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Microsoft Office 2016 veröffentlicht

Office 2013 Logo

Vor zwei Tagen, am 22. September 2015, wurde Microsoft Office 2016 für Windows offiziell veröffentlicht. Die Mac-Version ist bereits seit dem 9. Juli für Office-365-Abonennten verfügbar.

Obwohl Microsoft immer mehr auf Office 365 setzt, steht die neue Version des Office-Pakets nach wie vor auch als Einzelplatzversion zur Verfügung. Allerdings verzichtet Microsoft hier auf Datenträger, denn Office 2016 ist nur als Download verfügbar. Hier kann zwischen drei Varianten unterschieden werden:

  • Office 2016 Home & Student (Word, Excel, PowerPoint, OneNote) 149 Euro
  • Office 2016 Home & Business (Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook) 279 Euro
  • Office 2016 Professional (Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher, Access) 539 Euro

Des Weiteren bietet Microsoft die neue Version auch als Abomodell Office 365 an. Wer bereits ein Abo für Office 365 besitzt, kann kostenlos auf die neue Office-Version wechseln.

  • Office 365 Home (Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher, Access) 99 Euro pro Jahr
  • Office 365 Personal (Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook, Publisher, Access) 69 Euro pro Jahr

Nur als Office-365-Kunde profitiert man von Zusatzleistungen wie 1 TByte OneDrive-Cloudspeicher pro Benutzer oder 60 Skype-Freiminuten pro Monat und Benutzer für Anrufe auf Mobiltelefone und Festnetzanschlüsse. Ebenso stehen 1 TByte OneDrive-Cloudspeicher zur Verfügung. Auch die plattformübergreifenden Apps sind nur als Office-365-Kunde nutzbar. Während die Home-Variante auf bis zu fünf PCs oder Macs und zusätzlich auf bis zu fünf Tablets und fünf Smartphones verwendet werden kann, ist Personal auf einen PC oder Mac und ein Tablet sowie ein Smartphone beschränkt. Obwohl die UVP bei 99 bzw. 69 Euro pro Jahr liegt, ist Office 365 bei Amazon deutlich günstiger erhältlich. Dort belaufen sich die Kosten auf lediglich 70 Euro (Office 365 Home) bzw. 47 Euro (Office 365 Personal).

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Firefox 41 veröffentlicht – die Neuerungen

Firefox Logo 23+

Gestern wurde Firefox 41 veröffentlicht. Insgesamt bietet das Release relativ wenige Neuerungen. Erwähnenswert ist, dass die ursprünglich für Version 41 geplante Blockierung von unsignierten Add-ons auf Firefox 43 verschoben wurde. Die Veröffentlichung der nächsten Version in Form von Firefox 42 ist für den 3. November 2015 angedacht.

  • Reduzierter Speicherverbrauch beim Einsatz des Adblockers AdBlock Plus
  • Echtzeitchat Hello bietet jetzt auch Unterstützung für Textnachrichten
  • Verwendung von Perfect Forward Secrecy (PFS) für alle WebRTC-Anwendungen
  • Unterstützung für binäre XPCOM-Komponenten bei Add-ons wurde entfernt
  • Firefox Account erlaubt die Einbindung eines Profilbildes
  • Unterstützung einiger neuer HTML5-Attribute
  • Behebung diverser Sicherheitslücken

Download Firefox 41
Portable Firefox 41 @ Horst Scheuer

Ab Ghostery 5.4.6: Nebulöses Anzeigennetzwerk standardmäßig aktiviert

Ghostery Logo

Ghostery ist eine beliebte Browsererweiterung, die den Anwender beim Surfen auf versteckte Dienste wie zum Beispiel Webtracking-Tools oder Anzeigenetzwerke hinweist. Das Add-on ist unter anderem für die Browser Firefox, Chrome, Opera, Internet Explorer und Safari erhältlich. Allerdings wird Ghostery bereits seit mehr als fünf Jahren nicht mehr vom ursprünglichen Entwickler gepflegt, sondern wird seit Januar 2010 von einem Unternehmen entwickelt.

Bei Linux und Ich habe ich nun davon gelesen, dass ab Version 5.4.6, die im Juli 2015 veröffentlicht wurde, standardmäßig eine neue Option vorhanden und aktiviert ist. Die neue Einstellung ermöglicht es, dass Ghostery Nachrichten zu Produktfunktionen, Updates und Werbeaktionen direkt im Browser anzeigt. Die Entwickler bewerben die Funktion folgendermaßen:

The CMP will allow us to message our users directly in their browser with product announcements, promotions, and other appropriate notifications.  This messaging system and can be turned off at any time by accessing the advanced tab of the options menu.

Die Option lässt sich zwar in den Einstellungen deaktivieren, ist aber standardmäßig aktiviert. Dabei ist egal, ob das Add-on neu installiert oder aktualisiert wird. Auf diese Tatsache wird nirgendwo hingewiesen und auch bei mir war diese Einstellung aktiv.

Ghostery Werbung

Mit diesem Schritt manövriert sich Ghostery meiner Meinung nach aufs Abstellgleis. Ihr solltet die Einstellung in jedem Fall deaktivieren – oder noch besser – direkt über ein alternatives Add-on nachdenken. Mit dem Privacy Badger ist bereits eine gute und freie Alternative auf dem Markt vorhanden.

Drei Jahre Garantie für Honor 6, Honor 6+ und Honor 7

Honor 7

Wer im Zeitraum zwischen dem 27. Juli 2015 bis einschließlich 30. September 2015 ein Honor 6, Honor 6+ oder Honor 7 bei VMALL oder Three UK gekauft hat, kann die Herstellergarantie von zwei auf drei Jahre erweitern. Für die kostenlose Garantieverlängerung muss man sich lediglich mit seinem Gerät auf der entsprechenden Honor-Aktionsseite registrieren.

Honor drei Jahre Garantie Anmeldung

Kategorien: Internet Smartphones

Microsoft-Patchday September 2015

Microsoft Logo

Morgen, am 08. September 2015 (zweiter Dienstag im September) steht der nächste Microsoft-Patchday an. Insgesamt beinhaltet der September-Patchday zwölf Security-Bulletins, von denen 4 als „kritisch“ und 8 als „hoch“ eingestuft werden. Wie auch im August gibt es diesen Monat abermals eine kritische Sicherheitslücke bei Microsofts neuem Edge-Browser unter Windows 10.

Nachfolgend ein grober Überblick der zur Verfügung stehenden sicherheitsrelevanten Updates. Weitere Details stellt Microsoft wie immer im Security TechCenter zur Verfügung. Üblicherweise funktioniert der Link bei Microsoft meist immer erst am Dienstag Nachmittag bzw. Abend deutscher Zeit.

Bulletin ID Bulletin Title Maximum Severity Rating and Vulnerability Impact Restart Requirement Affected Software
MS15-094 Cumulative Security Update for Internet Explorer (3089548) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Internet Explorer on affected Microsoft Windows clients and servers.
MS15-095  Cumulative Security Update for Microsoft Edge (3089665) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Microsoft Edge on Microsoft Windows 10.
MS15-096  Vulnerability in Active Directory Service Could Allow Denial of Service (3072595) Important
Denial of Service
May require restart All supported releases of Microsoft Windows, except Itanium editions.
MS15-097 Vulnerabilities in Microsoft Graphics Component Could Allow Remote Code Execution (3089656) Critical
Remote Code Execution
Requires restart Microsoft Windows Server 2008, Windows Server 2008 R2, Windows Server 2012, and Windows Server 2012 R2.
MS15-098 Vulnerabilities in Windows Journal Could Allow Remote Code Execution (3089669) Critical
Remote Code Execution
May require restart All supported releases of Microsoft Windows, Lync 2010, Lync 2013, Live Meeting 2007, Office 2007, and Office 2010.
MS15-099  Vulnerabilities in Microsoft Office Could Allow Remote Code Execution (3089664) Important
Remote Code Execution
May require restart Microsoft Excel 2007, Excel 2010, Excel 2013, Excel 2013 RT, Excel for Mac 2011, Excel for Mac 2016, Office Compatibility Pack, Excel Viewer, SharePoint Foundation 2013, SharePoint Server 2013, and Office Web Apps Server 2013.
MS15-100  Vulnerability in Windows Media Center Could Allow Remote Code Execution (3087918) Important
Remote Code Execution
May require restart Microsoft Windows Vista, Windows 7, Windows 8, and Windows 8.1.
MS15-101  Vulnerabilities in .NET Framework Could Allow Elevation of Privilege (3089662) Important
Elevation of Privilege
Does not require restart Microsoft .NET Framework on affected releases of Microsoft Windows.
MS15-102  Vulnerabilities in Windows Task Management Could Allow Elevation of Privilege (3089657) Important
Elevation of Privilege
Requires restart All supported releases of Microsoft Windows.
MS15-103  Vulnerabilities in Microsoft Exchange Server Could Allow Information Disclosure (3089250) Important
Information Disclosure
May require restart Microsoft Exchange Server 2013
MS15-104  Vulnerabilities in Skype for Business Server and Lync Server Could Allow Elevation of Privilege (3089952) Important
Elevation of Privilege
Does not require restart Microsoft Lync Server 2013 and Skype for Business Server 2015.
MS15-105  Vulnerability in Windows Hyper-V Could Allow Security Feature Bypass (3091287) Important
Security Feature Bypass
Requires restart Microsoft Windows 8.1 for x64-based systems, Windows Server 2012 R2, and Windows 10 for x64-based systems.

Kategorien: Windows

Meine bisherigen Handys / Smartphones

Kurz und knackig ein Überblick über meine bisherigen Handys bzw. Smartphones. Die Auflistung dient unter anderem auch für mich als persönliche Notiz. Habe einige Zeit benötigt, bis ich die Liste zusammengestellt hatte und mit weiter fortschreitender Zeit wird es auch nicht einfacher 😉

Mich würde interessieren wie es bei euch aussieht? Gerne dürft ihr einen Kommentar mit eurer Handy-Historie hinterlassen, ich würde mich freuen.

 

Kategorien: Privat Smartphones

Google hat ein neues Logo

Google Logo 2015

Obwohl die letzte Änderung am Google-Logo erst ca. zwei Jahre her ist, hat der Internetriese sein Logo erneut überarbeitet. Am 1. September 2015 präsentierte Google sein neues Logo und mittlerweile wurde es auch bereits weltweit ausgerollt.

Auffälligste Neuerung ist die eigens für das neue Logo entworfene Schriftart namens „Product Sans“. Im Gegensatz zur bisherigen Schriftart handelt es sich bei „Product Sans“ um eine Groteskschrift, also eine Schrift ohne Serifen. Sämtliche runden Formen der Schrift lassen sich aus einem Kreis ableiten. Der schräge Strich im kleinen E wurde aber beibehalten. Außerdem wurden die verwendeten Farben leicht geändert. Es kommen weder Schattierungen noch verschiedene Farbnuancen zum Einsatz.

Neben dem Google-Logo wurden auch die Logos der weiteren Google-Produkte (Google+, Google Maps, Google Docs, …) überarbeitet. Dabei wurde großes Augenmerk auf ein einheitliches Erscheinungsbild über alle Dienste hinweg gelegt. In gewisser Weise hat das neue Logo sicherlich auch etwas mit der neuen Dachgesellschaft Alphabet zu tun, mit Hilfe derer Google Mitte August eine Restrukturierung des Unternehmens initiiert hatte.

Google Logo 2015

neues Google-Logo seit 1. September 2015

Google Logo

altes Google-Logo 19. September 2013 bis 31. August 2015

Kategorien: Internet

Nitecore Tube: Kleine LED-Taschenlampe für den Schlüsselbund

Nitecore Tube

Auf der Suche nach einer neuen Taschenlampe für den Schlüsselbund bin ich auf die Nitecore Tube gestoßen. Die kleine LED-Lampe besitzt einen fest verbauten Li-Ion-Akku und kann per Micro-USB geladen werden. Neben den zwei Leuchtstufen mit 1 und 45 Lumen ist die kleine Schlüsselbundleuchte auch stufenlos dimmbar.

Nitecore Tube Verpackung

Lieferumfang

Die Nitecore Tube wird in einer Blister-Verpackung geliefert, auf der alle wichtigen Infos vermerkt sind. Im Lieferumfang befindet sich folgendes:

  • Nitecore Tube Taschenlampe
  • zwei Schlüsselringe

Nitecore Tube Lieferumfang

Technische Daten

  • Länge 56,5 mm
  • Durchmesser 21 mm
  • Gewicht 9,6 Gramm (inklusive Schlüsselringe 11 mm)
  • Reichweite maximal 24 m
  • Leuchtstufen
    • High: 45 Lumen, ca. 1 Stunde Leuchtdauer
    • Low: 1 Lumen, ca. 48 Stunden Leuchtdauer
    • Stufenlos dimmbar zwischen 1 und 45 Lumen
  • Li-Ion-Akku, wiederaufladbarer (Micro-USB)
  • IP65 (Geschützt gegen Eindringen von Staub und gegen Eindringen von Strahlwasser)

Optik, Haptik, Verarbeitung

Die Abmessungen der Lampe betragen 56,5 x 21 x 9 mm (LxBxH), womit sie sogar etwas kleiner als ein handelsübliches Feuerzeug ist. Das Gewicht liegt bei geringen 9,6 Gramm, inklusive den beiden mitgelieferten Schlüsselringen kommt sie auf 11 Gramm.

Das Gehäuse besteht aus Polycarbonat. Obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist es sehr stabil und robust. Hier ein kurzes Beweis-Video:

Die Metallöse am hinteren Ende der Nitecore Tube ist für die Befestigung am Schlüsselring gedacht. Auch sie ist robust ausgeführt. Laut Herstellerangaben soll die Öse dabei eine Widerstandsfähigkeit von 35 Kilogramm besitzen.

In meinen Augen einziger Kritikpunkt ist der Schalter aus Gummi. Dieser könnte einen knackigeren Druckpunkt besitzen. Zudem zieht er in der Hosentasche relativ stark Staub an. Beide Punkte sind allerdings nicht so gravierend und schmälern den guten Gesamteindruck der Verarbeitung nur geringfügig.

Bedienung

Die Bedienung der Nitecore Tube ist relativ einfach und daher auch schnell erklärt.

Mit einem einfachen Drücken auf dem Schalter wird der Low-Modus aktiviert. Der High-Modus kann auf zwei Arten erreicht werden. Entweder klickt man innerhalb einer Sekunde, nachdem der Low-Modus aktiviert wurde, noch einmal auf den Schalter oder man führt bei ausgeschalteter Taschenlampe direkt einen Doppelklick auf den Schalter aus. Wenn man den Schalter beim Einschalten gedrückt hält, leuchtet die Tube direkt im High-Modus, jedoch nur so lange, bis man den Schalter wieder los lässt.

Des Weiteren kann die kleine Taschenlampe auch stufenlos zwischen 1 und 45 Lumen gedimmt werden. Dazu die Lampe mit einem einfachen Klick anschalten und dann den Schalter erneut betätigen und halten. Schon dimmt die Lampe hoch und runter. Wenn die gewünschte Helligkeit erreicht ist kann der Schalter wieder losgelassen werden und die Tube leuchtet mit dieser Helligkeitsstufe weiter. Nach dem Ausschalten wird diese Stufe nicht gespeichert, da die Tube keine Memory-Funktion besitzt.

Stromversorgung, Laufzeit und Licht

Die Stromversorgung der Nitecore Tube übernimmt der eingebaute Li-Ion-Akku. Im High-Modus reicht die Kapazität für ca. 1 Stunde Leuchtdauer aus. Im Low-Modus reicht eine Akkufüllung sogar für ca. 48 Stunden.

Das tolle an diesem Akku ist, dass er ganz einfach über ein normales Micro-USB-Kabel wiederaufgeladen werden kann. Die Ladebuchse befindet sich an der Seite der Tube, auf Höhe des An-/Ausschaltknopfes. Der USB-Anschluss wird durch eine Gummiabdeckung gegen Dreck und Feuchtigkeit geschützt. Ein voller Ladevorgang dauert ca. zwei Stunden. Während dem Laden leuchtet eine kleine blaue LED im Inneren der Taschenlampe. Sobald die LED erlischt ist der Ladevorgang beendet.

Nitecore Tube

Die Lichtleistung der kleinen Tube sollte nicht unterschätzt werden. Trotz der geringen Größe hat sie eine gute Leuchtkraft. Einzig die Reichweite lässt ein wenig zu wünschen übrig, aber das ist aufgrund der Bauart und der herausstehenden LED keine Überraschung. Auf Fotos habe ich verzichten müssen, da ich keine vergleichbare Taschenlampe besitze und ein einfaches Foto ohne Vergleichsobjekt leider wenig aussagekräftig ist.

Fazit

Insgesamt ist die Nitecore Tube eine sehr interessante Taschenlampe für den Schlüsselring. Sie bietet ein robustes Gehäuse, besitzt aber dennoch ein geringes Gewicht und kann mit einer guten Lichtausbeute überzeugen. Insbesondere der eingebaute Akku, welcher per Micro-USB geladen werden kann, weiß zu überzeugen. Alles in allem also eine tolle Schlüsselbundtaschenlampe. Der Preis schwankt teilweise etwas, aber liegt meist so um die 12 bis 13 Euro.

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Kategorien: Hardware Testberichte

Let’s Encrypt bietet ab September kostenlose Zertifikate

Let' s Encrypt Logo

Let’s Encrypt ist eine neue Zertifizierungsstelle (CA), die Ende 2014 gegründet wurde und sich gerade im Aufbau befindet. Angeboten wird der Dienst von der gemeinnützigen Internet Security Research Group (ISRG). Als Hauptinitiatoren gelten Mozilla und die Electronic Frontier Foundation (EFF), die aber auch Unterstützung von namenhaften Unternehmen wie Akamai, Cisco Systems oder der Linux Foundation erhalten.

Ziel von Let’s Encrypt ist es, kostenlose Zertifikate für die verschlüsselte Übertragung im Web anzubieten. Gleichzeitig soll der Aufwand für die Einrichtung und Pflege von TLS-Verbindungen deutlich gesenkt werden. Dazu kommt das Protokoll Automated Certificate Management Environment (ACME) zum Einsatz, welches einen automatisierten Prozess für Erstellung, Validierung, Signierung, Einrichtung und Erneuerung von Zertifikaten bereitstellen soll.

Anfang Juni hat Let’s Encrypt die benötigten Zwischen- und Stammzertifikate (auch als Wurzelzertifikat oder Root-Zertifikat bezeichnet) erzeugt. Vor wenigen Tagen wurde bekannt gegeben, dass die erste Zertifikatsausstellung und die Aufnahme des Testbetriebs ab dem 7. September stattfinden werden. Während des zehnwöchigen Testlaufs wird allerdings eine Anmeldung vorausgesetzt. Ab dem 16. November soll dann der Normalbetrieb aufgenommen werden. Dann soll jedermann ohne Anmeldung Zertifikate erhalten können.

Vorläufig sollen die Zertifikate mit Hilfe der Zwischenstelle ausgestellt werden, die ihrerseits durch die Zertifizierungsstelle von IdenTrust signiert sei. Dadurch ist sichergestellt, dass Zertifikate von Let’s Encrypt von allen Browsern akzeptiert werden. Früher oder später soll jedoch auch das eigene Root-Zertifikat von Let’s Encrypt in den meistbenutzten Browsern als vertrauenswürdig hinterlegt werden. Dank der Mitarbeit von Mozilla wird Firefox vermutlich der erste Browser sein, der das Root-Zertifikat einbinden wird. Wer nicht darauf warten möchte, kann das Root-Zertifikat bereits jetzt selbst installieren.

Kategorien: Internet

Homepage-Baukasten Wix.com im Kurztest

Auch in Zeiten von Social Media bleibt eine eigene Website für viele Anwender das wichtigste, persönliche Aushängeschild im Internet. Ein Problem besteht allerdings darin, dass nur wenige Menschen über das technische Know-How bzw. die Geduld verfügen, um sich in Content Management Systeme (CMS) wie Joomla, TYPO3 oder WordPress einzuarbeiten. Gerade im Dickicht der Plug-Ins und Themes geht die Übersicht rasch verloren. Als Alternative zur nochmals aufwändigeren Eigen-Programmierung einer Website gibt es Homepage-Baukästen. Ehemals musste man angesichts der beschränkten Möglichkeiten jener Tools abwinken – mit Baukästen erstellte Websites waren selbst für ungeschulte Augen sofort als solche zu erkennen und ähnelten sich allesamt stark. Allerdings gab es in den letzten Jahren viele, neue Entwicklungen, welche es rechtfertigen, den Anbietern eine neue Chance zu geben. Aus diesem Grund habe ich mir exemplarisch mitunter den populärsten Homepage-Baukasten von Wix.com herausgegriffen und einem Kurztest unterzogen. Anreiz war für mich auch, dass es erst kürzlich einen Vergleich diverser Homepage-Baukästen bei Dr. Web gegeben hat.

Früher hat Wix noch mit Adobe Flash gearbeitet, was für viele User ein Ausschlusskriterium bedeutet hat. Doch mittlerweile ist Wix sowohl im Back- als auch Frontend zu HTML5 gewechselt. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um die Wix-Websites für mobile Endgeräte fit zu machen. Auch die Auswahl beeindruckt: Hunderte von Templates laden zum Ausprobieren ein. Die höchst unterschiedlichen Vorlagen gewährleisten, dass die eigene mit dem Wix-Baukasten erstellte Website nicht anderen ähnelt. Zum Glück bietet der Editor zwar viele Möglichkeiten die jeweils gewählte Vorlage nachträglich anzupassen, verliert sich aber nie in Komplexität. Zudem gibt es eine ganze Reihe an Einführungsvideos, welche durch jeden Schritt begleiten. Ähnlich wie in CMS gibt es die Option, spezifische Module einzubinden. Als Beispiele seien eine Bildergalerie, ein Forum oder sogar ein eigener Online-Shop genannt. Wer etwas Geld auf den Tisch legen mag, findet im AppShop nochmals etliche Erweiterungen. Neben kostenpflichtigen Apps stehen dort auch Gratis-Versionen bereit. Wix hat auch die Bedeutung von SEO erkannt und liefert deswegen das „SEO Wizzard and Monitoring Tool“ mit. Das Tool analysiert die erstellte Website und gibt Tipps zur Verbesserung. Auch Google Analytics lässt sich einbinden. Tatsächlich kann man über die mit Wix erstellten Websites Geld verdienen: Google Adsense, reguläre Werbebanner und Affiliate-Links werden ebenso unterstützt.

Wichtig ist natürlich auch der vom Nutzer verlangte Preis: Zwar gibt es eine Gratis-Version („Free“), hier muss man allerdings ohne eigene Domain auskommen und mit Werbung auf der Website leben. Im Grunde eignet sich diese Variante, um ein Gefühl für den Baukasten zu bekommen. „Connect Domain“ erlaubt auf eine bereits erworbene Domain weiterzuleiten und kostet monatlich 5,95 Euro bzw. bei jährlichem Sparplan 48,96 Euro. 500 MByte Speicherplatz und ein monatliches Traffic-Volumen von 1 GByte sind inbegriffen. Abermals muss man mit Werbung durch Wix auf der Website leben. Jene fällt ab dem „Combo-Paket“ weg, das monatlich 10,95 Euro bzw. 99 Euro im Jahresabo kostet. Hier erhöht sich der Speicherplatz auf 3 GByte und das Traffic-Volumen auf 2 GByte. Eine Domain ist enthalten. Beim „Unlimited-Paket“ fällt auch noch die Traffic-Grenze weg und es stehen 10 GByte Speicherplatz zur Verfügung. Der Preis beträgt 15,95 Euro monatlich bzw. 149,04 Euro im Jahresabo. Zum Schluss wartet das Paket „eCommerce“ mit 10 GByte Speicherplatz und 20 GByte Volumen. Alle Pakete bieten eine für mobile Endgeräte optimierte Website, Zugriff auf alle Templates und eine unbegrenzte Anzahl an Unterseiten. Aus meiner Sicht sollten die meisten Anwender mit dem Paket „Combo“ ideal bedient sein: Keine Werbung, viel Speicherplatz und ausreichendes Datenvolumen. Wer an seine Traffic-Grenzen stößt, weil die eigene Website plötzlich bekannter wird, kann nachträglich zu „Unlimited“ aufstocken – bereits gezahlte Beträge werden angerechnet, so dass kein Risiko besteht.

Im Praxistest habe ich mit Wix herumgespielt und Gefallen an der simplen aber effizienten Handhabung gefunden: Im Browser arbeitet man direkt wie in einem Bildbearbeitungsprogramm an den Homepage-Elementen und kann beliebig verschieben, vergrößern / verkleinern, Bilder und Texte einfügen, etc.. Man hat enorme Freiheit zum Experimentieren, wird aber durch Tutorial-Videos und ein umfangreiches FAQ bei Bedarf an die Hand genommen. Die Templates bieten von mehrspaltigen Designs bis hin zur schnörkellosen Blog-Oberfläche alles was das Herz begehrt. Wer möchte, kann sein Design mit mannigfaltigen Animationen aufpeppen. Nachteil im direkten Vergleich mit einem CMS: Wer sich einmal für ein Template entschieden hat, kann nicht ohne Weiteres seine gesamte Website zu einem anderen Design migrieren. Die manuelle Nachbearbeitung bleibt aber möglich. Auch wenn die Optimierung für mobile Endgeräte zudem generell erstklassig funktioniert, kann es vorkommen, dass einzelne Elemente in der mobilen Ansicht falsch dargestellt werden. Dann muss man im Backoffice nachforschen. Im Vergleich mit der direkten Konkurrenz von Jimdo, Webnode oder Weeblys ist Wix etwas komplexer, gewährt dem Nutzer dafür aber mehr Spielraum.

Fazit

Für Profis bleibt ein eigenes CMS die beste Wahl. Doch Wix.com zeigt eindrucksvoll, dass man mit seinem Homepage-Baukasten erstklassige Ergebnisse erzielen kann, welche für das Gros der Anwender vollkommen ausreichen. Auch für kleinere Firmen findet sich hier eine kostengünstige und leicht handhabbare Option. Als Beispiel zur Veranschaulichung sei diese professionelle Website der Myra Productions GmbH empfohlen. Ich bin selbst positiv überrascht. Zum Reinschnuppern ist das Austesten der „Free“ Version angeraten. Wer dann bei Wix bleiben möchte, benötigt allerdings zwingend eine kostenpflichtige Alternative.

Kategorien: Internet Testberichte