellungen gewechselt werden. Es existieren mehrere Möglichkeiten um dorthin zu kommen:

  • über die Suchfunktion in der Taskleiste, „Erweiterten Systemeinstellung“ suchen
  • Rechtsklick auf das „Dieser PC“-Icon auf dem Desktop, „Eigenschaften“ wählen und links auf „Erweiterte Systemeinstellungen“ klicken
  • in der Systemsteuerung auf „System“ klicken und links auf „Erweiterte Systemeinstellungen“ klicken

Erweiterte Systemeinstellungen

Dort müsst ihr im oberen Drittel unter „Leistung“ auf „Einstellungen…“ klicken.

Im neuen Fenster „Leistungsoptionen“ muss dann die Einstellung „Animation beim Minimieren und Maximieren von Fenstern“ aktiviert werden.

Wenn ihr das Fenster mit „OK“ schließt wird auf dem Sperrbildschirm fortan wieder ein Hintergrundbild angezeigt. Zur Überprüfung ob es funktioniert einfach kurz den PC mit der Windows-Taste + L sperren.

Windows 10: Microsoft-Konto in lokales Konto umwandeln

Windows 10 Logo

Nur ein Klick zu viel und schon wird das lokale Windows-Konto unter Windows 10 automatisch zu einem Microsoft-Konto umgewandelt. Auch bei einer frischen Installation von Windows 10 macht es Microsoft schwerer als nötig, um ein lokales Benutzerkonto einzurichten und zu verwenden. Immerhin ist es nachträglich noch möglich, ein Microsoft-Konto in ein lokales Konto umzuwandeln. Nachfolgend eine kleine Anleitung, wie ihr vorgehen müsst.

Zuerst müsst ihr die Einstellungen öffnen und links den Menüpunkt „Konten“ auswählen.

Jetzt auf den Link „Stattdessen mit einem lokalen Konto anmelden“ klicken.

Vor es weiter geht müsst ihr das Passwort eures aktuell benutzten Microsoft-Kontos angeben.

Anschließend könnt ihr den Benutzernamen und optional das Passwort des lokalen Kontos festlegen.

Mit dem Klick auf den Button „Abmelden und fertig stellen“ beendet ihr den Prozess. Nach einem Neustart steht euer lokales Konto zur Verfügung.

Windows 10: Standarddrucker ändert sich automatisch

Windows 10 Logo

Unter Windows 10 kämpfen viele Leute mit dem anscheinend willkürlichen Wechsel des Standarddruckers. Tatsächlich ist dies aber kein Fehler, sondern ein Feature! Die neue Funktion wurde mit dem Windows 10 November Update (Version 1511) eingeführt und sorgt dafür, dass der zuletzt verwendete Drucker automatisch als Standarddrucker gesetzt wird. Viele Leute kommen mit dieser Neuerung nicht klar und bevorzugen das altbekannte Verhalten aus den vorherigen Windows Varianten. Glücklicherweise lässt sich dies relativ einfach wiederherstellen.

In den Einstellungen unter Geräte / Drucker & Scanner findet sich die entsprechende Option.
Wenn man den Schalter bei „Standarddrucker von Windows verwalten lassen“ auf „Aus“ ändert, dann hat der „Spuk“ ein Ende.

Möglichkeit 1: Einstellungen

Zunächst müsst ihr die Einstellungen öffnen und den Punkt „Geräte“ wählen. Anschließend links im Menü zu „Drucker & Scanner“ wechseln.

Hier muss die Einstellung „Standarddrucker von Windows verwalten lassen“ auf „Aus“ gestellt werden (siehe Screenshot).

Windows10_Standarddrucker

Diese Lösung ist nutzerspezifisch und muss für jeden Windows Benutzer separat eingestellt werden.

Für die Zentrale Einstellung kommt eher Lösung 2 in Betracht.

Möglichkeit 2: Registrierungs-Editor

Die automatische Änderung des Standarddruckers lässt sich leider nicht per Gruppenrichtlinien steuern. Wer das Feature gerne im ganzen Unternehmen deaktivieren möchte, kann dies über einen Registry-Tweak bewerkstelligen.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „regedit“ eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
    HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows
  3. Hier muss der Wert „LegacyDefaultPrinterMode“ auf „1“ gesetzt werden.
  4. Der Standarddrucker wird jetzt nicht mehr automatisch verstellt.

Zur einfacheren Umsetzung biete ich eine Registrierungsdatei an, die alle Änderungen in der Registry automatisch durchführt.

Windows 10 Standarddrucker automatisch setzen - Registry

Verwaiste Gruppenrichtlinienobjekte via PowerShell finden

Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) bestehen aus zwei Komponenten. Der Gruppenrichtliniencontainer (auf Englisch: Group Policy Container, kurz GPC) beinhaltet AD-bezogene Konfigurationsdaten und wird auch direkt im Active Directory gespeichert. Die Gruppenrichtlinienvorlage (auf Englisch: Group Policy Template, kurz GPT) hingegen wird im Dateisystem unter SYSVOL gespeichert und beinhaltet die Einstellungen eines Gruppenrichtlinienobjekts.

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass entweder GPC oder GPT fehlen, wobei dann von verwaisten GPOs gesprochen wird. Jeremy Saunders hat ein Skript veröffentlicht, womit solche GPOs schnell gefunden werden können:

Verwaiste GPOs finden

Im Beispiel sind zwei GPTs zu sehen, die keine korrespondierende GPC mehr besitzen. Verwaiste GPTs stellen kein Problem dar, werden aber auf andere DCs repliziert, benötigen Speicherplatz und stören die Übersicht. Deshalb ist es sinnvoll, die übriggebliebenen SYSVOL-Bestandteile zu löschen. Davor solltet ihr natürlich sicherstellen, dass diese auch wirklich nicht mehr benötigt werden ;-)

Download PowerShell Skript „Verwaiste Gruppenrichtlinienobjekte finden“

In meinem Artikel „Unbenutzte Gruppenrichtlinien herausfinden via PowerShell“ habe ich beschrieben, wie ihr nicht verknüpfte Gruppenrichtlinien identifizieren könnt.

Kategorien: Tutorials Windows

Windows 10: Alte Lautstärkeregelung reaktivieren

Windows 10 Logo

Mit Windows 10 hat Microsoft die Lautstärkeregelung im Systemtray optisch überarbeitet. Wer aber lieber die Variante von Windows 7 nutzen möchte, kann die alte Lautstärkeregelung ganz einfach wieder aktivieren.

Windows 10 Lautstärkeregelung

Windows 10 Lautstärkeregelung: Links Standard, rechts alte Variante

Die alte Lautstärkeregelung kann mit Hilfe des Registrierungs-Editors wieder aktiviert werden. Folgendermaßen müsst ihr vorgehen:

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „regedit“ eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion
  3. Wenn der Schlüssel „MTCUVC“ im linken Verzeichnisbaum nicht vorhanden ist, muss dieser von Hand erstellt werden.
  4. Darunter muss dann ein neuer „DWORD-Wert (32-Bit)“ mit dem Namen „EnableMtcUvc“ und dem Wert „0“ erstellt werden.
  5. Die alte Lautstärkeregelung ist wieder aktiviert. Zum Deaktivieren einfach den Wert auf  „1“ setzen oder den Schlüssel „MTCUVC“ wieder löschen.

Zur einfacheren Umsetzung biete ich eine Registrierungsdatei an, die alle Änderungen in der Registry automatisch durchführt.

Geschützte Vimeo-Videos downloaden

Vimeo Logo

Webseiten, die Videos zu Schulungs- oder Trainingszwecken anbieten, setzen oftmals auf eingebettete Vimeo-Videos. Diese Videos werden in den Privatsphäre-Einstellungen auf Domainebene berechtigt. Dies bedeutet, dass die betroffenen Videos nur auf der dafür berechtigten Webseite eingebettet werden können. Versucht man die Videos auf anderen Webseiten einzubinden, erscheint eine Fehlermeldung.

Die URL des Videos lässt sich ohne Probleme über den Quelltext der Webseite herausfinden, aber das hilft auch nicht weiter. Beim direkten Abspielen des Videos erscheint dieselbe Fehlermeldung.

Sorry

Because of its privacy settings, this video cannot be played here.

Darüber hinaus ist auch der Download solcher Videos gesperrt. Viele Download-Tools versprechen zwar einen schnellen und einfachen Download, aber dies funktioniert in der Praxis nicht.

Download Vimeo-Videos

Wirft man einen genaueren Blick auf die Privatsphäre-Einstellungen bei Vimeo, ist schnell klar, wie die Privatsphäre auf Domainebene funktioniert. Grundsätzlich handelt es sich um gar kein wirkliches „Sicherheitsfeature“, denn die entsprechende Funktion basiert lediglich auf dem HTTP-Referrer. Damit ist es kein großes Problem an das gewünschte Video zu gelangen.

Zuerst wird der kostenlose Web-Debbuging-Proxy Fiddler benötigt. Mit Hilfe des Tools kann HTTP- und HTTPS-Traffic aufgezeichnet, analysiert und modifiziert werden. Fiddler kann hier heruntergeladen werden. Ich empfehle die Verwendung von Fiddler 4, welches allerdings ein installiertes .NET Framework 4 voraussetzt.

Nach erfolgreicher Installation kann Fiddler gestartet werden. Anschließend wählt ihr im Menü „Rules“ und dann „Customize Rules… aus“. Alternativ könnt ihr auch das Tastenkürzel STRG + R nutzen.

Ein Pop-Up-Fenster erscheint und fragt, ob ihr den Fiddler2 ScriptEditor downloaden und installieren wollt. Da die notwendigen Änderungen mit diesem Editor deutlich einfacher als mit Notepad sind, empfehle ich den Editor zu verwenden.

Im ScriptEditor müsst ihr nun nach „OnBeforeRequest“ suchen. An dieser Stelle kann Code zum Ergänzen oder Ändern des HTTP-Headers eingefügt werden. In unserem Fall möchten wir beim Aufruf von Vimeo-Videos einen speziellen HTTP-Referrer übergeben. Dazu müsst ihr folgende zwei Regel ergänzen. Vergesst nicht den Referrer anzupassen.

if (oSession.uriContains("vimeocdn.com")) {
	oSession.oRequest.headers.Add("Referer", "http://www.myreferer.com");           
}
if (oSession.uriContains("player.vimeo.com")) {
    oSession.oRequest.headers.Add("Referer", "http://www.myreferer.com");
}

Jetzt könnt ihr die Datei speichern und den ScriptEditor beenden. Fiddler muss aber geöffnet bleiben!

Zum Schluss müsst ihr lediglich noch dafür sorgen, dass euer Download-Tool über Fiddler läuft. Dies geschieht über die Konfiguration eines Proxy-Servers. Da dies in jedem Tool unterschiedlich aussieht, gehe ich nicht weiter darauf ein. Als Proxy-Server-IP muss „localhost“ und als Port „8888“ verwendet werden.

Jetzt solltet ihr geschützte Vimeo-Videos ohne Probleme downloaden können.

Kategorien: Internet Tutorials

Download privacy protected Vimeo videos

Vimeo Logo

There are a lot of websites with embedded Vimeo videos for training or education purposes. Most likely these videos are domain-level privacy protected. That means only the specific website is permitted to embed the videos. If you try to embed the video on another website you will receive an error message.

Of course it’s very easy to identify the URL of the Vimeo video via the source code of the website but this doesn’t help you. The same error will be displayed if you attempt to access the video directly.

Sorry

Because of its privacy settings, this video cannot be played here.

Furthermore it’s not possible to download the video. There are numerous video download tools which promise a fast and easy download but they will all fail.

Download Vimeo videos

If you dig deeper into the privacy settings of Vimeo you will notice how domain-level privacy is working. Generally it’s no real security feature because it’s only based on the HTTP referer. So it’s no problem to handle this.

First of all we need free web debugging proxy Fiddler. This tool allows us to capture, analyze and modify HTTP and HTTPS traffic. You can download Fiddler here. Please use Fiddler 4 if possible which requires .NET Framework 4.

When the installation is finished please launch Fiddler. Now select „Rules“ from the menu and then „Customize Rules…“ (or CTRL + R).

A pop-up appears and wants to know if you want to download and install Fiddler2 ScriptEditor. I recommend that because it’s much easier to do the necessary changes with this editor than in Notepad.

In ScriptEditor search for „OnBeforeRequest“. This is where you can put the code to add or modify HTTP headers. We want to add a specific HTTP referer to all requests for Vimeo videos. Enter the following rules and don’t forget to adapt the referer.

if (oSession.uriContains("vimeocdn.com")) {
	oSession.oRequest.headers.Add("Referer", "http://www.myreferer.com");           
}
if (oSession.uriContains("player.vimeo.com")) {
    oSession.oRequest.headers.Add("Referer", "http://www.myreferer.com");
}

Save the File and close ScriptEditor, but leave Fiddler running. The Fiddler part is finished.

The only thing left to do is pointing your download tool to use Fiddler. You can achieve this with configuring a proxy server. I will not discuss it in detail because every software handles this differently. Just add a HTTP proxy with host „localhost“ and port „8888“.

Finally you should be able to download privacy protected Vimeo videos.

Kategorien: Internet Tutorials

PowerShell: Gruppenrichtlinien via ID finden

In der Ereignisanzeige tauchen manchmal Fehlermeldungen auf, die auf eine fehlerhafte Gruppenrichtlinie (GPO) hindeuten. Leider wird dort jedoch nur die GPO-ID aufgeführt, ohne weitere Hinweise darauf, um welche GPO es sich handelt.

Normalerweise stünde jetzt eine Suche auf dem Domänencontroller (DC) an. Doch es geht auch einfacher. Mit Hilfe der PowerShell lassen sich weitere Informationen zur betreffenden GPO herausfinden, beispielsweise Name, Version und letztes Änderungsdatum.

get-gpo -all | where {$_.id -match "xxxxxxxx-xxxx-xxxx-xxxx-xxxxxxxxxxxx"}

Kategorien: Tutorials Windows

Windows 10: Werbe-Apps im Startmenü entfernen

Windows 10 Logo

Windows 10 zeigt im Startmenü standardmäßig App-Empfehlungen an. Darunter befinden sich beispielsweise Twitter, Flipboard oder Candy Crush Soda. Dabei handelt es sich um Verknüpfungen, die per Klick zu den jeweiligen Apps im Windows Store führen. Mit dem bevorstehenden „Anniversary Update“ alias Windows 10 Version 1607, soll die Anzahl der angezeigten „Werbe-Apps“ sogar noch erhöht werden. Dieser Tipp zeigt euch, wie ihr die App-Empfehlungen deaktivieren könnt.

Möglichkeit 1: Einstellungen

Zunächst müsst ihr die Einstellungen öffnen und auf  den Punkt „Personalisierung“ klicken. Anschließend links im Menü auf „Start“ klicken und die Option „Gelegentlich Vorschläge im Menü Start“ anzeigen“ deaktivieren.

Bereits bestehende App-Empfehlungen im Startmenü müssen ggf. manuell per Rechtsklick entfernt werden.

Möglichkeit 2: Editor für lokale Gruppenrichtlinien

Diese Möglichkeit existiert nur unter Windows 10 Pro oder Enterprise und greift gleichzeitig nur für neu erstellte Benutzer, nachdem die Option gesetzt wurde.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „gpedit.msc“ eingeben.
  2. Unter „Computerkonfiguration“ zu „Administrative Vorlagen“, „Windows-Komponenten“ und „Cloudinhalt“ wechseln.
  3. Im rechten Fensterbereich muss die Option „Microsoft-Anwederfeatures deaktivieren“ aktiviert werden.
  4. Bei neu erstellten Benutzern erscheinen keine Werbe-Apps mehr.

Möglichkeit 3: Registrierungs-Editor

Die zweite Möglichkeit via Registry funktioniert unter allen Windows 10 Editionen. Die Einstellung greift allerdings ebenfalls nur für neu anzulegende Benutzer.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „regedit“ eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\CloudContent
  3. Wenn der Schlüssel „CloudContent“ im linken Verzeichnisbaum nicht vorhanden ist, muss dieser von Hand erstellt werden.
  4. Darunter muss dann ein neuer „DWORD-Wert (32-Bit)“ mit dem Namen „DisableWindowsConsumerFeatures“ und dem Wert „1“ erstellt werden.
  5. Bei neu erstellten Benutzern erscheinen keine Werbe-Apps mehr.

Zur einfacheren Umsetzung biete ich eine Registrierungsdatei an, die alle Änderungen in der Registry automatisch durchführt.

Linux Mint und Ubuntu auf btrfs-Dateisystem installieren

Das btrfs-Dateisystem hat mit fortschreitender Entwicklung immer mehr Popularität erlangt und kommt mittlerweile bereits in vielen Systemen zum Einsatz. Mit DSM 6.0 setzt beispielsweise auch Synology auf das moderne Copy-On-Write-Dateisystem. Kein Wunder, denn der Fokus von btrfs liegt bei einer hohen Fehlertoleranz, guten Reparierbarkeit und leichten Administration. Darüber hinaus bietet btrfs viele Features, wie beispielsweise Subvolumes, Snapshots, inkrementellen Backups, Deduplizierung und die Unterstützung von mehreren Geräten. Weitere Infos zu btrfs und allen Features könnt ihr hier finden.

Nachfolgend möchte ich euch kurz aufzeigen, wie ihr Linux Mint oder Ubuntu auf einem btrfs-Dateisystem installieren könnt.

Installation

Als erstes solltet ihr die aktuelle Version der gewünschten Linux-Distribution herunterladen: Download Linux Mint oder Ubuntu.

Anschließend muss mit der heruntergeladenen ISO-Datei ein bootfähiges Medium erstellt werden. Zur Erstellung eines bootfähigen USB-Sticks empfehle ich das Tool Rufus.

Jetzt könnt ihr eure Live-Distribution starten. Sobald das System gebootet hat solltet ihr sicherstellen, dass die aktuellste Version der „btrfs-tools“ installiert ist. Öffnet ein Terminal und gebt folgendes ein:

sudo apt-get install btrfs-tools

Danach könnt ihr den Installer starten. Geht weiter bis ihr den Schritt „Installation type“ erreicht. Hier müsst ihr „Something else“ auswählen, da btrfs ansonsten nicht zum Einsatz kommt.

Die folgende Partitionierung müsst ihr manuell erstellen, was aber kein Problem darstellt. Das Partitionierungs-Tool zeigt alle vorhanden Festplatten und Partitionen an. In meinem Fall sind es fünf Festplatten ohne Partitionen.

Zuerst solltet ihr eine kleine Partition für den „Mount Point“ „/boot“ erstellen. 500 MByte ist eine gute Größe dafür. Es ist zwar möglich von einem btrfs-Dateisystem zu booten, allerdings existieren Probleme mit einigen GRUB 2-Funktionen, weshalb ich als Dateisystem „ext4“ verwende. Als nächstes wid eine Swap-Partition benötigt, die ich 2000 MByte groß wähle. Die dritte Partition ist die btrfs-Partition. Hier könnt ihr den restlichen vorhandenen Speicherplatz nutzen. Als „Mount Point“ bitte „/“ verwenden. Der Installer erstellt dann automatisch die bei btrfs zum Einsatz kommenden Subvolumes.

Nachdem ihr alle drei Partitionen angelegt habt, sollten eure Partitionen ähnlich wie bei mir im Screenshot aussehen. Die restlichen Festplatten habe ich in diesem Schritt ignoriert.

Mit Klick auf den Button „Install Now“ wird die Linux-Distribution auf die Festplatte installiert.

Kategorien: Linux Tutorials

Cortana deaktivieren ab Windows 10 Version 1607

Windows 10 Logo

In meinem Artikel „Windows 10: Cortana deaktivieren, Offline-Suche aktivieren“ habe ich bereits beschrieben, wie sich Cortana bis Windows 10 Version 1511 (Build 10586) deaktivieren lässt. Mit dem aufkommenden Anniversary Update funktioniert diese Methode allerdings nicht mehr. Nachfolgend die neuen Möglichkeiten, wie Cortana ab Windows 10 Version 1607 bzw. Build 14328 deaktiviert werden kann.

Möglichkeit 1: Editor für lokale Gruppenrichtlinien

Diese Möglichkeit existiert nur unter Windows 10 Pro oder Enterprise.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „gpedit.msc“ eingeben.
  2. Unter „Computerkonfiguration“ zu „Administrative Vorlagen“, „Windows-Komponenten“ und „Suche“ wechseln.
  3. Im rechten Fensterbereich die beiden Optionen „Cortana zulassen“ und „Der Suche und Cortana die Nutzung von Positionsdaten erlauben“ auf „Deaktiviert“ stellen.
  4. Zusätzlich könnt ihr auch die Websuche deaktivieren. Dazu müssen die beiden Optionen „Websuche nicht zulassen“ und „Nicht im Web suchen und keine Webergebnisse in der Suche anzeigenaktiviert werden.
  5. Nach einem Neustart der „Explorer.exe“ oder des kompletten PCs ist Cortana deaktiviert.

Möglichkeit 2: Registrierungs-Editor

Ab Windows 10 Version 1803 funktioniert die Abschaltung der Websuche nicht mehr so wie hier beschrieben. Weitere Infos findet ihr in meinem Beitrag „Cortana-Websuche deaktivieren ab Windows 10 Version 1803„.

Die zweite Möglichkeit via Registry funktioniert unter allen Windows 10 Editionen.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „regedit“ eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Windows Search
  3. Wenn der Schlüssel „Windows Search“ im linken Verzeichnisbaum nicht vorhanden ist, muss dieser von Hand erstellt werden.
  4. Darunter muss dann ein neuer „DWORD-Wert (32-Bit)“ mit dem Namen „AllowCortana“ und dem Wert „0“ erstellt werden.
  5. Unter Windows 10 x64 muss dieser DWORD-Wert auch noch unter folgendem Pfad angelegt werden:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\Policies\Microsoft\Windows\Windows Search
  6. Falls die Websuche auch deaktiviert werden soll, müssen zusätzlich die DWORD-Werte „AllowSearchToUseLocation“ („0„), „ConnectedSearchUseWeb“ („0„), „DisableWebSearch“ („1„) und „ConnectedSearchPrivacy(3) erstellt werden (siehe Screenshot).
  7. Zur Deaktivierung von Cortana muss die „Explorer.exe“ oder der gesamte PC neugestartet werden.

Zur einfacheren Umsetzung biete ich eine Registrierungsdatei an, die alle Änderungen in der Registry automatisch durchführt.


„Apps deaktivieren, um die Leistung zu verbessern“-Meldung im Info-Center unter Windows 10 deaktivieren

Windows 10 Logo

Unter Windows 10 wird im Info-Center eine Meldung angezeigt, wenn mindestens drei neue Apps automatisch gestartet und im Hintergrund ausgeführt werden: „Apps deaktivieren, um die Leistung zu verbessern“.

Dieser Hinweis ist für viele Nutzer störend und könnte den ein oder anderen auch verwirren. Glücklicherweise kann er relativ einfach entfernt werden.

Die Meldung wird durch eine geplante Aufgabe angestoßen, die ihr ohne Probleme deaktivieren könnt. Ihr findet die Aufgabe in der Aufgabenplanung unter „Windows“, „Application Experience“ und „StartupAppTask“. Dort müsst ihr die Aufgabe deaktivieren. Ab dem nächsten Neustart sollte die nervige Meldung nicht mehr erscheinen.

 

Natürlich kann der Task auch automatisch via Skript deaktiviert werden, beispielsweise via Gruppenrichtlinie oder nach der Installation des Betriebssystems. Dazu wird eine Eingabeaufforderung („cmd.exe“) mit Administrationsrechten benötigt:

schtasks /Change /TN "\Microsoft\Windows\Application Experience\StartupAppTask" /DISABLE

Bei einigen wenigen Usern soll das Deaktivieren der Aufgabe angeblich keine Abhilfe schaffen. In diesem Fall soll aber die zweite Methode erfolgreich sein. Dazu müsst ihr in der Systemsteuerung den Punkt „Sicherheit und Wartung“ öffnen. Mit einem Klick auf „Meldungen zu Start-Apps deaktivieren“ könnt ihr die störende Meldung ebenfalls eliminieren. Allerdings funktioniert dieser Tipp erst, sobald die Meldung im Info-Center erschienen ist.

Thunderbird 45: Neue E-Mail standardmäßig mit Absatz-Formatierung

Mozilla Thunderbird Logo

Am 12. April wurde Mozilla Thunderbird in Version 45 veröffentlicht. Mozilla hat sich Ende 2012 aus der aktiven Weiterentwicklung zurückgezogen und beschränkt sich seitdem nur noch auf Stabilitäts- und Sicherheitsaktualisierungen. Neue Funktionen werden nur noch von freien Entwicklern implementiert. Dennoch bringt Thunderbird 45 einige Neuerungen mit sich, die im Changelog aufgeführt werden.

Unter anderem heißt es da:

Return/Enter in composer will now insert a new paragraph by default (shift-Enter will insert a line break)

Genau diese Änderung hat mich in den letzten Tagen ziemlich genervt. Beim Erstellen eines Zeilenumbruchs mit der Enter-Taste wird automatisch immer eine Leerzeile angefügt. Dies kommt daher, dass die Formatierung ab Thunderbird 45 automatisch auf „Absatz“ steht. Für eine neue Zeile muss fortan Shift + Enter gedrückt werden.

Glücklicherweise lässt sich dieses Verhalten aber deaktivieren. Als erstes müsst ihr hierzu im Menü unter „Extras“ die „Einstellungen“ öffnen. Anschließend auf „Verfassen“ und „Allgemein“ klicken. Zuletzt muss das Häkchen bei „Eingabetaste erzeugt neuen Absatz, falls Formatierung „Absatz“ verwendet wird“ entfernt werden (siehe Screenshot).

Fortan werden neue E-Mails standardmäßig wieder mit der Formatierung „Normaler Text“ erstellt. Damit verhält sich Thunderbird 45 wieder wie die Versionen davor.

Windows 10: Microsoft Edge entfernen

Microsoft Edge Logo

Microsoft Edge ist der neue Standardbrowser unter Windows 10. Doch viele Benutzer können mit dem Browser nichts anfangen, da noch einige wichtige Funktionen fehlen, er sich nur spärlich konfigurieren lässt, einige Webseiten nur mit Darstellungsfehlern angezeigt werden und er alles in allem unfertig wirkt. Zu allem Überfluss kommt Microsoft Edge als sogenannte System-App daher, die sich leider nicht deinstallieren lässt, auch nicht per PowerShell. Allerdings existiert ein Weg, wie man Edge deaktivieren bzw. entfernen kann.

Hierzu öffnet ihr den Explorer und navigiert zum Ordner „C:\Windows\SystemApps„. Dort befinden sich alle System-Apps von Windows 10. Zur Deaktivierung müsst ihr den Ordner der entsprechenden App einfach nur umbenennen. Alternativ kann der Ordner auch gelöscht werden, was ich jedoch nicht empfehlen würde. Der Ordner für Edge besitzt die Bezeichnung „Microsoft.MicrosoftEdge_8wekyb3d8bbwe“.

Microsoft Edge entfernen

Im Grunde seid ihr nun schon fertig. Durch die Umbenennung kann Windows den Edge-Ordner nicht mehr finden. Im Startmenü und der Suche bleibt Edge weiterhin sichtbar, lässt sich aber nicht mehr starten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass Microsoft Edge mit einem zukünftigen Windows Update wieder aktiviert werden könnte.

Insgesamt ist die oben beschriebene Methode also nur ein halb garer Versuch zur Deinstallation von Edge. Viel mehr ist derzeit aber nicht möglich.

Windows 10 Apps entfernen

Windows 10 Logo

Es existieren mehrere Möglichkeiten um Apps unter Windows 10 zu entfernen. So können sie unter anderem direkt im Startmenü, über die Einstellungen (System, Apps & Features) oder im Windows Store deinstalliert werden. Allerdings funktioniert diese Vorgehensweise nicht bei vorinstallierten Apps. Diese sind in Windows 10 integriert und lassen sich nicht über die oben genannten Wege entfernen. Wie unter Windows 8.1 lautet die Lösung PowerShell.

Einzelne Apps unter Windows 10 entfernen

Zuerst muss die PowerShell mit Administratorrechten gestartet werden. Anschließend können die einzelnen Apps mit folgenden Befehlen deinstalliert werden.

3D Builder deinstallieren

Get-AppxPackage *3d* | Remove-AppxPackage

Alarm & Uhr deinstallieren

Get-AppxPackage *windowsalarms* | Remove-AppxPackage

Begleiter für Telefon deinstallieren

Get-AppxPackage *windowsphone* | Remove-AppxPackage

Erste Schritte deinstallieren

Get-AppxPackage *getstarted* | Remove-AppxPackage

Filme & TV deinstallieren

Get-AppxPackage *zunevideo* | Remove-AppxPackage

Finanzen deinstallieren

Get-AppxPackage *bingfinance* | Remove-AppxPackage

Food & Drink deinstallieren

Get-AppxPackage *bingfood* | Remove-AppxPackage

Fotos deinstallieren

Get-AppxPackage *photos* | Remove-AppxPackage

Gesundheit & Fitness deinstallieren

Get-AppxPackage *binghealth* | Remove-AppxPackage

Groove-Musik deinstallieren

Get-AppxPackage *zunemusic* | Remove-AppxPackage

Kalender & Mail deinstallieren

Get-AppxPackage *windowscommunicationsapps* | Remove-AppxPackage

Kamera deinstallieren

Get-AppxPackage *windowscamera* | Remove-AppxPackage

Karten deinstallieren

Get-AppxPackage *windowsmaps* | Remove-AppxPackage

Kontakte deinstallieren

Get-AppxPackage *people* | Remove-AppxPackage

Microsoft Solitaire Collection deinstallieren

Get-AppxPackage *solitairecollection* | Remove-AppxPackage

Microsoft Wi-Fi deinstallieren

Get-AppxPackage *connectivitystore* | Remove-AppxPackage

Nachrichten deinstallieren

Get-AppxPackage *bingnews* | Remove-AppxPackage

Nachrichten deinstallieren

Get-AppxPackage *messaging* | Remove-AppxPackage

Office holen deinstallieren

Get-AppxPackage *officehub* | Remove-AppxPackage

OneNote deinstallieren

Get-AppxPackage *onenote* | Remove-AppxPackage

Reader deinstallieren

Get-AppxPackage *reader* | Remove-AppxPackage

Reading List deinstallieren

Get-AppxPackage *reading* | Remove-AppxPackage

Rechner deinstallieren

Get-AppxPackage *windowscalculator* | Remove-AppxPackage

Skype UWP Preview deinstallieren

Get-AppxPackage *skypeapp* | Remove-AppxPackage

Sport deinstallieren

Get-AppxPackage *bingsports* | Remove-AppxPackage

Sprachrekorder deinstallieren

Get-AppxPackage *soundrecorder* | Remove-AppxPackage

Store deinstallieren

Get-AppxPackage *windowsstore* | Remove-AppxPackage

Sway deinstallieren

Get-AppxPackage *sway* | Remove-AppxPackage

Telefon deinstallieren

Get-AppxPackage *commsphone* | Remove-AppxPackage

Travel deinstallieren

Get-AppxPackage *bingtravel* | Remove-AppxPackage

Wetter deinstallieren

Get-AppxPackage *bingweather* | Remove-AppxPackage

Xbox deinstallieren

Get-AppxPackage *xboxapp* | Remove-AppxPackage

Die oben aufgeführten Befehle deinstallieren die Apps nur für den aktuell verwenden Benutzeraccount. Möchte man die Apps für alle Benutzer deinstallieren, muss jeweils noch „-allusers“ angefügt werden. Hier ein Beispiel:

Get-AppxPackage -allusers *getstarted* | Remove-AppxPackage

Alle Apps unter Windows 10 entfernen

Die Apps sind unter Windows 10 noch tiefer mit dem System verbunden, wie unter Windows 8.1. Aus diesem Grund sollte man die Apps nur löschen, wenn man dies als unbedingt notwendig erachtet und die möglichen Komplikationen vor Augen hat. Es können unter anderem Probleme mit dem Startmenü, Cortana oder den Benachrichtigungen entstehen. Außerdem kann das Entfernen der Standard-Apps bei zukünftigen Windows Updates zu Problemen führen.

Anstatt alle installierten Apps einzeln zu entfernen, können sie auch mit einem einzigen Befehl deinstalliert werden:

Get-AppxPackage | Remove-AppxPackage

Während der oben genannte Befehl nur für den aktuell angemeldeten Benutzer gilt, existiert natürlich auch das Pendant für alle User:

Get-AppxPackage -allusers | Remove-AppxPackage

Zudem lassen sich die Apps auch aus dem Windows-Image entfernen, d.h. neu angelegte Benutzerkonten werden ohne Apps angelegt.

Get-AppXProvisionedPackage -online | Remove-AppxProvisionedPackage -online

Windows 10 Standard Apps wieder installieren

Wer die Standard Apps von Windows 10 wieder installieren möchte kann diesen Befehl nutzen:

Get-AppxPackage -AllUsers| Foreach {Add-AppxPackage -DisableDevelopmentMode -Register "$($_.InstallLocation)\AppXManifest.xml"}