Cisco-Switches: UDLD bei Kupferports?

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Das UniDirectional Link Detection Protocol (UDLD) arbeitet auf OSI-Layer 2 und ist ein Verfahren zur Erkennung einseitiger Netzwerkverbindungen zwischen Switches. Verbindungen zwischen zwei Switches arbeiten immer in zwei Richtungen. Wenn die Verbindung in einer Richtung ausfällt, können Protokolle wie Spanning Tree (STP) sehr empfindlich auf solche Fehler reagieren. Gerade bei Glasfaserstrecken kann schnell eine Strecke ausfallen. Das bedeutet, der betroffene Port empfängt noch Daten vom gegenüberliegenden Port, aber der andere Port empfängt keine Daten mehr. UDLD erkennt einseitige Verbindungen und deaktiviert das betroffene Interface, bevor gefährliche Situationen wie Spanning-Tree-Loops auftreten können.

Grundsätzlich kann UDLD sowohl bei Glasfaserverbindungen (LWL) als auch bei Kupferverbindungen eingesetzt werden. Ohne Zweifel, bei Glasfaserverbindngen ist UDLD eine gute Sache und sollte auf jeden Fall aktiviert werden. Die Meinungen gehen jedoch stark auseinander, ob UDLD bei Kupferports wirklich sinnvoll ist. Für mich habe ich entschieden, dass dies nicht der Fall ist. UDLD bei Kupferports kann gut funktionieren, muss es aber nicht. Ich hatte bereits in mehreren Fällen enorme Probleme und die Kupferports zwischen zwei Switches gingen immer wieder auf „err-disable“. Des Weiteren gab es bei aktiviertem UDLD in einigen Situationen andere, sehr seltsame Nebeneffekte. Auch andere User berichten von ähnlichen Problemen (siehe Quellen). Aus diesen Gründen verzichte ich bei Kupferports auf die Aktivierung von UDLD. Eine Ausnahme gibt es aber doch: Beim Einsatz von Medienkonvertern macht UDLD durchaus Sinn.

Quellen:

  • https://supportforums.cisco.com/discussion/10949081/3750-udld-error
  • https://supportforums.cisco.com/discussion/11842286/udld-err-disable-copper-wire
  • http://networking-forum.com/viewtopic.php?f=33&t=28749
  • http://packetlife.net/blog/2011/mar/7/udld/

Tobi

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