Kategorie: Software & Apps

Windows 10 Paketverwaltung: Weitere Infos und Anwendung

Windows 10 Logo

Ende Oktober 2014 habe ich in meinem Artikel „Windows 10 Paketmanager OneGet verwenden“ beschrieben, wie die neue Windows-Paketverwaltung verwendet werden kann. Mittlerweile hat Microsoft weitere Informationen zur Paketverwaltung veröffentlicht und bei der Anwendung gibt es einige Änderungen. Heute habe ich endlich Zeit gefunden kurz darüber zu berichten.

Die bisher als OneGet bekannte Paketverwaltungsfeature wird zukünftig unter dem Namen „PacketManagement“ laufen. Microsoft sieht das neue Feature als Aggregator zur Paketverwaltung. Genauer gesagt sollen unter Windows damit die vielen verschiedenen Installationsmethoden unter einer Haube vereinheitlicht werden. Das PacketManagement dient als Schnittstelle für verschiedene Backends und stellt einige Basisfunktionen bereit. Dazu gehören unter anderem das Installieren und Deinstallieren von Software sowie Hinzufügen, Entfernen und Durchsuchen von verschiedenen Paketquellen.

Windows 10 PackageManagement Architektur

Windows 10 PackageManagement Architektur (Quelle: Microsoft)

Ein Blick auf die Architektur verdeutlicht den Ansatz. Das PackageManagement dient als Schnittstelle zwischen den Endnutzern und den verschiedenen Backends (MSI, MSU, Appx, NuGet, …). Der große Vorteil an dieser Herangehensweise ist die einheitliche Syntax, was vor allem im Scriptingbereich sinnvoll ist.

Aufgrund dieser Archtektur kann man die Windows-Paketverwaltung nicht direkt mit den Paketverwaltungen in Linux-Distributionen (Apt, Yum, …) vergleichen. Passender wäre ein Vergleich mit PackageKit.

Paketverwaltung (PacketManagement) unter Windows 10 verwenden

Ein guter Startpunkt ist das „Get-Command“-Cmdlet, welches alle verfügbaren Befehle des PacketManagement ausgibt:

Get-Command -Module PackageManagement

PackageManagement

Jetzt versuchen wir mal Software zu installieren. Als Beispiel verwende ich Firefox.

Find-Package -name *Firefox*

Daraufhin erscheint eine Fehlermeldung, dass der Provider „nuget“ nicht installiert ist und die Frage, ob er automatisch installiert werden soll. Dies bitte mit „Ja“ bestätigen.

Die erfolgreiche Installation kann mit einem Blick in die installierten Provider bestätigt werden.

Get-PackageProvider

Bei einem weiteren Versuch werden nun die gewünschten Ergebnisse ausgegeben:

Find-Package -name *Firefox*
Find-Package -name Firefox | Select *

Von den gefundenen Paketen möchten wir die normale Firefox Version installieren.

Install-Package -name Firefox -Provider Chocolatey

Eine weitere Abfrage erscheint, ob die Installation auch wirklich ausgeführt werden soll. Nach Bestätigung mit „Ja“ wird Firefox ohne weitere Nachfragen komplett installiert.

Windows 10: OneDrive komplett entfernen

OneDrive Logo

OneDrive ist unter Windows 10 standardmäßig installiert. Wer OneDrive nicht benötigt, kann diese mit einem kleinen Umweg komplett entfernen. Allerdings sollte man bei diesem Vorhaben sehr vorsichtig sein und genau wissen was man tut, da OneDrive sehr tief in Windows 10 integriert ist. In vielen Fällen kann dies zu erheblichen Problemen führen. Aus diesem Grund würde ich hier eher zu einer Deaktivierung von OneDrive raten.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch die Möglichkeit der kompletten Entfernung von OneDrive nicht vorenthalten. Dazu müsst ihr lediglich den nachfolgenden Code kopieren, eine Batch-Datei erstellen und anschließend ausführen. Wer den Code nicht selbst in eine Batch-Datei packen möchte, kann sich weiter unten auch das fertige Skript downloaden.

@echo off
cls

set x86="%SYSTEMROOT%\System32\OneDriveSetup.exe"
set x64="%SYSTEMROOT%\SysWOW64\OneDriveSetup.exe"

echo OneDrive Prozess beenden
echo.
taskkill /f /im OneDrive.exe > NUL 2>&1
ping 127.0.0.1 -n 5 > NUL 2>&1

echo OneDrive deinstallieren
echo.
if exist %x64% (
%x64% /uninstall
) else (
%x86% /uninstall
)
ping 127.0.0.1 -n 5 > NUL 2>&1

echo OneDrive Überreste entfernen
echo.
rd "%USERPROFILE%\OneDrive" /Q /S > NUL 2>&1
rd "C:\OneDriveTemp" /Q /S > NUL 2>&1
rd "%LOCALAPPDATA%\Microsoft\OneDrive" /Q /S > NUL 2>&1
rd "%PROGRAMDATA%\Microsoft OneDrive" /Q /S > NUL 2>&1 

echo OneDrive im Datei Explorer entfernen
echo.
REG DELETE "HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{018D5C66-4533-4307-9B53-224DE2ED1FE6}" /f > NUL 2>&1
REG DELETE "HKEY_CLASSES_ROOT\Wow6432Node\CLSID\{018D5C66-4533-4307-9B53-224DE2ED1FE6}" /f > NUL 2>&1
REG DELETE "HKEY_CURRENT_USER\Software\Classes\CLSID\{018D5C66-4533-4307-9B53-224DE2ED1FE6}\ShellFolder" /f > NUL 2>&1
REG DELETE "HKEY_CURRENT_USER\Software\Classes\Wow6432Node\CLSID\{018D5C66-4533-4307-9B53-224DE2ED1FE6}\ShellFolder" /f > NUL 2>&1

pause

Download Skript zur Entfernung von OneDrive unter Windows 10

Windows 10: OneDrive deaktivieren

OneDrive Logo

Windows 10 wird standardmäßig mit OneDrive ausgeliefert. Wer kein Online-Konto oder OneDrive benutzt, kann die Software unter Windows 10 ohne Probleme deaktivieren.

Möglichkeit 1: Editor für lokale Gruppenrichtlinien

Der einfachste Weg zur Deaktivierung von OneDrive führt über die lokalen Gruppenrichtlinien. Diese Variante ist allerdings nur unter Windows 10 Pro und Enterprise möglich. Nutzer der Home-Edition müssen zu Möglichkeit 2 greifen.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „gpedit.msc“ eingeben.
  2. Unter „Computerkonfiguration“ zu „Administrative Vorlagen“, „Windows-Komponenten“ und „OneDrive“ wechseln.
  3. Im rechten Fensterbereich auf „Verwendung von OneDrive für die Datenspeicherung verhindern“ doppelklicken.
  4. In dem neu geöffneten Fenster „Aktiviert“ auswählen und die Änderungen bestätigen.
  5. Nach einem Neustart ist OneDrive deaktiviert.

Windows 10 OneDrive deaktivieren

Möglichkeit 2: Registrierungs-Editor

Nutzer von Windows 10 Home können die erste Möglichkeit nicht verwenden, da dort keine Gruppenrichtlinien existieren. Hier führt der Weg über die Registry.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „regedit“ eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
  3. HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\Onedrive
  4. Darunter muss ein neuer „DWORD-Wert (32-Bit)“ mit dem Namen „DisableFileSyncNGSC“ erstellt werden.
  5. Dieser erhält den Wert auf „1„. Außerdem wird der Wert „DisableFileSync“ auf „1„ gesetzt.
  6. Anschließend müssen Schritt vier und fünf unter folgendem Pfad wiederholt werden:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\Policies\Microsoft\Windows\Onedrive
  7. Nach einem Neustart sollten die Änderungen wirksam sein.

Zur einfacheren Umsetzung biete ich eine Registrierungsdatei an, die alle Änderungen in der Registry automatisch durchführt.

Windows 10 OneDrive deaktivieren

Microsoft bietet kostenlose E-Books zu Windows 10 und mehr

Microsoft Logo

Eric Ligman, Senior Sales Exellence Manager bei Microsoft, bietet in einem Blogpost zahlreiche kostenlose E-Books zum Download an. Mit dabei sind unter anderem auch E-Books zu Windows 10, Office 2013 und Office 365. Darüber hinaus steht auch Literatur zu vielen weiteren Themen bereit, beispielsweise Windows 8.1, SharePoint 2013, Dynamics CRM, PowerShell, Exchange Server, Lync 2013, System Center, Azure, Cloud sowie SQL Server.

Leider sind die kostenlosen Titel nur in englischer Sprache verfügbar, deutschsprachige Varianten existieren nicht. Die Gratis-Bücher liegen in verschiedenen Formaten vor, darunter PDF, MOBI, EPUB, DOCX oder PPTX.

Download Microsoft E-Books

Firefox 40 kommt mit finaler 64-Bit-Version

Firefox Logo 23+

Obwohl die Testversionen von Firefox (Nightly, Developer Edition und Beta) unter Windows schon seit geraumer Zeit als 64-Bit-Version angeboten werden, hat es bisher keine 64-Bit-Version in den Release-Channel geschafft. Nach den aktuellen Plänen soll sich dies nun aber ändern.

Mit Firefox 40 soll endlich auch eine finale 64-Bit-Version veröffentlicht werden. Wenn alles nach Plan läuft erfolgt der Release am 11. August 2015.

(via)

Windows Keys auf Gültigkeit überprüfen

Mit dem kostenlosen Tool „The Ultimate PID Checker“ können Lizenzschlüssel von Microsoft auf ihre Gültigkeit geprüft werden. Die 24-stelligen Keys können entweder manuell eingegeben oder aus einer Textdatei importiert werden. Alternativ liest das Tool auch den Key des aktuell verwendeten Betriebssystems aus. Neben Windows Server 2003 bis Windows Server 2012 R2 werden auch Windows XP bis Windows 8.1 und Office 2010 sowie Office 2013 unterstützt.

Neben der reinen Prüfung auf Gültigkeit kann „The Ultimate PID Checker“ auch herausfinden, zu welcher Version ein Key gehört. Des Weiteren werden noch viele weitere Informationen angezeigt, wie zum Beispiel die Product ID, die Produktedition oder die Art des Keys (OEM, MAK, KMS).

Das Tool muss nicht installiert werden, da es portabel ist. Einfach Downloaden, Entpacken und Starten.

Download The Ultimate PID Checker

The Ultimate PID Checker

Kategorien: Software & Apps Windows

Netzwerkkonfiguration (Virtual Network Editor) in VMware Player 7.1.2 nachrüsten

VMware Player 7

Vor ca. zwei Wochen wurde VMware Player 7.1.2 veröffentlicht. Im Gegensatz zu den vorigen Versionen funktioniert die „vmnetcfg.exeDatei von Version 7.0 ebenso in den Versionen 7.1.1 und 7.1.2. Die Datei muss lediglich in das Hauptverzeichnis des VMware Players kopiert werden. Standardmäßig lautet der Pfad „C:\Program Files (x86)\VMware\VMware Player\“.

Nach dem Start der EXE-Datei könnt ihr mit Hilfe des Virtual Network Editors in VMware Player 7  zusätzliche Netzwerkeinstellungen vornehmen, die normalerweise nur in WMware Workstation 11 vorhanden sind. Dazu gehören das Setzen von DHCP-Einstellungen und die Möglichkeit von Portweiterleitungen. Wie genau letzteres funktioniert, habe ich im Artikel „Netzwerkkonfiguration in VMware Player“ beschrieben.

Download VMware Player Virtual Network Editor 7.0 – 7.1.2

Virtual Network Editor

PowerShell bekommt SSH-Unterstützung

PowerShell Logo

Microsofts PowerShell-Team hat kürzlich in einem Blog-Artikel bekannt gegeben, dass die PowerShell in Zukunft SSH-Unterstützung erhalten soll. Darüber hinaus soll ein SSH-Server für Windows geplant sein. Beide Projekte setzen auf OpenSSH auf.

Ursprünglich war bereits in Version 1 und 2 die Unterstützung für SSH geplant, welche allerdings an der Microsoft-Führungsetage gescheitert ist. Dank „Änderungen in der Führung und der Kultur“ bei Microsoft soll die Implementierung im dritten Anlauf nun aber gelingen. Das PowerShell-Team befindet sich nach eigener Aussage noch in einer frühen Planungsphase, weswegen noch keine genauen Informationen verfügbar sind. Auch die geplante Zusammenarbeit mit der OpenSSH-Community ist noch vage. Microsoft wird eventuell dem Projekt beitreten und auch eigenen Code beisteuern.

In den nächsten Monaten dürften weitere Details und erste Informationen zur Verfügbarkeit veröffentlicht werden.

Kategorien: Software & Apps Windows

Firefox wird für hochauflösende Bildschirme optimiert

Firefox Logo 23+

Obwohl Firefox unter OS X schon lange für hochauflösende Bildschirme optimiert ist, haben Windows-Nutzer noch immer das Nachsehen. Wer die Skalierungsstufe in den Windows-Anzeigeeinstellungen erhöht hat, weiß wovon ich spreche. In diesem Fall passt sich Firefox nämlich der Windows-Skalierung an und die gesamte Oberfläche wirkt ein wenig unscharf und verwaschen. Dies fällt vor allem bei den Symbolen und Icons auf. Ein Umstand, auf den ich bereits in meinem Erfahrungsbericht zum Dell U2515H hingewiesen habe.

Bei einer Skalierungsstufe von 150% unter Windows, werden auch im Firefox alle Grafiken der Benutzeroberfläche entsprechend hochskaliert. Problematisch daran ist, dass leider nur normal aufgelöste Grafiken verwendet werden und diese bei einer Vergrößerung natürlich einen schlechten Eindruck hinterlassen. Dieses Verhalten lässt sich zwar über „about:config“ deaktivieren („layout.css.devPixelsPerPx“ von „-1“ auf „1“ ändern), ist aber vermutlich in den meisten Fällen gar nicht gewünscht.

Wie Sören in seinem Blog verlauten ließ, hat Mozilla nun reagiert und einige Grafiken wurden durch hochauflösende Varianten ausgetauscht. Die Änderungen werden höchstwahrscheinlich mit Firefox 40 und 41 sichtbar. Eine komplette HiDPI-Unterstützung ist dann allerdings noch nicht gegeben. Diese wird aber hoffentlich bald kommen.

Kodi auf dem Amazon Fire TV Stick installieren

Amazon Fire TV Stick

Seit Ende März ist der Amazon Fire TV Stick in Deutschland erhältlich. In den letzten Wochen habe ich bereits einige Artikel zum Fire TV Stick veröffentlicht. Der geringe Preis, die mitgelieferte Fernbedienung und die vielen Möglichkeiten in Form von diversen Apps und Streamingdiensten machen den Stick zum idealen Mediacenter. Für die normalen Nutzer sollte der Stick also ausreichend viele Möglichkeiten zum Medienkonsum bieten. Alle anderen können die beliebte und kostenlose Mediacenter-Software Kodi (ehemals XBMC) auf dem Stick nachrüsten. Dies ist relativ einfach und in wenigen Minuten erledigt. Mit Kodi könnt ihr dann z.B. eure Filme, Serien und Musik von eurem NAS-System bzw. aus anderen Netzwerkquellen abspielen. Mit der Nachrüstung von Kodi avanciert der Amazon Fire TV Stick zum Allrounder, der so gut wie alles abspielt.

Für die Installation von Kodi auf dem Fire TV Stick existieren verschiedene Wege. Neben der manuellen Installation über die ADB-Kommandozeile kann Kodi auch direkt über ein Android-Gerät mit Hilfe der Fire TV Side Loader APP installiert werden. Am einfachsten ist allerdings der Weg über den PC bzw. das Notebook und adbLink. Aus diesem Grund beschreibe ich euch nachfolgend diese Variante.

1. Benötigte Software herunterladen

Zunächst benötigt ihr die Software adbLink und die gewünschte Version von Kodi auf eurem PC. Achtet darauf, dass ihr von Kodi die Android-Version für ARM-Prozessoren herunterlädt. adbLink steht für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung.

Download adbLink
Download Kodi (Android ARM)

2. Amazon Fire TV Stick vorbereiten

Damit die Installation funktioniert, müssen die Installation aus fremden Quellen und das ADB-Debugging im Fire TV Stick aktiviert werden. Beide Optionen sind unter „Einstellungen„, „System“ und „Entwickleroptionen“ zu finden.

Amazon Fire TV Stick Entwickleroptionen

Für den nächsten Schritt muss noch die IP-Adresse des Amazon Fire TV Sticks ermittelt werden. Diese wird unter „Einstellungen„, „System„, „Info“ und „Netzwerk“ angezeigt.

3. Kodi installieren

Jetzt müsst ihr das Tool adbFire starten. Dort auf den Button „Setup Device“ klicken, im nachfolgenden Fenster die IP-Adresse des Fire TV Sticks eintragen und mit einem Klick auf „Save“ speichern.

adbFire_IP

Anschließend auf „Connect“ klicken und in der Statuszeile unten überprüfen, ob der Stick verbunden ist.

adbFire_connect

Im letzten Schritt muss die Kodi-APK-Datei auf den Stick übertragen werden. Nach einigen Sekunden erscheint eine Meldung, dass die Installation erfolgreich durchgeführt wurde.

adbFire_Install

4. Kodi starten

Jetzt ist Kodi auf dem Stick installiert und kann gestartet werden. Da die App per Sideload installiert wurde, ist der Start nur etwas umständlich möglich. Navigiert im Menü zu „Einstellungen„, „Anwendungen„, „Installierte Apps verwalten„. Dort müsst ihr bis zum Eintrag „Kodi“ scrollen und dann „App starten“ wählen.

Wem das auf die Dauer zu nervig ist, kann auch ein Kodi-Icon auf den Startbildschirm des Fire TV Sticks erstellen. Dies ist allerdings fast umständlicher als die Installation selbst. Aus diesem Grund gehe ich nicht näher darauf ein und verweise auf die Anleitung im Kodi-Wiki.