Video-Transcoding mit Nvidia NVEnc, AMD VCE und Intel Quick Sync

Seit vielen Jahren ist es bereits möglich, Videos mit Hilfe der GPU in ein anderes Format zu Transcodieren. Eines der ersten Programme mit Unterstützung von Nvidias CUDA (Compute Unified Device Architecture) war Badaboom, welches im Jahr 2008 veröffentlicht wurde. Die Video-Transcodierung war durchaus schnell, wobei die Qualität aber etwas zu kurz gekommen ist. Auch AMD hat eine ähnliche Technologie, die auf den Namen APP (Accelerated Parallel Processing) hört. Sowohl bei CUDA, als auch bei APP werden die Shadereinheiten der Grafikkarte zum Umwandeln genutzt. Einen guten Artikel mit detaillierten Informationen gibts bei Tom’s Hardware: Video-Transcoding unter der Lupe: APP, CUDA und Quick Sync im Vergleich.

Im Jahr 2011 hat Intel die Sandy-Bridge-Architektur vorgestellt. Mit dabei war Quick Sync. Dabei handelt es sich um dedizierten Hardwareeinheiten, mit welchen das Video-Transcoding deutlich schneller als mit der CPU durchgeführt werden kann. Gleichzeitig arbeitet Quick Sync deutlich energieeffizienter.

AMD und Nvidia wurden eiskalt erwischt und setzten alles daran, ein ähnliche Technologie in ihren neuen Grafikchips unterzubringen. Mit der Radeon-HD-7000-Serie zog AMD bereits Ende 2011 nach. AMD nennt das Feature „Video Codec Engine“, kurz VCE. Auch Nvidia hat mit dem Kepler-Grafikchip der Geforce-600-Serie im März 2012 nachgelegt. Nvidia bezeichnet das Feature als NVEnc. In der Zwischenzeit war Intel aber nicht untätig. Mit Ivy Bridge präsentierte der Hersteller im April 2012 bereits Quick Sync 2.0.

Doch die dedizierten Hardwareeinheiten sind nutzlos, solange sie nicht von der Software unterstützt werden. Bei nicht angepasster Software wird also weiterhin auf CUDA, APP bzw. die CPU gesetzt.

Software mit Unterstützung für NVEnc, VCE und Quick Sync

Derzeit ist der MediaConverter 8 von ArcSoft wohl die einzige Software, die neben Quick Sync auch NVEnc und VCE unterstützt.

Download ArcSoft MediaConverter 8

ArcSoft MediaConverter 8

Für CyberLink MediaEspresso wurde NVEnc angekündigt. In der aktuellen Version 6.7 ist allerdings noch nichts davon zu sehen. Die Software setzt weiterhin nur auf CUDA. Zur Veröffentlichung der Nvidia GeForce GTX 680 hat der Hersteller eine angepasste Version von CyberLinks MediaEspresso 6.5 mit Unterstützung für NVEnc bereitgestellt. Diese Version ist aber nicht im Internet erhältlich. Quick Sync und AMDs VCE werden ebenfalls unterstützt.

Download CyberLink MediaEspresso 6.7

CyberLink MediaEspresso 6.7

Tobi

Hallo, mein Name ist Tobias und ich habe diesen Blog im April 2009 ins Leben gerufen. Seitdem blogge ich hier über Software, Internet, Windows und andere Themen, die mich interessieren. SSDblog ist mein zweiter Blog, indem es rund um das Thema SSDs geht. Ich würde mich freuen, wenn ihr meinen Feed abonniert oder mir auf Twitter, Facebook, Google+ und Google+ (privat) folgt.

2 Antworten

  1. Milu sagt:

    Dem verlinkten Bericht zufolge unterstützt MediaEspresso durchaus AMD VCE. Hab’s aber nicht ausprobiert.

    »CyberLink MediaEspresso
    This user-friendly video transcoder supports AMD’s VCE and Intel’s QuickSync hardware transcoding blocks. «

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