Meine Erfahrung mit dem Dell U2515H

Dell U2515H

Der neue Dell U2515H Monitor hat mir sofort zugesagt: AH-IPS-Panel, 25 Zoll, eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel (WQHD) und das Ganze für rund 300 Euro. Nach langer Wartezeit hat mich der Monitor am 06. Februar erreicht. Mittlerweile nutze ich ihn seit über zwei Wochen und bin sehr zufrieden. Meinen immer noch sehr guten HP ZR24w schicke ich definitiv in Rente 😉

Aber der Reihe nach. Das Auspacken des U2515H gestaltete sich schwieriger als angenommen. Der Inhalt saß sehr fest im Karton, weswegen ich über fünf Minuten benötigt habe, bis ich den Monitor aus dem Karton hatte. Ein Aufschneiden der Verpackung kam für mich aber nicht in Frage. Kurze Zeit später war der Bildschirm mit dem Standfuß verbunden. Daraufhin habe ich meinen alten Monitor abgebaut und zum Vergleich neben den Dell gestellt. Durch das 16:9-Format ist er in der Höhe etwas niedriger, trotz einem Zoll mehr Diagonale. Das störte mich aber nicht weiter, da er dennoch 240 Pixel mehr zu bieten hat. Außerdem gefielen mir die schmalen Ränder und das moderne Design auf den ersten Blick.

HP ZR24w (links) und Dell U2515 (rechts)

HP ZR24w (links) und Dell U2515 (rechts)

Die Inbetriebnahme erfolgte mit dem mitgelieferten DisplayPort-Kabel, welches auf Seite des Monitors als Mini-DisplayPort-Stecker ausgeführt ist. Beim ersten Anschalten war ich direkt positiv überrascht. Die Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel machte deutlich mehr her, als ich vermutet hatte. Dies entspricht 117 ppi. Zum Vergleich: Mein 24-Zoll-HP-Monitor mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel kommt auf 94 ppi. Mit meinem Sitzabstand von ca. 70-80 cm war mir die Anzeige sogar ein wenig zu klein, weshalb ich die Windows-Skalierung auf 120 % gestellt habe und immer noch so betreibe. 100 % ginge zur Not zwar auch, ist aber beim Lesen von Texten sehr anstrengend. Damit erübrigt sich auch automatisch die Frage, warum ich nicht direkt zu einem UHD-Monitor gegriffen habe. Eine solch hohe Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln sehe ich erst ab 27-28, eher sogar ab 30 Zoll, als sinnvoll an. Die voreingestellte Helligkeit war mit 50 % deutlich zu hoch. Hier verwende ich aktuell nur 20 %, was für mich gut ausreicht. Die restlichen Einstellungen wie Farbe, Profil und Kontrast habe ich alle auf den Standardwerten belassen. Somit habe ich ein sattes Weiß, ein schön dunkles Schwarz und gute Farben.

Nach mehr als zwei Wochen Nutzung bin ich noch immer sehr angetan. Spielen ist kein Problem und die Reaktionszeit ist gefühlt sogar besser als mit meinem alten Monitor. Störende Effekte wie Ghosting und Co sind auch keine zu erkennen. Wenn die Grafikkarte zu schwach ist kann man immer noch ohne AA spielen oder zur Not auch auf 1.920 x 1.080 Pixel wechseln. Unter Windows ist das Bild dann relativ stark verschwommen, beim Zocken fällt das aber nicht so extrem auf und ist auf jeden Fall noch annehmbar.

Sehr positiv überrascht hat mich der geringe Stromverbrauch. Unter 20 % Helligkeit benötigt der Dell U2515H nur ca. 18 Watt. Bei 50 % ca. 27 Watt und bei unmenschlichen 100 % Helligkeit genehmigt er sich 38 Watt. Diese Werte decken sich auch mit dem ersten Review des U2515H bei TFTCentral. Dort hat der Monitor nebenbei erwähnt sehr gut abgeschnitten.

Ach ja, wie man die Betriebsstunden beim Dell U2515H ausliest, habe ich in einem separaten Artikel beschrieben.

Die kleinen Kritikpunkte möchte ich natürlich nicht verschweigen. Der fehlende VGA-Anschluss dürfte heutzutage nicht mehr negativ ins Gewicht fallen, der fehlende DVI-Anschluss vielleicht noch eher. Viel eher stören mich die verbauten Touch-Buttons. Zum einen sind diese kaum zu erkennen und zum anderen reagieren sie teilweise eher schlecht und man muss mehr als einmal drücken. Allerdings gewöhnt man sich daran und wirklich oft ist man im Bildschirm-Menü sowieso nicht unterwegs. Mit Abstand am meisten stört mich aber die Skalierungsfunktion von Windows. Nicht alle Programme unterstützen die Windows-Skalierung und bleiben dann sehr klein. Andere Programme skalieren zwar mit, kommen dann aber mit einer verwaschenen Bedienoberfläche und unscharfen Icons daher. Besonders auffällig ist dies bei Firefox und Chrome. Das aber nur am Rande erwähnt, da dies schließlich kein Negativpunkt des Monitors ist, sondern Windows zuzuschreiben ist.

Wer Fragen zum Dell U2515H hat, darf gerne einen Kommentar schreiben.

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Tobi

Hallo, mein Name ist Tobias und ich habe diesen Blog im April 2009 ins Leben gerufen. Seitdem blogge ich hier über Software, Internet, Windows und andere Themen, die mich interessieren. SSDblog ist mein zweiter Blog, indem es rund um das Thema SSDs geht. Ich würde mich freuen, wenn ihr meinen Feed abonniert oder mir auf Twitter, Facebook, Google+ und Google+ (privat) folgt.

18 Antworten

  1. Patrick sagt:

    Hallo, toller Test! Hab den Monitor auch seit zwei Tagen, aber das Bild brennt sich nach einiger Zeit recht stark ein, ist das normal oder ein Fall für den DELL Support? Vorallem weiße Flächen sind nach einiger Zeit (~30min) auf grauem Hintergrund zu sehen!

    LG Patrick

    • Tobi sagt:

      Nein das ist auf keinen Fall normal. Wenn du ihn noch nicht lange hast würde ich ihn direkt beim Händler ohne Grund zurücksenden und einen neuen holen. Ansonsten aber auf jeden Fall bei Dell melden. Ist das bei dir so schlimm wie hier?

  2. Patrick sagt:

    Okay danke! Ja, es sieht ziemlich genauso aus wie auf dem Bild, nach etwa 30 Minuten tritt das schon auf, das erste mal ists mir aufgefallen bei twitch.tv, ist aber eben auch bei weißen pdfs etc der Fall. Gut, ich werd mich mal mit dem Händler und/oder Dell in Verbindung setzen, danke für den Rat!

  3. Micha sagt:

    Danke für den Bericht. Leider kostet der Monitor jetzt ab 300 EUR. Aber ich will ihn mir dennoch kaufen. Die Sache mit der schlechten Skalierung einiger Programme finde ich aber nicht gut 🙁 Gerade bei Chrome und Co., denn Browser benutzt man ja sehr häufig. Hast Du evtl. einen Screenshot wie diese verwaschene Skalierung bei Chrome aussieht, wenn man bei Windows auf 120% stellt.

    danke dir!

    • Tobi sagt:

      Ja der schwache Euro macht sich bei einigen Dingen bemerkbar 😉

      Ehrlich gesagt fällt mir die etwas verwaschene Oberfläche mittlerweile gar nicht mehr auf. Da gewöhnt man sich recht schnell dran. Screenshots findest du z.B. hier.

  4. CrazyOlli sagt:

    Moin Tobi,

    kannst Du mir etwas mehr zum Gaming-Verhalten sagen? Also wie reagiert der Monitor auf schnelle Bewegungen, eventuell bei Battlefield4 oder ähnlichen schnellen spielen?

    Gruß, Olli

  5. newChiller sagt:

    Danke für diesen subjektiven Erfahrungsbericht! Werde ich in meine Kaufentscheidung mit einfließen lassen.

    Sicher ein toller Monitor, allerdings ist auch meine Befürchtung, dass 25″ unter Windows bei der Auflösung etwas klein sind.

    Schade, dass man pro Zoll gleich 100 € mehr drauflegen muss: Der 27″ U2715h kostet aktuell noch 500 €.

  6. PeterM sagt:

    Danke für den Erfahrungsbericht.

    Reicht aus deiner Sicht auch ein kürzerer Seh-Abstand zum Monitor?
    Würde mir gerne diesen kaufen, die Tiefe meines Schreibtisches beträgt allerdings lediglich 60 cm.

    Grüße,
    PeterM

  7. Ben sagt:

    Hey ho,

    danke für den bericht. Ich habe den Bildschirm gerade aufgebaut und getestet. Direkt eine Runde CSGO gezockt und mir ist etwas ziemlich nerviges aufgefallen. Der Matte Bildschirm der das Spiegeln verhindern soll stört mich irgendwie total. Ich habe nur 25% Bereich genau in der Mitte des Blickfeldes den optimalen Kontrast. Wenn ich in dunkleren bereichen bin ist oben und unten so eine art schleier über den Bild. Dort wirken die Farben dann ausgeblichen und es ensteht ein für das Auge ein sehr nerviger Iritierungspunkt. Hat da jemand eine Idee?

  8. Steffen sagt:

    Hallo,

    hat denn jemand Erfahrungen mit diesem Monitor an einer älteren Grafikkarte.
    Ich habe noch eine ATI Radeon HD 3600 mit 2 DVI Anschlüssen.
    Laut Spezi soll sie auch 2560 * 1536 schaffen.
    Da der Monitor ja ’nur‘ HDMI hat, kann man ja mit einem DVI – HDMI – Kabel dran.
    Hat das schon mal jemand gemacht ? Und wie sind die Erfahrungen ?
    Danke.

  9. Michael sagt:

    Danke für den Bericht. Stehe vor der Entscheidung zwischen einem U2414H und U2515H. Beim 2515 müsste ich wg Schriftgröße die Skalierung nutzen. Verschwindet dadurch der Schärfevorteil gegenüber dem Full-HD 2414 wieder oder sieht trotzdem alles besser aus?
    Hat sich mittlerweile unter Win 10 die Skalierung und deren Unterstützung verbessert? Firefox oder Adobe Reader z.B.? Oder ist dann der Edge Browser die Alternative?

    Hauptanwendungen wären im Internet surfen, MS Office und PDF-Dokumente. Und Urlaubsfotos via IrfanView ansehen, sortieren und benennen. Dazu etwas Youtube, Laola1.tv und ÖR-Mediatheken schauen.
    Mir wäre also das angenehme Lesen in ordentlicher Schriftgröße wichtig, das selbst auf einem guten 24″ Full HD etwas pixelig ist.

    • Tobi sagt:

      Bei Windows 10 kam die Möglichkeit hinzu, bei mehreren Monitoren unterschiedliche Skalierungen pro Monitor zu benutzen. Ansonsten sollte sich alles wie unter Windows 8.1 verhalten. Das Hauptproblem ist auch nicht Windows, sondern die Programme an sich, die nicht angepasst wurden. Werden aber stetig weniger und nach einigen Wochen hat man sich auch an die restlichen wenigen Problemfälle gewöhnt 😉

      Bei der Schrift ist der Schärfevorteil am deutlichsten zu spüren. Egal ob im Internet, in Word oder bei PDFs, das Lesen von Texten macht deutlich mehr Spaß als früher. Probleme gibts hier keine. Die Probleme betreffen wenn dann noch Bilder bei Webseiten, die durch die Skalierung leicht unscharf dargestellt werden. Dies erkennt man aber oft erst bei genauerem Hinsehen. Nerviger ist da schon eher, wenn die Benutzeroberfläche verschwommen dargestellt wird. Bei Firefox ist dies aber mittlerweile auch gefixt. Zu Edge kann ich nichts sagen, da ich mit diesem Browser nicht arbeiten kann und mag 😉

      Bei deinen Anwendungen sehe ich aber so gut wie keine Probleme (nur bei Bildern im Browser) und würde dir auf jeden Fall den U2515H empfehlen! Die Schrift ist bei mir in all den aufgezählen Programmen gestochen scharf 🙂

    • Michael sagt:

      Danke für die Info. Das wird dann aber auch bedeuten, dass ältere Office-Versionen wie 2007 nicht mit der Skalierung zurechtkommen, oder? Sind hier Open Office Versionen die bessere Alternative?
      Interessant wäre eine Website, auf der aufgelistet ist, welche Software bereits mit der Skalierung zurechtkommt (und ab welcher Version) und welche noch nicht. Wichtige wäre mir z.B. auch IrfanView. Sind auch manche Programm-Icons unscharf?
      Bei einem kurzen Test beim Händler mit einem Surface 4 und hoher Skalierung konnte ich unter Win10 z.B. Edge und Google Chrome mit einer identischen Internetseite direkt vergleichen. Unter Edge waren sowohl Bedienfläche als auch Text gestochen scharf, bei Chrome beides unscharf.

      Kann man den Monitor auch per HDMI problemlos anschließen? Er würde hier an einen neuen Skylake i3 6100 Desktop PC angeschlossen werden. Ich hoffe die interne Grafiklösung von Intel kommt mit der WQHD-Auflösung gut zurecht.

    • Tobi sagt:

      Ja HDMI ist kein Problem und selbst die Haswell-CPUs haben keine Probleme mit der Auflösung.

      Zu Office 2007 bzw. Open Office kann ich leider nichts sagen. Einfach ausprobieren. IrfanView wurde vor ca. 1,5 Jahren mit Version 4.38 angepasst (Better support for high resolution screens (high DPI), ist also kein Problem.

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