Kategorie: Software & Apps

KeePass 2 durch unsichere Update-Funktion gefährdet

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Der beliebte Passwortmanager KeePass 2 ist durch die Update-Funktion gefährdet und  potentiell angreifbar. Der Entwickler ist sich dem Problem bewusst, lehnt eine Beseitigung der Ursache derzeit aber ab und verweist auf die Zukunft. KeePassX ist nicht betroffen.

Durch eine Schwachstelle in der integrierten Update-Funktion ist der Passwortmanager KeePass 2 offensichtlich für Man-in-the-Middle-Angriffe verwundbar. Der Update-Check läuft über unverschlüsselte HTTP-Anfragen und lässt sich somit theoretisch durch Dritte manipulieren. Es wird zwar kein automatisches Update heruntergeladen, aber bei einer neuen Version öffnet der Update-Check die KeePass-Webseite. Angreifer könnten hier beispielsweise auf falsche Webseiten verweisen und somit manipulierte Versionen von KeePass in Umlauf bringen.

Weitere Details könnt ihr im Blog von Florian Bogner finden, welcher die Verwundbarkeit entdeckt hatte. Außerdem stellt er ein Video zur Verfügung, in dem er einen Man-in-the-Middle-Angriff vorführt:

Bogner hat den Entwickler Dominik Reichl bereits im Februar dieses Jahres über die Sicherheitslücke informiert. Dieser soll noch am gleichen Tag geantwortet haben, dass HTTPS wegen geringeren Werbeeinnahmen aktuell keine praktikable Lösung sein würde. Mittlerweile hat der Entwickler sich auch direkt bei Sourceforge zu Wort gemeldet. Demnach ist er sich dem Problem bewusst und verspricht eine baldige Lösung.

Bis dahin solltet ihr den automatischen Update-Check deaktivieren und die Updates manuell herunterladen. Anschließend solltet ihr die digitale Signatur der Software überprüfen. Sowohl der Installer als auch das Programm selbst sind entsprechend signiert.

7-Zip 16.00 behebt kritische Sicherheitslücken

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Das beliebte Open-Source-Packprogramm 7-Zip ist vor wenigen Tagen in Version 16.00 erschienen. Einzige große Neuerung ist die Unterstützung von Multi-ZIP-Archiven nach dem Namensschema z01, z02, …, zip. Dennoch sollte das Update schnellstmöglich installiert werden, denn damit werden auch einige Fehler und zwei kritische Sicherheitslücken behoben.

Die Sicherheitslücken wurden von Sicherheitsforschern der Cisco-Tochter Talos entdeckt. Genauere Details wurden in einem Blogartikel veröffentlicht. Beide Lücken sind in der neuen Version 16.00 bereits behoben. Allerdings wird die Open-Source-Bibliothek 7-Zip gerne in anderen Programmen zum Packen und Entpacken von Dateien verwendet. Besonders brisant ist diese Thematik beispielsweise bei Anti-Viren-Software, da diese in der Regel mit Systemrechten arbeitet und der 7-Zip-Schadcode dann ebenfalls mit Systemrechten ausgeführt wird. Bekannte Produkte, die 7-Zip einsetzen, sind unter anderem Malwarebytes Anti-Malware oder die Produkte von FireEye. Darüber hinaus dürften aber noch viele weitere Produkte auf 7-Zip setzen.

Download 7-Zip

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Windows Server 2016 Technical Preview 5 verfügbar

Windows Server 2016 Logo

Microsoft hat eine Testversion von Windows Server 2016 veröffentlicht. Die Technical Preview 5 steht sowohl im MSDN, als auch im TechNet Evaluation Center zum Download bereit.

Die Neuerungen der TP5 hat Microsoft im TechnNet bekannt gegeben. Die frei erhältliche Testversion kann als ISO oder als Nano-Server-VHD heruntergeladen werden. Beide Varianten sind bis zum 31. Dezember 2016 lauffähig. Die finale Version von Windows Server 2016 ist für den Herbst geplant.

Download Windows Server Technical Preview 5

Kategorien: Software & Apps Windows

Neuerungen von Firefox 46

Firefox Logo 23+

Gestern wurde Firefox 46 veröffentlicht. Ursprünglich sollte Version 46 bereits am 19. April erscheinen, wurde von Mozilla dann jedoch um eine Woche verschoben. Grund hierfür waren Probleme mit der Multiprozess-Architektur Electrolysis (e10s), welche nun erst mit Firefox 48 in die finale Version Einzug halten soll. Dadurch sind in Version 46 so gut wie keine nennenswerten Neuerungen enthalten. Firefox 47 ist aber nach wie vor für den 07. Juni 2016 geplant.

  • Flüssigeres Scrollen durch Asynchronous Panning and Zooming (APZ)
  • Erhöhte Sicherheit für JIT-Compiler dank W^X-Protection (Write XOR Execute)
  • Linux-Version unterstützt GTK+ 3.
  • WebRTC-Implementierung ist zuverlässiger und bietet mehr Performance
  • Web-Crypto-API unterstützt HKDF
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

Download Firefox 46
Download Firefox 46 (64 Bit)
Portable Firefox 46 @ Horst Scheuer

Thunderbird 45: Neue E-Mail standardmäßig mit Absatz-Formatierung

Mozilla Thunderbird Logo

Am 12. April wurde Mozilla Thunderbird in Version 45 veröffentlicht. Mozilla hat sich Ende 2012 aus der aktiven Weiterentwicklung zurückgezogen und beschränkt sich seitdem nur noch auf Stabilitäts- und Sicherheitsaktualisierungen. Neue Funktionen werden nur noch von freien Entwicklern implementiert. Dennoch bringt Thunderbird 45 einige Neuerungen mit sich, die im Changelog aufgeführt werden.

Unter anderem heißt es da:

Return/Enter in composer will now insert a new paragraph by default (shift-Enter will insert a line break)

Genau diese Änderung hat mich in den letzten Tagen ziemlich genervt. Beim Erstellen eines Zeilenumbruchs mit der Enter-Taste wird automatisch immer eine Leerzeile angefügt. Dies kommt daher, dass die Formatierung ab Thunderbird 45 automatisch auf „Absatz“ steht. Für eine neue Zeile muss fortan Shift + Enter gedrückt werden.

Glücklicherweise lässt sich dieses Verhalten aber deaktivieren. Als erstes müsst ihr hierzu im Menü unter „Extras“ die „Einstellungen“ öffnen. Anschließend auf „Verfassen“ und „Allgemein“ klicken. Zuletzt muss das Häkchen bei „Eingabetaste erzeugt neuen Absatz, falls Formatierung „Absatz“ verwendet wird“ entfernt werden (siehe Screenshot).

Fortan werden neue E-Mails standardmäßig wieder mit der Formatierung „Normaler Text“ erstellt. Damit verhält sich Thunderbird 45 wieder wie die Versionen davor.

Opera zukünftig mit integriertem VPN

Opera Logo

Mit Opera 15 hat das norwegische Unternehmen Opera  Mitte 2013 einen Neuanfang gewagt. Der proprietäre Browser Opera 12 wurde eingestellt und durch einen neuen, auf Chromium basierenden Browser ersetzt. Mittlerweile ist der Browser bei Version 36 angekommen und hat sich trotz einiger Anfangsprobleme durchaus zum Guten entwickelt. Dennoch fristet er nur noch ein Nischendasein.

In der aktuellen Entwicklerversion 38 hat Opera ein interessantes Feature spendiert bekommen: eine kostenfreie VPN-Lösung ohne Begrenzung beim Datenvolumen. Standardmäßig ist die neue Funktion deaktiviert und muss erst in den Einstellungen unter dem Punkt „Datenschutz & Sicherheit“ aktiviert werden.

Opera VPN aktivieren

Der VPN-Dienst wird von der Opera-Tochter SurfEasy bereitgestellt, welche bisher nur eine kostenpflichtige VPN-Lösung anbietet. Die in Opera eingebaute VPN-Lösung ist dagegen völlig kostenfrei und auch ohne Anmeldung nutzbar.

Nach dem aktivieren der VPN-Funktion lässt sich die Nutzung über einen Klick in die Adressleiste steuern. Von dort kann das VPN jederzeit ein- und ausgeschaltet werden. Darüber hinaus lassen sich hier auch das verbrauchte Datenvolumen einsehen und der virtuelle Standort festlegen. Aktuell werden Deutschland, Kanada und die USA angeboten. Opera verspricht in Zukunft weitere Standorte zu ergänzen.

Opera VPN

In einem kurzen Test haben die VPN-Funktion und der Standortwechsel einwandfrei funktioniert. Je nach gewähltem Standort war die Verbindung aber relativ langsam, wodurch die Lösung aktuell weniger für YouTube, sondern eher zum Surfen geeignet ist. Hier wird Opera in Zukunft sicher noch nachbessern. Die native Verzahnung mit dem Browser und die einfache Bedienung haben mir aber sehr gut gefallen. Fairerweise sollte ich noch erwähnen, dass es sich eher um einen Proxy-ähnlichen Dienst handelt, der nur für den Browser funktioniert. Eine richtige VPN-Lösung agiert systemweit und kann von jeglicher Software genutzt werden.

In den nächsten Wochen dürfte die VPN-Funktion auch in der Betaversion verfügbar sein, bevor sie dann für die finale Version freigegeben wird.

Download Opera Developer

Google Drive-Plug-in für Microsoft Office unterstützt jetzt auch Outlook

Microsoft Outlook Logo

Letztes Jahr hat Google das „Google Drive-Plug-in“ für Microsoft Office veröffentlicht. Mit Hilfe des Plugins können Dokumente nativ in der Google-Cloud abgelegt, bearbeitet und auch wieder geöffnet werden, alles direkt innerhalb Office. Bisher funktionierte das Ganze in Word, Excel und PowerPoint. Einzige Voraussetzung ist Office 2007 oder höher. Sogar Office 365 wird unterstützt. Die neue Version des Plugins arbeitet jetzt auch mit Outlook zusammen.

Damit ist es möglich Dateien aus Google Drive direkt innerhalb von Outlook zu öffnen oder diese an E-Mails anzuhängen. Außerdem lassen sich Dateien aus Google Drive auch als Link versenden. Das Setzen der entsprechenden Berechtigungen wird automatisch übernommen, kann aber auch noch von Hand angepasst werden. Darüber hinaus können Anhänge aus empfangenen Mails direkt in Google Drive gespeichert werden.

Download Google Drive-Plug-in für Microsoft Office

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Policy Analyzer: Gruppenrichtlinien analysieren

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Der Policy Analyzer von Microsoft ist ein neues Tool, welches bei der Analyse und beim Vergleichen von Gruppenrichtlinien (GPOs) hilft. Mit dem Tool lassen sich beispielsweise redundante oder sich widersprechende Gruppenrichtlinien leicht identifizieren. Unterschiedliche Einstellungen werden optisch hervorgehoben. Darüber hinaus können mit dem Policy Analyzer auch Unterschiede zwischen verschiedenen Versionen untersucht oder Vergleiche mit den lokalen Gruppenrichtlinien bzw. Registrierungseinstellung gefahren werden. Die Ergebnisse können als Excel-Tabelle exportiert werden.

Mit dem Policy Analyzer lassen sich mehrere GPOs zu einem einzelnen Element zusammenfassen. Dadurch behält man einen besseren Überblick und es lässt sich quasi eine Art „Baseline“ erstellen. Dies ist sehr hilfreich, wenn man zu einem späteren Zeitpunkt einen schnellen Report über alle GPO-Änderungen erhalten möchte.

Alles in allem ist der Policy Analyzer ein sehr nützliches, welches den Administrations-Alltag deutlich vereinfacht.

Download Policy Analyzer und weitere Infos

Policy Analyzer

Kategorien: Software & Apps Windows

Let’s Encrypt-Zertifikate auf Synology-NAS einrichten

Let' s Encrypt Logo

Let’s Encrypt befindet sich seit Dezember 2015 in der öffentlichen Beta und kann seitdem von jedem kostenlos benutzt werden. In der Praxis gibt es allerdings noch Einschränkungen, da die Einrichtung eines entsprechenden Let’s-Encrypt-Zertifikats in vielen Fällen manuelle Handarbeit erfordert und noch nicht vollautomatisch abläuft. Nicht so bei Synology. Der taiwanesische NAS-Spezialist hat Let’s Encrypt mit dem neuen DiskStation Manager (DSM) 6.0 integriert, wodurch ein Zertifikat automatisch generiert und im System installiert werden kann.

Vorbereitung

Damit die automatische Zertifikatsanforderung funktioniert, muss Port 80/TCP vom Internetrouter auf das NAS-System weitergeleitet werden. Für den Zugriff vom Internet auf das NAS werden dann ggf. noch weitere Portweiterleitungen benötigt (siehe Ende des Artikels).

Bei einer FRITZ!Box könnt ihr die benötigte(n) Portweiterleitung(en) unter „Internet“, „Freigaben“ und „Portfreigaben“ einrichten.

Let’s Encrypt-Zertifikate einrichten

Anschließend wechselt ihr in die Weboberfläche eures Synology-Systems und öffnet die „Systemsteuerung“. Dort wählt ihr dann „Sicherheit“ und oben den Reiter „Zertifikate“ aus.

Anfangs ist hier nur das Standard-Zertifikat von Synology zu sehen. Mit einem Klick auf den Button „Hinzufügen“ startet ihr die Erzeugung eures Let’s Encrypt Zertifikats.

Im  Zertifikats-Assistenten müsst ihr zuerst „Neues Zertifikat hinzufügen“ auswählen.

Auf der zweiten Seite wählt ihr den Punkt „Zertifikat von Let’s Encrypt abrufen“ aus. Sofern das neue Zertifikat für alle Dienste genutzt werden und automatisch installiert werden soll, müsst ihr zusätzlich noch das Häkchen bei „Als Standardzertifikat festlegen“ setzen.

Im letzten Schritt müsst ihr euren Domain-Namen angeben, in vielen Fällen dürfte das eure dynamische DNS-Adresse sein. Mit Klick auf „Übernehmen“ wird der Vorgang abgeschlossen. D.h. es werden die benötigten Schlüssel erzeugt, die Authentifizierung gegenüber Let’s Encrypt erfolgt und das neue Zertifikat wird im System installiert.

Hier lauert aber noch ein Problem. Lautet eure Adresse beispielsweise „synology.dyndns.com“ oder „synology.selfhost.de“, werdet ihr vermutlich folgende Fehlermeldung erhalten:

Die Richtlinien von Let’s Encrypt erlauben nur eine beschränkte Anzahl von Zertifikatsanforderungen für eine Domain, unabhängig der Subdomain. Im Klartext bedeutet das, dass nur fünf Zertifikate pro Domäne (z.B. dyndns.com, selfhost.de, usw.) und Woche ausgestellt werden. In diesem Fall waren andere Nutzer schneller und man müsste ein paar Tage warten. In der Realität dürfte es aber eher unrealistisch sein, dass man genau den Zeitpunkt erwischt, wann wieder ein Zertifikat für seine Domain erstellt werden kann. Als gute Alternative empfehle ich den Dienst „FreeDNS, bei welchem einige Tausend verschiedene Domains verfügbar sind.

Wenn der letzte Schritt erfolgreich beendet wurde, wird das neue Zertifikat von Let’s Encrypt in eurer Zertifikatsliste angezeigt. Des Weiteren könnt ihr hier festlegen, welches Zertifikat für welchen Dienst genutzt werden soll.

Falls ihr noch weitere Dienste aus dem Internet nutzen wollt, dürft ihr die entsprechende Portweiterleitung im Router nicht vergessen. Hier wäre Beispielsweise Port 5001/TCP für die Weboberfläche der Synology, Port 6690/TCP für die Cloud Station, Port 22/TCP für SSH oder Port 443/TCP für die Photo Station zu nennen.

Das Zertifikat ist 90 Tage gültig, wird aber vor dem Ablaufen automatisch durch DSM erneuert. Denkt daran, dass die automatische Erneuerung wieder über Port 80 läuft.

Synology veröffentlicht finale Version von DSM 6.0

Synology Logo

Gestern hat Synology die finale Version 6.0 des DiskStation Managers (DSM) veröffentlicht. Die erste Betaversion erschien bereits im Oktober 2015. Wer eine kompatible Synolgoy-NAS besitzt kann das Update auf Version 6.0-7321 in der Systemsteuerung ausführen. Alle bestehenden Daten und Einstellungen werden automatisch übernommen. Wer Pakete von Drittanbietern verwendet sollte aber vorher sicherstellen, dass diese auch unter DSM 6.0 funktionieren. Außerdem sollte man vor dem Update sicherstellen, dass das Adminkonto ein Passwort besitzt, da es ansonsten gesperrt wird.

Die neue DSM-Version beinhaltet viele Neuerungen und Verbesserungen, weshalb ich hier nur einen ganz groben Überblick geben möchte. Genauere Details erfahrt ihr direkt bei Synology oder im ausführlichen Changelog.

Optisch hat sich im Vergleich zu DSM 5.2 so gut wie nichts verändert. Unter der Haube hingegen umso mehr. Neu ist die Unterstützung des Btrfs-Dateisystems, welches allerdings nur auf hochpreisigen oder kürzlich vorgestellten Systemen verfügbar ist. Ebenfalls neu ist das Tool SpreadSheet, womit mehrere Nutzer gleichzeitig und gemeinsam an Tabellen arbeiten können. Auch neu ist das Snapshot Replication Feature, womit ein umfassender Schutz und die Wiederherstellung an mehreren Standorten zum Kinderspiel werden. Darüber hinaus wurde die Funktion Backup und Replikation aus DSM 5.x erweitert und in das neue Modul Hyper Backup integriert. Stark überarbeitet wurde die Video Station und die Photo Station bzw. die beiden Apps DS Video sowie DS Photo. Die Pakete Cloud Station und Could Sync haben neue Funktionen erhalten und erleichtern nun die Synchronisation mit Cloud-Diensten. Zusätzlich unterstützt DSM 6.0 neue Verwaltungs- und Sicherheitsfunktionen. Unter anderem wird das 802.1X-Protokoll unterstützt und SSL-Zertifikate von Let’s Encrypt lassen sich vollautomatisch einbinden.