Kategorie: Hardware

Erste Infos zu 300er-Chipsätzen für Intels Cannon Lake Prozessor

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Cannon Lake wird Intels erste Prozessorgeneration sein, die in der 10-nm-Fertigung an den Start gehen wird. Nach aktuellen Plänen dürfte der Marktstart der neuen CPUs Ende 2017 oder spätestens Anfang 2018 erfolgen. Die chinesische Benchlife haben nun erste Details zu den dazugehörigen 300er-Chipsätzen veröffentlicht.

Der neue Platform Controller Hub (PCH), umgangssprachlich meist Chipsatz genannt, soll demnach auf den Namen „Cannon Point“ hören. Höchstwahrscheinlich wird die bisherige Nummerierung beibehalten, was für die neuen Chipsätze dann auf die 300er-Serie hinausläuft. Genauer gesagt dürften folgende Namen Verwendung finden: Z370, H370, Q370, Q350, B350 und H310. Sie treten das Erbe der aktuellen Kaby Point (200 Series) und Sunrise Point (100 Series) Chipsätze an.

Die Basis sollen weiterhin 30 HSIO-Lanes bieten, welche von 24 PCIe-3.0-Lanes ergänzt werden. Bei den USB-Anschlüssen werden wie beim Vorgänger maximal 10 Stück geboten. Neu ist allerdings, dass bis zu sechs Ports davon USB 3.1 Gen 2 unterstützen und somit die volle Geschwindigkeit mit 10 Gbit/s liefern. Die restlichen Ports verbleiben bei USB 3.0, was mittlerweile offiziell auf den Namen USB 3.1 Gen 1 hört.

Eine weitere Neuerung ist die native Unterstützung für WLAN. Laut Benchlife soll der 802.11ac-Standard unterstützt werden. Gleichzeitig wird über die WLAN-Schnittstelle auch Bluetooth realisiert. Eine sinnvolle Ergänzung von Intel, denn somit kann der Hersteller ein Komplettpaket anbieten, was vor allem für Notebooks und andere mobile Geräte sinnvoll ist. Für WLAN und Bluetooth kam bisher immer eine extra Lösung zum Einsatz, die allerdings auch oft von Intel stammte. Ob die WLAN-Funktionalität auch bei der Verwendung in Desktop-Mainboards standardmäßig aktiv sein wird muss aber abgewartet werden.

Insgesamt wird Intel mit dem Cannon Lake Chipsatz eine solide Weiterentwicklung der aktuellen 200er-Chipsätze mit einigen Verbesserungen bieten.

Intel 300 series Chipset (Bild: Benchlife)

Intel 300 series Chipset (Bild: Benchlife)

(via)

Kategorien: Hardware

VR-Gaming – welche PC-Hardware braucht man?

Oculus Rift (Bild: Oculus VR)

Vollends in virtuelle Welten einzutauchen, ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Anstatt Inhalte nur auf einem zweidimensionalen Bildschirm anzuzeigen, ermöglichen VR-Brillen die perfekte Rundum-Illusion. Wir schauen uns an, was man für eine Reise in die virtuelle Realität braucht.

Die Brille

Zunächst einmal benötigt man eine VR-Brille. Der Platzhirsch ist Oculus mit seinem Headset Oculus Rift – zumindest, seitdem die Firma von Facebook übernommen wurde. Das Gerät ist gegenwärtig die wahrscheinlich ausgereifteste Lösung auf dem Markt. Schließlich war die Brille vor dem offiziellen Verkaufsstart mehrere Jahre lang als Development-Kit verfügbar, um interessierte Anwender von dem Konzept zu überzeugen und um den Entwicklern ausreichend Zeit für die finale Spezifikation von Hard- und Software zu geben. Zusätzlich gibt es mit dem Oculus Touch Controller ein spezielles „Gamepad“, das für VR-Erfahrungen optimiert ist. Allerdings ist der Controller nicht in den etwa 700 Euro Anschaffungskosten für die Brille enthalten, sondern schlägt mit zusätzlichen 200 Euro zu Buche.

Saftige Hardwareanforderungen

Das ist aber noch nicht alles. Ohne die nötige Rechenpower wird die virtuelle Realität nämlich schnell zur virtuellen Diashow, die aufgrund schlechter Bildrate und Bildqualität für Kopfschmerzen und Übelkeit sorgt. Wer sich also einen PC zulegen möchte, der VR in optimaler Qualität darstellen kann, sollte auf einige Ausstattungsmerkmale achten.

Entscheidend sind die Faktoren CPU, Arbeitsspeicher und Grafikkarte. Mit einem Core-i7-Prozessor aus dem Hause Intel und mindestens 16 GByte RAM ist man auf der sicheren Seite. In puncto Grafikbeschleuniger sind die NVIDIA-Modelle mit „VR-Ready“-Logo und die AMD-Karten mit „Radeon VR Ready (Premium)“-Siegel zu empfehlen. Oculus selbst empfiehlt mindestens eine NVIDIA GeForce GTX 1060 bzw. eine AMD Radeon RX 480. Ein Blick auf das Angebot von Onlinehändlern wie Cyberport zeigt, dass viele Gaming-PCs diese Voraussetzungen bereits erfüllen. Trotzdem sollte man neben dem Preis auch stets die genauen Spezifikationen im Blick behalten, um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen – genügend Rechenleistung ist für VR ein absolutes Muss.

Rechnet man zu den vorgenannten Komponenten noch den Preis für die VR-Brille hinzu, wird der ein oder andere sicherlich wässrige Augen bekommen. VR ist momentan noch eine absolute High-End-Anwendung, die entsprechende Hardware voraussetzt – das merkt man auch im Portemonnaie. Es kann deshalb sinnvoll sein, sich noch einige Monate zu gedulden. Das Geschäft mit PC-Hardware ist bekanntlich sehr schnelllebig. Was heute noch als Nonplusultra gilt, ist morgen schon bezahlbarer Mainstream.


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DVB-T2 HD: Das sind die besten Antennen

DVB-T2 HD Logo

Am 29. März 2017 ist es soweit: Die zweite Ausbaustufe von DVB-T2 HD in Deutschland startet. Gleichzeitig wird das alte DVB-T abgeschaltet. Davon betroffen sind zahlreiche Ballungsräume und Großstädte. Ausführliche Infos zu diesem Thema habe ich bereits in meinem Artikel „DVB-T2 HD: Infos zur Umstellung“ aufgeführt.

Hier möchte ich speziell auf das Thema Antennen eingehen. Grundsätzlich können die meisten DVB-T-Antennen auch für den Empfang von DVB-T2 HD weiter genutzt werden. Wer allerdings neu zu DVB-T2 HD wechseln möchte oder aktuell schon ständig mit schlechtem Empfang zu kämpfen hat, sollte sich eine neue Antenne gönnen. Je nach Entfernung zum nächstem Sender und der Umgebungsbebauung kann sogar eine passive Zimmerantenne ausreichend sein. Bei größeren Entfernungen ist eine aktive Zimmerantenne notwendig, die das Signal verstärken kann, oder es muss zu einer Außenantenne gegriffen werden. An Randgebieten ist ggf. sogar eine Dachantenne notwendig. Einen groben Überblick der benötigten Antennen liefert das offizielle Informationsportal zu DVB-T2 HD.

Die Stiftung Warentest hat in Ausgabe 2/2017 14 aktive Zimmerantennen und in Ausgabe 3/2017 zwölf Außenantennen getestet. Nachfolgend ein kurzer Überblick der besten Antennen.

DVB-T2-Zimmerantennen

Zimmerantennen werden gerne hinter dem Fernseher aufgestellt. Dort sind sie versteckt und gehen nicht im Weg um. Wenn der Empfang passt ist das auch kein Problem. Im Menü des Fernsehers oder der Set-Top-Box kann man sich die aktuelle Signalstärke und Signalqualität anzeigen lassen. Wenn die Werte zu niedrig sind kann es zu Störungen oder Einfrieren des Bildes kommen. Dann muss die Antenne anders platziert werden. Wenn gar kein Signal ankommt ist es ratsam direkt zu einer Außenantenne zu greifen. Nachfolgend ein paar einfache Tipps:

  • Antenne nicht auf den Boden stellen oder legen
  • die Antenne sollte möglichst nah am Fenster stehen
  • Stahlträger und Rollladen bzw. Jalousien aus Aluminium können den Empfang stark beeinflussen
  • Abstand zu Smartphones, Router und Fernseher halten, da diese Geräte den Empfang eventuell stören können
  • Antenne zum Test vertikal und horizontal aufstellen

Die Stiftung Warentest hat drei Antennen mit „sehr gut“ bewertet.

Testsieger ist die leider spärlich erhältliche Oehlbach Scope Vision. Sie kostet rund 50 Euro und bietet sehr gute Empfangseigenschaften. Die Handhabung und Inbetriebnahme sind sehr einfach. Den Strom erhält die Antenne aus der Steckdose oder alternativ vom USB-Anschluss des Fernsehers.

Knapp dahinter auf Platz zwei folgt die Kathrein BZD 32. Sie ist ab ca. 45 Euro erhältlich und bietet ebenfalls einen sehr guten Empfang. Die Stromversorgung erfolgt über den USB-Anschluss des Fernsehers.

Ebenfalls sehr gute Empfangseigenschaften besitzt die drittplatzierte Technisat Digitenne TT2. Mit rund 20 Euro ist sie außerdem die günstigste Antenne im Testfeld. Die Stromversorgung erfolgt hier via Steckdose.

DVB-T2-Außenantennen

Außenantennen bieten generell einen deutlich besseren Empfang als Zimmerantennen, da sie das Signal ohne weitere Dämpfung durch Wände oder Fenster empfangen. Allerdings ist der Aufwand zum Montieren und zum Verlegen des Kabels deutlich größer. Oft wird hier auf Flachkabel zurückgegriffen, die durch Fenster- oder Türdichtungen gelegt werden. Immerhin wird kein extra Stromkabel benötigt, da die benötigte Spannung üblicherweise in das Antennenkabel eingespeist wird.

Von den zwölf getesteten Antennen konnte zwei mit „sehr gut“ und zwei mit „gut“ abschneiden.

Testsieger ist die Axing TAA 3-10 für rund 80 Euro. Neben einem sehr guten Empfang weiß die Antenne durch eine gute Ausstattung zu Überzeugen. Neben Kabel und Stecker zur Selbstmontage werden auch ein Steckernetzteil und ein Kfz-Adapter mitgeliefert.

Die Kathrein BZD40 verfügt ebenfalls über sehr gute Empfangseigenschaften, kommt aber ohne Steckernetzteil daher. Dafür ist sie mit rund 65 Euro auch günstiger.

Auf Platz drei landet die Funke DSC550 4G LTE. Sie bietet ebenfalls einen sehr guten Empfang und kostet nur rund 40 Euro. Allerdings muss bei ihr sowohl auf Kabel und Stecker als auch auf ein Netzteil verzichtet werden.

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DVB-T2 HD: Infos zur Umstellung

DVB-T2 HD Logo

DVB-T2 ist der Nachfolgestandard von DVB-T. Die Abkürzung steht für „Digital Video Broadcasting – Terrestrial, 2nd generation“. Der Standard bezeichnet die Verbreitung digitaler Radio-, Fernseh- und Datensignale mittels terrestrischer Übertragung. Die Spezifikation für die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen über DVB-T2 in Deutschland hört auf den Namen DVB-T2 HD. Neben DVB-T2 muss in Deutschland auch der HEVC-Codec unterstützt werden.

Bereits am 31. Mai 2016 startete die erste Stufe der Umstellung von DVB-T auf DVB-T2. Damals wurden lediglich einige Sender in verschiedenen Ballungsgebieten zusätzlich mit dem neuen Standard ausgestrahlt. Die am 29. März 2017 folgende zweite Ausbaustufe ist deutlich aggressiver: Das Antennenfernsehen DVB-T wird in vielen deutschen Ballungsräumen abgeschaltet und durch die neue Übertragungstechnik DVB-T2 ersetzt.

Wer ist wann betroffen?

Betroffen sind nur Haushalte, die das Antennenfernsehen DVB-T nutzen. Wer per Kabel (DVB-C), Satellit (DVB-S2) oder Internet (IPTV) fernsieht, ist von der Umstellung nicht betroffen. Wer sich nicht sicher ist, ob er DVB-T nutzt, kann dies relativ einfach überprüfen. Am Fernseher bitte das Programm „Das Erste“ schauen und dann die Videotextseite 199 öffnen. Dort stehen weitere Informationen.

Die Umstellung am 29. März 2017 deckt zahlreiche Ballungsräume und größere Städte ab, weshalb ein Großteil der aktuellen DVB-T-Nutzer betroffen ist. Anschließend soll eine schrittweise Umstellung der restlichen DVB-T-Sendestandorte erfolgen. Gemäß aktueller Planung soll die bundesweite Umstellung auf DVB-T2 im Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Wer DVB-T zum Fernsehen nutzt, wird bereits seit geraumer Zeit mit Texteinblendungen im Programm auf die bevorstehende Umstellung hingewiesen. Genaue Informationen zur Umstellung können auf dem offiziellen Informationsportal zu DVB-T2 HD eingesehen werden. Hier gibt es auch einen Empfangscheck der aufzeigt, wann welcher Wohnort umgestellt wird.

Was benötige ich für DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD LogoDas neue DVB-T2 HD ist zum bisherigen DVB-T nicht kompatibel. Für den Empfang wird also zwingend ein Fernseher oder Empfänger vorausgesetzt, welcher DVB-T2 HD unterstützt. Solche Geräte lassen sich am grünen DVB-T2 HD Logo erkennen.

Achtung: Nicht alle Fernsehgeräte mit DVB-T2-Tuner sind für den Empfang der deutschen DVB-T2-Programme geeignet. Diese müssen zusätzlich den HEVC-Codec unterstützten. Wer auf das grüne Logo achtet, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Wer kein DVB-T2 HD-fähiges Gerät besitzt, muss entweder einen neuen Fernseher oder eine neue Set-Top-Box kaufen. Mit letzterer muss das vorhandene TV-Gerät nicht ausgetauscht werden.

Wer neben den frei verfügbaren öffentlich-rechtlichen Sendern auch Privatsender empfangen möchte, benötigt ein Gerät, welches verschlüsselte Signale verarbeiten kann. Hier existieren zwei Möglichkeiten. Entweder man verwendet das CI+-Entschlüsselungsmodul für freenet TV, welches an vielen Fernsehern und Set-Top-Boxen lauffähig ist. Das benötigte Entschlüsselungsmodul kostet jedoch rund 80 Euro. Die Alternative ist eine Set-Top-Box mit integrierter Entschlüsselung für freenet TV.

freenet TV ist ein Programmpaket, welches so gut wie alle Privatsender beinhaltet. Die ersten drei Monate wird freenet TV kostenlos sein. Danach werden 69 Euro pro Jahr und Gerät fällig. Das Angebot lässt sich mit HD+ bei DVB-S2 vergleichen.

Frei empfangbare Senderfreenet TV
EmpfangsgerätFernseher mit DVB-T2 HD Unterstützung
oder
Set-Top-Box mit DVB-T2 HD Unterstützung ohne Decoder oder CI+-Schacht
Fernseher mit DVB-T2 HD Unterstützung + CI+-Entschlüsselungsmodul für freenet TV
oder
Set-Top-Box mit DVB-T2 HD Unterstützung und CI+-Entschlüsselungsmodul für freenet TV
oder
Set-Top-Box mit DVB-T2 HD Unterstützung und integriertem Decoder
verfügbare Sender*Das Erste HD, ZDF HD, arte HD, phoenix HD, 3sat HD, KiKa HD, one HD, tagesschau 24 HD, ZDFneo HD, ZDFinfo HD

regional zusätzlich
BR HD, hr HD, MDR HD, NDR HD, radiobremen HD, rbb HD, SR HD, SWR HD, WDR HD, ARD-alpha

zusätzlich frei empfangbar
Bibel TV HD

RTL HD, ProSieben HD, Sat.1 HD, VOX HD, RTL II HD, Super RTL HD, n-tv HD, SIXX HD, ProSieben MAXX HD, Sat.1 Gold HD, RTL Nitro HD, kabel eins HD, DMAX HD, Eurosport 1 HD, Sport1 HD
Kosten (pro Gerät)GerätepreisGerätepreis
+
ggf. CI+-Entschlüsselungsmodul für freenet TV einmalig 80 Euro
freenet TV Abogebühren jährlich 69 Euro

* Stand 26.02.2017

Das Thema Antennen habe ich in einem eigenen Artikel behandelt: „DVB-T2 HD: Das sind die besten Antennen

Warum wird umgestellt?

Im Februar 2015 hat das Bundeskabinett die Neuvergabe von Frequenzen im 700-MHz-Band beschlossen. Diese Frequenzen werden aktuell noch für DVB-T genutzt und sollen zukünftig für die Internetversorgung im Mobilfunk verwendet werden. Dieses Vorhaben läuft unter dem Schlagwort „Digitale Dividende II“.

Durch die wegfallenden Frequenzen stehen zukünftig also weniger freie Frequenzen für das terrestrisches Fernsehen zur Verfügung. Um dennoch hochauflösende HD-Sender bereitstellen zu können, haben sich die Verantwortlichen für das neue Übertragungsverfahren DVB-T2 entschieden. Gleichzeitig kommt das hocheffiziente Codierungsverfahren H.265 alias HEVC zum Einsatz. Beide Techniken kombiniert hören auf den Namen DVB-T2 HD. Dies ist auch der Grund, warum DVB-T2-Tuner außerhalb von Deutschland nicht für den Empfang von deutschen DVT-T2-Sendern gerüstet sind. Ihnen fehlt die Möglichkeit zum Decodieren von HEVC.

Welche Vor- und Nachteile bietet DVB-T2 HD?

DVB-T2 HD verspricht zahlreiche Vorteile. Die neue Technik ermöglicht mehr Programme mit besserer Qualität bei gleichem Bandbreitenbedarf. Auch hochaufgelöste HD-Übertragungen sind ohne Probleme möglich. Des Weiteren sollen die Umschaltzeiten zwischen Sendern deutlich schneller sein und ein robusteres Signal soll für weniger Störungen sorgen.

Selbstverständlich hat der neue Standard nicht nur Vorteile. Viele Nutzer werden sich neue Empfangsgeräte anschaffen müssen, da die bisherigen nicht mit DVB-T2 HD zurechtkommen. Außerdem werden die Privatsender fortan nur noch verschlüsselt übertragen und sind kostenpflichtig.

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eltefa 2017 – Messe rund ums Thema Smart Home, Gebäude- und Lichttechnik

Eltefa 2017

Vom 29. bis 31. März findet in Stuttgart die eltefa 2017 statt. Die größte und wichtigste Landesmesse der Elektrobranche findet alle zwei Jahre statt und bietet dieses Jahr wieder einen umfangreichen Überblick über die wichtigsten Anbieter, Trends und Innovationen. Insgesamt sind weit über 400 Aussteller vertreten.

Folgende Ausstellungsschwerpunkte werden geboten:

  • Gebäudetechnik – Neue Impulse für die Gebäudetechnik
  • Lichttechnik – Intelligente, vernetzte Lichttechnik
  • Energietechnik – Die Zukunft gehört den intelligenten Netzen
  • Sicherheitstechnik – Integrierte, digitale und vernetzte Sicherheitstechnik für Gebäude und Grundstücke
  • Industrietechnik – Zukunftschance Industrie 4.0
  • IT-Infrastruktur – Flexible, sichere und energieeffiziente Netzwerklösungen

Darüber hinaus existiert ein interessantes Rahmenprogramm mit Sonderschauen, Themenparks, Foren und Dialogveranstaltungen. Für private Besucher dürften vor allem das „E-Haus“ und die „BUS GUIDE AREA“ interessant sein. Das 100-m²-Musterhaus zeigt auf, wie eine moderne Smart-Home-Lösung aussehen kann und welche Möglichkeiten heute bereits bestehen.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=9pkSrDnPeAQ

In der „BUS GUIDE AREA“ werden die unterschiedlichen Bussysteme für die Hausautomatisierung vorgestellt und auch entsprechende Produkte gezeigt. Natürlich darf man hier keine vollumfängliche Auswahl erwarten, aber für einen guten Marktüberblick sollte es auf jeden Fall reichen.

Ich werde die eltefa dieses Jahr besuchen und mir die neuesten Trends und Innovationen vor Ort anschauen. Mein Fokus liegt dabei auf den IT-Infrastrukturlösungen im privaten Wohnbau sowie im Büro und Rechenzentrum. Außerdem werde ich einen genauen Blick auf die Gebäudeautomation und insbesondere alles, was mit KNX zu tun hat, werfen. Über welches Thema möchtet ihr gerne mehr lesen bzw. welcher Bereich interessiert euch am meisten? Werdet ihr auch vor Ort sein?

Zur eltefa Webseite

Amazon bringt neuen Fire TV Stick

Amazon Fire TV Stick

Amazon hat den Fire TV Stick der zweiten Generation im Oktober 2016 für die USA vorgestellt. Ab sofort ist der Stick auch in Deutschland zum Preis von 39,99 Euro vorbestellbar. Die Auslieferung soll ab dem 20. April erfolgen.

Im Vergleich zum Fire TV Stick der ersten Generation hat der Nachfolger einige Verbesserungen erfahren. Der neue MediaTek-Prozessor  soll durchschnittlich 30 Prozent schneller als die Dual-Core-CPU des Vorgängers agieren. Er verfügt über vier ARM Cortex-A7 Kerne die mit 1,3 GHz laufen. Unverändert geblieben sind der Arbeitsspeicher mit 1 GByte und der interne Flash-Speicher mit 8 GByte. Als weitere Neuerung ist das Dual-Band-WLAN zu nennen, welches im Vergleich zum Vorgänger 802.11ac unterstützt. Außerdem kommt jetzt statt Bluetooth 3.0 Version 4.1 zum Einsatz. Insgesamt fällt der Stick etwas größer und schwerer als die erste Generation aus. Die Abmessungen belaufen sich auf 85,9 x 30,0 x 12,6 mm und das Gewicht liegt bei 32 Gramm.

Neben der besseren Hardware kann sich der neue Fire TV Stick auch über neue Features freuen. Der stärkere Prozessor ermöglicht das Decodieren von H.265. Darüber hinaus werden deutlich mehr Audioformate unterstützt. Die maximale Auflösung bleibt aber leider bei 1080p, auf 4K-Unterstützung muss weiterhin verzichtet werden. Die bisher optional erhältliche Sprachfernbedienung für 24,99 Euro ist nun Teil des Lieferumfangs. Neben der normalen Sprachsuche wird auch Alexa unterstützt. Amazons digitaler Assistent war in Deutschland bisher nur auf dem Amazon Echo und Echo Dot verfügbar. Die Integration von Alexa soll eine deutlich bessere Bedienung per Sprache ermöglichen als bisher. Es werden alle Fähigkeiten der Echo-Lautsprecher geboten und darüber hinaus neue Befehle. Beispielsweise ist das Vor- und Zurückspulen oder das Suchen nach Filmen, Serien und Apps möglich.

Ebenfalls neu ist die überarbeitete Fire-TV-Oberfläche. Der Navigationsbereich wandert dabei vom linken Rand an die Oberseite. Die Inhalte sollen prominent darunter platziert sein. Fire TV Sticks der ersten Generation sollen in den kommenden Wochen ebenfalls in den Genuss der neuen Oberfläche gelangen. Ebenso soll Alexa dann auch auf älteren Sticks mit Sprachfernbedienung freigeschaltet werden.

Amazons neuer Fire TV Stick kann ab sofort für 39,99 Euro vorbestellt werden. Die Auslieferung soll dann ab dem 20. April 2017 beginnen. Dann soll der Stick auch bei Media Markt und Saturn erhältlich sein.

Amazon Fire TV Stick

Zweite GenerationErste Generation
SoCMediaTek MT8127DBroadcom Capri 28155
CPU4 × ARM Cortex-A7 1,3 GHz2 × ARM Cortex-A9
GPUARM Mali-450 MP4Broadcom VideoCore 4
RAM1 GByte
Speicher8 GByte
WLAN802.11a/b/g/n/ac, 2 × 2 MIMO802.11a/b/g/n, 2 × 2 MIMO
Bluetooth4.13.0
AnschlüsseHDMI, Micro-USB (nur für Strom)
FormateVideoH.265, H.264H.264
AudioAAC-LC, HE-AACv1 (AAC+), HE-AACv2 (eAAC+), AC3 (Dolby Digital), eAC3 (Dolby Digital Plus), FLAC, MIDI, MP3, PCM/Wave, Vorbis, AMR-NB, AMR-WBAAC-LC, AC3, eAC3 (Dolby Digital Plus), FLAC, MP3, PCM/Wave, Vorbis
FotoJPEG, PNG, GIF, BMP
Ausgabe720p und 1080p bis 60 FPS
LieferumfangFire TV Stick, Alexa Sprach-Fernbedienung, USB-Kabel und Netzteil, HDMI-Extender-Kabel, 2 × AAA-BatterienFire TV Stick, Fire TV-Fernbedienung, USB-Kabel und Netzteil, HDMI-Extender-Kabel, 2 × AAA-Batterien
Größe85,9 x 30,0 x 12,6 mm84,9 x 25,0 x 11,5 mm
Gewicht32,0 Gramm25,1 Gramm
Preis39,99 Euro

Kategorien: Hardware Internet TV

Elektroautos: 2016 nur knapp 13.000 Neuzulassungen

Kurz zusammengefasst: Elektroautos floppen weiterhin! Trotz der Anfang Juli 2016 eingeführten Kaufprämie („Umweltbonus“) wurden im vergangenen Jahr nur knapp 13.000 reine Elektroautos neu zugelassen. Bei rund 3,35 Millionen Neuzulassungen entspricht dies einem Anteil von lächerlichen 0,388 Prozent. Die Zulassungsdaten des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen auf, um welche Modelle es sich dabei im Einzelnen handelt.

ModellNeuzulassungen Januar bis Dezember 2016
BMW i32.863
Renault ZOE2.805
Tesla Model S1.474
Kia Soul EV1.384
Nissan Leaf1.121
VW e-Golf860
Hyundai Ioniq electric627
VW e-up!592
Mercedes-Benz B 250 e437
Tesla Model X430

Mit 2.863 Zulassungen befindet sich der BMW i3 auf Platz eins, dicht gefolgt vom Renault ZOE mit 2.805 zugelassenen Fahrzeugen. Tesla schafft es mit dem Model S auf Platz drei, allerdings weit abgeschlagen mit 1.474 zugelassenen Neufahrzeugen. Die E-Modelle von Volkswagen befindet sich auf Platz sechs (e-Golf) und acht (e-up!) und sind damit quasi nicht existent. Ebenso geht es Mercedes mit der B-Klasse 250 e, die gerade einmal 437 Neuzulassungen im Jahr 2016 aufweist.

Dabei sollte noch erwähnt werden, dass ein Großteil der Neuzulassungen Firmenfahrzeuge sind. Beim BMW i3 und Tesla Model S beträgt der Anteil gewerblicher Halter jeweils 68 Prozent. Der Nissan Leaf kommt sogar auf 84 %. Einzig der Renault ZOE wird auch vermehrt von Privatpersonen zugelassen, hier beträgt der Anteil knapp über 50%.

Geht es nach Bundeskanzlerin Merkel sollen bis 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Diese Zahl ist utopisch und völlig realitätsfremd. Wenn man bedenkt, dass selbst E-Kleinwagen weit über 20.000 Euro kosten, wird sich die Situation auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Dazu kommt die oft geringe Reichweite der E-Autos und die fehlende Infrastruktur zum Aufladen. Immerhin ist mittlerweile die Modellvielfalt von E-Autos etwas angewachsen. Bei Wikipedia findet ihr eine schöne Übersicht aller Elektroautos in Serienproduktion.

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Palo Alto Networks stellt neue Firewalls vor

Palo Alto Networks Logo

Im Zuge der Veröffentlichung des neuen PAN-OS 8.0, hat die auf Netzwerksicherheit spezialisierte Firma Palo Alto Networks, neue Firewalls vorgestellt. Neben drei neuen  VM-Firewalls wurden auch sechs neue Hardware-Appliances präsentiert.

VM-Firewalls

Die neuen virtualisierten Firewalls runden das bestehende Angebot nach oben und unten hin ab. Dadurch sollen die stetig steigenden Traffic-Anforderungen abgedeckt werden. Die kleine VM-50 ist auf den Einsatz von minimalen Ressourcen getrimmt und erreicht einen App-ID-Durchsatz von 200 Mbit/s sowie 100 Mbit/s bei Threat prevention. Ein möglicher Einsatzort wäre z.B. kleinere Niederlassung mit einem Server, auf dem die Firewall dann zusätzlich betrieben werden könnte. Die größeren VM-500 und VM-700 kommen auf 8 Gbit/s App-ID und 4 Gbit/s Threat prevention bzw. auf 16 und 8 Gbit/s. Sie sind für den Einsatz zur Network functions virtualization (NFV) gedacht, was vor allem komplett virtualisierte Rechenzentren oder Provider-Umgebungen betrifft. Darüber hinaus wurden die Performance und der Datendurchsatz der bestehenden VM-100, VM-200, VM-300 und VM-1000-HV deutlich aufgebohrt.

Alle virtualisierten Firewalls können sowohl in der öffentlichen Cloud als auch On-Premise gehostet werden. Dazu werden zahlreiche Plattformen unterstützt:

  • Amazon Web Services (AWS)
  • Microsoft Azure
  • VMware vCloud Air
  • VMware ESXi
  • VMware NSX
  • Citrix NetScaler SDX
  • Microsoft Hyper-V
  • KVM/OpenStack
PerformanceVM-50VM-100VM-200VM-300VM-1000-HVVM-500VM-700
App-ID firewall throughput200 Mbit/s*2 Gbit/s*2 Gbit/s*4 Gbit/s*4 Gbit/s*8 Gbit/s*16 Gbit/s*
Threat prevention throughput100 Mbit/s*1 Gbit/s*1 Gbit/s*2 Gbit/s*2 Gbit/s*4 Gbit/s*8 Gbit/s*
IPSec VPN throughputIn progressIn progressIn progressIn progressIn progressIn progressIn progress
Connections per second3.000*15.000*15.000*30.000*30.000*60.000*120.000*
Max sessions (IPv4 or IPv6)64.000250.000250.000819.200819.2002.000.00010.000.000

*Performance varies across different hypervisors and cloud environments.

Hardware-Appliances

Bei den sechs neuen Hardware-Appliances handelt es sich um die PA-220, zwei neue Geräte der PA-800-Serie und drei Geräte der PA-5200-Serie. Alle neuen Geräte werden erst ab PAN-OS 8.0 unterstützt und bringen primär eine höhere Performance mit.

Palo Alto Networks PA-200

Palo Alto Networks PA-200 (Bild: Palo Alto Networks)

Die interessanteste Neuvorstellung dürfte die PA-220 sein. Sie ist für kleine Niederlassungen gedacht. Der Name lässt auf eine leicht verbesserte Variante zur PA-200 schließen, aber insgeheim schließt die PA-220 locker zur PA-500 auf. Im Gegensatz zur PA-200 bringt die PA-220 volle HA-Unterstützung (Active/Active, Active/Passive) inklusive Session-Synchronisierung mit. Außerdem bietet sie ein redundante Stromzufuhr und verzichtet auf einen aktiven Lüfter, was beides für eine höhere Zuverlässigkeit sorgen sollte. Des Weiteren kommt die PA-220 mit acht Ports daher und der Datendurchsatz wurde signifikant gesteigert. Alles in allem dürfte die PA-220 eine sehr interessante Alternative zur PA-500 sein, die höchstwahrscheinlich auch günstiger zu haben sein wird.

PerformancePA-200PA-220PA-500
App-ID firewall throughput100 Mbit/s500 Mbit/s250 Mbit/s
Threat prevention throughput50 Mbit/s150 Mbit/s100 Mbit/s
IPSec VPN throughput50 Mbit/s100 Mbit/s50 Mbit/s
Connections per second1.0004.2007.500
Max sessions (IPv4 or IPv6)64.00064.00064.000
Security rules2502501.000
Max security zones101520
HAActive/Passive with no session synchronizationActive/Active, Active/Passive
I/O Ports488
Storage capacity16 GByte SSD32 GByte SSD160 GByte HDD
Sonstigeskein Lüfter, redundante Stromversorgung, USB-Port, Micro-USB-KonsolenportAggregate interfaces (802.3ad), LACP

Die neuen PA-820 und PA-850 sind für mittelgroße Niederlassungen konzipiert und schließen damit die große Lücke zwischen der PA-500 und der PA-3020. Die kleinere Variante kommt auf 940 Mbit/s App-ID und 610 Mbit/s Threat prevention. Die PA-850 erreicht hingegen 1,9 Gbit/s App-ID und 780 Mbit/s Threat prevention.

Die PA-5200-Serie positioniert sich zwischen der PA-5000-Serie und der modularen PA-7000-Serie und ist damit für den Einsatz in großen Rechenzentren. Wo die PA-5060 mit 20 Gbit/s App-ID und 10 Gbit/s Threat prevention aufhört, fängt die neue Serie erst an. Die PA-5220 liefert 18 bzw. 9 Gbit/s, die PA-5250 35 bzw. 20 Gbit/s und die PA-5260 erreicht 72 bzw. 30 Gbit/s. Passend zu diesem hohen Datendurchsatz bringt die Serie erstmals auch Unterstützung für 40 Gbit/s (QSFP+) und 100 Gbit/s (QSFP28).

Kategorien: Hardware Internet

120 defekte Netzwerk-Patchkabel

120 defekte Netzwerkkabel

In meiner beruflichen Laufbahn habe ich schon einige kuriose Dinge erlebt. Dass aber 120 kurze Netzwerk-Patchkabel defekt sind, ist schon, sagen wir mal außergewöhnlich.

Angefangen hat alles mit einem leeren Bürogebäude, in welchem demnächst ca. 100 Mitarbeiten beheimatet sein werden. Jeder Mitarbeiter bekommt ein VoIP-Telefon an seinen Arbeitsplatz. Die Kollegen haben alle VoIP-Telefone aufgestellt und gepatched. Kurz darauf meldeten sie ungewöhnliche Verhaltensweisen. Viele Telefone bekamen keinen Strom via PoE und blieben aus. Andere wiederrum wurden mit Strom versorgt und starteten. Sie erhielten aber keine DHCP-Adresse und konnten daher nicht vollständig Booten. Bei den funktionierenden Geräten fiel auf, dass manche mit 100 MBit/s und manche gar nur mit 10 MBit/s verbunden waren.

Also alles nacheinander prüfen. Telefone sind ok, die passive Hausverkabelung ist in Ordnung und auch die Switches sind richtig konfiguriert. Auch der Austausch der Patchkabel brachte keinen direkten Erfolg, da sich wieder die oben genannten Probleme zeigten. Hier wurde ich allerdings stutzig und schaute mir daraufhin die Patchkabel genauer an. Mein Verdacht erwies sich als richtig. Mit einem Fluke Testgerät konnten die fehlerhaften Patchkabel eindeutig bestätigt werden.

Nach dem Test von ca. 20 Kabeln kann ich sagen, dass über 90% der Kabel defekt sind. Sehr seltsam ist, dass bei den 120 Kabeln teilweise nur eine Ader bei einem oder beiden Steckern nicht kontaktiert war. Oft betraf es aber auch zwei, drei oder gar noch mehr Adern. Dadurch lassen sich auch die unterschiedlichen Probleme erklären, denn PoE läuft auf den Adern 4, 5, 7 und 8. Je nachdem welche Ader(n) defekt sind funktionierte PoE oder nicht. Auch die verschiedenen Geschwindigkeiten ergaben sich dadurch.

Ich gehe entweder von einem Qualitätsproblem bei den Hirose-Steckern oder beim Crimpen aus. Mal schauen was der Lieferant bzw. der Hersteller dazu sagen.

Fluke Messung Netzwerkkabel

Kategorien: Hardware

USB Typ C und USB 3.1 – ein Überblick

Immer mehr Notebooks und Smartphones kommen heutzutage mit dem neuen Anschluss USB Typ C (kurz USB-C) auf den Markt. Unter anderem sind bereits folgende Geräte mit einem Typ-C-Stecker ausgestattet: Microsoft Lumia 950, HTC 10, LG G5, Honor 8, Google Nexus 5X und das Google Pixel.

Der Hinweis auf USB Typ C wird gerne als Marketingschlagwort verwendet, aber die wenigsten Verbraucher wissen, was sich genau dahinter verbirgt. USB Typ C kann mehrere Funktionen erfüllen und bedeutet auch nicht automatisch eine schnelle Datenübertragung. Wer jetzt verwirrt ist sollte auf jeden Fall weiterlesen.

USB Typ C

Bei USB Typ C handelt es sich um ein Steckerformat, so wie auch bei USB Typ A (der allseits bekannte USB-Stecker) oder USB Typ B (der quadratische Stecker, oft bei Druckern verwendet). Mit USB 3.1 hat USB Typ C erst einmal nichts zu tun. Dies zeigt sich auch daran, dass viele Smartphones mit USB Typ C lediglich mit USB-2.0-Speed Daten übertragen. USB Typ C wurde im August 2014 spezifiziert.

Typ C ist verdrehsicher, d.h. der Stecker passt immer, egal wie man ihn dreht oder welches Ende des Kabels man verwendet. Außerdem bietet der Stecker mehr Kontakte, wodurch eine höhere Stromübertragung oder der Transport von anderen Signalen möglich ist. So lassen sich über den Stecker beispielsweise auch Thunderbolt-, DisplayPort-, HDMI- oder MHL übertragen. Die Unterstützung anderer Protokolle wird als „Alternate Modes“ bezeichnet. Mit USB Audio Device Class 3.0 wird in Zukunft auch die Ausgabe von Audiosignalen möglich sein. Selbstverständlich werden auch alle bisherigen USB-Übertragungsspezifikationen inklusive USB Power Delivery (maximal 100 W) unterstützt.

Wer wissen möchte, welche Features sich hinter dem Typ-C-Stecker verbergen, ist bei Smartphones oft aufgeschmissen. Hier erfährt man die Infos wenn überhaupt nur im Kleingedruckten. Käufer von Notebooks sollten es theoretisch etwas leichter haben. Hier geben die Symbole neben dem Typ-C-Anschluss einen Hinweis auf die unterstützten Standards.

Verschiedene Beschriftungen bei USB Typ C

Verschiedene Beschriftungen bei USB Typ C (Bild: Intel)

Neben dem Stecker an sich muss natürlich auch das Kabel mitspielen. Kaum ein Kabel liefert die maximalen 100 W, selbst bei 60 W tun sich viele Kabel schwer. Auch die Unterstützung von Alternate Modes ist nicht immer gegeben. Fehlerhafte Kabel und Adapter für USB Typ C bleiben nach wie vor ein großes Problem.

Über Kabel und Adapter könnte man aber locker einen eigenen Artikel schreiben, weshalb ich nicht genauer darauf eingehe.

USB 3.1

Die Spezifikation zu USB 3.1 wurde im Juli 2013 verabschiedet. Die Bezeichnung „USB 3.1“ ohne weitere Angaben ist zu unspezifisch und lässt keine genauen Rückschlüsse auf die Übertragungsrate zu. Denn USB 3.0 wurde vor einiger Zeit in USB 3.1 Gen 1 umbenannt. USB 3.1 Gen 1 übertragt maximal 5 Gbit/s. Erst USB 3.1 Gen 2 weist auf Super Speed Plus hin und erreicht somit 10 Gbit/s. In der Praxis nutzen dies die Hersteller oft aus und suggerieren, dass USB 3.1 = USB 3.1 Gen 2 entspricht. Dem ist aber nicht so!

Wie oben bereits beschreiben hat USB 3.1 nichts mit USB Typ C zu tun. USB 3.1 Gen 2 funktioniert grundsätzlich auch mit anderen Steckertypen (Typ A und Typ B). Generation 2 (10 Gbit/s) stellt allerdings höhere Anforderungen an die Kabelqualität als Generation 1 (5 Gbit/s).

USB Power Delivery

Die USB Power Delivery (USB PD) Spezifikation wurde unabhängig von USB Typ C entwickelt und ist auch mit den Steckern Typ A und Typ B möglich. Ebenso hat USB PD nichts mit USB 3.1 zu tun und ist z.B. auch mit USB 2.0 einsetzbar. Bei USB Power Delivery reden die Quelle und der Abnehmer miteinander und vereinbaren, wer Strom liefert und wer ihn verbraucht. Insgesamt sind fünf unterschiedliche Profile vorgesehen, die 10, 18, 36, 60 und 100 Watt definieren. Die höchste Stufe mit 100 Watt setzt sich aus 5 Ampere bei 20 Volt zusammen. Neben der Unterstützung von USB PD in den Endgeräten müssen auch die Kabel und Stecker entsprechend mitspielen, damit diese hohen Werte erreichbar sind.

Zusammen mit USB 3.1 wurde Revision 2.0 der Power Delivery Spezifikation veröffentlicht. Damit wurden die fünf Profile wieder abgeschafft und eine dynamische Regelung eingeführt. Es werden die vier Spannungslevel 5, 9, 15 und 20 Volt definiert, die eine dynamische Leistung von 0,5 Watt bis maximal 100 Watt liefern können.

Ohne USB PD sind mit dem Stecker USB Typ C hingegen bis zu 25 Watt (5 Volt bei 5 Ampere) möglich, vorausgesetzt die Kabel (aktives USB Power Delivery Kabel) und Endgeräte unterstützen dies. Kommt lediglich ein normales Kabel zum Einsatz, sind die altbekannten Standards 2,5 Watt, 4,5 Watt und 7,5 Watt (USB Battery Charging 1.2) möglich. Falls sich das Kabel als USB-Typ-C-Kabel zu erkennen gibt, sind immerhin 15 Watt (5 Volt bei 3 Ampere) drin.

SteckerUSB-StandardKabelElektrische Leistung (max.)
Typ A auf Typ AUSB 2.0Standard2,5 Watt (5,0 Volt, 500 mA)
Typ A auf Typ AUSB 3.0 (USB 3.1 Gen 1)Standard4,5 Watt (5,0 Volt, 900 mA)
Typ A auf Typ AUSB 3.1 (USB 3.1 Gen 2)Standard4,5 Watt (5,0 Volt, 900 mA)
Typ C auf Typ CUSB 2.0Standard Typ C15,0 Watt (5,0 Volt, 3.000 mA)
Typ C auf Typ CUSB 3.0 (USB 3.1 Gen 1)Standard Typ C15,0 Watt (5,0 Volt, 3.000 mA)
Typ C auf Typ CUSB 3.1 (USB 3.1 Gen 2)Standard Typ C15,0 Watt (5,0 Volt, 3.000 mA)
Typ C auf Typ CUSB 2.0Aktiv Typ C mit USB PD25,0 Watt (5,0 Volt, 5.000 mA)
Typ C auf Typ CUSB 3.0 (USB 3.1 Gen 1)Aktiv Typ C mit USB PD25,0 Watt (5,0 Volt, 5.000 mA)
Typ C auf Typ CUSB 3.1 (USB 3.1 Gen 2)Aktiv Typ C mit USB PD25,0 Watt (5,0 Volt, 5.000 mA)

Thunderbolt 3

Auf der Computex 2015 hat Intel Thunderbolt 3 offiziell vorgestellt. Der Standard soll alle Bild-, Ton-, Energie- und Datenübertragungskanäle in einer Schnittstelle zu bündeln und avanciert damit zur eierlegenden Wollmilchsau. Thunderbolt 3 setzt dabei ebenfalls auf den neuen USB-Typ-C-Stecker.

Thunderbolt 3 bietet neben 40 Gbit/s über das Thunderbolt-Protokoll immer USB 3.1 Gen 2 mit 10 Gbit/s (inklusive der Alternate Modes) und zwei Mal DisplayPort 1.2. Darüber hinaus können die zugrunde liegenden vier PCI-Express-3.0-Lanes auch ohne aufgesetztes Protokoll genutzt werden. Erste externe Grafikkartengehäuse machen von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch. Insgesamt ist das Anwendungsgebiet von Thunderbolt 3 riesig.

Viele Hersteller nutzen Thunderbolt 3 bereits für Dockingstationen. Über ein einziges Kabel können somit Strom, Audio- und Videosignale, Netzwerk und USB-Geräte übertragen bzw. betrieben werden.

Thunderbolt 3

Thunderbolt 3 (Bild: Intel)

Bei der Stromversorgung bietet Thunderbolt 3 auf jeden Fall 15 Watt (5 Volt bei 3 Ampere). Mit USB Power Delivery sind aber auch hier bis zu 100 Watt möglich. Dies ist allerdings nur optional und wird auch nicht separat gekennzeichnet. Kabel mit USB-Typ-C-Anschluss, welche an Thunderbolt 3 angeschlossen sind, sollten mit einem Blitz-Symbol gekennzeichnet sein.

Aktuell hat Intel fünf verschiedene Thunderbolt-3-Controller (Codename Alpine Ridge) im Sortiment. Wie immer lauert auch hier ein Fallstrick. Manche Hersteller verbauen diese Alpine-Ridge-Chips auf ihren Mainboards, verwenden aber diese aber nur als USB-Host und lassen die Thunderbolt-Funktionalität ungenutzt. Daher gilt auch beim Mainboard-Kauf: Augen auf!

Fazit

USB Type C, USB 3.1 Generation 2 und USB Power Delivery sind drei USB-Spezifikationen, die eine gewisse Schnittmenge untereinander bilden, aber nicht immer zwangsweise etwas miteinander zu tun haben. Zu allem Überfluss kommt dann noch Thunderbolt 3 hinzu, welches versucht alles besser zu machen. Die Theorie ist schön und gut, aber leider scheitert es auch hier an der Umsetzung der Hersteller. Viele Kabel und Notebooks weisen nicht die richtige Symbolik auf und verkomplizieren den USB-Typ-C-Dschungel zusätzlich.

Das Konsortium USB-IF ist sich der vielen Probleme bewusst und versucht ein wenig entgegenzusteuern. In zwei Leitfäden zur korrekten Bezeichnung von USB 3.1 und USB Type C weist das Konsortium auf einige grundlegende Dinge hin:

  • USB 3.0 ist gleichbedeutend mit USB 3.1 Gen 1
  • USB 3.1 beschreibt nur die Übertragungsrate
  • USB 3.1 ist nicht USB Typ C und umgekehrt
  • USB 3.1 ist nicht USB Power Delivery und umgekehrt
  • USB Type C ist nicht USB Power Delivery und umgekehrt

Vor dem Kauf solltet ihr euch also genau informieren, denn wie mehrfach beschrieben halten sich viele Hersteller nicht an die offizielle Symbolik bzw. die Marketing-Abteilung möchte Features vorgaukeln, die gar nicht vorhanden sind.

Bei langsamen Datenübertragungsraten oder Problemen mit der Stromzufuhr sind fast immer schlechte Kabel oder Stecker die Ursache. Generell solltet ihr zu lange Kabel, Verlängerungskabel und Adapter meiden.

Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Überblick die eine oder andere Frage beantworten konnte.

Kategorien: Hardware

Passwörter aus der FRITZ!Box auslesen reloaded

AVM FRITZ!Box 7490

Vor ca. zweieinhalb Jahren habe ich bereits in einem Artikel aufgezeigt, wie ihr alle Passwörter aus der FRITZ!Box auslesen könnt. Dieser Artikel ist allerdings in der Zwischenzeit veraltet und die darin erwähnte Methode meist nicht mehr anwendbar. Davon abgesehen war die Methode via „allcfgconv“ sowieso nicht ganz einwandfrei, weshalb ich das Thema nun erneut aufgreife.

Kurz nach meinem ersten Artikel machte eine weitere Methode die Runde. Das Shell-Skript „decode_passwords“ von PeterPawn bot eine relativ einfache Methode zum Auslesen von FRITZ!Box-Passwörtern. Es bedient sich einer älteren „webdavcfginfo“, detaillierte Informationen findet ihr in diesem Post im IPFF. Ohne Telnet- bzw. SSH-Zugang ist diese Variante allerdings nicht verwendbar. Hier müsste man den Umweg über Freetz oder modfs gehen, was aber nicht jedermanns Sache sein dürfte.

Zurück zum Thema. Eine weitere Möglichkeit an alle Passwörter zu kommen bieten die Fritz!Box Tools von Michael Engelke. Das Tolle daran ist, dass das Tool auch mit der aktuellen FRITZ!OS-Version 6.80 ohne weitere Modifikationen funktioniert. Telnet, SSH o. ä. werden nicht benötigt :)

Tutorial

  1. Zunächst müsst ihr die Fritz!Box Tools für Windows downloaden und in einen Ordner euer Wahl entpacken.
  2. Anschließend muss PHP heruntergeladen und installiert werden. Alternativ zur Installation bietet sich die portable Variante an, die auch ich verwende. Dabei ist es egal ob ihr PHP 5.6, PHP 7.0 oder bereits PHP 7.1 wählt. Wichtig ist nur, dass die jeweils passenden „Visual C++ Redistributable for Visual Studio“ benötigt werden. In meinem Beispiel wähle ich PHP 7.1.1 x64 in der Thread-Safe-Variante. Nach dem Download öffnet ihr die ZIP-Datei und kopiert die beiden Dateien „php.exe“ sowie „php7ts.dll“ in den vorher erstellten Ordner, wo auch die Fritz!Box Tools liegen.
  3. Jetzt eine Eingabeaufforderung öffnen und zum entsprechenden Ordner navigieren. Hier können die Fritz!Box Tools via „fb_tools.bat“ aufgerufen werden. Am besten testet ihr ob die Tools funktionieren. Mit dem Befehl „fb_tools -h“ sollten alle Funktonen des Tools angezeigt werden.
  4. Wenn das funktioniert seid ihr im Prinzip schon fertig und könnt nun mit folgendem Befehl alle gespeicherten Passwörter aus eurer FRITZ!Box auslesen. Das Passwort für die FRITZ!Box muss bekannt sein, sonst funktioniert das Ganze nicht.
    fb_tools PASSWORT@fritz.box konfig export-decrypt DATEINAME

    Alternativ dazu können auch Export-Dateien von anderen FRITZ!Boxen entschlüsselt und die Passwörter im Klartext angezeigt werden. Hierzu benötigt ihr allerdings das Passwort der Export-Datei. Der Einfachheit halber sollte die Export-Datei ebenfalls im gleichen Ordner wie die Fritz!Box Tools liegen.

    fb_tools PASSWORT@fritz.box konfig file-decrypt DATEINAME.export EXPORT-PASSWORT
  5. Falls ihr beim Auslesen der Passwörter den Fehler „Keine Konfig-Datei“ bekommt, ist höchstwahrscheinlich die Option „Ausführung bestimmter Einstellungen und Funktionen zusätzlich bestätigen“ Schuld. Feb hat in einem Kommentar erklärt, wie ihr die Option deaktivieren könnt. Anschließend sollte das Auslesen funktionieren.

Fritz!Box Tools

Damit lassen sich alle Passwörter aus der FRITZ!Box auslesen, unter anderem SIP-Daten, WLAN-Passwörter, Internet- oder MyFRITZ!-Zugangsdaten. Die meisten User möchten damit an vergessene DSL-Zugangsdaten kommen oder die VoIP-Daten des Providers erfahren. Nicht alle Provider geben diese Daten freiwillig heraus. Stattdessen werden sie oftmals automatisch per TR-069 in den Router eingetragen.

CES 2017: Technische Neuerungen zwischen Casinos und Glücksspiel

CES Logo

Kürzlich fand die CES 2017 statt – in Las Vegas, der großen Stadt des Glücksspiels. Ich war selbst vor Ort. Für mich war es nicht nur der erste Besuch in Las Vegas, sondern auch der erste Aufenthalt in den USA. Während sich viele Kollegen an den Blackjack-Tischen vergnügten, und dabei sogar fast alle am Ende mit einem Plus nach Hause gingen, war ich aber noch zögerlich. Eigentlich bereue ich das im Nachhinein, denn nun habe ich Las Vegas heimgesucht und nicht einen Cent verzockt oder gewonnen. Aber vielleicht erhalte ich ja nächstes Jahr eine zweite Chance – dann werde ich entsprechend nicht nur mit der Kreditkarte bewaffnet sein, sondern auch vor dem Trip etwas Bargeld wechseln. Bleibt mir höchstens mich solange im Cherry Casino online zu vertrösten und meine Gewinnchancen auszuloten.

Immerhin konnte ich auf der CES 2017 viele nette Leute kennenlernen, unter anderem das deutsche Samsung-PR-Team, und durfte auch allerlei neue Geräte als einer der ersten bestaunen. Besonders die frischen Samsung QLED haben mich sehr beeindruckt. Die Südkoreaner bewerten die neuen Fernseher der Reihen Q7, Q8 und Q9 quasi als OLED-Nachfolger – es handelt sich streng genommen aber weiterhin um LCD-Fernseher mit Quantum Dots. Samsung setzt jedoch neue Materialien ein und will zudem nicht nur deutlich verbesserte Blickwinkel, sondern auch optimierte Farbwiedergabe (nahezu 100 % des DCI-Farbraums), höhere Kontraste und eine erhöhte Helligkeit von bis zu 2.000 Nits erreicht haben. Leider ist noch offen, wie teuer die neuen Geräte sein werden. Günstig werden sie aber wohl nicht werden, denn Michael Zöller, Samsung Kopf der europäischen Abteilung für Visual Display, sagte, dass QLED besser sei als OLED und sich das auch im Preis widerspiegeln sollte. Schade ist allerdings, dass die Reihen Q7 und Q8 nur Edge-LED-Beleuchtung verwenden. Laut Zöller bieten zumindest die Q9 dann Direct LED.

LG will im Gegensatz zu Samsung weiter auf OLED-TVs setzen und zeigte seine neuen Fernseher der Reihe Signature OLED TV W. Dabei gibt LG z. B. an, die maximale Helligkeit gegenüber der 2016er-Serie nahzu verdoppelt zu haben. Außerdem arbeitet Samsungs Rivale mit Technicolor zusammen und bietet nicht nur HDR10 und das für TV-Übertragungen relevante HLG, sondern auch Dolby Vision. Hier ist Samsung konservativer und beschränkt sich auf HDR 10 und natürlich auch HLG. Spannend ist übrigens, was nun aus Ultra HD Premium werden soll: Das Siegel soll Kunden gewisse Qualitätsstandards bei den Geräten garantieren. Samsung wägt jedoch ab, seine neuen TVs gar nicht mehr zertifizieren zu lassen. Nicht etwa, weil die Südkoreaner fürchten das Siegel nicht zu erreichen – im Gegenteil. Nein, man ist enttäuscht, dass auch TVs ab einer Helligkeit von nur 540 Nits für Ultra HD Premium zugelassen werden – was damals LGs OLED-Modellen natürlich die Tür öffnete.

Neben High-End-Fernseher mit Ultra HD stachen mir als Trends auf der CES 2017 noch Smart Home, Smart Cars und Virtual Reality ins Auge. Diese Bereiche stecken aber immer noch in einer Entwicklungsphase, so dass beispielsweise VR immer noch nicht etwas für jedermann sein dürfte. Ultra HD hingegen reift nun endlich – HDMI 2.1 wurde ja ebenfalls vorgestellt und führt Unterstützung für dynamische Metadaten beim offenen Standard HDR10 ein. Offen ist leider, ob die neuen TVs des Jahres 2017, ab Werk noch mit HDMI 2.0 versehen, auch Updates auf HDMI 2.1 erhalten werden. Möglich sei dies technisch durchaus laut HDMI Association, werde aber von den individuellen Modellen und Herstellern abhängen. Somit bleibt es spannend. Und ob man noch warten sollte, bis sich HDMI 2.1 großflächig etabliert hat oder es sich endlich lohnt bei einem Ultra-HD-TV zuzuschlagen, muss wohl jeder für sich entscheiden. Bleibt zu hoffen, dass sich Hersteller wie LG und Samsung bald zu möglich Updates äußern – und nicht erst ab der CES 2018 HDMI 2.1 einbinden.

Ein Gastartikel von André Westphal, welcher unter anderem für Caschys Blog schreibt.

Kategorien: Hardware Sonstiges