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HTTP/2-Standard ist fertig, Unterstützung durch Firefox 36

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Mark Nottingham, Vorstand der IETF HTTP Working Group, hat am 18. Februar 2015 in einem Blogbeitrag bekannt gegeben, dass der neue HTTP/2-Standard fertig ist. Damit bekommt der betagte Vorgänger in Form von HTTP/1.1 nach über 16 Jahren nun einen Nachfolger. Als letzten Schritt muss HTTP/2 noch als offizieller RFC-Standard anerkannt werden, was jedoch nur eine formale Hürde ist.

Das Hauptziel von HTTP/2 ist die Beschleunigung der Client-Server-Kommunikation, um eine schnellere Übertragung von Webinhalten zu ermöglichen. Erreicht werden soll dies durch eine bessere Datenkompression namens HPACK, die auch HTTP-Header-Daten komprimiert. Des Weiteren erlaubt der neue Standard das gleichzeitige Laden von mehreren Quellen über eine einzelne TCP-Verbindung. Bisher kommen zwischen Client und Server viele einzelne Anfragen zum Einsatz, die nacheinander abgearbeitet werden müssen. Außerdem können Inhalte mit HTTP/2 binär kodiert übertragen und vom Server gepusht werden.

Mit der Finalisierung des HTTP/2-Standards können auch die Browser- und Webserver-Entwickler mit dem Einbau in ihre Produkte beginnen. Firefox ist wohl der erste Browser, der eine volle Unterstützung des neuen Standards vermelden kann, genauer gesagt ab der Beta 10 von Firefox 36. Weitere Hersteller dürften demnächst folgen, da HTTP/2 abwärtskompatibel zu HTTP/1.1 ist und die grundlegende Syntax unverändert bleibt. Weitere Informationen und Details beantwortet die HTTP/2-FAQ auf GitHub.

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Microsoft verschenkt weitere 100 GB OneDrive-Speicher für ein Jahr

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Microsoft lässt es derzeit ordentlich krachen und haut weitere 100 GByte OneDrive-Speicher kostenlos raus. Im Gegensatz zu der Aktion vor wenigen Tagen, bei der es immer noch kostenlos 100 GByte für zwei Jahre gibt, gilt der Zusatzspeicher der neuen Aktion jedoch nur ein Jahr.

Alles was ihr dafür tun müsst ist diese Seite zu öffnen und euren Dropbox-Account zu verknüpfen. Anschließend wird eine Hilfedatei in eurer Dropbox abgelegt, die beim Umzug auf OneDrive helfen soll. Als kleines Dankeschön erhaltet ihr 100 GByte OneDrive-Speicher für ein Jahr.

Kategorien: Internet Tutorials

BlackBerry 10 OS 10.3.1 kommt am 19. Februar

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Mit Vorstellung des BlackBerry Passport Smartphones hat der kanadische Hersteller gleichzeitig sein BlackBerry 10 OS auf Version 10.3 aktualisiert. Das neueste Smartphone BlackBerry Classic arbeitet sogar bereits mit der aktuellsten Version 10.3.1. Die älteren Geräte Q5, Q10, Z10 und Z30 verharren allerdings seit mehr als einem Jahr auf Version 10.2.1. Dies soll sich jedoch in wenigen Tagen ändern. Am 19. Februar 2015 soll das Update auf BlackBerry 10 OS 10.3.1 über alle Carrier ausgeliefert werde. Damit vereinheitlicht der Hersteller das Betriebssystem auf allen verfügbaren Geräten.

Das Update von Version 10.2.1 auf Version 10.3.1 bietet dabei zahlreiche Neuerungen, die ich nachfolgend nur kurz erwähnen möchte. Ein detaillierter Überblick der neuen Funktionen gibts auch direkt bei BlackBerry.

  • Modernisierung des Benutzerinterfaces inklusive neuen Icons im Flat-Design
  • Überarbeiteter BlackBerry Hub mit Sofortaktionen
  • Tutorial zum leichteren Einstieg
  • Assistant: Siri-ähnlicher Assistent, welcher Sprach- und Textbefehle verarbeiten kann
  • Blend: Ermöglicht die Anzeige von BlackBerry-Inhalten auf PC, Mac, Android und iOS
  • Neue Android-Laufzeitumgebung auf Basis von AOSP
  • Amazon App Store bietet Zugriff auf über 200.000 Android-Apps
  • Kamera bietet neue Funktionen, unter anderem einen Selbstauslöser
  • Startbildschirm wird immer angezeigt, auch wenn keine Apps geöffnet sind
  • Schnelleinstellungen sind mit einer 2-Finger-Wischgeste von jedem Bildschirm erreichbar
  • Möglichkeit von eigenen Benachrichtigungsprofilen für bestimmte Personen
  • „Meeting Modus“ stellt das Telefon während Meetings automatisch auf lautlos
  • Neues Stromsparprofil, welches die Akkulaufzeit um bis zu 15 Prozent steigern soll

Heise veröffentlicht 1-Klick-Social-Media-Buttons mit Datenschutz

c't Shariff Logo

Vor mehr als drei Jahren hat Heise eine einfache Lösung zum Einbinden der Sharing-Buttons von diversen sozialen Netzwerken veröffentlicht. Die „2 Klicks für mehr Datenschutz“ genannte Lösung setzt dabei auf deaktivierte Buttons, die keinerlei Daten mit Dritten austauschen. Erst beim Anklicken durch den Anwender werden die Buttons aktiviert und können anschließend ganz normal genutzt werden. Neben einer deutlich besseren Ladezeit dient die zweistufige Lösung somit dem Erhalt der Privatsphäre und einem besseren Datenschutz.

Dank des gut umgesetzten WordPress-Plugins kam die Heise-Lösung bei vielen Webseiten und Blogs zum Einsatz. Auch ich habe das Plugin mit meinem Redesgin im Dezember 2011 eingeführt und verwende es noch immer.

Im November 2014 hat Heise einen Nachfolger der beliebten 2-Klick-Buttons vorgestellt. Die neue Lösung hört auf den Namen Shariff und ersetzt die bisherige 2-Klick-Lösung. Hauptvorteil von Shariff ist die einfachere Benutzung, da nur noch ein Klick notwendig ist. Des Weiteren sind die Buttons moderner und auffälliger gestaltet. Die Lösung ist bei Heise auf allen Seiten im Einsatz und kann dort genauer angeschaut werden.

Das Shariff-Projekt wird bei GitHub entwickelt, wo auch der Quellcode zum Download bereit steht. Für WordPress existieren zwei Plugins: Shariff Wrapper und Shariff for WordPress. Beide Plugins befinden sich noch in einer frühen Entwicklungsphase und bieten im Vergleich zum „2 Click Social Media Buttons“-Plugin deutlich weniger Einstellungsmöglichkeiten. Ich warte noch ein paar Wochen, bevor ich mich für ein Plugin entscheide und auf Shariff umsteigen werde.

Betriebsstunden bei neueren Dell Monitoren anzeigen

Dell U2515H

Bei vielen Monitoren lassen sich die Betriebsstunden anzeigen, ähnlich dem Kilometerstand bei Autos. Neben der reinen Neugierde kann damit z.B. auch überprüft werden, ob man beim Kauf einen komplett neuen Monitor bekommt oder einen bereits gebrauchten Bildschirm erhält.

Mein alter HP ZR24w hat die Betriebsdauer direkt im normalen Bildschirm-Menü angezeigt. Bei neueren Dell Monitoren ist dies nicht so einfach, denn die Information ist im Servicemenü versteckt. Das Servicemenü lässt sich jedoch relativ leicht aufrufen. Ausgangspunkt ist ein ausgeschalteter Monitor. Je nach Modell müssen anschließend die oberen beiden bzw. die beiden linken Tasten gedrückt und der Monitor angeschaltet werden. Nachdem er an ist können die beiden Tasten losgelassen werden. Mit einem Druck auf die oberste bzw. linke Taste erscheint das Servicemenü. Dort werden unter anderem auch die Betriebsstunden aufgeführt.

Ich konnte dieses Vorgehen erfolgreich auf meinem neuen Dell U2515H und auf einem etwas älteren U2412M überprüfen. Bei vielen anderen Dell Modellen ab ca. 2012 sollte das Servicemenü identisch zu erreichen sein.

Im Servicemenü solltet ihr vorsichtig sein und nichts umstellen, außer ihr wisst genau was ihr tut.

Dell Servicemenü

Kategorien: Hardware Tutorials

Google spendiert 2 GB Speicherplatz bei Google Drive

Google Logo

Anlässlich des heutigen Safer Internet Day empfiehlt Google auf der Startseite einen Sicherheitscheck des eigenen Google-Kontos durchzuführen. Der Sicherheitscheck dauert nur wenige Minuten und zeigt unter anderem App-Berechtigungen, Informationen zur Kontowiederherstellung und die letzten Kontoaktivitäten an.

Als Entschädigung für den kurzen Sicherheitscheck spendiert Google 2 GByte kostenlosen Speicherplatz bei Google Drive. Der Zusatzspeicher bleibt permanent erhalten und vergrößert damit den bei Google kostenlos zur Verfügung stehenden Speicherplatz auf 17 GByte. Einzige Bedingung: Der Sicherheitscheck muss bis zum 17. Februar 2015 erledigt werden. Der Speicher wird dann Ende Februar gutgeschrieben. Zusätzlich werdet ihr dann auch per E-Mail benachrichtigt.

Google Sicherheitscheck

Kategorien: Internet

Kostenlos 100 GB OneDrive-Speicher für 2 Jahre

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Über Bing Rewards spendiert Microsoft gerade 100 GByte kostenlosen Speicher für OneDrive. Leider kann das Speicherupgrade nur mit einer IP-Adresse aus den USA aktiviert werden, da Bing Rewards in Deutschland (noch) nicht verfügbar ist. Zweites Manko ist, dass der Speicher nicht lebenslang gutgeschrieben wird, sondern nur zwei Jahre gültig ist. Dafür kann der zusätzliche Speicher mit relativ wenig Aufwand freigeschaltet werden.

UPDATE:

Mittlerweile lassen sich die 100 GByte OneDrive-Speicher viel einfacher verdienen. Einfach diesem Link folgen und über den Zusatzspeicher freuen. Funktioniert ganz ohne VPN und direkt aus Deutschland.

  1. Zuerst wird ein US-VPN benötigt. Anscheinend funktionieren nicht alle VPN-Lösungen, aber mit den meisten sollte das kein Problem sein. Definitiv funktionieren tun ZenMate, AirVPN, CyberGhost, Hotspot Shield und VPN.cc.
  2. Anschließend unter http://www.bing.com/account/worldwide auf „Vereinigte Staaten – Englisch“ umstellen.
  3. Jetzt die Seite https://www.bing.com/rewards/ aufrufen und unten bei Bing Rewards anmelden (Not a Bing Rewards member? Join now). Dabei reicht eine einfache Verknüpfung mit eurem Microsoft-Account aus. Eine Verifizierung ist nicht notwendig.
  4. Abschließend auf die Seite https://preview.onedrive.com/bingrewardspromo/ öffnen und dort auf den Button „Get my storage“ klicken.
  5. Nach wenigen Sekunden ist euer OneDrive-Account satte 100 GByte größer. Hier noch der Beweis:

OneDrive 100 GByte

(Quelle)

Kategorien: Internet Tutorials

Microsoft Outlook für Android und iOS via Exchange Server blockieren

Microsoft Exchange Logo

Die Problematik der neuen Microsoft Outlook App für Android und iOS habe ich bereits in diesem Artikel ausführlich geschildert. Besonders brisant ist das Problem aber bei Firmen mit eigenem Exchange Server. Wer also nicht möchte, dass Firmendaten inklusive Benutzername und Passwort an fremde Server übermittelt werden, sollte die Nutzung der Outlook-App unterbinden.

Die Blockierung der App kann relativ einfach mit einer ActiveSync-Richtlinie verwirklicht werden. Danke an Franky’s Web für diesen Tipp! Zur Erstellung muss folgender Befehl in der „Exchange Management Shell“ ausgeführt werden.

New-ActiveSyncDeviceAccessRule -Characteristic DeviceModel -QueryString "Outlook for iOS and Android" -AccessLevel Block

Darüber hinaus kann auch abgefragt werden, ob die Outlook-App bereits von Benutzern verwendet wird. Die erste Zeile ist der Befehl für Exchange 2010, die zweite Befehle für Exchange 2013.

Get-ActiveSyncDevice | where {$_.devicemodel -match "Outlook for iOS and Android"} | ft userdisplayname,deviceos
Get-MobileDevice | where {$_.devicemodel -match "Outlook for iOS and Android"} | ft userdisplayname,deviceos

Ebenso können alle ActiveSync-Partnerschaften mit der Outlook App gelöscht werden. Die erste Zeile steht wiederrum für Exchange 2010, die zweite für Exchange 2013.

Get-ActiveSyncDevice | where {$_.devicemodel -match "Outlook for iOS and Android"} | Remove-ActiveSyncDevice
Get-MobileDevice | where {$_.devicemodel -match "Outlook for iOS and Android"} | Remove-MobileDevice

Microsoft Outlook für Android und iOS schleust Daten über Fremd-Server

Microsoft Outlook Logo

Nachdem Microsoft Anfang Januar seine Office-Apps für Android (Word, Excel und PowerPoint) als Preview-Versionen veröffentlicht hat, hat der Softwareriese am 29. Januar nachgelegt und Microsoft Outlook für Android und iOS freigegeben.

Microsoft Outlook für iOS
Microsoft Outlook für Android

Die neue Outlook-App ist im Grunde aber nur eine leicht veränderte Version von der App Acompli. Microsoft hatte die Firma Anfang Dezember 2014 übernommen. So weit so gut. Einen Tag später wurde aber bekannt, dass die Outlook-App alle Daten über fremde Server in den USA schleust. Dabei handelt es sich nicht einmal um Microsoft-Server, denn die App wurde mit Hilfe von Amazon Web Services aufgesetzt. Entsprechende Berichte finden sich z.B. bei Golem, Heise und Günter Born.

Demnach werden E-Mail-Konten nicht direkt abgefragt, sondern alle eingehenden und versendeten Mails werden über fremde Server geleitet. Durch diese Umleitung sollen bestimmte Funktionen ermöglicht werden, wie beispielsweise Push-Benachrichtigungen. Darüber hinaus werden aber auch Kalendereinträge, Kontaktdaten, Anhänge und sogar Zugangsdaten mitsamt des Passwortes auf den Fremd-Servern zwischengespeichert. Weitere Details hat René Winkelmeyer in seinem Blog beschrieben.

Besonders kritisch ist dieses Verhalten aber im Firmenumfeld, wenn Mitarbeiter die App installieren und auf ihren Exchange-Account zugreifen. Hier werden die Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) ebenso auf fremden Servern gespeichert. Des Weiteren reicht ein Löschen der App nicht aus, um die Daten auf den Fremd-Servern zu löschen. Hier muss in den Kontoeinstellungen explizit die Option „Konto vom Handy und Remote-Gerät entfernen“ ausgewählt werden.

Aus diesen Gründen sollten Administratoren in Unternehmen die Nutzung der Outlook-App unterbinden. Wie dies genau funktioniert, beschreibe ich in meinem Artikel „Microsoft Outlook für Android und iOS via Exchange Server blockieren„.

Microsoft Outlook für Android

Raspberry Pi 2 mit Quad-Core-CPU und 1 GB RAM vorgestellt

Raspberry Pi Logo

Die Raspberry Pi Foundation hat heute eine neue Version des beliebten Mini-Rechners präsentiert. Der Raspberry Pi 2 wird wie der Vorgänger für 35 US-Dollar erhältlich sein und besitzt einen deutlich stärkeren Prozessor sowie einen verdoppelten Arbeitsspeicher. Alles andere bleibt unverändert.

Hauptvorteil des neuen Raspberry Pi 2 ist zweifelsohne der neue Prozessor in Form des BCM2836. Dieser taktet mit 900 MHz und verfügt über vier Kerne. Der Vorgänger in Form des BCM2835 kam noch mit 700 MHz und einem Kern aus. Eine weitere Verbesserung ist der verdoppelte Arbeitsspeicher, welcher jetzt 1 GByte groß ist.

Davon abgesehen ist der Einplatinencomputer im Vergleich zum Raspberry Pi B+ so gut wie unverändert. Die Abmessungen betragen weiterhin 86 x 54 mm und auch der „Videocore IV“ getaufte Grafikchip des Vorgängers kommt nach wie vor zum Einsatz. Ebenso werden alle anderen Features 1:1 übernommen. Im Einzelnen bedeutet dies: 10/100-Mbit/s-Ethernet, vier USB-2.0-Ports, microSD-Kartenslot, GPIO-Schnittstelle mit 40 Pins, HDMI (inkl. Audio), 3,5-mm-Klinkenanschluss und Composite-Video.

Der Raspberry Pi 2 ist ab sofort für 35 US-Dollar erhältlich. Zum Start sollen bereits 100.000 Stück fertig sein und aus Auslieferung warten. Der ältere Raspberry Pi B+ soll weiterhin produziert und verkauft werden.

Raspberry Pi 2

Raspberry Pi 2 (Bild: Raspberry Pi Foundation)

 

Daten Raspberry Pi 2
Raspberry Pi B+
SoC / Prozessor  Broadcom BCM2836, 4 Kerne, 900 MHz Broadcom BCM2835, 1 Kern, 700 MHz
GPU Broadcom VideoCore IV Broadcom VideoCore IV
Arbeitsspeicher  1 GByte 512 MByte
Abmessungen 86 x 54 x 17 mm 86 x 54 x 17 mm
Gewicht  45 Gramm 45 Gramm
Anschlüsse  4 x USB 2.0, microSD-Kartenslot, 10/100-Mbit/s-Ethernet, Composite-Video, HDMI (inkl. Audio), 3,5-mm-Klinkenanschluss 4 x USB 2.0, microSD-Kartenslot, 10/100-Mbit/s-Ethernet, Composite-Video, HDMI (inkl. Audio), 3,5-mm-Klinkenanschluss
Energieverbrauch  maximal 4 Watt 700 mA (ca. 2,5 – 3,0 Watt)
Preis 35 US-Dollar 35 US-Dollar

Kategorien: Hardware