Autor: Andy

Mac OS X unter Windows in einer VM testen

Bitte beachten: ich übernehme keine Garantie oder Haftung!

Wer sich mal gerne das Mac OS X Betriebssystem anschauen möchte, hat oft nur beschränkte Möglichkeiten: Sich ein Mac kaufen, in einen bekannten Elektronikladen gehen oder einen Bekannten fragen. Man kann aber auch Mac OS X virtualisieren. Ich habe dafür VMware Workstation Version 9 und Version 10 benutzt. Es sollte jedoch auch mit VMware Player funktionieren. Da alle neueren Mac Rechner Intel CPUs haben, empfehle ich diese Anleitung an einem Rechner mit Intel CPU durchzuführen. Ich habe es auch auf einer AMD CPU zum Laufen bekommen, aber es lief nicht flüssig. Nach einem Update von Mac OS X 10.8.3 auf 10.8.5, hatte ich mit dem AMD Rechner ein  „Kernel Panic“ Fehler. Auf dem Intel Rechner lief das Update ohne Probleme durch.

Zuerst benötigt man eine bereits vorgefertigte virtuelle Maschine. Diese kann man ohne Probleme mit Hilfe von Google finden. Nach dem Entpacken des Downloads existieren drei Ordner.

Abbildung 1: Ordnerübersicht

Abbildung 1: Ordnerübersicht

Der Ordner „OS X Mountain Lion“ beinhaltet die virtuelle Maschine. Daher empfehle ich diesen in den Standardspeicherort für virtuelle Maschinen von VMware zu kopieren. Bei mir nach „<Benutzer>\Eigene Dokumente\Virtual Machines\“.

Abbildung 2: Ordnerinhalt der VM

Abbildung 2: Ordnerinhalt der VM

Als nächstes muss man in den Ordner „VMware Unlocker – Mac OS X Guest“ gehen. Dort findet man einige Unterordner. Je nachdem welches Produkt man von VMware benutzt, muss man in den entsprechenden Ordner gehen. In dem Ordner „VMware Workstation Unlocker – Windows“ befinden sich die unten abgebildeten Dateien.

Abbildung 3: VMware Unlocker

Abbildung 3: VMware Unlocker

Mithilfe des Unlockers kann man in VMware Workstation Mac OS X als Betriebssystem der VM auswählen. Ich hatte, wenn ich die „Unlocker.exe“ Datei per Administrator ausführe, dass Gefühl das es nicht richtig geklappt hat. Daher ist es besser die „install.cmd“  per Administrator auszuführen. Wer möchte kann die Batch Datei vorher bearbeiten und unten ein „Pause“ einfügen. So kann man lesen ob alles geklappt hat.

Abbildung 4: VMware Unlocker

Abbildung 4: VMware Unlocker

Ist der Unlocker erfolgreich durchgelaufen, kann man VMware Workstation öffnen. Dort klickt man auf „Open a Virtual Machine“ und wählt die VM aus.

Abbildung 5: VMX-Datei auswählen

Abbildung 5: VMX-Datei auswählen

Ist die VM geladen, empfehle ich zuerst die Einstellungen zu ändern.

Abbildung 6: Ändern der Einstellungen der VM

Abbildung 6: Ändern der Einstellungen der VM

Den RAM und die CPU muss man nicht verändern. Ich habe meiner VM trotzdem 4 CPU Cores und 4 GB RAM spendiert. Wichtiger ist, unter dem Reiter „Options“ das „Guest operating system“ auszuwählen.

Abbildung 7: Guest operating System auswählen

Abbildung 7: Guest operating System auswählen

Ich habe anschließend die VM noch auf ein höhere Hardware Level gebracht. Dies geschieht durch einen Klick auf „Upgrade this virtual machine“. Bei dem darauf auftauchenden Wizard muss man sich entscheiden ob die VM geklont werden soll, oder die ausgewählte VM upgegradet werden soll. Ich habe die zweite Option gewählt.

Abbildung 8: Upgrade VM

Abbildung 8: Upgrade VM

Abbildung 9: Hardware Level ändern

Abbildung 9: Hardware Level ändern

Ist der Wizard erfolgreich durchgelaufen, kann man die VM das erste Mal starten. Es wird gefragt ob man die VM bewegt oder kopiert hat. Hier unbedingt „I copied it“ auswählen. So wird eine neue SID erzeugt.

Abbildung 10: I copied it

Abbildung 10: I copied it

Mac OS X startet nun und zeigt, wenn gestartet, einen Willkommens-Bildschirm an.

Abbildung 11: Welcome Screen

Abbildung 11: Welcome Screen

Der Einrichtungsassistent von Mac OS X sollte selbsterklärend sein. Wenn man sich auf dem Desktop befindet, kann man erst einmal alles einrichten. Das Betriebssystem kann man auch auf deutsch stellen.

Damit wäre die Installation und Konfiguration abgeschlossen. Wer gerne iMessage verwenden möchte, muss sich einige Tage gedulden. Die Anleitung folgt in Kürze.

Ich möchte mich bei Robert bedanken mit dem ich viel ausprobiert habe und der ein super Azubikollege war.

Kategorien: Apple Tutorials

Zwei neue iPhone Modelle vorgestellt

Gestern fand die Apple Keynote 2013 statt. Im Vorfeld gab es viele Gerüchte über zwei neue iPhones. Zu einem sollte ein preiswertes und buntes iPhone vorgestellt werden und zum anderen ein Nachfolgemodel  des iPhone 5. Beide Gerüchte wurden bestätigt.

Das iPhone 5C ist ein, auf dem iPhone 5 basierendes Gerät, welches in einem Polycarbonatgehäuse steckt. Als Gehäusefarben stehen blau, gelb, weiß, grün und pink zur Auswahl. Es gibt eine 16GB Variante für 599€ und eine 32GB Variante 699€ (jeweils ohne Vertrag). Ähnlich wie bei Nokias Lumnia kann man außerdem verschiedenfarbige Hüllen für 29€ kaufen. So werden ganz klar jüngere Personen angesprochen.

Apple iPhone 5c

Foto: Apple

Das zweite Gerät welches vorgestellt wurde ist das iPhone 5S. Wie beim 4S handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Vorgängers. So wurde unter anderem die CPU verbessert. Es werkelt nun ein A7 Chip im inneren. Diese ist die erste 64Bit CPU in einem Smartphone. Eine weitere Verbesserung befindet sich in der Kamera. Durch eine Vergrößerung der Sensorfläche sollen noch bessere Fotos entstehen. Weitere Feature der Kamera sind u.a. die Möglichkeit eine ganze Serie von Fotos zu machen und das Gerät sucht sich anschließend das beste Foto aus, eine Serienbildaufnahme mit 10 Fotos pro Sekunde sowie eine verbesserte Panoramafunktion. Aber nicht nur die Fotos sollen besser aussehen. Auch bei der Videofunktion gibt es Veränderungen. So kann man jetzt eine Slow-Motion Funktion aktivieren. Damit werden bei 720p 120 Bilder pro Sekunde aufgenommen.
Der Homebutton dient nun nicht mehr nur als normaler Button sondern beinhaltet beim iPhone 5S nun auch einen Fingerabdrucksensor. So kann man ohne Passworteingabe das Smartphone entsperren oder in iTunes einkaufen.

Das iPhone 5S gibt es in den Farben Schwarz, Gold sowie Spacegrau. Die Preise ohne Vertrag sind wie folgt: 16GB – 699€; 32GB – 799€; 64GB – 899€

Apple iPhone 5s

Foto: Apple

Hier noch eine Tabelle mit den technischen Daten:

Produkt iPhone 5S iPhone 5C iPhone 5
Display 4 Zoll, IPS-LCD
Auflösung 640 x 1.136 Pixel, 326 ppi
Speicher 16/32/64 GB, nicht erweiterbar 16/32 GB, nicht erweiterbar 16/32/64 GB, nicht erweiterbar
Prozessor Apple A7 Apple A6 Dual-Core 1,3 GHz
GPU k. A. PowerVR SGX543MP3
Arbeitsspeicher k. A. 1 GByte
Drahtlos WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0, GPS, GLONASS
Mobilfunk GSM/EDGE/GPRS/UMTS/HSPA+/DC-HSDPA/LTE
LTE-Frequenzen 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20 1, 3, 5
Hauptkamera 8 Megapixel f/2,2, Autofokus, Dual-LED-Blitz 8 Megapixel f/2,4, Autofokus, LED-Blitz
Frontkamera 1,2 Megapixel
Abmessungen 123,8 x 58,6 x 7,6 mm 124,4 x 59,2 x 8,8 mm 123,8 x 58,6 x 7,6 mm
Gewicht 112 Gramm 132 Gramm 112 Gramm
Preis (UVP) ab 699 Euro ab 599 Euro ab 555 Euro

Kategorien: Apple Hardware Smartphones

Happy SysAdmin Day!

Jedes Jahr am letzten Freitag im Juli ist für die Systemadministratoren ein großer Feiertag. Die SysAdmins arbeiten meistens im Hintergrund und ermöglichen es den Anwendern problemlos zu Arbeiten. Oft sogar nachts und am Wochenende. Denn der Produktivbetrieb soll so wenig wie möglich gestört werden.
Aus diesem Grund hat Ted Kekatos beschlossen, dass es einen Tag geben muss an dem die SysAdmins „geehrt“ werden oder sie sich selber feiern können. Er erfand den „SysAdmin Day“. Der erste „SysAdmin Day“ war am 28. Juli 2000. Somit gibt es den, für Administratoren, höchsten Feiertag bereits das 14. mal!

Ich habe natürlich auch ein kleinen Lesetipp für alle: Den BOFH (Bastard Operator From Hell). Der BOFH, erschaffen von Simon Travaglia, ist ein Administrator der den DAUs (Dümmster Anzunehmender User) das Arbeiten an Computern nicht sehr leicht macht.

Ich wünsche allen Admins einen schönen Tag und wenn ihr Anwender seit bedankt euch doch einfach bei den Leuten die sich um die Rechner, Server, Netzwerke und Anwendungen kümmern.

PS: Ich habe auf heise.de dieses nette Quiz entdeckt. Wie viel Fragen habt ihr richtig beantwortet?

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Update für WhatsApp bringt Abo-Model für iOS

WhatsApp Logo

Der in Deutschland überaus beliebte Messenger „WhatsApp“ erhielt gestern ein Update für das iPhone. Neu in Version 2.10.1 sind folgende Punkte:

  • Mehrere Fotos auf einmal senden
  • Sicherung des Chatverlaufs in der iCloud
  • Übersicht über die Zahlungsinformationen (Anmerkung: Vermutlich wird auch auf dem iPhone ein Abo Model eingeführt)
  • Änderung der Rufnummer und gleichzeitiges Migrieren der Kontoinformationen, Gruppen und Einstellungen
  • URL Schema Unterstützung für Apps von Drittanbietern

Zu dem letzten Punkt soll es mehr Infos in dem Blog von WhatsApp geben was allerdings noch nicht der Fall ist. Was damit gemeint ist kann ich deswegen nicht sagen.

Ich wollte heute morgen direkt die Funktion testen und mehrere Fotos auf einmal versenden. Dies klappt wunderbar. Was jedoch nicht so wunderbar ist, ist die Tatsache, dass die Länge von Videos gekürzt wurde!

Nachtrag: Zusätzlich wurde die Funktion hinzugefügt eine Broadcast Nachricht an alle Kontakte zu senden. Diese Nachricht erhalten jedoch nur die Personen, welche die Absendenummer im Adressbuch haben.

UPDATE:

Wie bereits vermutet, ändert WhatsApp mit der neuen Version das Geschäftsmodell. Die App kann ab sofort kostenlos im App Store heruntergeladen werden. Das erste Jahr ist kostenlos, danach werden 89 Cent pro Jahr fällig. Bestandskunden sind von der Neuregelung ausgenommen. Diese können die App ohne weitere Kosten uneingeschränkt und zeitlich unlimitiert nutzen.

Kategorien: Apple Smartphones

BIOS Passwort einer virtuellen Maschine löschen

Ich hatte gerade eine virtuelle Maschine, die mit einem BIOS Passwort versehen war. Da es sehr schwierig wird bei einer virtuellen Maschine die BIOS-Batterie zu entfernen, muss man etwas anders vorgehen.

  1. Den Speicherort der VM öffnen.
  2. In dem Ordner der VM sollten eine Datei mit der Endung .nvram sein.
  3. Löscht man diese Datei nun, hat die VM kein Passwort mehr und man kommt in das BIOS.
  4. Die Datei wird beim nächsten Start der VM automatisch angelegt. Getestet habe ich es mit einer VM in vSphere und in VMware Player.

Windows Server 2012 und Windows 8 als virtuelle Maschine – Teil 2

Teil 2: Installation von Windows Server 2012

Die Installation von Windows Server 2012 ist relativ unspektakulär und wer Windows 7 schon einmal installiert hat, wird hier vieles wiedererkennen.

Es fängt an mit der Sprachauswahl (Abbildung 1). Ich habe mich ganz klassisch für Deutsch entschieden. Anschließend muss man auf „Jetzt installieren“ klicken (Abbildung 2) und warten bis das Setup gestartet wird (Abbildung 3).

Abbildung 1: Sprachauswahl

Windows Server Setup 002

Abbildung 2: Installation starten

Windows Server Setup 003

Abbildung 3: Setup Start

Der erste Schritt im Setup ist die Eingabe des CD-Keys (Abbildung 4).

Abbildung 4: CD-Key Eingabe

Anschließend kann man auswählen, ob man eine sogenannte „Core-Installation“ oder eine Installation mit GUI haben möchte (Abbildung 5). In der Core-Installation gibt es nur eine Konsole und man muss alle Befehle eintippen. Ist der Server erst einmal eingerichtet und läuft mit allen erforderlichen Rollen ist eine Core-Installation vollkommen ausreichend. Zur Einrichtung aller Rollen gibt es genug Anleitungen im Internet. Sogar von Microsoft gibt es hier eine Anleitung wie man den Server konfiguriert.

Ich möchte aber gerne eine grafische Benutzeroberfläche haben und habe mich so für die Option „Server mit grafischer Benutzeroberfläche“ entschieden. Wie man auf dem Screenshot außerdem sehen kann, gibt es nur noch 64-Bit Installationen.

Windows Server Setup 005

Abbildung 5: Versionsauswahl

Nachdem man die Version ausgewählt hat, muss man die Lizenzbestimmung akzeptieren (liest sich die jemand mal durch? ;-)) (Abbildung 6) und die Installationsart auswählen (Abbildung 7). Ich nehme, wie beim Erstellen einer virtuellen Maschine (VM), immer die benutzerdefinierte Installation. Noch schnell auswählen, auf welche Festplatte Windows Server 2012 installiert werden soll (Abbildung 8) und schon kann die Installation starten.

Windows Server Setup 006

Abbildung 6: Lizenzbestimmung

Windows Server Setup 007

Abbildung 7: Installationsart

Windows Server Setup 008

Abbildung 8: Festplattenwahl

Während der Installation heißt es Daumen drehen und warten (Abbildung 9).

Windows Server Setup 009

Abbildung 9: Installation

Im Laufe der Installation wird die VM mehrmals neu gestartet. Nach einiger Zeit werden die Geräte initialisiert und die Installation abgeschlossen (Abbildung 10). Die einzige Benutzerkonfiguration die man vornehmen muss, ist das Eingeben des Administratorpassworts (Abbildung 12). Schon werden die Einstellungen festgelegt und geladen (Abbildung 12).

Windows Server Setup 010

Abbildung 10: Installation finalisieren

Windows Server Setup 011

Abbildung 11: Admin Kennwort festlegen

Windows Server Setup 012

Abbildung 12: Benutzereinstellungen erstellen

Anschließend sieht man zum ersten Mal die Anmeldemaske von Windows Server 2012 (Abbildung 13). Man muss bloß beachten, das man in der VM nicht STRG+ALT+ENTF drücken sollte, sondern STRG+ALT+EINFG um sich anmelden zu können.

Windows Server Setup 013

Abbildung 13: Einloggen

Wichtig für den nächsten Schritt: in dem ersten Teil der Anleitung habe ich geschrieben, dass als Netzwerkkonfiguration „Use host-only networking“ ausgewählt werden sollte. So hat die VM jedoch standardmäßig keinen Zugriff auf das Internet. Dafür die VM am einfachsten kurz auf „Bridged“ oder „NAT“ stellen. Je nachdem wie man es gerne hätte (Abbildung 14). Bei „Bridged“ bekommt man direkt eine eigene IP vom Router zugewiesen und bei NAT teilt man sich die IP mit dem Host-System.

Windows Server 002

Abbildung 14: Netzwerkeinstellungen VM

Nach der Anmeldung sollte man in der Systemsteuerung auf „Windows Update“ gehen und alle Updates installieren (Abbildung 15). Damit ist Windows Server 2012 soweit fertig (Netzwerkeinstellungen wieder auf „Use host-only networking“ stellen nicht vergessen).

Einen Virenschutz habe ich nicht installiert da die VM keinen weiteren Internetzugriff haben wird. Auch die RDP-Verbindung und Firewall habe ich nicht konfiguriert. Dies sollte für den Testbetrieb auch nicht nötig sein.

TIPP: In dem Unternehmen, in dem ich arbeite benutzen wir VMware vSphere 5. Wenn man dort auf „Windows Update“ klickt friert das Fenster ein (nur das Windows Update Fenster. Man kann problemlos weiterarbeiten). Nach einer gefühlten Ewigkeit geht es dann jedoch weiter. Aber nur bis man auf „Updates suchen“ klickt. Dann hängt das Fenster wieder, es wird aber nach Updates gesucht. Die man auch anschließend installieren kann. Interessanterweise hatte ich unter VMware Workstation 9 das Problem nicht.

Windows Server 001

Abbildung 15: Updates installieren

Wer jetzt die VM herunterfahren möchte wird sich erst mal umschauen nach der Shutdown Option. Windows Server 2012 sieht im Kachelmodus so aus (Abbildung 16) und im Desktopmodus so (Abbildung 17).

Windows Server 003

Abbildung 16: Kachelmodus

Abbildung 17: Desktopmodus

Abbildung 17: Desktopmodus

Ich drücke immer die Tastenkombination Windowstaste + i (Abbildung 18). So kommt man zu der Schnellauswahl und kann die Systemsteuerung, Serverinfo und weitere Optionen aufrufen. Unter anderem ist dort auch die Option „Ein/Aus“ zu finden. Klickt man diese Option an, kann man auswählen ob man Herunterfahren oder Neustarten möchte.

Abbildung 18: Herunterfahren

Abbildung 18: Herunterfahren

Damit ist Windows Server 2012 installiert und auf dem aktuellen Stand. Im nächsten Teil folgt dann das Erstellen der Domain Controller und der DNS Rollen.

Windows Server 2012 und Windows 8 als virtuelle Maschine – Teil 1

Windows Server 2012 Logo

Ich möchte in mehreren Beiträgen zeigen, wie man unter Windows Server 2012 einen Domain Controller erstellt und ein Windows 8 in die Domäne einbindet. Dazu benutze ich virtuelle Maschinen. Das erstellen der virtuellen Maschinen möchte ich heute zeigen. Anschließend zeige ich die Installation von Windows Server 2012 und Windows 8. Der dritte Teil wird dann das Erstellen der Domäne behandeln und der vierte das Hinzufügen von einem Client zur Domäne.

Teil 1: Erstellen der virtuellen Maschinen

VMworkstation 001

Abbildung 1: Neue VM erstellen

Zuerst muss man im Virtualisierungsprogramm seiner Wahl eine neue virtuelle Maschine (VM) erstellen. Ich benutze VMware Workstation 9. In VMware Workstation klickt man auf „Create a New Virtual Machine“ (Abbildung 1) um den Konfigurations Wizard aufzurufen (Abbildung 2). In diesem kann man auswählen, wie genau man die virtuelle Maschine konfigurieren will. Ich nehme immer „Custom“ damit ich mehr Auswahlmöglichkeiten habe.

VMworkstation 002

Abbildung 2: Erweiterte Einstellungen

Im ersten Schritt wird das sogenannte Hardwarelevel ausgewählt (Abbildung 3). Dieses gibt an, mit welchen Programmen man die VM steuern und welche Hardware man maximal hinzufügen kann.

Abbildung 3: Hardware Level

Abbildung 3: Hardware Level

Der zweite Schritt ist, die Installationsquelle anzugeben (Abbildung 4). Hier kann man das Laufwerk des Hosts, eine ISO-Datei oder nichts angeben. Ich wähle meistens den letzten Punkt aus. Ansonsten würde die VM automatisiert von VMware installiert. Dieser Vorgang spart zwar Zeit aber ich möchte die Installation meistens selbst durchführen.

Abbildung 4: Installationsquelle

Abbildung 4: Installationsquelle

Hat man ausgewählt, dass man das Betriebssystem später installiert, wird man als nächstes gefragt welches Betriebssystem man denn installieren möchte (Abbildung 5). Wie man sehen kann stehen einige zur Auswahl. Anschließend muss man einen Namen vergeben und den Ort bestimmen, wo die Informationen über die VM gespeichert werden sollen (Abbildung 6).

Abbildung 5: Betriebssystem Auswahl

Abbildung 5: Betriebssystem Auswahl

Abbildung 6: VM-Name

Abbildung 6: VM-Name

Wenn der Name bestimmt ist, kann man auswählen wie viel Prozessoren und wie viel Kerne pro Prozessor die VM haben soll (Abbildung 7). Ich wähle meistens einen Prozessor und 2 Kerne / Prozessor aus. Sollte dies nicht reichen kann man, nachdem man ein Betriebssystem installiert hat, die Anzahl der Prozessoren ohne Probleme erhöhen. In dem nächsten Schritt legt man die Größe des Arbeitsspeichers fest (Abbildung 8). Ich habe dem Server erst einmal 2 GByte gegeben und Client erhalten meist 1 GByte. Sollte dies nicht reichen kann man jederzeit erhöhen.

Abbildung 7: Anzahl CPU

Abbildung 7: Anzahl CPU

Abbildung 8: Größe des Arbeitsspeichers

Abbildung 8: Größe des Arbeitsspeichers

Da ich einen Comain Controller mit DNS aufsetzen will, habe ich im nächsten Schritt „Use host-only networking“ ausgewählt (Abbildung 9). So können die VMs untereinander kommunizieren aber mein richtiger Rechner ist nicht davon betroffen.

Abbildung 9: Netzwerkkonfiguration

Abbildung 9: Netzwerkkonfiguration

Die nächsten Schritte legen fest, welchen Controller man verwenden möchte (Abbildung 10), ob man eine neue virtuelle Festplatte oder eine physikalische Festplatte verwenden will (Abbildung 11) und welchen Festplattentyp man benutzen will (Abbildung 12). Bei dem Controllertyp und dem Festplattentyp empfehle ich die vorgeschlagenen Auswahlmöglichkeiten zu benutzen. Auch ob die Festplatte virtuell (sprich es werden auf dem Hostsystem Dateien erstellt die als Festplatte benutzt werden) oder physikalisch sein soll ist keine große Frage. Wenn man virtuelle Festplatten benutzt, kann man die gesamte VM problemlos von einem Hostsystem auf ein anderes System übertragen.

Abbildung 10: Controllertyp

Abbildung 10: Controllertyp

Abbildung 11: Festplattenauswahl

Abbildung 11: Festplattenauswahl

Abbildung 12: Festplattentyp

Abbildung 12: Festplattentyp

Bei der Festplattengröße kann man die empfohlene Größe verwenden (Abbildung 13). Lässt man die Option „Allocate all disk space now“ deaktiviert wird nicht direkt der angegebene Speicher bereitgestellt, sondern die virtuelle Festplatte bzw. die Datei wird automatisch bis zu der angegebenen Größe vergrößert. Anschließend muss man noch einen Speicherort für die Festplatte bestimmen (Abbildung 14). Ich speichere die VMDK-Datei immer an dem Ort ab, an dem ich auch die Informationen zu der VM abgespeichert habe.

Abbildung 13: Größe der Festplatte

Abbildung 13: Größe der Festplatte

Abbildung 14: Speicherort der virtuellen Festplatte

Abbildung 14: Speicherort der virtuellen Festplatte

Im letzten Schritt kann man sich noch einmal die Einstellungen anschauen und mit „Finish“ die VM erstellen (Abbildung 15).

Abbildung 15: Übersicht

Abbildung 15: Übersicht

Ist die VM erstellt, kann man den entsprechenden Reiter öffnen und die Einstellungen der virtuellen Maschine ändern (Abbildung 16). Ich entferne immer den Drucker und wähle unter CD/DVD das Installations-ISO aus (Abbildung 17). Wichtig ist, dass man den Haken bei „Connect at power on“ setzt. Ansonsten wird das ISO nicht in das virtuelle CD-Laufwerk gelegt.

Abbildung 16: Virtuelle Maschine

Abbildung 16: Virtuelle Maschine

Abbildung 17: VM editieren

Abbildung 17: VM editieren

Damit ist die VM bereit das erste Mal angeschaltet zu werden. Die Windows Server 2012 Installation folgt dann in den nächsten Tagen.

BKA Trojaner: Hintermänner verhaftet

In meinem Bekanntenkreis hatte ich schon den ein oder anderen befallenen Computer. Selbst auf der Arbeit waren schon einige Rechner betroffen. Wie man so einen Trojaner wieder los wird, hat Tobi ja bereits hier geschrieben. Man sollte unter keinen Umständen den geforderten Betrag bezahlen und einen kühlen Kopf bewahren.
Wenn man es sich nicht zutraut den Trojaner selbst zu entfernen, empfehle ich den Rechner schnellstmöglich vom Internet und Netzwerk zu trennen und ihn zu dem Computerexperten bzw. Computerladen des Vertrauens zu bringen.

Der Europol gelang nun ein Schlag gegen die Hintermänner des BKA Trojaners. So wurden 11 Personen festgenommen. Darunter auch der mutmaßliche Programmierer des Trojaners.
Leider wird der Trojaner so nicht von der Bildfläche verschwinden.

Aus diesem Grund heißt es: Immer die Anti-Virus Software, Java, Flash-Player und den Acrobat Reader aktuell halten.

Ich verwende Microsoft Security Essentials und zusätzlich das Programm ThreatFire.
Welchen Virenscanner benutzt ihr? Habt ihr ebenfalls zusätzliche Sicherheitssoftware installiert?
Was machen die Linux und Mac Benutzer unter euch? Habt ihr so viel Vertrauen in eure Betriebssysteme, dass ihr keine Anti-Viren Software installiert?

Sicherheitsproblem bei D-Link Routern

Seit einigen Tagen sollten Benutzer die einen D-Link Router ihr Eigen nennen sehr vorsichtig sein. Ein Sicherheitsexperte hat bereits im Dezember 2012 entdeckt, dass die Geräte DIR-300 & DIR-600 durch eine Schwachstelle angreifbar sind. Auf den betroffenen Geräten ist es möglich, ohne Eingabe des Root Passworts, Code auszuführen und so die Kontrolle über das Gerät zu erhalten. Erst gestern Abend hat D-Link für beide Geräte ein Firmwareupdate veröffentlicht. Die Firmware findet man hier.

Auf heise.de findet man einen Router-Test, der einem sagt wie angreifbar sein Router ist. Jedoch sollte man, auch wenn alle anzeigen Grün sind, die neue Firmware aufspielen.

Ich besitze einen DIR-600 Router mit Hardware-Version „Bx“ und Firmware-Version 2.12. Aus diesem Grund habe ich folgenden Befehl in Firefox eingegeben:

http://<Router-IP>/command.php

Wenn mein System nicht betroffen gewesen wäre, hätte ich eine Passwort-Abfrage oder eine Fehlermeldung erhalten müssen. Was ich jedoch erhalten habe sieht man auf dem Screenshot:

Unter Linux kann man folgenden Befehl in einer Konsole eingeben:

curl --data "cmd=ls" http://<Router-IP>/command.php

Das ich dann die ganzen Ordner sehe ist kein Feature, sondern der Fehler.

Kategorien: Hardware Internet Linux

Virtualisierung – Was ist das überhaupt?

Tobi hat ja das ein oder andere Mal bereits die Wörter „virtuelle Maschine“ erwähnt. Aus diesem Grund wollte ich eine kleine Übersicht über dieses Thema erstellen.

Zuerst sollte geklärt werden was man in der IT unter Virtualisierung bzw. unter virtuellen Maschinen versteht. Dies ist eigentlich sehr schnell erklärt: Virtualisierung ist eine Methode etwas Virtuelles zu erstellen. Zum Beispiel eine virtuelle Maschine in der ein Betriebssystem laufen kann.

VM Aufbau

Eine VM funktioniert folgendermaßen: Auf dem Host-Betriebssystem wird eine Virtualisierungssoftware installiert. Diese Software verwaltet die VMs (= virtuelle Maschinen) und benutzt die reale Hardware um darüber die virtuelle Hardware bereitzustellen.

Das „Wie?“ wäre geklärt. Kommen wir nun zu dem „Wieso?“. Die meisten Systeme sind nicht ausgelastet. Auf vielen Servern läuft nur ein Dienst oder Service. Dieser Server produziert aber jede Menge Kosten. Aus diesem Grund hat man überlegt, wie man so einen Server besser ausnutzen und am besten noch Raumplatz sowie Kosten für Wärme & Strom reduzieren kann. So kam die Virtualisierung ins Spiel.

Wie man oben auf dem Bild sehen kann, können mehrere VMs auf einem Host-System laufen. So kann man das Host System besser ausnutzen und hat keine ungenutzten Ressourcen.

Es gibt mehrere Anbieter für Virtualisierungssoftware: VMware, Microsoft, Citrix, Oracle, usw. Viele bieten neben Lösungen für Firmen auch kostenlose Software für den privaten Gebrauch an. So gibt es z.B.:

  • VMware Player
  • Oracle VirtualBox
  • Citrix XenServer

Wenn man nun, wie Tobi hier schreibt, nicht sein eigentliches System verwenden will um etwas zu testen, benutzt man einfach eine VM.

WMware Player

Hier sieht man das Programm VMware Player und eine VM mit Windows XP. In der VM kann man nach Belieben testen, installieren und formatieren. Das Host-Betriebssystem ist dabei von den Änderungen nicht betroffen. Man könnte sogar einen Virus testen. Bevor man das tut sollte man jedoch sicherstellen, dass die Netzwerkverbindung der VM getrennt ist. Sicher ist sicher. Denn alle Computer erkennen eine VM als richtigen Computer an. Selbst die VM „denkt“ sie sei ein richtiger Computer.

Zum Testen von kleinen Sachen und neuen Betriebssystemen ist eine virtuelle Maschine optimal. In Unternehmen lohnt es sich zu überlegen, ob durch die Einführung von einer virtuellen Infrastruktur nicht Kosten eingespart werden können.

Ich hoffe damit konnte ich einen kleinen Einblick in die Virtualisierung ermöglichen.