Benötige ich einen Virenschutz auf meinem Smartphone?

Ein Virenscanner auf dem Smartphone oder Tablet mag vielen Nutzern befremdlich vorkommen. Die Gefahren unter Windows sind allgegenwärtig und bekannt, aber dem Smartphone können solche Viren doch nichts anhaben, oder?

Leider ist es nicht ganz so einfach. Zwar können Windowsviren den mobilen Betriebssystemen nichts anhaben, jedoch programmieren findige Kriminelle schon seit geraumer Zeit spezielle Malware für diese Betriebssysteme. Die Sicherheitssoftwarehersteller warnen schon seit Jahren vor mobiler Malware. Die Zuwachsraten auf diesem Sektor sind enorm. Cyberkriminelle haben längst die kleinen Endgeräte für sich entdeckt. Kein Wunder, denn das Smartphone wird heutzutage als kleiner Minicomputer genutzt, mit dem online eingekauft oder Überweisungen getätigt werden. Kriminelle kommen so leicht an Passwörter und Zugangsdaten für Shop, E-Mail oder Bankingaccounts, die es früher nur auf dem heimischen Computer zu ergaunern gab. Problematisch ist zudem, dass die zur Banküberweisung benötigten TAN-Nummern häufig per SMS ans Smartphone gesendet werden. Ein infiziertes Handy gibt somit häufig sowohl Bankpasswort als auch TAN-Nummer preis. Das Smartphone wird somit zum immer lukrativeren Ziel für Cyberkriminelle, Nutzer sollten sich der Gefahren bewusst werden und aktiv für ihre Sicherheit sorgen.

Wer kann alles betroffen sein?

Die gute Nachricht vorweg: Im Moment ist praktisch nur ein Betriebssystem von mobiler Malware betroffen, nämlich Googles hauseigene Betriebssystem Android. Die Gründe dafür sind relativ einfach zu erklären; zum Einen ist das Betriebssystem sehr offen und zum Anderen sind unzählige verschiedene Versionen auf dem Markt, bei denen Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden können. In Zahlen ausgedrückt laufen über 98 Prozent aller mobiler Angriffe auf Android. Insgesamt gibt es mehrere Hunderttausend mobile Viren, alleine im letzten Jahr kamen über 104.000 neue mobile Schädlinge hinzu. Aktuell müssen sich aber vor allem Android Nutzer Gedanken um ihre Sicherheit machen.

Wie kann ich mich schützen?

Alle großen Sicherheitssoftwarehersteller haben längst die mobile Bedrohungslage erkannt. So gibt es sowohl von den Marktführern Bitdefender, Norton, Kaspersky, F-Secure, G Data oder MacAfee kleine Sicherheitsapps, als auch von kleineren unbekannteren Sicherheitssoftwareherstellern. Die Preise der kleinen Apps bewegen sich zwischen vier und 30 Euro. Viele Hersteller bieten aber auch kostenlose Versionen zum Testen an. Häufig können Nutzer sparen, wenn sie sich sogenannte Multi-Device Produkte kaufen, bei denen man gleichzeitig mehrere Endgeräte schützen kann.

Es wird sogar noch mehr geboten!

Nutzer sollten beim Kauf vor allen Dingen auf die Virenerkennungsraten achten, da sie den Ausschlag für dich Sicherheit eines Programmes geben. Daneben gibt es aber auch eine Vielzahl unterschiedlicher Funktionen, die die Programme bieten können. Einige Programme bieten so zum Beispiel einen Diebstahlschutz. Dies bedeutet das, das Handy aus der Ferne geortet, gesperrt oder gelöscht werden kann. Mit manchen Sicherheitsapps lassen sich Anrufe oder Nachrichten blockieren und filtern. Wer wiederum wert auf Privatsphäre legt, der sollte darauf achten, dass die App eine „sicheres browsen-Funktionalität mit integriert hat. Eine Übersicht über die Funktionalität der Apps bieten die Hersteller auf ihren Produktseiten oder Vergleichsplattformen.

Bitdefender Mobile Security Norton Mobile Security Kaspersky Mobile Security F-Secure Mobile Security
Sicherheitsfunktionen
Autom. Schädlingsentfernung x x x x
Anti Malware x x x x
Anti Phishing x x x
Anti Tracking x x
Anti Spyware x x x x
Anti Wurm x x x x
Anti Trojaner x x x x
Cloud Scanner x x x
Komfortfunktionen
Spamschutz
Call-Blocker x x x
Message Filter x x x
Backup Funktion x
Daten Verschlüsselung
Sicheres Surfen x x x x
Diebstahlschutz
Lokalisieren x x x x
Fern-Löschung x x x x
Fern-Sperrung x x x x
Sonstiges
Betriebssystem ab Android 2.3.3 ab Android 2.2 ab Android 2.3 ab Android 2.1
Downloadgröße 4,6 MByte 6,6 MByte 32,0 MByte 8,6 MByte

Sicherheitsapp für Android empfohlen

Android Nutzer sollten sich in jedem Fall eine kleine Sicherheitsapp auf ihr Smartphone oder Tablet laden. Die Programmierer der Apps haben die letzten Jahre genutzt und viele neue Features programmiert. In Sachen Performance und Größe der Apps müssen sich User keine Sorgen mehr machen. Benutzer sollten sich überlegen, welche Sicherheits- oder Komfortfunktion sie noch gerne mit im Programm integriert hätten und sich anhand dessen für ein Programm entscheiden. Eines ist jedoch sicher, selbst kostenlose Sicherheitsapps sind besser, als ungeschützt zu surfen.

Tobi

Hallo, mein Name ist Tobias und ich habe diesen Blog im April 2009 ins Leben gerufen. Seitdem blogge ich hier über Software, Internet, Windows und andere Themen, die mich interessieren. SSDblog ist mein zweiter Blog, indem es rund um das Thema SSDs geht. Ich würde mich freuen, wenn ihr meinen Feed abonniert oder mir auf Twitter, Facebook, Google+ und Google+ (privat) folgt.

8 Antworten

  1. Tim sagt:

    Also ich setze auf das kostenlose Avast, für Root-User ist da sogar eine Firewall drin, die gut funktioniert. Diebstahlschutz ist auch dabei, ich setze aber auf Cerberus.

  2. Tim sagt:

    Mobil sind die Tabellen nur zum Teil sichtbar und nicht seitwärts scrollbar.

    • Tobi sagt:

      Ich weiß das ist nicht schön, kann ich aber auf die Schnelle nicht ändern. Kommt dann vielleicht mit einem Redesign 😉
      Im Querformat sollten sie aber dennoch komplett sichtbar sein.

    • Tim sagt:

      Man müsste noch einen Container um die Tabelle drumrum machen und dem dann die CSS-Eigenschaftoverflow-x: scroll; geben.
      Du solltest auch mal die Anzahl deiner Plugins reduzieren. Da hängt ganz schon viel im -Tag. Auch zu empfehlen: Minit zum Zusammenfassen und „Minifying“ von CSS- und JS-Dateien.

    • Tim sagt:

      Irgendwie hat WordPress ein Wort aus meinem Kommentar gelöscht, weil ich nicht escaped habe: Ich meinte „Da hängt ganz schon viel im <head>-Tag“.

    • Tobi sagt:

      Danke ich habe es umgebaut.

      Das mit den Plugins stimmt. Allerdings möchte ich auf keines verzichten und solange noch alles halbwegs flott läuft sehe ich keine Notwendigkeit.

  3. Penner sagt:

    Der Autor des Artikels sollte sich vielleicht etwas besser mit der Materie befassen, bevor er so einen Artikel schreibt. Wenn man sich als User nicht auf dubiosen russischen oder chinesischen App Stores oder Warez Seiten aufhält, ist das Risiko eines Virus extrem gering. Selbst dann wird man mehrmals gefragt, ob man die App bzw. den Virus installieren will, muss den Haken herausnehmen bei „Apps aus Fremdquellen installieren“ und der Google App Scanner schlägt wahrscheinlich auch noch Alarm. Im Klartext: man muss als User schon extrem dämlich sein bzw. es wirklich darauf anlegen. Die ganzen Virenscanner für Android sind nichts als Scam und die ganzen „Viren Statistiken“ sind komischerweise immer von Antiviren Herstellern, die zufällig auch gleich die Lösung verkaufen wollen.

    Siehe auch: http://bgr.com/2014/03/05/android-malware-google-play/

  4. Klöte Peter sagt:

    Auf Android so was von Nutzlos!
    Diese angeblichen Virenscanner laufen genauso wie jede andere App in ihrer eigenen Sandbox und können dem entsprechend genauso wenig aktiv eingreifen gegen eine böse app. Auch wenn man root zugriff hat und der antivirus app superuser rechte geben würde wäre es immer noch schwachsinn, hat die „böse“ app dann nämlich auch zu 100%. Da können sich die beiden apps dan darum prügeln wer der megaübersuper user auf dem system ist. „virenschutz“ wie man in unter z.b. windows kennt ist unter android ansolut nicht möglich durch das sandbox system!

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