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Angewendete Gruppenrichtlinien ansehen

Windows-Administratoren stehen oft vor der Frage, welche Gruppenrichtlinien überhaupt angewendet werden. Ebenso interessant ist, ob die Vererbungen der einzelnen Richtlinien passen und in welcher Reihenfolge die Richtlinien angewendet werden.

Abhilfe schafft hier das Kommandozeilen-Tool „gpresult„. Sofern das Tool direkt am gewünschten PC und als jeweiliger User ausgeführt wird, kann die Ausgabe in einer übersichtlichen HTML-Datei erfolgen.

gpresult /h C:\test.htm

Allerdings kann das Tool auch mit einem Remotesystem und einem definierten Benutzer verwendet werden.

gpresult /u:benutzername /s:rechnername /v

gpresult

Eine Alternative dazu ist das Snap-In „Richtlinienergebnissatz“ für die Management Console. Das RSoP-Snap-In kann über den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) und Eingabe von „rsop.msc“ gestartet werden. Im Gegensatz zu „gpresult“ bietet es eine grafische Oberfläche und zeigt auch die einzelnen Werte der angewendeten Richtlinien.

Richtlinienergebnissatz

Windows Store unter Windows 8 deaktivieren

Es besteht die Möglichkeit den Windows 8 Store für einen bestimmten Benutzer oder zentral für den gesamten PC zu deaktivieren. Dies lässt sich sowohl über den Editor für lokale Gruppenrichtlinien als auch über die Registry erledigen.

Wenn ein Anwender den deaktivierten Store starten möchte, erscheint folgende Fehlermeldung:

Gruppenrichtlinieneditor

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „gpedit.msc“ eingeben.
  2. Je nachdem, ob der Store für den aktuellen Benutzer gesperrt werden soll oder für den gesamten PC, „Benutzerkonfiguration“ oder „Computerkonfiguration“ öffnen.
  3. Navigiert anschließend zu den Punkten „Administrative Vorlagen“, „Windows-Komponenten“ und „Store“.
  4. Im rechten Fensterbereich auf „Turn off the Store Application“ doppelklicken und „Aktiviert“ auswählen.
  5. Änderungen bestätigen.

Registry

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „regedit“ eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Falls der Store für den aktuellen Benutzer gesperrt werden soll, müsst ihr folgenden Pfad aufrufen:
    HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\WindowsStore

    Soll der Store für den gesamten PC deaktiviert werden, ist dieser Pfad der richtige:

    HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Policies\Microsoft\WindowsStore
  3. Hier muss ein Schlüssel mit dem Namen „WindowsStore“ angelegt werden.
  4. Anschließend den neu erstellten Schlüssel auswählen und in der rechten Fensterhälfte einen neuen DWORD-Wert (32-Bit) erstellen. Der Name muss „RemoveWindowsStore“ lauten. Mit dem Wert 1 wird der Store deaktiviert. Ebenso kann der Store mit 0 wieder aktiviert werden.

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Programme im Systemkontext (Session 0) starten

Für das bessere Verständnis zuerst ein paar grundlegende Sätze zur Arbeitsweise von Windows. Mit Windows Vista hat Microsoft die sogenannte „Session 0 Isolation“ eingeführt. Dabei werden alle Dienste in Session 0 ausgeführt. Der erste angemeldete Benutzer arbeitet in Session 1. Weitere Benutzer bekommen dann entsprechend eine höhere Session zugeteilt. Anwendungen laufen immer in der Benutzer-Session und nie in Session 0 zusammen mit den Diensten. Unter Windows XP oder Server 2003 konnten Dienste und Programme noch zusammen in Session 0 laufen. Dadurch ergibt sich ein großes Sicherheitsrisiko, denn gefährliche Anwendungen in Session 0 haben Zugriff auf die Systemdienste.

Die „Session 0 Isolation“ findet in Windows Vista, 7, Server 2008 und Server 2008 R2 Anwendung. Über Windows 8 gibt es aktuell noch zu wenig Informationen. Durch die Isolation können die Dienste keine Meldung mehr an den Desktop des Users senden. Meldungen oder andere Benachrichtigungen verbleiben auf dem Desktop in Session 0 und sind für den Benutzer unsichtbar. Hier kommt der Dienst „Erkennung interaktiver Dienste“ (UI0Detect) ins Spiel.

Session 0 Desktop

Dieser erkennt Dialoge in Session 0 und benachrichtigt den Benutzer. Dort hat man direkt die Möglichkeit auf den Desktop in Session 0 zu springen und die Meldung anzusehen. Wenn man fertig ist, kann man zum normalen Desktop zurück wechseln. Sofern der Dienst „Erkennung interaktiver Dienste“ nicht läuft, wird der Benutzer nicht mehr informiert.

Programme in Session 0 starten

Unter Windows Vista, 7, Server 2008 und Server 2008 R2 kann der Dienst genutzt werden, um im privilegierten Systemkontext zu arbeiten. Bei Hermann Apfelböck existiert eine Batchdatei, die den Vorgang automatisiert. Dazu muss lediglich die Datei „RunAsSystem.cmd“ aufgerufen werden. Anschließend lässt sich jedes beliebige Programm unter Session 0 ausführen.

Download RunAsSystem

Dropbox verschenkt bis zu 25 GByte Zusatzspeicher

Dropbox Logo

Dropbox verschenkt wieder kostenlosen Zusatzspeicher, dieses Mal sogar bis zu 25 GByte. Allerdings ist der zusätzliche Speicher nur 2 Jahre gültig. Die Aktion läuft vom 15. Oktober 2012 bis zum 15. Dezember 2012 und ist für alle Schüler und Studenten gedacht.

Direkt nach der Anmeldung zum Dropbox Space Race Program erhält man nach Verifizierung der Hochschule direkt 3 GByte. Je mehr Mitschüler bzw. -studenten sich anmelden, desto mehr Speicher wird freigeschaltet, bis maximal 25 GByte.
Die genauen Teilnahmebedingungen sind hier und hier zu finden.

Zum Dropbox Space Race

Dateien rekursiv umbenennen

Eine grafische Benutzeroberfläche ist schön und gut, aber viele Dinge lassen sich über die Shell einfacher regeln. Beispielsweise viele hundert Dateien mit der Endung „.htm“ in einem Ordner nach „.html“ umbenennen.

rename 's/\.html$/.xhtml/' *.html

Wenn im Dateinamen kein „htm“ vorkommt, reicht auch folgender Befehl aus:

rename 's/JPG/jpg/' *

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JPEGmini – JPEG-Dateien stark verkleinern

Mit TinyPNG und PunyPNG habe ich bereits zwei Onlinedienste vorgestellt, die PNG-Dateien verkleinern können.

Wie der Name schon sagt ist JPEGmini speziell für JPEG-Dateien geeignet. Hochgeladene Dateien können bis auf ein Fünftel der Ausgangsgröße verkleinert werden. Der Algorithmus orientiert sich dabei an der menschlichen Wahrnehmung. Trotz der verlustbehafteten Verkleinerung unterscheiden sich die optimierten Dateien nicht vom Original. Auch bei genauer Untersuchung konnte ich keine Unterschiede feststellen.

JPEGmini kann kostenlos und ohne Registrierung benutzt werden. Allerdings können nur einzelne Datein mit maximal 50 Megapixel verarbeitet werden. Registrierte Anwender können mehrere Dateien gleichzeitig hochladen und Bilder direkt nach Picasa und Flickr senden.

Zu JPEGmini

JPEGmini

Blogartikel automatisch bei Google+ posten

In zwei anderen Beiträgen habe ich bereits berichtet, wie neue Blogartikel automatisch bei Facebook und Twitter veröffentlicht werden können. Auch für Google+ Seiten existieren mittlerweile Möglichkeiten für das automatisierte Posten.

HootSuite

Mit dem Webdienst HootSuite können Seiten bei Google+ automatisch befüllt werden. Profile werden nicht unterstützt. Neben Google+ kann HootSuite auch mit Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken wie LinkedIn oder My Space umgehen. Bei HootSuite muss lediglich der eigene RSS-Feed eingetragen werden. Dieser wird jede Stunde auf neue Artikel untersucht, welche dann automatisch an die verbundenen sozialen Netzwerke gepostet werden. Neue Beiträge können auch per Zeitplanung veröffentlicht werden.

Zu HootSuite

NextScripts: Social Networks Auto-Poster

Das WordPress-Plugin verspricht unproblematisches Posten neuer Artikel bei Google+, Twitter, Facebook und Co. Allerdings wird Google+ nur über ein zusätzliche Funktionalität realisiert, welche 49 US-Dollar kostet. Aus diesem Grund dürfte das Plugin für viele Blogs uninteressant sein.

Download NextScripts: Social Networks Auto-Poster

 

Zwei Möglichkeiten um das Nexus 7 zu rooten

Der Begriff „root“ ist hauptsächlich bei Unix-basierten Betriebssystemen zu finden. Root bezeichnet sowohl das Wurzelverzeichnis im Dateisystem, als auch das Benutzerkonto mit den weitreichendsten
Zugriffsrechten. Mit dem Rooten eines Android Smartphones bzw. Tablets erhält man volle Adminstrationsrechte (Superuser-Rechte). Damit können unter anderem Systemdateien verändert, ein Recovery-System von Drittanbietern verwendet oder sogenannte Custom ROMs installiert werden.

Die Herstellergarantie geht durch das Rooten verloren. Ich übernehme keine Verantwortung für entstandene Schäden (gebrickte oder defekte Geräte).

Nachfolgend zeige ich euch zwei Möglichkeiten, wie ihr euer Nexus 7 unter Windows rooten könnt. Der grundlegende Ablauf ist bei beiden Methoden identisch. Als erstes wird der Bootloader entsperrt, dann eine Custom Recovery installiert und anschließend das Nexus 7 gerootet.

Achtung! Beim Entsperren des Bootloaders werden alle Daten gelöscht, auch die auf der SD-Karte!

Nexus Root Toolkit

Das Nexus Root Toolkit wurde von WugFresh entwickelt und bietet für alle Nexus-Geräte ein Rund­um-sorg­los-Pa­ket. Zu jedem Schritt ist eine ausführliche Anleitung vorhanden. Vor dem Unlock (Bootloader entsperren) sollte auf jeden Fall ein Backup erstellt werden, welches nach erfolgreichem Root wieder eingespielt werden kann.

Google Nexus 7 ToolKit

Das Google Nexus 7 ToolKit von mskip bietet ähnliche Funktionen wie das erste Toolkit. Zum Rooten den Nexus 7 müssen die Schritte 1 bis 7 befolgt werden. Eine detailliertere Anleitung gibt es unter anderem bei Android-Hilfe.

Google Nexus 7 ToolKit

Synchronisiertes Browsen mit FileZilla und anderen FTP-Programmen

Als FTP-Programm nutze ich seit einiger Zeit FileZilla und bin damit auch größtenteils zufrieden. Als ich vor einigen Tagen wieder intensiver damit gearbeitet habe, wünschte ich mir ein Feature, wodurch das Navigieren durch Ordner synchronisiert wird. Zum besseren Verständnis zunächst ein Veranschaulichung des Sachverhalts.

Bei mir werden beispielsweise auf der linken Seite die lokalen Daten und auf der rechten Seite die Daten auf dem FTP-Server angezeigt. Sobald ich in der lokalen oder in der FTP-Ansicht in einen Ordner wechsle, möchte ich, dass auf der entsprechend anderen Seite automatisch auch dieser Ordner geöffnet wird, sofern er existiert.

Nach langer Suche habe ich herausgefunden, dass dieses Feature in FileZilla bereits existiert. Es ist im Servermanager unter dem Reiter „Erweitert“ versteckt. Die Option nennt sich „Synchronisierten Verzeichniswechsel verwenden„. Für jeden Server kann die Option einzeln aktiviert werden.

Auch in FlashFXP existiert eine solche Option. Dort nennt sie sich allerdings „synchronisiertes Browsen„.

Intel Rapid Start: Informationen und Benchmarks

Dies ist ein Gastbeitrag von „Blackhand“ aus dem 3DCenter-Forum. Der Artikel wurde minimal verändert und angepasst. Das Original ist direkt im Forum aufrufbar. Vielen Dank an „Blackhand“, der mir die Erlaubnis zur Veröffentlichung dieses Artikels gegeben hat.

Ich habe mir nun endlich mal wieder neue Hardware gegönnt und es gibt dieses mal auch ein paar neue Features. Eines davon ist die „Intel Rapid Start Technology“. Da das Netz bezüglich Infos zu diesem Feature mal wieder eher arm ist, dachte ich mir es ist mal wieder Zeit die Sache selber zu testen und die Ergebnisse der Mühe will ich dann mal nicht für mich behalten.

Was ist Rapid Start?

Rapid Start ist kurz gesagt ein Feature, welches den Ruhezustand beschleunigen soll bzw. das Erwachen aus diesem. Um die entsprechende Rapid Start Software installieren zu können, muss möglichst auf einer SSD manuell eine extra Hibernation-Partition (Ruhezustandspartition) eingerichtet werden, welche i.d.R. mindestens so groß wie der Arbeitsspeicher sein sollte, sowie das entsprechende Feature im BIOS/EFI aktiviert sein.

Man kann die entsprechende Partition scheinbar auch kleiner wählen, dafür hätte ich im EFI dann die Option „Active Page Threshold Support“. Das habe ich allerdings nicht weiter getestet, sondern ganz regulär mit der Größe des Arbeitsspeichers (32 GByte) gearbeitet. Es gibt mehrere Anleitungen zur Einrichtung im Netz, die kürzeste und Beste ist meiner Meinung nach diese hier:

http://download.intel.com/support/motherboards/desktop/sb/rapid_start_technology_user_guide.pdf

Erläuterungen zu den Energiesparmodi

Generell gibt es heute 2 praktische Energiesparmodi: Standby in Form von Suspend to RAM (S3) und Suspend to Disk bzw. Ruhezustand (S4). Beim ersteren werden die aktuellen Daten im RAM behalten und dieser mit Spannung versorgt, so dass die Daten nicht verloren gehen. Der Rest des Systems ist quasi ausgeschaltet. Bei S4 wird der gesamte Inhalt des RAMs auf die Festplatte ausgelagert und der Rechner kommt dann komplett ohne Strom aus. Beim Anschalten wird dieser Inhalt wieder in den RAM geschrieben und man macht genau dort weiter wo man aufgehört hat.

Windows 7 bietet den expliziten S4-Mode wohl nur noch auf Laptops zum direkten Auswählen, auf Desktops gibt es so erstmal nur noch die Option „Energie sparen“, was einen S3/S4 Hybridmodus darstellt. Dabei werden die Daten, wie beim normalen S4-Mode, auf die Festplatte geschrieben, das System verbleibt danach aber erstmal im S3-Mode. Wird die Stromversorgung unterbrochen bleibt das System im S4-Mode. Will man direkt in den S4-Mode gehen, muss man unter „Systemsteuerung -> Energieoptionen -> Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“ die Option Ruhezustand beim Drücken des Netzschalters oder der Stromspartaste wählen. Das funktioniert aber eventuell erst nach einem Neustart korrekt und natürlich nur bei aktiviertem Ruhezustand (Hibernation)! Deaktiviert man die Hibernation wie unter Extra 2 beschrieben, hat man nur noch den puren S3-Mode unter der Option „Energie sparen“ zur Auswahl.

Praktischer Ablauf

Ist Rapid Start einmal installiert, kann man es mittels eines Tray Icons an- und abschalten. Ist es aktiviert geht er unter „Energie sparen“ immer zuerst in den S3-Mode, wacht dann nach einstellbarer Zeit wieder auf, um dann direkt in den S4-Mode zu gehen. Die Standardzeiteinstellung im BIOS als auch im Tray Icon ist „immediately“, also sofort und was anderes wurde von mir auch nicht getestet. So wacht er dann immer schnellstmöglich aus dem S3-Mode wieder auf, um dann in den S4-Mode zu gehen. Man kann unabhängig davon immer noch in den normalen Ruhezustand gehen und bei Deaktivierung von Rapid Start hat man wieder das ursprüngliche Verhalten bei der Option „Energie sparen“. Allerdings hat man durch die normale Hibernation zusätzlich Platzverlust durch die „hiberfil.sys“, welche man einfach deaktivieren kann (siehe Extra 2).

Testsystem und Ablauf

  • Enermax Revolution87+ 550W
  • MSI-Z77A-G45 mit BIOS Version 2.5/2.6
  • Core i7 3770K
  • 32 (4 x 8 GByte) GByte G-Skill 1600er CL9 Ram
  • ADATA Premier Pro SP900 SSD mit 256 GByte und Sandforce SF-2281 Controller sowie Firmware 5.0.2a
  • Radeon HD 5770
  • Windows 7 Professional x64 deutsch mit SP1 und sonst allen aktuellen Updates

Der Test besteht daraus mittels Handystoppuhr die Zeiten zu ermitteln, die einerseits gebraucht werden um, ab Button/Knopfdruck in die jeweiligen Zustände zu kommen und andererseits, um daraus wieder zu erwachen. Getestet habe ich 3 Zustände: Idle, Load und UT3.

Bei Idle waren nur die Autostartdienste- und Programme geladen, kein Fenster geöffnet.

Bei UT3 war zusätzlich noch ein pausiertes, an sich laufendes UT3 Godlike-Botdeathmatch auf der Map „Shangri La“ im Task.

Bei Load hatte ich Firefox 15.01 mit den Startseiten von 3DCenter, HT4U und Planet3dNow, sowie die 3DCenter Forum Startseite geöffnet, jeweils ein leeres Office 2010 Word und Exceldokument offen, sowie einen pausierten 720p-Film im Media Player Classic.

UT3 und der Film sind übrigens nicht auf der SSD gespeichert.

Passwortanforderung nach dem Aufwachen war deaktiviert, so dass kein Anmeldebildschirm erschien.

Da ich noch einen Röhrenmonitor benutze und mit Powerstrip die Refreshrate erzwinge passiert es, dass der Monitor direkt nach dem Erwachen erstmal nicht die gewünschte Refreshrate anzeigt bis Powerstrip aktiv wird. Diesen Zeitpunkt, wenn der Bildschirm zur gewünschten Refreshrate switcht, habe ich als Stoppzeitpunkt ausgewählt.

Nun musste ich aber feststellen, dass der Rechner genau nur unter Rapid Start dann aber erstmal für ca. 5-8 Sekunden nicht oder nur stark verzögert reagiert. Diese Zeit müsste man dann nochmal aufschlagen, was ich in der Tabelle mit einem + hinter der regulär gestoppten Zeit gekennzeichnet habe.

Für einen Kaltstart braucht mein Rechner übrigens 36-40 Sekunden, bis er hochgefahren und alles scheinbar fertig geladen ist. Ein Neustart braucht ganze 34 Sekunden ab Buttondruck. Mal so zum Vergleich.

Leider gibt es bei mir auch einen Major-Bug unter der Verwendung von Rapid Start, der eventuell an meinem Board bzw. dessen BIOS-Version liegt. Und zwar erwacht der Rechner NIE aus dem S4-Mode, wenn ich den Rechner zum 2. mal ohne richtigen Neustart dazwischen in diesen versetze. Er bleibt dann einfach mit einem schwarzen Bildschirm stehen, ohne dass etwas passiert. Generell kommt beim Erwachen kein Bildschirm, wie z.B. der „Windows wird fortgesetzt“ Screen beim normalen S4-Mode. Dieser Bug ist hochgradig reproduzierbar.

Ergebnisse und Fazit

Hier Tabelle mit den entsprechenden Angaben in Sekunden.

Im Vergleich dazu braucht der pure S3-Mode bei mir immer 3-4 Sekunden, um erreicht zu werden und 7-9 Sekunden zum Erwachen, relativ egal was geladen ist und was nicht. Der S3-/S4-Hybridmode braucht so viel Zeit wie der S4-Mode, um erreicht zu werden und beim Erwachen so viel Zeit wie der S3-Mode bzw. S4-Mode bei Stromkappung.

Wie man sieht, erwacht der Rechner unter Verwendung von Rapid Start durchgehend schneller aus dem S4-Mode, allerdings ist der Effekt jetzt nicht so großartig, wenn man die Freezetime unter Rapid Start dazurechnet. Zudem muss man das Feature ausstellen, wenn man einfach mal in den S3 will, es sei denn man benutzt dafür den Timer, ab wann von S3 zu S4 umgestellt wird. Für Leute die den Ruhezustand benutzen oder auch für Laptops kann Rapid Start allerdings durchaus eine kleine Verbesserung darstellen. Etwas nervig ist die Vorgehensweise, dass immer erst in den S3 geschaltet, dann wieder geweckt und dann erst in den S4 geschaltet wird, was dann auch eher mehr Zeit in Anspruch nimmt in diesen Mode zu kommen, wobei das wohl für die wenigstens von Interesse sein dürfte. Eventuell ist Rapid Start auch einfach verbuggt, was es für mich, in meinem Fall, absolut unbenutzbar macht. Nicht ausschließen kann man, dass das Ergebnis doch relativ stark von der verwendeten SSD (bzw. dessen Controller) oder dem verwendeten Board/Laptop abhängt und das hier vorgestellte, alles andere als repräsentativ ist. Außerdem können die Messschwankungen durchaus mehrere Sekunden betragen. Die meisten Ergebnisse basieren auf lediglich einer Messung.

Extra: Hibernation Partition löschen

Hat man eine Hibernation Partition erstmal eingerichtet, wird man sie nicht mehr so einfach los. Die Option sie zu löschen wird in der Datenträgerverwaltung schlicht nicht angeboten. Dafür muss man wie zur Erstellung wieder das Tool Diskpart benutzen wofür man unter Windows 7 wie folgt vorgeht:

  1. Start-> „cmd“ eingeben und die .exe als Administrator öffnen.
  2. „diskpart“ eintippen
  3. list disk
  4. select disk *disknumber*
  5. list partition
  6. select partition *hibernation partition number*
  7. delete partition override
  8. exit
  9. Fertig.

Extra 2: Ruhezustand de-/aktivieren

  • Start -> „cmd“ eingeben und die .exe als Administrator öffnen
  • „Powercfg.exe –h on“ aktiviert den Ruhezustand
  • „Powercfg.exe –h off“ deaktiviert den Ruhezustand

Ich übernehme natürlich keinerlei Haftung für beschädigte Hardware oder Datenverlust, wenn ihr irgendwas davon ausprobiert.

Nexus 7: auf externe Speichermedien zugreifen

Ein großer Minuspunkt des Nexus 7 Tablets ist der relativ begrenzte Speicher. Durch einen fehlenden microSD-Steckplatz kann der interne Speicher leider nicht erweitert werden. Gleichzeitig kann das Nexus 7 nicht mit externen Speichermedien, wie beispielsweise USB-Sticks oder externe Festplatten, umgehen. Glücklicherweise lässt sich diese Funktion relativ einfach nachrüsten.

Dazu benötigt man ein USB-OTG-Kabel (Micro-USB-Stecker Typ B auf USB-Buchse Typ A) und eine entsprechende App. Ich habe mir zum Beispiel dieses Kabel bei eBay gekauft. Funktioniert ohne Probleme. Aber auch bei Amazon gibt es entsprechende Angebote. Allerdings funktioniert nicht jedes Kabel mit dem Nexus 7. Hier sollte man vorher in den Bewertungen schauen, ob bereits jemand mit einem Nexus 7 das Kabel getestet hat. Von einem reinem Adapter rate ich ab, da der Micro-USB-Port am Nexus 7 durch die Hebelwirkung schnell kaputt gehen kann.

Nexus 7 mit angeschlossenem USB-Stick

Wer mit einem reinen Lesezugriff zufrieden ist oder sein Nexus 7 nicht rooten möchte, kann die Nexus Media Importer App benutzen. Sie ist für 1,61 Euro im Google Play Store erhältlich. Vor dem Kauf kann man mit der kostenlosen Nexus Photo Viewer App testen, ob sein USB-Kabel ohne Probleme funktioniert. Wie der Name schon sagt, unterstützt die kostenlose Version nur Fotos. Der Nexus Media Importer hingegen kann mit allen Dateien umgehen. Musik und Filme können auf das Tablet gestreamt und somit direkt abgespielt werden. Alternativ können alle Dateien auf das Nexus 7 gespeichert werden. Zu beachten ist noch, dass die Speichermedien in FAT16 oder FAT32 formatiert sein müssen. NTFS wird nicht unterstützt.

Wer sein Nexus 7 gerootet hat kann auf die kostenlose App StickMount zurückgreifen. Mit StickMount können Daten sowohl gelesen als auch geschrieben werden.

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Nexus 7 Homescreen-Rotation nachrüsten

Der Homescreen beim Nexus 7 ist leider fest ausgerichtet. Das bedeutet, dass sich der Homescreen beim Drehen des Tablets nicht anpasst. Er wird weiterhin im Portrait-Modus (Hochformat) angezeigt. Wer dies ändern möchte, besitzt unterschiedliche Möglichkeiten.

Nexus 7 Homescreen im Landscape-Modus: Viele Möglichkeiten, ein Ergebnis

andere Launcher verwenden

Es gibt zahlreiche sogenannte Launcher. Launcher ersetzen den Homescreen und bieten mehr Möglichkeiten und Funktionen als der vorinstallierte Homescreen von Android. Empfehlenswert sind die folgenden drei Launcher:

Apps

Eine andere Möglichkeit, um den Homescreen im Querformat zu bekommen, sind Apps.

Mit Rotation Locker können lediglich alle Apps und auch der Homescreen in den Landscape-Modus geschaltet werden. Solange die App läuft ist dann aber kein Wechsel mehr zurück zum Portrait-Modus möglich. Daher ist die App nur für User, die immer im Querformat arbeiten möchten geeignet.

Ultimate Rotation Control bietet hier deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. Unter anderem können unterschiedliche Modi für einzelne Apps festgelegt werden. So ist es beispielsweise möglich, den Homescreen automatisch ausrichten zu lassen und bei allen anderen Apps die systemweite Standardoption zu verwenden. Sogar die Orientierung der Bildschirmsperre kann festgelegt werden. Leider handelt es sich bei der App nur um eine 7 Tage Testversion. Danach kostet sie 1,99 Euro.

Systemdatei bearbeiten

Für diese Möglichkeit muss das Nexus 7 gerootet und ein Dateiexplorer vorhanden sein. Der kostenlose ES Datei Explorer ist empfehlenswert.

  1. ES Datei Explorer öffnen
  2. Auf den Einstellungen-Button klicken und dort „Einstellungen“ auswählen
  3. Bei den Optionen „bis zu Root„, „Root-Explorer“ und „Dateisystem einbinden“ einen Haken setzen
  4. Optionen verlassen
  5. oben in der Toolbar auf den Button mit dem grünen Pfeil klicken
  6. auf den Ordner „system“ klicken
  7. jetzt auf „build.prob
  8. im Popup „ES Notiz bearbeiten“ auswählen
  9. ganz unten folgende Zeile ergänzen:
    launcher.force_enable_rotation=true
  10. auf den Einstellungen-Button klicken und „Sichern“ auswählen
  11. Nexus 7 neustarten

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