Kategorie: Windows 7

Nerviges Aero Shake Feature deaktivieren

Mit Windows 7 hat Microsoft das sogenannte „Aero Shake“ Feature eingeführt. Wird das aktuelle Fenster an der Titelleiste mit der linken Maustaste gepackt und geschüttelt, werden alle anderen Fenster minimiert. Das „geschüttelte“ Fenster bleibt sichtbar. Obwohl das Feature auf den ersten Blick ganz nützlich erscheint, kann es aber auch durch Versehen ausgelöst werden und ist in diesem Fall dann einfach nur störend.

Aus diesem Grund zeige ich euch, wie ihr Aero Shake ganz einfach deaktivieren könnt.

Möglichkeit 1: Editor für lokale Gruppenrichtlinien

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „gpedit.msc“ eingeben.
  2. Unter „Benutzerkonfiguration“ zu „Administrative Vorlagen“ und „Desktop“ wechseln.
  3. Im rechten Fensterbereich auf „Aero Shake-Mausbewegung zum Minimieren von Fenstern deaktivieren“ doppelklicken.
  4. In dem neu geöffneten Fenster „Aktiviert“ auswählen und die Änderungen bestätigen.

Möglichkeit 2: Registrierungs-Editor

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und „regedit“ eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
    HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Windows\Explorer
  3. Darunter muss ein neuer „DWORD-Wert (32-Bit)“ mit dem Namen „NoWindowMinimizingShortcuts“ erstellt werden.
  4. Dieser erhält den Wert auf „1„.
  5. Nach einem Neustart sollten die Änderungen übernommen wer

Zur einfacheren Umsetzung biete ich eine Registrierungsdatei an, die alle Änderungen in der Registry automatisch durchführt.

IPv6 unter Windows systemweit deaktivieren

Microsoft Logo

IPv6 wird seit Windows Vista bzw. Windows Server 2008 unterstützt und ist auch standardmäßig aktiviert. Sofern im Netzwerk keine Notwendigkeit für IPv6 gegeben ist, kann es ohne Probleme deaktiviert werden.

Soll IPv6 systemweit abgeschaltet werden, muss dies über die Registry erfolgen. Der zunächst offensichtliche Weg über die Eigenschaften der Netzwerkverbindung ist nicht zielführend. Bei dieser Methode wird IPv6 nur für das jeweilige Interface deaktiviert. Das Loopback- und die Tunnel-Interface verwenden weiterhin IPv6.

Eine bessere Variante ist über die Registry verfügbar, wobei aber auch hier IPv6 für das Loopback-Interface aktiviert bleibt. Das dürfte aber nicht weiter schlimm sein, da diese Methode gleichzeitig auch dafür sorgt, dass IPv4 bevorzugt behandelt wird.

  1. Den Ausführen-Dialog (Windows-Taste + R) öffnen und “regedit” eingeben, damit der Registrierungs-Editor geöffnet wird.
  2. Anschließend zu folgendem Pfad navigieren:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\TCPIP6\Parameters
  3. Hier muss ein neuer “DWORD-Wert (32-Bit)” mit dem Namen “DisabledComponents” erstellt werden.
  4. Anschließend den Wert auf “ff” Hexadezimal setzen.
  5. Nach einem Neustart ist IPv6 komplett deaktiviert.

Zur leichteren Anwendung biete ich euch eine Registry-Datei zum Download an, die alle notwendigen Schritte automatisch erledigt. Detailliertere Informationen gibts direkt bei Microsoft.

Download Registrydatei zum Deaktivieren von IPv6 systemweit

RDP 8.1 Update für Windows 7 und Server 2008 R2

RDP8.1Mit Windows 8.1 bzw. Windows Server 2012 R2 hat Microsoft dem Remote Desktop Protocol (RDP) einige Verbesserungen verpasst. Nachfolgend eine kurze Übersicht der Neuerungen:

  • schnellere Wiederherstellung von Verbindungen zu einer Remote-Sitzung
  • Unterstützung von transparenten Fenstern oder Rahmen (beispielsweise Office 2013)
  • RemoteApp verhält sich stärker wie lokale Programme (beim Verschieben und Vergrößern von Fenstern wird der Fensterinhalt angezeigt)
  • Unterstützung für „Restricted Admin Mode“
  • Spiegeln von Sitzungen möglich

Um nun unter Windows 7 in den Genuss des verbesserten RDP-Clients zu kommen, müssen einige Updates installiert werden. Grundvoraussetzung für die Installation der Updates ist Windows 7 mit installiertem Service Pack 1. Außerdem müssen bereits die Updates KB2574819 und KB2857650 vorhanden sein. Danach kann KB2830477 installiert werden. Alle drei Updates können direkt bei Microsoft heruntergeladen werden.

Abschließend kann noch das Update KB2923545 installiert werden, welches einige Zuverlässigkeits- und Stabilitätsverbesserungen bietet.

Windows 7: 100-MB-Partition nachträglich erstellen

Bei der Installation von Windows 7 wird standardmäßig eine 100 MByte große Partition mit der Bezeichnung „System-reserviert“ angelegt. In einigen Fällen wird diese Partition aber nicht erstellt, beispielsweise wenn sich bei der Installation schon ein vorheriges Windows auf der Festplatte befindet. Auch bei vorinstallierten PCs oder bei einer automatischen Installation kann die 100-MB-Partition fehlen.

Im Normalfall ist das nicht weiter schlimm, da die Partition lediglich den Bootmanager beinhaltet. Fehlt sie, wird der Bootmanager einfach auf die Windows-Partition gepackt. Ein weiterer Einsatzzweck der 100-MB-Partition ist die Unterstützung der BitLocker-Laufwerksverschlüsselung. Damit eine mit BitLocker verschlüsselte Systempartition gebootet werden kann, muss der Bootloader auf der unverschlüsselten 100-MB-Partition liegen.

Ab Windows 8 ist die Partition „System-reserviert“ 350 MByte groß, da sich dort noch zusätzlich eine Notfallumgebung befindet.

Nachträgliche Erstellung der 100-MB-Partition

Wenn die Partition fehlt, aber die BitLocker Laufwerksverschlüsselung verwendet werden soll, muss die Partition nachträglich erstellt werden. Natürlich kann auch Windows neu installiert werden, aber es geht auch einfacher.

Die Lösung bietet das „BitLocker Drive Preparation Tool“ (BdeHdCfg.exe). Einfach folgenden Befehl ausführen und schon wird eine entsprechende Partition nachträglich erstellt. Allerdings ist diese dann 300 MByte groß.

BdeHdCfg -target default

Nach einem Neustart ist die Partition dann vorhanden.

bdehdcfg.exe

Mögliche Fehler beheben

Bei meinen Versuchen habe ich immer folgende Fehlermeldung erhalten:

Das Zielsystemlaufwerk wurde nicht gefunden. Sie müssen das Laufwerk möglicherweise manuell auf BitLocker vorbereiten.

Die Lösungsvorschläge von Microsoft haben mir nicht geholfen. Auch im Internet konnte ich keine Lösung für dieses Problem finden. Nach einigen Versuchen konnte ich aber die Ursache des Problems aufdecken: Der Defragmentierungs-Dienst. Dieser war  mit dem Starttyp „Deaktiviert“ versehen. Sobald der Starttyp auf „Manuell“ geändert wird, funktioniert auch wieder die automatische Erstellung der 100-MB-Partition.

PowerShell 4.0 veröffentlicht

powershellPowerShell 4.0 wird standardmäßig mit Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 ausgeliefert. Vor genau einer Woche hat Microsoft nun das Windows Management Framework (WMF) in Version 4.0 veröffentlicht. Damit lässt sich die PowerShell 4.0 auch unter Windows 7 SP1, Windows Server 2008 R2 SP1 und Windows Server 2012 nachinstallieren. Voraussetzung ist jedoch ein installiertes .NET Framework 4.5.

Gegenüber PowerShell 3.0 wurde die neue Version nochmals erweitert und bietet unter anderem eine Vielzahl von neuen Cmdlets. Ebenfalls neu ist das „Desired State Configuration“ Feature. Damit lassen sich Systemkonfigurationsdateien erstellen, die dann automatisch auf Servern verteilt werden können. Mit diesem Feature können Server also automatisch mit einer Wunschkonfiguration ausgestattet werden. Beispielsweise lassen sich so Skripte ausführen, Registrywerte anpassen, Installationen starten sowie Dienste und Prozesse verwalten.

Download Windows Management Framework 4.0 inklusive PowerShell 4.0

Clover – Windows Explorer mit Tabs ausstatten

Der Windows Explorer unterstützt von Haus aus leider keine Tabs. Mit dem Tool „Clover“ lässt sich dies aber nachrüsten, womit die Bedienung des Explorers deutlich komfortabler wird. Die Tabs werden oberhalb des Explorers angezeigt und sehen aus wie von Google Chrome. Kein Wunder, denn Clover ist im Prinzip nur eine Modifikation von Chromium, welche den Windows Explorer wrappt und in Tabs darstellt. Aus diesem Grund können auch Designs von Google Chrome verwendet werden.

Clover ist ab Windows XP einsetzbar und funktioniert auch unter Windows 8.1. Während das Tool bis Windows 7 ohne Probleme läuft, gibt es unter Windows 8 noch einige Probleme und Abstürze. Die Tab-Funktionalität erlaubt unter anderem das Anheften von Tabs, die Verwendung von Shortcuts oder das Wiederherstellen von geschlossenen Tabs. Zusätzlich bietet Clover auch noch eine Lesezeichenleiste, wo häufig verwendete Ordner abgelegt werden können.

Weitere Tools zum Nachrüsten von Tabs im Windows Explorer sind beispielsweise TabExplorer und QTTabBar.

Download Clover

Clover

This PC Tweaker – Ordner aus „Dieser PC“ unter Windows 8.1 bearbeiten

Mit Windows 8.1 hat Microsoft die bisher unter „Computer“ bekannte Arbeitsplatzanzeige in „Dieser PC“ umbenannt. Gleichzeitig werden jetzt oberhalb der Laufwerke einige Ordner und Bibliotheken eingeblendet. Leider lassen sich die angezeigten Elemente nicht ohne Eingriff in die Registry bearbeiten. Das Tool „This PC Tweaker“ kann diese mühsame Arbeit übernehmen. Zusätzlich kann das Tool auch den Navigationsbereich des Windows Explorers bearbeiten, auch unter Windows 7.

„This PC Tweaker“ ist portabel und bietet die Möglichkeit die angezeigten Ordner zu entfernen bzw. andere Elemente hinzuzufügen. Alle Änderungen werden ohne Neustart umgesetzt. Voraussetzung ist lediglich ein Neustart des Explorers und dass das Tool als  Administrator gestartet wird.

Download This PC Tweaker

This PC Tweaker

Finale Version des Internet Explorer 10 für Windows 7

Microsoft hat heute die finale Version des Internet Explorer 10 für Windows 7 veröffentlicht. Bisher war der Browser nur für Windows 8 erhältlich. Voraussetzung für die Installation unter Windows 7 ist das Service Pack 1. Im Laufe der nächsten Wochen soll die neue Version auch automatisch verteilt werden.

Im Vergleich zum Internet Explorer 9 soll der IE 10 nochmal schneller arbeiten und eine verbesserte Unterstützung für HTML5 und CSS3 bieten.

Internet Explorer 10 Download

Oracle veröffentlicht 3 wichtige Java-Updates

Am gestrigen Tag veröffentlichte der Java-Entwickler Oracle 3 wichtige Updates.  Die 3 besonders kritischen Sicherheitslücken werden in die höchste Gefahrenstufe 10 eingeordnet. Es handelt sich hierbei um die mit CVE-Nummern gekennzeichneten Schwachstellen:  2013-1484, 2013-1486 und 2013-1487.

Betroffen sind einige Bibliotheken, Deployment-Komponenten und das in der Vergangenheit schon mehrfach durch Sicherheitslücken aufgefallene Management Extensions.

Die 3 Sicherheitslücken und eine 4. die unter der CVE-Nummer: 2013-1485 geführt wird, betreffen die Ausführung von Java-Applets. Besonders brisant daran ist, dass dieses Verfahren auch bei der elektronischen Steuererklärung (ELSTER) und bei der offiziellen AusweisApp zur Anwendung kommt.

Auch die als „Lucky 13“ bekannt gewordene Lücke, wird mit diesem Update ebenfalls behoben. Es handelt sich hierbei um eine Schwachstelle in der TLS/SSL-Implementierung. Diese Schwachstelle ist seit einiger Zeit bekannt, wird aber als noch nicht ausnutzbar eingestuft und daher von Oracle auch „nur“ mit 4.3 Gefährdungspunkten von maximal 10 eingeordnet.

Oracle rät Java möglichst bald zu aktualisieren.

Thumbnail Cache unter Windows 7 / 8 deaktivieren

Windows-XP-Benutzer kennen sicher die Datei „Thumbs.db“. Doch wozu ist die Datei überhaupt gut bzw. weshalb wird sie erstellt? Wenn Bilder und Fotos im Windows Explorer als Miniatur- oder Symbol-Ansicht angezeigt werden, erzeugt Windows zu jedem Bild ein kleines Vorschaubild (Thumbnail). Damit diese nicht immer neu erstellt werden müssen, werden die Vorschaubilder beim erstmaligen Betrachten eines Ordners im Thumbnail Cache abgespeichert. Betrachtet man den Ordner erneut, werden die Vorschaubilder aus dem Cache geladen und können so schneller angezeigt werden, als wenn sie erneut erstellt werden müssten. Zumindest in der Theorie. Ich habe die Erstellung der Vorschaubilder abgeschaltet und konnte keine Geschwindigkeitseinbußen feststellen.

Unter Windows XP wurde noch in jedem Bilder-Ordner eine Datei mit dem Namen „Thumbs.db“ erzeugt. Bei Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 existiert eine zentraler Speicherort. Einzelne „Thumbs.db“-Dateien in jedem Ordner werden nicht mehr angelegt. Der zentrale Speicherort ab Windows Vista befindet sich unter „%userprofile%\AppData\Local\Microsoft\Windows\Explorer\„. Dort werden die Vorschaubilder in Dateien mit dem Namen „thumbcache_*.db“ gespeichert.

Thumbnail Cache deaktivieren

Das Anlegen der Vorschaubilder kann sowohl über den Editor für lokale Gruppenrichtlinien als auch über die Registry unterbunden werden. Da der zweite Weg einfacher ist, beschreibe ich lediglich diesen. Alle Änderungen in der Registry habe ich in einer .reg-Datei zusammengefasst, die ihr herunterladen könnt und nur noch ausführen müsst. Ebenso ist eine Datei enthalten, mit der ihr alle Änderungen auch wieder rückgängig machen könnt. Die Änderungen werden dann nach einem Neustart wirksam.

Beim Deaktivieren des Thumbnail Cache wird nur die Erzeugung von neuen Vorschaubildern verhindert. Bereits vorhandene Cache- und „Thumbs.db“-Dateien werden dadurch nicht gelöscht.

Download Registrierungsdatei zum Deaktivieren des Thumbnail Caches

Internet Explorer 10 Release Preview für Windows 7 verfügbar

IE9 Logo

Der neue Internet Explorer 10 ist in Windows 8 und Windows Server 2012 enthalten. Eine Version für Windows 7 und Windows Server 2008 R2 wurde von Microsoft bereits angekündigt.

Ab heute steht die Release Preview vom IE in Version 10 zum Download bereit. Die Testversion ist in zahlreichen Sprachen und für Windows 7 SP1 sowie Windows Server 2012 SP1 verfügbar.

Download Internet Explorer 10 Release Preview

Acronis True Image 2013 – Vorstellung und Gewinnspiel

Die beliebte Backup-Softwarelösung Acronis True Image ist seit dem 27. August 2012 in Version 2013 erhältlich. Die Neuerungen habe ich bereits in einem kurzen Artikel erwähnt. Neben der vollständigen Unterstützung von Windows 8, werden auch USB-3.0-Geräte unterstützt. Ebenso neu ist der mobile Zugriff auf seine Daten mittels Apps für iOS und Android. Die Daten werden in der Acronis Cloud gespeichert. Nach einem Monat ist der Speicherplatz von 250 GByte jedoch nicht mehr kostenlos. Außerdem wurde in Version 2013 die Dateisynchronisierung zwischen PCs, mobilen Endgeräten und Netzwerken verbessert.

Zum Test wird Acronis True Image 2013 unter Windows 8 installiert. Während der Installation muss das Programm durch Eingabe der Seriennummer aktiviert werden. Andernfalls verbleibt Acronis im Testmodus und kann nur 30 Tage genutzt werden. Nach wenigen Minuten war die Installation erfolgreich beendet.

Acronis True Image 2013

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