Kategorie: Software & Apps

MediathekView ermöglicht Download von Videos aus TV-Mediatheken

Obwohl viele Menschen über die öffentlich-rechtlichen Sender schimpfen, bringen diese hin und wieder ganz gute Inhalte zustande. Mittlerweile bietet so gut wie jeder Sender eine eigene Mediathek an, in welcher die Inhalte im Nachhinein angeschaut werden können. Dies funktioniert jedoch nur per Stream, eine Downloadfunktion wird nirgends angeboten. Mit Hilfe von diversen Downloadprogrammen (z.B. JDownloader) und der genauen URL lassen sich die Videos auch downloaden. Je nach Mediatheken sucht man allerdings eine ganze Weile, bis der gewünschte Inhalt endlich erscheint.

Hier schafft die Software MediathekView Abhilfe, die ich bei Boehrsi entdeckt habe. Vielen Dank! MediathekView ist eine Art Suchmaschine für Videos in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender und schafft einen guten Gesamtüberblick der Mediathekinhalte. Aktuell werden folgende Sender unterstützt: ARD, ZDF, ZDFtivi, Arte, 3Sat, Kika, Phoenix, DW, SWR, BR, MDR, NDR, WDR, HR, RBB, ORF und SF.

MediathekView listet alle gefundenen Videos auf, die sich anschließend direkt abspielen oder zum offline anschauen downloaden lassen. Für die direkte Wiedergabe wird der VLC Media Player empfohlen. Dies sollte aber auch mit jedem anderen Player möglich sein. Die Suchfunktion leistet gute Dienste und hilft, die gewünschte Sendung schnell aufzufinden. Außerdem bietet MediathekView eine Filtermöglichkeit, sodass die Ergebnisse einfach eingegrenzt werden können. Darüber hinaus lassen sich Filterprofile und sogar Abos erstellen. Mit Abos können Videos, die bestimmten Kriterien entsprechen, automatisch heruntergeladen werden.

MediathekView ist kostenlos erhältlich und wird in Java entwickelt. Der Download umfasst rund 32 MByte. Neben einer stabilen Version 10 wird zudem eine Entwicklerversion 11 geboten, die ich auch für meinen Test verwendet habe. Diese läuft sehr stabil und ich konnte keinerlei Probleme feststellen.

Download MediathekView

MediathekView

Adobe Acrobat Reader DC Seitenleiste entfernen

Im April 2015 hat Adobe eine neue Acrobat-Reader-Generation veröffentlicht, die auf den Namen Adobe Acrobat Reader DC hört. Der Vorgänger hörte auf den Namen Adobe Reader. Das „DC“ steht für Document Cloud. Zusammen mit dem Feature Mobile Link lassen sich PDF-Dokumente in der Cloud bereitstellen und von allen genutzten Geräten betrachten.

Da der bisherige Adobe Reader in Version 11 wohl früher oder später durch den neuen Adobe Acrobat Reader DC ersetzt werden wird, habe ich den Wechsel vor einigen Tagen vollzogen. Neben der Unterstützung für Tabs ist mir in der neuen Version direkt die rechte Seitenleiste aufgefallen, die sehr nervig ist. Diese lässt sich zwar ausblenden, erscheint aber erneut beim Öffnen einer PDF-Datei. In den ersten Versionen des Adobe Acrobat Reader DC gab es keine Option zur Entfernung der Seitenleiste und man musste zu einem umständlichen Workaround greifen. Seit Version 2015.007 existiert aber glücklicherweise eine Möglichkeit direkt im Programm.

AdobeReaderDC_Programm

Zur Deaktivierung der Seitenleiste müssen die Voreinstellungen aufgerufen werden. Anschließend links „Dokumente“ auswählen und das Häkchen bei der Option „Werkzeugfenster für jedes Dokument öffnen“ entfernen.

AdobeReaderDC_Einstellungen

Wireshark 2.0 mit neuer Benutzeroberfläche

Wireshark 2.0 Icon

Die kostenlose Netzwerkanalysesoftware Wireshark wurde vor wenigen Tagen in Version 2.0 veröffentlicht. Neben einigen neuen Features und vielen Fehlerbehebungen haben die Entwickler dem beliebten Programm eine überarbeitete Benutzeroberfläche spendiert. Hauptvorteil soll eine bessere Anwendererfahrung sein. Dies bedeutet zum einen ein besseres Look-and-feel und zum anderen, dass ein schnelleres und geschmeidigeres Arbeiten geboten wird. Dabei wurde auch viel Wert darauf gelegt, dass sich erfahrene Anwender möglichst wenig umgewöhnen müssen.

Die neue Benutzeroberfläche setzt anstelle von GTK+ auf Qt. Hauptgrund für den Wechsel ist, dass Qt die von Wireshark unterstützten Plattformen effektiver abdeckt. Während auf OS X nur noch die neue Oberfläche vorhanden ist, kann unter Windows nach wie vor die alte (Legacy-) Oberfläche mitinstalliert werden. Erst mit Wireshark 2.2 soll die alte Benutzeroberfläche komplett wegfallen.

Weitere Neuerungen von Wireshark 2.0 sind zahlreiche neue Dialoge und Graphen und die Unterstützung diverser neuer Protokolle. Außerdem können Filterregeln nun direkt in der Filter-Toolbar erstellt werden und Konfigurationsdateien werden unter Linux-Systemen jetzt in „$HOME/.config/wireshark“ und nicht mehr in „$HOME/.wireshark“ abgelegt. Des Weiteren lässt sich nun auch Datenverkehr von USB-Geräten aufnehmen und analysieren. Eine detaillierte Liste aller Änderungen findet ihr in den Release Notes.

Ich muss sagen mir gefällt die neue Oberfläche (siehe Screenshot rechts) sehr gut. Das Programm wirkt deutlich übersichtlicher und aufgeräumter. Auch der Zugriff auf einige wichtige Funktionen ist jetzt deutlich einfacher als bisher möglich.

Download Wireshark 2.0

Zur Einführung von Wireshark 2.0 stellen die Entwickler ein siebzigminütiges Webinar zur Verfügung, welches die wichtigsten Funktionen erläutert.

7-Zip 15.12 veröffentlicht – neue finale Version nach 5 Jahren

7-Zip Logo

Genau fünf Jahre und ein Tag nach der bis dato letzten stabilen Version 9.20 veröffentlicht der Entwickler Igor Pavlov eine neue finale Version des beliebten Packprogramms 7-Zip. Version 15.12 kann mit einigen neuen Features aufwarten und soll dank vielen Bugfixes stabiler als die vorige Version laufen.

Nach einigen Alpha- und Beta-Versionen der 9.x-Nummerierung wurde 7-Zip Mitte des Jahres auf Version 15 gehoben. Der große Versionssprung soll zum einen den großen Fortschritt gegenüber den älteren Versionen und zum anderen die beiden letzten Ziffern der aktuellen Jahreszahl aufzeigen. Nachfolgend die wichtigsten Neuerungen im Vergleich zu Version 9.20:

  • Unterstützung zum Entpacken für UEFI-BIOS-Dateien, zipx (WinZip), ext2, ext3, ext4, GPT- und VMDK-Images, WIM-Dateien, RAR5-Dateien
  • Fortschrittsanzeige in der Taskbar ab Windows 7 und höher
  • neue Befehlszeilenparameter (-bt, -rn, -h, -spf)
  • Möglichkeit zum Errechnen von Hash-Werten von Dateien (CRC-32, CRC-64, SHA-256 und SHA-1)
  • beim Öffnen von verschachtelten Archiven verwendet 7-Zip nun den Arbeitsspeicher an Stelle von temporären Dateien (sofern die Datei kleiner als 1/4 des RAMs ist)
  • Icons lassen sich im Windows-Kontextmenü einblenden
  • bessere Unterstützung bei Langen Pfadnamen mit mehr als 260 Buchstaben
  • diverse Performanceverbesserungen
  • Bugfixes

Eine detaillierte Übersicht aller Änderungen ist im Changelog möglich.

Download 7-Zip

Kategorien: Software & Apps Windows

Firefox 42 veröffentlicht – die Neuerungen

Firefox Logo 23+

Mozilla hat Firefox heute in Version 42 veröffentlicht. Neben einem standardmäßig aktivierten Trackingschutz für den privaten Modus wird erstmals auch eine 64-Bit-Version unter Windows geboten. Da noch nicht alle Add-ons für die 64-Bit-Version angepasst sind, ist ein automatischer Wechsel derzeit noch nicht möglich. Mit einer der nächsten Version soll dann der Wechsel von der 32-Bit- auf die 64-Bit-Version über das automatische Update ermöglicht werden. Die nächste Version in Form von Firefox 43 soll am 15. Dezember 2015 erscheinen.

  • automatisch aktivierter Trackingschutz im privaten Modus (Option kann über Einstellungen unter Datenschutz deaktiviert werden)
  • durch den Trackingschutz geblockte Inhalte können im Sicherheitstab der Web-Konsole eingesehen werden
  • Tabs können stumm geschaltet werden
  • 64-Bit-Version unter Windows
  • Verbesserungen bei WebRTC (unter anderem kann jetzt IPv6 für die Kommunikationsverbindungen genutzt werden)
  • Media Source Extensions (MSE) für HTML5-Videos auf allen Seiten standardmäßig aktiviert
  • Verbesserungen beim Passwort-Manager (Login-Daten können über Kontextmenü eingefügt werden, Username und Passwort lassen sich direkt im Passwort-Manager bearbeiten)
  • Import der Passwörter aus Chrome und dem Internet Explorer möglich (nur unter Windows)
  • Seitenquelltext wird nun in einem Tab angezeigt (bisher in einem extra Fenster)
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

Download Firefox 42
Download Firefox 42 (64 Bit)
Portable Firefox 42 @ Horst Scheuer

Microsoft streicht unbegrenzten OneDrive-Speicher

OneDrive Logo

Vor ca. einem Jahr hat Microsoft verlauten lassen, dass Abonnenten von Office 365 unbegrenzten Speicherplatz bei OneDrive bekommen. Davor gab es lediglich 1 Terabyte. Jetzt rudert Microsoft zurück und stampft den unbegrenzten OneDrive-Speicher wieder ein. Auch Nutzer des kostenlosen Angebots müssen Einschnitte hinnehmen.

Auf dem OneDrive Blog hat Microsoft verlauten lassen, dass der bisher unbegrenzte Speicherplatz für Office-365-Abonennten in Zukunft wieder abgeschafft werden wird. Offensichtlich haben einige User den unlimitierten Speicher wörtlich genommen und exzessiv ausgenutzt. Laut Microsoft sollen die User Backups von zahlreichen PCs, Filmsammlungen oder gar DVR-Archive über OneDrive gesichert haben. In einigen Fällen sollen sogar mehr als 75 Terabyte Daten bei Microsoft liegen, was ungefähr 14.000 Mal höher als der Durchschnittswert ist.

Jetzt zieht der Softwareriese Konsequenzen daraus und wird den Speicherplatz für Office-365-Nutzer künftig wieder auf maximal 1 Terabyte begrenzen. Kostenlose Nutzer die bisher 15 Gigabyte erhalten haben, müssen zukünftig mit nur noch 5 Gigabyte auskommen. Die bisher verfügbaren Angebote von 100 oder 200 Gigabyte Zusatzspeicher wird Microsoft auf 50 Gigabyte reduzieren, was dann pro Monat 1,99 US-Dollar kosten wird.

Alle Änderungen sollen ab Anfang 2016 wirksam werden. Betroffene User haben dann zwölf Monate Zeit, um ihre Daten zu reduzieren bzw. zusätzlichen Speicher zu erwerben. Nutzer der kostenlosen Variante können darüber hinaus Office 365 Personal für ein Jahr kostenlos testen.

Ich persönlich sehe die Schuld nicht bei den Usern, die den unbegrenzten Speicherplatz ausgenutzt haben, sondern ganz klar bei Microsoft. Mit Anbieten des unbegrenzten Speichers hat sich das Unternehmen schlicht und einfach zu weit aus dem Fenster gelehnt und jetzt müssen alle User dafür zahlen. Des Weiteren ist die Reduzierung des kostenlosen Speicherplatzes in meinen Augen ein großer Fehler. In den kommenden Monaten dürften hier einige User zu anderen Diensten abwandern, vor allem solche, die mehr als 5 Gigabyte Speicher in OneDrive belegt haben.

VMware Tools 10 veröffentlicht, ohne Bindung an ESXi-Version

VMware Logo

Relativ unbemerkt hat VMware Anfang September die VMware Tools 10 veröffentlicht. Die gravierendste Neuerung ist, dass die neue Version nicht mehr an bestimmte vSphere- bzw. ESXi-Versionen gebunden ist, sondern ab sofort unabhängig davon erhältlich ist. Die neue Version 10 der VMware Tools ist unter VMware vSphere ESXi 5.0 und höher, VMware Workstation 12.0 sowie VMware Fusion 8.0 lauffähig. Damit sei es laut VMware nun auch möglich, neue Versionen früher als bisher zu veröffentlichen. Gleichzeitig wird damit versucht das bisherige Versions-Wirrwarr einzudämmen.

Ansonsten bringt die Version natürlich noch weitere Änderungen mit, die nachfolgend aufgeführt werden:

  • Common versioning: Infrastructure changes to enable reporting of true versions for VMware Tools Operating System Specific Packages. These changes will depend on host support.
  • Common Agent Framework: Common Agent Framework (CAF) provides the basic services necessary to simplify secure and efficient management of agents inside the guest virtual machines.
  • Quiesced snapshots enhancements on Linux: Robustness related enhancements in quiesced snapshot operation. vmtoolsd service supports caching of log messages when guest I/O has been quiesced. Enhancements in vmbackup plug in to use a separate thread to quiesce the guest operating system to avoid timeout issues due to heavy I/O in the guest.
  • Shared folders: For Linux distributions with kernel version 4.0.0 and higher, there is a new FUSE  based Shared Folders client which is used as a replacement for the kernel mode client.
  • ESXi serviceability: Default vmtoolsd logging is directed to a file instead of Syslog or Event Viewer. Enhanced VMwareToolboxCmd.exe on Windows and vmware-toolbox-cmd on Linux to change vmtoolsd logging levels.
  • GuestInfo enhancements: Plug in enhancements to report more than 64 IP addresses from the guest. These enhancements will depend on host support.

Download VMware Tools 10

Management von Remoteverbindungen: Royal TS portabel verwenden

Royal TS Logo

Bei der Verwaltung von Remoteverbindungen habe ich bisher auf die Software mRemoteNG vertraut. Doch unter Windows 8.1 läuft mRemoteNG bei mir sehr instabil und es kommt häufig zu Abstürzen. Offensichtlich wird das Tool nicht mehr weiterentwickelt, denn seit ca. zwei Jahren gibt es keine Updates mehr und auch im hauseigenen Forum ist nichts vom Entwickler zu lesen.

Auf der Suche nach eine guten Alternative bin ich letztendlich bei Royal TS gelandet. Es gibt zwar einige kostenlose Alternativen, aber leider bieten diese nicht den von mRemoteNG bekannten und auch den von mir gewünschten Funktionsumfang. Ein weiterer Pluspunkt für Royal TS war die Möglichkeit des Imports meiner mRemoteNG-Verbindungen. Außerdem stammt das Entwicklerunternehmen code4ward aus Österreich und auch der ursprüngliche Entwickler vom originalen mRemote ist mit an Bord.

Royal TS portabel verwenden

Genug geschrieben, jetzt geht es ans Eingemachte! Standardmäßig wird Royal TS installiert und alle Einstellungen werden unter „%APPDATA%\code4ward“ abgelegt. Wir möchten aber erreichen, dass alle Einstellungen im Programmordner gespeichert werden. Folgendermaßen müsst ihr dafür vorgehen:

  1. Zunächst muss Royal TS heruntergeladen werden. Hier existiert seit einiger Zeit die Möglichkeit zum Download einer ZIP-Datei, genau was wir benötigen.
  2. Die heruntergeladene ZIP-Datei in den gewünschten Ordner entpacken und anschließend in diesen Ordner wechseln.
  3. Dort wird jetzt ein neuer Ordner für die Konfigurationsdateien erstellt. Ich habe den Ordner „config“ genannt.
  4. Im Hauptorder der Software existiert die Datei „RTS3App.exe.config„. Diese Datei bitte mit einem Texteditor öffnen.
  5. Dort muss der Eintrag „%APPDATA%\code4ward“ in „./config“ geändert werden (Zeile 11). Wenn der Config-Ordner aus Schritt 3 einen anderen Namen bei euch besitzt, müsst ihr entsprechend diesen verwenden.
  6. Wer bereits alte Konfigurationsdateien besitzt, kann diese ganz einfach von „%APPDATA%\code4ward“ in den neuen Config-Ordner kopieren und somit übernehmen.
  7. Jetzt kann Royal TS komplett portabel verwendet werden.

Erscheint eine neue Royal-TS-Version, könnt ihr diese als ZIP-Datei herunterladen und die Dateien in eurem Ordner ganz einfach mit den neueren austauschen. Allerdings solltet ihr auf keinem Fall die Datei „RTS3App.exe.config“ nicht ersetzen.

Royal TS

Wireshark: VoIP-Telefonate mitschneiden und anhören nach Beginn des Gesprächs

Wireshark Logo

In meinem Artikel „FRITZ!Box – VoIP-Telefonate mitschneiden und anhören“ habe ich aufgezeigt, wie VoIP-Telefonate ganz einfach mitgeschnitten werden können. Die dort aufgeführte Methode funktioniert allerdings nur, wenn der Paketmitschnitt vor dem Telefonat gestartet wird. Beginnt der Paketmitschnitt erst nach dem Anfang des Gesprächs, funktioniert das dort beschriebene Vorgehen leider nicht.

Vor dem Mitschneiden von VoIP-Telefonaten sollte jedoch die aktuelle Rechtslage beachtet werden! Bei unerlaubten Aufzeichnungen sind sogar strafrechtliche Konsequenzen möglich. Ich übernehme keine Haftung.

Erklärung

Wenn der Paketmitschnitt erst nach Beginn des Telefonats gestartet wird, fehlt logischerweise auch die Protokollierung des Verbindungsaufbaus. Der Auf- und Abbau von VoIP-Verbindungen wird auch Signalisierung bzw. Verbindungssteuerung genannt. Dies kann mit unterschiedlichen Signalisierungsprotokollen (SIP, MGCP, H.248, …) geschehen, wobei sehr häufig SIP zum Einsatz kommt. Innerhalb des SIP-Protokolls wird das Session Description Protocol (SDP) zur Beschreibung der Eigenschaften von Multimediadatenströmen verwendet. Konkret gesagt kommt SDP bei der Aushandlung von Codecs, Transportprotokollen und IP-Adressen zum Einsatz. Ohne diese Daten kann Wireshark nicht automatisch herausfinden, welche UDP-Pakete zum RTP-Stream gehören und welche nicht.

Lösung

Damit der RTP-Stream, welcher die Audio-Daten enthält, dennoch extrahiert werden kann, müssen die UDP-Pakete innerhalb des Paketmitschnitts als RTP identifiziert werden. Hierfür existieren zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die beide zum Ziel führen.

  1. Unter Wireshark 1.x müssen die Wireshark-Einstellungen geöffnet werden. Dies funktioniert im Menü unter „Edit“ und „Preferences…“. Im Einstellungsfenster „Protocols“ erweitern und dort auf „RTP“ gehen. Dort dann die Option „Try to decode RTP outside of conversations“ aktivieren. Anschließend hier mit Punkt 2 fortfahren.
    Wireshark RTP
    Bei Wireshark 2.x existiert die oben genannte Option nicht mehr. Stattdessen müssen hier im Menü unter „Analyze“ und “ Enabled Protocols…“ zwei Optionen aktiviert werden. Unterhalb vom Protokoll „RTP“ müssen hier noch „rtp_stun“ und „rtp_udp“ aktiviert werden. Anschließend hier mit Punkt 2 fortfahren.
  2. Für die zweite Möglichkeit muss zuerst der Paketmitschnitt im Wireshark geöffnet werden. Anschließend im Menü unter „Analyze“ den Punkt „Decode As…“ anklicken. Dort beide UDP-Streams auswählen und rechts „RTP“ auswählen. Anschließend hier mit Punkt 3 fortfahren.
    Wireshark_Decode

Die Neuerungen von Microsoft Office 2016

Office 2013 Logo

Vor zwei Tagen hat Microsoft Office 2016 veröffentlicht. Die Neuerungen halten sich jedoch arg in Grenzen, weshalb sich vor allem Nutzer von Einzelplatzversionen die Frage nach einem Update genau überlegen sollten. Ich persönlich arbeite nach wie vor mit Office 2010 und habe noch keine Funktion aus Office 2013 oder dem neuen Office 2016 vermisst. Nutzer eines Office-365-Abos haben es da leichter, sie können kostenlos auf das neue Office-Paket updaten.

Da bahnbrechende neue Features in Office 2016 fehlen, liste ich die Neuerungen nur stichpunktartig auf:

  • neues Design (fünf Farben verfügbar) und leicht überarbeitete Oberfläche (einheitliches Aussehen über alle Geräte hinweg)
  • für die Touch-Bedienung unter Windows 10 optimiert
  • Office 2016 merkt sich die zuletzt bearbeitete Stelle in einem Dokument und setzt die Bearbeitung beim Öffnen der Datei dort wieder fort
  • gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten in Echtzeit auf dem Desktop (inklusive Live-Information, an welchen Abschnitten die Kollegen arbeiten)
  • verbesserte Versionshistorie
  • Teilen von Dokumenten erleichtert
  • von Hand erstellte Gleichungen werden automatisch in Text konvertiert (vor allem bei mathematischen oder physikalischen Formeln interessant)
  • „Intelligente Suche“ via Bing, Wikipedia und beim Oxford Dictionary stellt kontextbezogen Informationen direkt im Dokument zusammen
  • unter Windows 10 kann man sich dank „Windows Hello“ zeitgleich am Windows-10-PC und bei Office anmelden
  • Excel: neue Diagrammtypen für die Darstellung von Finanz- und hierarchisch organisierten Daten sowie statistischen Eigenschaften von Informationen
  • Excel: neue Analysemethoden (Zeitreihenanalyse und Trendberechnungen mit einem Knopfdruck)
  • Excel: Einbindung von Tabellen aus Webseiten, Daten aus SAP Business Objects, Apache Hadoop oder von Diensten wie beispielsweise Salesforce
  • neue Hilfefunktion „Was möchten Sie tun?“ (in den kommenden Monaten Integration mit Cortana)
  • direkte Integration von Skype in Office 2016 um die Kommunikation im Team zu erleichtern
  • Outlook bietet in der Anhangs-Funktion automatisch die zuletzt bearbeiteten Dateien an (Cloud-basierte Dokumente werden lediglich als Links verschickt und automatisch mit den entsprechenden Freigaben versehen)
  • Office 365 Gruppen sind direkt in Outlook eingebunden
  • Office 365 Data Loss Prevention (DLP) verhindert die unbeabsichtigte oder unerlaubte Weiterleiten sensibler Firmendaten
  • Office 365 integriertes Mobile Device Management (MDM) zum Schutz von Firmendaten vor Verlust und unbefugtem Zugriff
  • demnächst Office 365 Planner erlaubt Projekte zu verwalten und Teammitgliedern Aufgaben zuzuweisen
  • demnächst Office 365 „GigJam“ zur Aggregation von Daten über verschiedene Geräte, Anwendungen und Plattformen